Ein Seufzer

Moin ihr Lieben.

Da man mich schon fragte ob ich mittlerweile genug vom nähen und sticken habe, vermelde ich ein klares „Nein“.

Meine NäMa steht immer noch in direkter Umgebung neben dem PC-Tisch und mein Interesse ist in keinster Weise gebrochen. Genausowenig mangelt es mir an Projekten … aber (war ja klar) … ich komme derzeit einfach nicht dazu.

Zur Zeit gleicht mein Wohnzimmer, eher einer Motorradwerkstatt, denn einem kreativen Platz, an dem ich mit der Muse rumknutsche.

Ich denke mal, dass das Bild alles erklärt.
Bis April/Mai muss mein Stickgarn noch auf mich warten und meine Geburtstagskinder, müssen sich in Geduld üben.

Und somit, um auf den Titel zurück zu kommen, entweicht mir ab und an ein Seufzer, wenn ich zum Sternchen herüber schaue.

Knopflöcher W6 3300

Heute bekam ich folgende Anfrage in meinen Nachrichtenkasten:

Hallo,
da ja die Große W6 bei dir eingezogen ist, wollte ich mal fragen, wie sie die Knopflöcher macht.
Ich denke nämlich auch über eine neue NäMa nach und habe gesehen wie unschön z.B. die Knpflöcher einer Bernina sind. Dagegen bin ich von den Knopflöchern meiner Brother ganz verwöhnt. Aber dafür macht meine Brother zunehmend „mucken“.
Danke vorab für deine Einschätzung

Ich war verblüfft, denn ich liebe zwar auch mein „Sternchen“, aber Knopflöcher … was soll ich dazu schreiben … hmmm?
Nun habe ich aber schon soooo viel von den NäherInnen lernen dürfen, das ich mir dachte „Zeigen ist besser als erklären“

Ich habe das nur einmal ausgetestet … es ging prächtig. Aber Du willst natürlich das Ergebnis sehen.
Also gehe ich nun für Dich mal an die Maschine und mache Knopfloch.
Bitte etwas Geduld, Du bekommst davon zumindest ein Foto.

*Knopflochfuss einspannend

Somit bin ich also an die Maschine und nähte zunächst einmal mit 80er schwarzem Baumwoll-Garn auf meinem Leinen.
In der Mitte ist es mir dann auch gerissen (es ist auch schon älteres Garn).
Dennoch machte ich noch das letzte schwarze Knopfloch damit fertig.
Danach legte ich dann statt des schwarzen 80er, 120er rotes Poygarn ein und nähte die Knopflöcher erneut.

(Vorderseite)

(Rückseite)

Nichtsdestodingens … sind Beschreibungen eine Sache, Fotos eine andere.
Aber ein Video ist auch hilfreich um sich eine eigene Meinung zu bilden.

Liebe Grüsse,
der Micha

Eine neue Klappe für die Transporttasche

Nachdem ich meinem „Sternchen“ eine Transporttasche genäht hatte, fiel mir auf das die Klappe nicht mehr schliesst wenn sie voll bepackt ist.
Desweiteren hatte ich einen Eingriff auf gelassen, damit der Haltebügel durch passt.
Was natürlich Blödsinn war, da ich ja die Maschine in der Tasche und nicht am Transporthenkel trage.

Also habe ich mir meine Ditte geschnappt und zwei entsprechend grosse Rechtecke ausgeschnitten. Dazu dann noch ein passendes Stück vom Bodenwischtuch und die drei Lagen miteinander vernäht.
Danach schnitt ich die zu kleine Taschenklappe ab und nähte sie neu, mittels Obertransport auf.

Das aufnähen war ein grösserer Kraftakt für „Sternchen“.
Leider sind 8 Lagen Baumwollstoff und 3 Lagen Putzlappen (als Vliesersatz) wohl doch etwas viel für den Overlockstich. Zudem war die Nadel auch nicht mehr frisch.
Im Video bleibt dann auch „schön“ die Maschine stecken. Was zuviel ist, ist zuviel. Selbst für ein „Sternchen“.

Passiert ist natürlich nichts. Sie bleibt halt stehen und wenn man sie wieder frei geräumt hat, kann es auch schon weiter gehen.
Ich habe sie dann fertig genäht, indem ich an den Enden lediglich den Geradestich verwendete.

So gefällt mir das schon besser. 

Liebe Grüsse,
der Micha

Eine Tasche fürs „Sternchen“

Die Namensfindung für meine neue Nähmaschine fiel mir wirklich nicht leicht.
Nach meinem „Paulchen“, wollte nichts so recht passen.
Letztenendes blieb ich bei „Sternchen“ hängen. Für mich ist es ein Glücksstern, oder wie Susanne es formulierte

Das „Sternchen“ für „Sternstunden“

. Gefällt mir auch sehr gut.

Jedenfalls sollte sie ebenfalls ein Nachtgewand erhalten. Die mitgelieferte Plastikhülle ist ja ganz nett, aber nicht das Wahre. Es ist so schmucklos.
Am 24.November ging es los. Ich nahm den Schnitt recht grosszügig auf und wollte mir eine Tasche machen.

Ich nahm alle Teile doppelt ab und nähte als Vliesersatz Bodenwischtücher dazwischen.

Was mich dann beim Deckel geritten hat, weiss ich nicht. Aus irgendeinem Grunde wollte ich einen Eingriff für den Tragegriff an der Maschine frei halten. Was vollkommen überflüssug ist, da es ja eine Tasche mit Boden ist.
Damit nicht genug, setzte ich den Ausschnitt nicht mittig, sondern nach links versetzt. Manchmal bin ich so ein Depp.
Jedenfalls mühte ich mich an der Maschine ab, den Eingriff ordentlich zu vernähen, was durch das Bodentuch nicht so einfach an den Rändern war.

Nachdem ich damit fertig war, nähte ich die Klappe fest. Mit viel Gefummel und langsamen nähen, konnte ich 10 Minuten später ein „Fertig“ vermelden … um direkt darauf ein „Wo ist mein Nahttrenner?“ nachzulegen. Ich hatte sie auf der falschen Seite befestigt. Naja.

Während ich am Folgetag links und rechts zwei kleine Innentaschen aufsetzte, ging ich am 26ten die Stickerei an.

Durchpausen entfällt auf schwarzem Stoff, somit nähte ich zunächst die Ränder entsprechend ab.
Das darauf folgende entfernen des Papiers, war ein ätzendes Gefummel. Ich werde es wohl bei dem Klatschmohn Projekt mit auswaschbarem Vlies versuchen.

Ich stickte zunächst den Schriftzug, dann teilte ich den Stern nochmals auf und stickte dann die beiden Farben ein. Hört sich leicht und schnell an … war es aber nicht.
Das Ergebnis gefällt mir jedenfalls. Ich werde es so auch noch auf die Maschine pinseln.

Die Stickerei ist die Vorderseite der Reissverschlusstasche. Ich nähte sie komplett auf und erhielt dadurch einen weiteren offenen Einschub. Zur Sichtbarkeit steckt dort das Handbuch drin. Der Reissverschluss ist rechts etwas geöffnet.
Ich werde es im Nachhinein nochmal genauer vorstellen. Schwarz auf Schwarz ist halt schlecht zu sehen.

Die Verschlussklappe erhielt noch einen Klettverschluss.
Viel Platz ist in der Tasche, sodas ich neben den beiden inneren Fächern, zwei weitere auf den Längsseiten anbringen will.

(Für das Foto blieb die Tasche leer)

Heute nähte ich dann die beiden Innentaschen ein. Das meiste kann ich von links führen, aber zwei Nähte musste ich von rechts laufen lassen. Ganz schön eng.

Zum Abend hin wurde ich dann „endlich“ fertig und stopfte die Tasche voll.
Zur besseren Sichtbarkeit, habe ich alles raus gucken lassen.

Da passt also reichlich rein. Allerdings geht, so vollgepackt, die Klappe nicht mehr zu. Da muss ich mir was einfallen lassen.

Die gefüllte Tasche am Micha.

Der Trageriemen reicht zwar, rutscht mir aber von meiner schmalen Schulter.
Da das Gesamtgewicht so bepackt 10,6 Kg beträgt, würde ich sie aber sowieso nur kurze Strecken tragen.

Nadelpüppi die zweite

Wie bereits erwähnt, woltle mir gestern nichts mit dem neuen Stoff gelingen.
Somit begab ich mich heute erneut daran.
Keine Ahnung woran es lag, aber ich hatte an den Rundungen doch arge Probleme diese deckungsgleich zu bekommen. Zur Unterstützung nahm ich Nadel und Heftgarn. (auch eine Premiere bei mir)

Der neuen Püppi bekam eine Nahtzugabe und wurde dadurch wuchtiger, mit festerem Stand.

Von meinen Kordeln und Pailletten habe ich dann auch noch ein Foto gemacht, aber noch nichts davon verarbeitet. Das irrisierende ist gut zu sehen.
Unten liegt links der Paillettenfuss und rechts der Kordelfuss.

Jetzt muss ich erstmal hier die Stoffe und alles wieder aufräumen, bevor es ans nächste geht.

Einen schönen Abend wünschend,
der Micha

Uihhhh freu … soviel Neues

Heute bekam ich meine Lieferung von W6.
Der DHL-Lieferant (ein hübscher Portugiese oder Spanier, mit einem netten Akzent … leider männlich) , kam aus dem staunen nicht mehr heraus.
Auf einem der Pakete war eine Janome „Magnolia“ angebildet, wog allerdings nichts. Auf dem anderen war auch eine Maschine abgebildet … und wog ungleich mehr.
Dennoch schien der Kunde (also ich) vollkommen zu frieden und glücklich damit.
Ich spürte seine Blicke auch noch als ich mit den beiden Kartons zur Wohnung ging.

Karton eins aufgemacht …

Meine Bestellung von 5 Paketen 70er-Maschinennadeln, 10 neue Unterfadenspulen, 1 Rolle Stickgarn, einem Pailletten- und Bandfuss (rechts), sowie meinem ersehnten Kordelfuss (links … für bis zu drei Bänder).

Weiter ausgepackt … da war ja noch mehr.
Wozu das wohl ist? *lüch

Och … das habe ich auch bestellt?
Ich weiss von nichts. *unschuldig guck und flöt

*freu *freu *freu *rumhüppel

Nun hat mein „Paulchen“ also einen grossen Bruder bekommen.
Mein „Paulchen“ (meine NäMa) hat sich nun 6 Monate auf das Beste bewährt. Nie hat er sich beschwert wenn ich grobmotorig an ihm das nähen und sticken übte.

Dennoch … die Ansprüche wachsen bekanntlich mit den Aufgaben.
Was mir bei meiner NäMa bisher fehlte, war ein Nadelstop und das besser dosierbare nähen.

Beim Freihandsticken kann ich zwar mittlerweile mit dem Fusspedal passend dosieren und treffe auch mit der Nadel den Punkt, dennoch ist mir ein sanfteres Anlaufen und die Möglichkeit die Nadel auf Position zu stoppen diese Ausgabe wert.

Was ich mir ebenfalls nicht verkneifen konnte, war der Kauf eines Quiltisches, welches man zur 3300 bestellen kann. Der Preis ist mit 65,–€ unschlagbar.
Leider passt er nur zur 3300. Meinem Paulchen würde so ein Zusatz auch gut tun.

Die aufgedruckte Skala geht bis zu 40cm.
Gerade für meine Freihandstickerei stelle ich es mir unglaublich hilfreich vor, das der Stickring nun immer gerade aufliegt.

Da ich gedenke im nächsten Jahr Fantasy-Mittlelalter-Kleidung für mich zu nähen … und dort sicherlich einiges an Stickereien drauf kommt, wird der Tisch sicherlich auch ein grosse Hilfe sein.

Sooo … nun habe ich euch genug den Mund wässrig gemacht und hüpfe derweil noch ein wenig für mich in der Wohnung herum.

Einen ebenso wundervollen Tag wünschend,
der Micha

Nachtrag: Dezember 2015

Die 3300er war der beste Kauf schlechthin.
Unter ihrer Haube werkelt eine sehr robuste Maschine die man durchaus mit Janome Modellen aus der oberen Preisklasse vergleichen kann.
Das dürfte auch der Grund sein, warum die Firma schon kurz nach dem Verkauf diese wieder aus dem Programm nahm und durch die 3300exklusive ersetzte und der Anschiebetisch hat sich vielfach bewährt (abgesehen davon das er auch noch gut ausschaut.