Die „Alte“ und die „Neue“ – Schraubertag bei 11Grad mit Sonne

Stand der Dinge:

Die gekaufte Maschine war eher nen Fuffi,
statt 150€ wert und ich habe nun zwei mehr oder weniger laufende
Maschinen in der Miniabstellkammer.

Da heute die Sonne schien
(wenn auch nicht auf meinen Schrauberplatz, habe ich die Zeit genutzt
und von Morgens bis Sonnenuntergang geschraubt.

Meine „Alte“:
Fährt nun wieder, hat aber keinen „Wumms“. Ich nehme an das der Kolben/Zylinder langsam aber sicher hinüber ist.
Sie hat nun eine Mischbestückung von 3×6 und 3×8 Gramm Rollen.
Heute
habe ich sie nur ein paar Mal die Strasse rauf und runter gefahren. Gas
nimmt sie an und kommt auch vom Fleck, aber mehr als 40 zeigte mir der
Tacho auf dem Stück nicht an.
Ich werde sie die Tage wenn das Wetter
passt, durch den Ort treiben und dann mal den dicken „Berg“ mit sieben
Prozent Steigung/Gefälle testen.
Dort kam sie mal mit knapp 45 KM/h hoch …. allerdings fuhr sie da auch noch ordentlich 65 KM/h. Zuletzt brach sie mir schon bei 3% Steigung sehr deutlich ein.

Nachtrag: Die Fahrt in den Ort habe ich nun absolviert und sie zeigt mir auf dem Tacho um die 60 an (was in etwa 55KM/h entspricht).
Den 3% Hügel fällt sie mir bereits auf 45 Tacho ab.
Die 7% Steigung am Dörenberg steht noch aus. Ich rechne mit einer maximal Geschwindigkeit von 30KM/h. Mal sehen

Meine „Neue“:
Unglaublich wie die Maschine verbastelt wurde.
In
der Vario steht die Ölsuppe kräftig. Der junge Mann hatte mal einen
Riemenriss wie er mir mitteilte, aber selbst davon sind noch Reste in
der Suppe zu finden. Bremsenreiniger ist ihm wohl unbekannt und meiner
so gut wie leer.

Die Neue hat nun den Vergaser der Alten … und verschluckt sich dabei ebenfalls. Sobald ich Gas gebe, geht sie in die Knie.
Nur
ganz sanftes Drehen am Gashahn hält sie am Leben und treibt sie auch
vorwärts. Sobald ich aber über die Hälfte des Zuges komme, fängt sie
wieder an sich zu verschlucken. Der Vergaser ist also mein Problem und
ich muss mir einen neuen bestellen, denn eingestellt bekomme ich ihn
nicht.
Die Luftgemischschraube hat nun 2,45tel Drehungen bekommen. Damit springt sie an und läuft … aber halt eben schlecht.
Das Bremslicht leuchtet dauerhaft. Da ist der Druckpunktschalter am linken Bremshebel falsch eingestellt.
Frontlicht
geht gar nicht. Auch nicht Fernlicht oder Lichthupe. Es kann natürlich
sein das die verbaute H1 (?) einfach nur durch ist. Das muss ich mal
testen, aber erlaubt ist es ja eh nicht. In die Maschine gehört das
Funzelbiluxlicht. Halogen wäre mir zwar auch lieber, aber bevor mich die
Polizei deswegen anhält, verzichte ich gerne auf das Licht.
Den
Gashahn kann man weit nach vorne über den Anschlag drehen. Dort wie auch
ansonsten fast überall finden sich Kabelbinder die das Wrack zusammen
halten und dafür sorgen das die Züge nicht rausrutschen.
Ich weiß nicht was dort herum gefuscht wurde, da ich die Verkleidung noch nicht runter hatte.
Wer die Maschine starten will muss den Bremshebel nach vorne drücken. Dort wurde also irgendein Kontaktschalter gesetzt.
Im
Batteriefach kommen diverse Fremdkabel an … keine Ahnung welcher
Natur die sind. Wo das Kabel nicht reichte wurden Verlängerungen mittels
Lüsterklemmen angebracht.
Also eine typische Bastel-Maschine zum verheizen.

Da der Anzug der Neuen aber sehr druckvoll ist, überlege ich mir nun den Motor (im Frühjahr) zu tauschen.
Ausbau aus der Neuen und Einbau in die Alte, inklusive  Vario.

Wie gehe ich da am besten vor um den gesamten Strang zu wechseln?
Auspuff ab.
Hinterrad ab.
Stecker zur Elektrik raus.
Verkleidung ab? (Das wird ein Drama)
… und dann???

Als Nächstes muss ich erst einmal die Neue in die Garage einer Freundin schaffen, damit ich in der Abstellkammer wieder etwas Platz bekomme und wenigstens beim Einparken nicht auf Millimeter fahren muss.
Vorher werde ich wahrscheinlich die Vergaser nochmal tauschen.​

Rex RS 450 – Schraubertag – Rücklicht – Zündkerze – Vergaser

Nachdem gestern ein komplett kalter grau-in-grau-Tag war, hat der Wetterfrosch mit der Vorhersage recht gehabt und uns heute einen kalten Sonnentag geschenkt.
Vorweg gesagt hoffe ich, dass auch morgen dieses Wetter vorherrscht, denn ich muss noch einiges machen.

Jedenfalls war ich heute brav und habe ein paar Stunden an Flipper geschraubt.
Die Verkleidung ab zu bekommen ist bei den Chinadingern ja wirklich ein Drama.
Selbst bei Flipper, dessen Haltenasen beinahe allesamt weg sind und mittels Heisskleber „repariert“ wurden.

Nachdem ich die halbe Verkleidung ab hatte, konnte ich mir die die alte Rücklicht-/Blinkereinheit genauer betrachten.
Das linke Blinker“glas“ fiel mir direkt entgegen, der Rest war ebenfalls in einem erbärmlichen Zustand. Somit bin ich froh doch das ganze Teil gekauft zu haben, statt nur ein Ersatzglas.

Flipper bräuchte wohl eine komplett neue Verkleidung. Mit der Maschine hat sich der Vorbesitzer wohl mächtig auf die rechte Seite gelegt. Eigentlich wird die Verkleidung rechtsseitig nur durch die Schrauben (in wildem Mix) und dem Heisskleber zusammen gehalten.

Naja. Hauptsache die Technik lässt mich nicht hängen, aber so nach und nach kommt das eine zum anderen.

Ein absolutes Mysterium ist für mich der nicht passende Luftfilter.
Theoretisch passt er an die vorgesehenen Schraubenlöcher, allerdings nur wenn man den Luftstutzen nicht an den Vergaser anbringt.

Mit viel Kraft und etwas Gewalt, habe ich dann beides wieder drauf bekommen, aber wie das sein kann ist mir schleierhaft.
Wäre es ein flexibler Luftansaugschnorchel (Luftfilter zu Vergaser), dann wäre alles gut, aber das ist ein festes Plastikding, was sich weder biegen noch ziehen lässt.
Ich bin gespannt was die Auflösung zu dem Problem ist.
Zunächst einmal ist er dran.

Ein absolutes NoGo in der Maschine ist die Anbringung der Zündkerze.
Von aussen kommt man unmöglich an das Teil heran, weil der Rahmen im Weg ist.
Nur mit einem Gelenkschlüssel kam ich an die Zündkerze heran.
Allerdings war das eine grössere Aktion. Ich weiß nicht wer die da reingehämmert hat, aber heraus bekam ich sie nur durch 90Kg Körpergewicht und dem zusätzlichen Einsatz einer Rohrzange die ich als Hebel benutzen musste, damit sich die Zündkerze löst.
Es gehört eine NGK CR7HSA in die Maschine. Verbaut war eine Champion P-RZ9HC welche baugleich ist. Die Zündkerze war noch in gutem Zustand und kommt bei mir zum Reservematerial.

Der Ausbau des Vergasers ging schnell vonstatten. Gut das ich die Dichtung des Ansaugstutzen mit bestellt hatte, denn die bisherige war bereits gebrochen und der Dichtring hatte sich nach aussen gezogen.

Der erste Start kostete mich dann allerdings den Grossteil der Batterie und eine nervige Stunde in der ich versuchte heraus zu bekommen, warum die Maschine mit neuem Vergaser, Dichtring und Zündkerze nicht starten will.
Selbst Startpilot in Form von Bremsenreiniger zündete nicht durch.
Ich schaute es mir immer und immer wieder an. Ging alle Kabel durch, prüfte ob Benzin durch den Schlauch kommt. Checkte immer wieder die Zündkerze und alle Zuleitungen … aber nichts.
Also blieb nur, Fehler finden durch Rückbau.
Alter Vergaser und Zündkerze wieder rein. Ein paar Mal den E-Starter gedrückt und sie lief wieder an. Ich liess sie erstmal laufen, damit sie sich wieder „einkriegt“.
Als nächstes wechselte ich die Zündkerze. Starten. Alles gut.
Dann den Vergaser. Starten. Nichts.
Merde.
Zunächst einmal schaute ich mir die Membrane an. Wollte ich zumindest.
Mir kam dann, neben der Feder, eine Tackerklammer entgegen.
Hallo? Ist noch alles frisch bei euch? Tackerklammern und Membranen passen nicht zusammen!!!
Raus nehmen konnte ich die Membrane auch nicht. Sie sitzt darin als wäre sie angeklebt (was ich nicht für unmöglich halte). Die Sichtprüfung ergab jedenfalls keine Risse, Löcher oder sonstiges. Zumindest soweit ich das erkennen konnte, ohne sie gegen die Sonne halten zu können.
Den Deckel wieder zu … starten … Nööööö, Nüscht, Nada … … …
Hmmm.

Nochmal alles angeschaut und mal mittels Kickstarter den Kolben treten.
Örks. Der Kicker bewegt sich nicht, beziehungsweise nur mit Gewalt und lässt sich auch in die andere Richtung bewegen. Okay, der ist wohl hinne. Zumindest die Feder. Das muss ich mir aber erstmal anschauen. Die Tage.

Da ich den Vergaser nicht zum laufen bekam, baute ich ihn wieder aus und wollte ihn mir in der Wohnung mal genauestens anschauen. Irgenwas war ja wohl damit nicht in Ordnung (von der Tackerklammer mal ganz abgesehen).
Als ich wieder in der warmen Stube war (es ist draussen halt nur 6 Grad) und als ich ihn gerade zerlegen wollte, fiel mir der Fehler auf.
Ich war der Fehler, denn ich hatte die Benzinzufuhr an der Überlauf angeschlossen.
*grrrr

Nach dem Wiedereinbau und etwas pumpen bis der Vergaser dann mal genug Benzin hatte, lief Flipper an.
Allerdings läuft er sehr unruhig und geht beim Gasgeben mehr oder weniger aus.
Eingestellt hatte ich ihn noch nicht, weil mir mittlerweile nach 3 Stunden einfach nur noch kalt war und die Sonne meinen Schrauberplatz auch verliess.
Nach dem fummeligen Zusammenbau der Verkleidung, schob ich sie in die Garage und war froh als ich wieder zu ner Tasse heissen Kaffee kam.

Und morgen geht es hoffentlich weiter.
Vergaser einstellen, Hauptständerfeder wechseln, Spiegel tauschen und Kickstarter begutachten.

Macht es euch hübsch.
der Micha

Ende oder weiter reinbuttern

Stand der Dinge war, das mir die Karre in der Fahrt ausging und ich mit viel Glück und himmlischem Beistand die letzten 10KM nicht schieben musste, weil sie noch einmal ansprang.

Seitdem steht sie in der Abstellkammer (mehr ist das bei mir nicht) und bekam den Vergaser gereinigt, den Benzinhahn gereinigt und neu abgedichtet.

Sie startet dennoch nicht. Der Zündfunke über (verschiedene) Zündkerzen ist schwach und unregelmässig. Zündkabel und Stecker sind neu und mehrfach geprüft.
Da die Maschine eine PVL-Zündanlage hat, ist es finanziell nicht mal eben möglich, die Grundplatte oder die Zündspule zu wechseln, da die Einzelpreise bei je ~70€ liegen.
Ich kenne die Fehlerquelle nicht (ausser das es ein Fehler war diese Karre anzunehmen und aufzubauen) und müsste nun beides auf gut Glück kaufen.

Im Moment sind 850€ ausgegeben, wobei dort sicherlich für mindestens 200€ Teile drin sind, die ich noch nicht verbaut habe / nicht verbauen brauchte.
Nun kämen also die nächsten ~140€ … aufgerundet 150€ zu den 850€ macht es dann eine Karre mit Ersatzteilen von 1000€.
Im Moment bin ich pleite. Ich habe nichts mehr in der Sparbüchse und für diesen Monat ist mein Budget weg. Bei 150€ ist das absolute Maximum erreicht was ich im Monat für andere Dinge als Essen/Trinken/Bekleidung ausgeben könnte.
Es wäre also machbar …

ABER … ist es das wirklich wert?
Mal angenommen sie liefe nach dem Austausch. Als nächstes muss ich an die Bremsen ran (okay, das ist machbar) und wegen der Cockpitbeleuchtung brauche ich mal einen Fachmann.
Sagen wir mal, das die nächste Runde dann 100€ kostet.
Was aber ist mit dem Motor, dessen Vibrationen ja nun alles andere als normal sind.
Den Motor zerlegen, damit ich Kolben, Zylinder, Welle und weiteres ersetzen kann, fällt mangels Möglichkeit und Wissen flach.
Wie lange überlebt der Kolben noch?
Auf meinem Tacho liegen knappe 10Tsd KM an. Davon glaube ich nichts!
So sehr wie die Karre von den Brüdern zu Schund gefahren wurde, fehlen da sicherlich 50000KM. Mit angeblichen 6000KM fährt man keine Reifen runter bis das man selbst in der Manteldecke Löcher hat.

Geld für eine neue Maschine habe ich nicht …. auf eine Gebrauchte habe ich Null Bock.
Je länger ich warte umso mehr Geld fliesst in die Karre und umso länger dauert es, bis ich mal die 700€ für eine neue zusammen habe.
Immer wieder ein bisschen reinstecken, ist da der einfachere Weg (der sich nach 3000€ sicherlich auch mal bezahlt macht … also in 5 Jahren oderso).

Im Moment bin ich erst einmal am frusten und weiß nicht ob ich sie verkaufen soll (in Einzelteile zerlegen geht nicht, wegen Platz), oder ob ich noch mehr Geld reinbutter.

Danke fürs mitlesen.

Allzeit gute Fahrt wünschend,
der Micha