Die Freihandstickerei Challenge ging in die nächste Runde

Moin ihr Lieben,

während nun im Fernsehen die fünfzigste Superbowl übertragen wird und meine Nacht zum Tage macht, nutze ich die Zeit (bis morgens um knapp fünf Uhr) um diesen Blogeintrag einzutippern.
Eigentlich sagen mir meine Äuglein bereits das ich zu müde bin und ins Bett sollte … aber … mal sehen ;)

Wie bereits im Vorbeitrag zur Challenge mitgeteilt, bin ich mit dem Ergebnis alles andere als zufrieden.
Das Motiv ist wirklich schwer und aufwändig.
Erschwerend kommt hinzu das ich viel zu wenig verschiedene Stickgarnfarben habe.
Nun denn … eine Herausforderung … eine Challenge halt.

So unzufrieden konnte ich es nicht abliefern und ich entschied mich, nach zwei Tagen Betrachtung und Überlegungen, es erneut zu sticken.
Wie immer steht vor der Kür die Pflicht und ich musste erneut die Vorzeichnung auf das Gewebe übertragen.
Dabei beschränke ich mich auf das notwendigste und möglichst gerade Linien (mit Linealunterstützung) um beim sticken immer einen Blick auf die Richtung nehmen zu können.

Zur Verdeutlichung: Wenn ich das Wasser von unten nach oben sticken lasse, wird es auf dem Bild auch aussehen als würde es nach oben fliessen (bzw. nach unten fallen). Ebenso muss ich die Richtung auch beim Himmel einhalten.
Die einzige Ausnahme die ich machte, waren die Pfeiler des Steges und beim Geländer.
Wildes Hin und Her nur um Flächen zu füllen machen ein Bild ebenso unruhig und sind zu vermeiden.

Die Idee war gut, aber bei der Ausführung unterlief mir ein böser Anfängerfehler der dazu führte das sich das Gewebe während der ersten Fläche in sich verzog.
Am oberen Rand sieht man bereits den Verzug. Das ist an dieser Stelle noch minimal, führt aber bei der Gesamtfläche zu immer enger werdenden Falten und damit auch zum beulen des Bildes.

Doch anstatt es hinzunehmen, zu vernichten und noch einmal zu beginnen kam der Sparfuchsteufel vorbei und erzählte mir was von der teuren Verschwendung meines Stickgarnes.
Ausserdem war mir der Farbverlauf so gut gelungen das ich in dem Überschwall der Gefühle meine eigenen Warnungen ausschlug.
Also machte ich weiter. Wider besseren Wissens und Gewissens und … ihr ahnt es schon, habe ich ein böse gewölbtes Endergebnis.
Selbst Schuld.
Bis es soweit war musste die Maschine allerdings kräftig zeigen was sie kann. Ebenso war bei mir Durchhaltevermögen, Rückenstrecken und Augenentlastung angesagt.

Das man während der Arbeit in Sekundenschlaf verfallen kann war mir dann auch neu. Jedoch zeigte es mir auch das ich diese Arbeit wirklich meditativ ausführe.
Etwas erschrocken war ich dennoch, denn ich liess die Maschine ohne Fussanlasser laufen und die Finger sind doch arg nah an der flitzenden Nadel.

Hier sieht man nun sehr gut wie sehr sich das Gewebe immer weiter zusammen zog.
Ausgleichen lässt es sich nur indem man die Falten mit viel Druck auseinander hält und dann von der Mitte nach aussen und nach oben Stück für Stück die Falten in den Seitenbereich treibt.
Dennoch beult sich das Gewebe dadurch von Linie zu Linie mehr in sich selbst.
Entspanntes Arbeiten ist das nicht wirklich, aber so ist das halt.
Hätte ich mit Stickrahmen gearbeitet wäre es nicht passiert … Hätte Wenn und Aber … ;)

Diesesmal wollte ich definitiv mehr auf die Farben des Sonnenunterganges setzen und mich etwas mehr an die Vorlage halten.
Ganz geglückt ist es mir schon aufgrund der fehlenden Farben nicht, aber daran lag es nicht nur.
Mir fehlt auch die Erfahrung Farben ineinander verlaufen zu lassen.
Ich lasse mich schnell von einer leeren Fläche die lediglich mit hauchfeinen Stickstrichen gefüllt wird unter Druck setzen und neige dann dazu etwas breitere Striche (durch versetztes Vor- und Zurückschieben des Gewebes) zu setzen.
Das füllt zwar die Fläche, lässt aber die Farben kaum ineinander verlaufen.
Da ist also noch viel Potenzial nach oben, was die Feinheiten betrifft.

Immer wieder ging ich an den Rechner um die Vorlage in Farbe zu sehen um meine paar Farben halbwegs sinnig einzusetzen.

Die Pastelltechnik aus der Vorlage konnte ich nicht umsetzen und musste meine Möglichkeiten nutzen.

Trotz der fortschreitenden Probleme mit dem Gewebe bin ich mit meiner Umsetzung durchaus zufrieden.

Übrigens schaute derweil mein Arbeitsplatz so aus …

Tja … und wie das so ist, funktioniert manchmal die Technik nicht so das ich keine weiteren Arbeitsschritte vom unteren Teil der Arbeit präsentieren kann.

Das Endergebnis präsentiere ich am 27ten und 28ten Februar, wo ich euch dann jeweils die Vorlage und das Stickbild zeigen werde.
Bis dahin mache ich mir noch ein paar Gedanken darum was ich aus dem verbeulten Bild nähen könnte.

Liebste Grüße,
der Micha

PS/ Es ist erst nulluhrdreiundvierzig und ich fürchte mal das die Footballer ohne mich klar kommen müssen. ;)

Eine Freihandstickerei Challenge ist im Gange

Moin,

es ist zwar ruhig bei mir im Blog, aber nicht auf dem Nähtisch.
Viel ist passiert in der letzten Zeit. Tische wurden umgestellt und andere entsorgt. Ich brauchte mehr Bewegungsplatz.

Gleichsam kam mir der Gedanke das ich meine eigene Motivitation vielleicht durch ein gemeinsames Projekt mit einer von mir hoch geschätzten Freihandstickerin erneut anfachen könnte.
So entstand der Gedanke eine gemeinsame Aufgabe mit selbem Motiv und festem „Abgabetermin“ in DIN-A4 zu starten.

Die liebe Christine von „Dalin Sali“ war auch schnell dafür zu begeistern.
Das WasWieWann war auch recht schnell abgesprochen und Stefan von „Zeitblick-Foto“ war so freundlich uns ein Bild zur Verfügung zu stellen.

Christine hat dieses Bild als Vorschlag unterbreitet und ich war sofort Feuer und Flamme dafür.
Allerdings stellt die Umsetzung mich vor eine hohe Herausforderung, die ich im ersten Durchgang nicht erfüllen konnte.

Der Abgabetermin ist für Ende Februar 2016 gesetzt und somit werde ich hier noch keine Gesamtansicht, aber ein paar kleine Ausschnitte des ersten Durchganges präsentieren.

Begonnen habe ich mit einem Ausdruck und der Übertragung der Konturen auf das feste, nicht elastische dunkelbraune Baumwollgewebe.

Danach wurde die „Vorzeichnung“ herausgearbeitet und dann die Flächen gefüllt.

Mitten in der Arbeit gab dann Paulchen² den Geist auf und blockiert seitdem komplett im Gestänge. Die Maschine muss also auf den OP-Tisch von W6 und ich arbeite nun mit einer prozessorgesteuerten weiter, an dessen Arbeitsweise ich mich erst einmal eingewöhnen musste.

Entgegen meiner sonstigen Arbeitsweise Flächen mit ZickZackStich zu füllen entschied ich mich dieses Mal für einen reinen Geradstich. Sehr aufwändig, sehr langwierig, aber als Gesamtwerk  passend zum Motiv.

Hinweis:
Beim Freihandsticken im Geradstich ist zwingend eine Richtung beizubehalten. Entweder insgesamt oder dem Motiv angepasst. Querbeet sticken um Flächen zu füllen macht das Bild sehr unruhig.

Leider habe ich mich zu sehr von meiner Vorstellung des Bildaufbaus verleiten lassen und verlor dabei das Gesamtergebnis aus den Augen, weshalb ich mit dem Ergebniss letztlich nicht zufrieden bin.

Ich habe mir dann gestern vier Meinungen von „Nichtnäherinnen“ eingeholt um zu überprüfen ob meine Kritik auch die der Betrachtenden ist.
Die Idee war gut, die Antworten nur nicht. Oder war es anders herum? ;)
Nun. Ich erhielt natürlich, wie konnte es anders sein, von Zweien ein „Wunderschön, ABER Hier und Da passt es nicht …“ und von den anderen beiden ein „Ohhh wie wunderschön. Genauso ist es richtig.“

Es hätte mir klar sein müssen. Kunst und Betrachter halt.
Kurzum es half mir auch nicht weiter und ich entschied doch selber was damit zu tun ist.
Gestern am späten Abend hatte ich dann das Motiv erneut übertragen und sitze seitdem an der Umsetzung der zweiten Stickerei von Stefans „Nebelwand“ welches am Strandbad-Steg in Friedrichshafen aufgenommen wurde.

Gestickt wird übrigens wie beinahe immer mit Amanns Isacord.
Mein Unterfadenverbrauch beim ersten Bild waren knapp 30 Spulen.
Ein Wahnsinn was dabei an Garn drauf geht.

So schaut der Neubeginn aus:

Sooo und damit verabschiede mich wieder an die Maschine.
Herzlichst,
euer Micha

Die „Wildspitz“ lässt mich nicht los

Moin ihr Lieben,

nach einem ausgedehnten Urlaub in Bayern, ging es die Tage motiviert an neue Geldbörsen.
Im Urlaub hatte ich meine Maschine mit und konnte meiner Gastgeberin und Freundin auf die Schnelle zwei Kissen nähen.

Die Stoffe habe ich im Regensburger Tedox erstanden.
Innenkissen sind von IKEA.

Doch wie bereits erwähnt bin ich aktiv in meiner Wohnung zugange.
Den Energieschub aus dem Urlaub (mein letzter liegt 10 Jahre zurück), konnte ich bisher gut umsetzen.
Einerseits beim auf-/umräumen und andererseits halt an der Maschine.

Witzigerweise nähe ich, obgleich ich hier bis hin zur Stickkombi alles mögliche rumstehen habe, am liebsten mit meinem „Paulchen²“.
Nichts gegen den ganzen Schnickschnack und die tollen elektronisch gesteuerten Möglichkeiten, aber analog und manuell war schon in der Photographie mein Ding und weiter gedacht war es mir immer schon wichtig bestehendes, nach meinen Wünschen und Bedürfnissen anzupassen.
Paulchen² zwingt mich da halt nur sehr begrenzt in vorgefertigte Einstellungen.

Am zwanzigsten August war es dann soweit und ich konnte den frischgekauften VW-Bus-Druck verarbeiten.

Irgendwas ist ja immer … und ich bin etwas unglücklich darüber dass ich mir keine Gedanken um die Druckrichtung gemacht habe, so dass vorne die Busse leider falsch herum stehen (die Rückseite ist dann „richtig“ herum, weil es ein Stück ist).
Nunja. Einzelstücke halt.
Der Innenbereich ist wieder IKEA-Stoff (Minna).

Es entstand am zweiundzwanzigsten achten nun eine, durch eine Bekannte, gewünschte Wildspitz mit „meinem“ Totenkopfgewebe vom Tedox. Oblgeich sie wünschte dass das Gewebe aussen wie innen verwendet wird, entschied ich mich dazu den Innenbereich mit roter „Ditte“ von IKEA zu gestalten.

Als kleines Schmankerl habe ich einen Totenkopf noch etwas verpeilt erstrahlen lassen (was auf dem Bild nicht zur Geltung kommt, im Sonnenlicht aber sofort auffällt).
Übergeben wurde sie noch nicht. Ich bin gespannt ob sie ihr gefällt, ansonsten nähe ich halt noch eine. smile

Ich bin mir zwar sicher das die beiden Strasssteine nicht lange überleben werden, aber sei es drum.

Da ich gerade so schön im Fluss bin, probierte ich das Ganze mal mit anderem Material aus.
Die Taschen aus Umverpackungen kennt ihr ja wohl. Ich hatte es mir immer vorgenommen, aber nie umgesetzt.
Nun … warum sollte ich es nicht dann „einfach mal“ an einer Wildspitz testen?
(„Ganz blöde Idee !!!“) ;)

„Kann ich auf die Rückseite Vlies aufbügeln?“
Ja, man kann.
„Verzieht es sich durch das bügeln sehr?“
Das kommt drauf an.
Das Plastik der Rewe-Pad-Tüte (aussen) zog sich fürchterlich zusammen.
Die Aldi-Verpackung (innen) blieb standhaft.
„Hält die Tüte auch in den Kleingeldfächern?“
Vielleicht Ja, vielleicht auch nicht. Ich habe mich dazu entschlossen in den RV-Fächern Ditte einzusetzen.
„Überlebt sie das wenden überhaupt?“
Verblüffender Weise … ich hatte wirklich damit gerechnet, das sie auseinander reisst, hielt sie dem Wenden stand.
„Sonst noch was zu beachten?“
Das „Muster“ sollte beachtet werden … und die Stichlänge nicht zu kurz (wegen der Perforierung). Ansonsten sollte man wie „immer“ sehr sauber messen und arbeiten.
DAS habe ich leider nicht so genau genommen (war ja nur ein Versuch). *in die Ecke stell und schäm

Durch meine Pfuscherei sind die rechten Kartenfächer leider etwas zu schmal geraten und somit kaum nutzbar.
Beim Falten ist mir auch ein Fehler passiert und wie man sieht habe ich Mist gebaut beim anbringen der Innenflügel.
Insgesamt also ein absolutes Einzelstück, welches nochmal gemacht werden will. ;) *Mehr Kaffee trink

Damit hatte ich dann auch gleich meine Schliessen verbraucht und diverses Zubehör nachbestellt.

Mein Urlaubsbericht ist noch in Bearbeitung und wird in meinem zweiten Blog veröffentlicht, aber HIER kann ich noch eine „kleine Geschichte“ vorweg nehmen, die ich mal in Kurzform darlege.
Wir haben unter anderem Passau besucht und stolperten dort „LEIDER“ ins „Nanu Nana“ ;)
Wie das so ist … man will ja eigentlich nichts kaufen … und findet sich dann an der Kasse wieder.
Ich hatte etwas entdeckt und habe, in Urlaubslaune, einfach mal gefragt ob am Preis was zu machen ist.
Etwas Hin und Her, bekam ich einen kleinen Nachlass, freute mich wie ein Schneekönig und packte es am Folgetag aus.
Leider kaputt. Somit überlegte ich wo es zerbrach, suchte das fehlende und fand nichts.
Daraufhin rief ich in der Filiale an und wollte fragen ob es vielleicht auf Kulanz zu tauschen wäre.
„Nein, das hat alles so seine Richtigkeit … sonst hätten sie ja den Preisnachlass nicht erhalten“ bekam ich als Antwort.
Das liess mir meine Gesichtszüge entgleisen und ich wandte mich dann an die Firmenzentrale mit der Bitte um Stellungnahme.
Die Firmenzentrale liess sich nicht lange bitten und bot mir diverse Möglichkeiten zum Umtausch (für den bereits bezahlten Kurs) an.

Da freue ich mich doch sehr, das Kunden auch bei und für Nanu Nana wichtig sind und man sich bemüht Probleme aus der Welt zu schaffen.
In all den vielen Jahren bei Nanu Nana hatte ich noch nie einen Grund zur Beschwerde und solche Einzelfälle wie in der Passauerfiliale sind wirklich als Einzelfälle zu betrachten.
Ich freue mich sehr darüber.

Hier nun das in Passau erhaltene Objekt der Begierde …

… und hier das „Original“ welches ich in Osnabrück austauschen durfte.
Vielen Dank an dieser Stelle auch an die Filiale Osnabrück, für die tolle Mitarbeit.

Sooo … damit erst einmal wieder meine „Rückmeldung“ in den Alltag.
Ich wünsche euch alles Liebe und eine gute Zeit.

Vielleicht sieht man sich ja mal auf der „Nadel und Faden“ die dieses Jahr am 25ten bis 27ten September in Osnabrück stattfindet.

Liebe Grüße sendend,
der Micha

Erster Nähtreff der Osnabrücker NäherInnen in Kloster Oesede

Moin ihr Lieben,

es war nach langer Vorbereitung endlich soweit und es konnte ein erster Nähtreff im Gemeindehaus des Kloster Oesede für einen Probelauf reserviert werden.

Das Treffen sollte um 10 Uhr beginnen.
Ich hatte wochenlang keine Ahnung was ich dort mit hinnehmen sollte und entschied mich letztlich dazu nur zwei Leseknochen, etwas Restgewebe (gottseidank) und noch etwas zum Freihandsticken mitzunehmen.
Die Erfahrung aller bisherigen Nähtreffs zeigte, dass viel geredet, etwas gegessen und wenig genäht wurde, also werde ich damit locker hin kommen.

Ich packte also meine Seitentaschen mit meiner frisch gefetteten und wiederhergestellten Maschine (der zerlegten 1235er), meiner Zubehörtransporttasche, 2 Wasserflaschen und dem Nähzeug voll.
Schlappe 15 Kilo hingen da an der Seite und das Fahrverhalten der 3PS Maschine war etwas linkslastig.
Ging aber alles gut.

Ebenso skeptisch war ich bei der Teilnehmerzahl. Trotz monatelanger Vorankündigung erwartete ich von den möglichen 7 Teilnehmerinnen maximal vier. Eher drei.

Nun … manchmal kommt es anders, undso. smile

Von den sieben Teilnehmerinnen (mit mir acht), waren alle zugegen.
Wir bekamen den Konferrenzraum zur Verfügung gestellt und das bedeutete das wir ausreichend Tische und Platz hatten.
Toll.

Die Mädels machten sich ein Buffett … aber leer wurde es nicht.
Maximal um 18 Uhr hätten wir den Raum abgeben müssen, aber wie ich schon schrieb „manchmal kommt es anders“.
Wir haben sage und schreibe volle sieben Stunden an unseren Maschinen gesessen.
Es wurde genäht, gesteckt, zugeschnitten, geflucht, gequasselt und gefuttert.
Ein Quilt wurde bearbeitet, 20 ! Hasen als Kiga-Abschiedsgeschenk vernäht, 8 Kleidungsstücke fürs Kiddie fertig gemacht, eine aufwändige Geldbörse beinahe fertiggestellt (leider fehlte ein Endlosreissverschluss) und und und … ein Wahnsinn.

Und so sah das aus:

~ Bild aufgrund eines Wunsches der Dargestellten entfernt ~
Darum gibt es hier kein Bild, aber vom zweiten Nähtreff.

Und ich selber?
Nun, ich hatte viel zu wenig Material mit (aber damit hatte ich nun wirklich nicht gerechnet).
Ansonsten habe ich es mal wieder geschafft an einem Leseknochen vier, statt drei Seiten zu nähen (womit er dann zu einem Peanut wurde ;) ).
Beim vernähen habe ich immer wieder nacharbeiten müssen, weil ich nicht gesteckt hatte und somit ab und zu ein kleines Loch übrig blieb. Okay, ist nur ein Leseknochen und die Innennaht ist nachher nicht mehr sichtbar, also nochmal drüber.
Sehe ich dabei nicht so eng.

Allerdings hatte ich mir zuhause bereits einen neuen Ausdruck machen müssen, weil mein bisherig eingesetzter doch schon sehr abgenutzt war.
Gesagt, getan … und dabei auch einfach mal das acht Inch Testquadrat nachgemessen.
Ohhhh … tja … wie sage ich es nun am besten?
Meine bisherigen Leseknochen sind toll. Benutze ich selber und alle meine Freunde denen ich sie geschenkt habe, erfreuen sich auch daran … aber … nunja, seht selbst:

Der untere hat die Original-, der obere die bisher verwendete Größe.
Ich hatte ihn seinerzeit hochkant, statt waagerecht ausgedruckt.

Und so sieht das Ergebnis dann aus.
Die blauen sind im Nähtreff entstanden.

Jajaaaa … Micha halt. smile

Da ich danach nichts mehr zu tun hatte, nahm ich mir meinen Handstickrahmen, spannte etwas weisse feste Baumwolle ein und begann Freihand zu sticken.

Das braucht natürlich seine Zeit bis zur Fertigstellung, aber was im Nähtreff zustande kam, werde ich noch fertig stellen und dann erneut darüber berichten.

Allzeit ausreichend Nadel und Garn wünschend,
der Micha

Zweiter Nähtreff in Duisburg und ein paar Kissen

Moin ihr Lieben,

die letzten Wochen passierte hier so viel überflüssiger Nachbarsschaftsstreit dass ich kaum noch an den Maschinen sitze.

Nichtsdestotrotz konnte ich zum Nähtreff fahren und genoss die kleine Runde mit Sandra und Elke bei Katja.
Ein Kurzbesuch bei meiner Tochter wurde vorab absolviert, wodurch sich allerdings mein Erscheinen am Nähtreff um eine Stunde nach hinten verschob.
Nicht schön, denn ich achte sehr auf Pünktlichkeit.

Mein Lieblingstochterherz hatte ich vorab noch einen Leseknochen aus Jeans genäht.

Nach dem kleinen aber liebevollen Rüffel von Katja und einem leckeren Stück Rhabarberkuchen mit ner Tasse Kaffee dazu, rauschten wir ins Schneideratelier und bauten die Maschinen auf.
Sandra hatte ein paar Fragen zum Freihandsticken und ich staunte nicht schlecht wie gut sie dieses bereits konnte. Eigentlich fehlte ihr nur der Mut etwas einfach an ihrer Singer auszuprobieren.
Zudem war kein Stickfuss vorhanden, was die Sache erschwerte.

Da sie aber auch noch eine Pfaff besitzt, konnten wir uns an Katjas Pfaff davon überzeugen wie einfach dort der Stickfuss angebracht und mit der Arbeit begonnen werden kann.

In der Kürze der Zeit, blieb aber auch Zeit für private Gespräche und vorallem für ein Miteinander lachen.

Gegen halb sieben war dann leider wieder Aufbruch angesagt und ich fuhr mit zu Elke damit ich ein paar Tage Ruhe vor den lärmenden Hausbewohnern bekomme.

Wenn auch nicht ganz entspannt, nähte ich ihr noch zwei 50x50er Kissen mit Hotelverschluss, für ihre Nichten.

Die Wochen vorher hatte ich noch einen Leseknochen als Geschenk für eine alte Bekannte fertig gestellt den ich dann gestern bei ihr zustellen lassen konnte.
Gefallen tut er ihr … ob sie damit gut klar kommt, wird sich noch rausstellen müssen.

Einen schönen Sonntag wünschend,
der Micha

Kürbis-Nadelkissen nach Frau Hoppenstedt

Die Tage wurde ich auf die Anleitung für das Kürbis-Nadelkissen von Frau Hoppenstedt aufmerksam gemacht.

Da ich heute eh nicht mit dem Haushalt in den Quark kam, nahm ich kurz Zeit um dieses nach zu nähen.
Stoff-, Zirkel-, Band- und Bommelsuche waren dabei der grösste Zeitfaktor. Lediglich beim Bommel musste ich arg fummeln bis der fest sass.
Ausserdem muss ich unbedingt mal per Hand nähen lernen. Das verschliessen klappte nicht wirklich und sieht auch schrecklich aus.

Hier ist es also …

Einen schönen Abend wünschend,
der Micha

Meine erste Stecknadelpüppi

Mein Stecknadelkissen ist zwar flauschig, aber so … langweilig. Somit ging ich gestern auf die Suche nach einem Schnitt für ein neues.
Mal war es ein Stecknadelarmband, welches mich begeisterte, mal war es ein Hase, Elefant und sonstiges.
Richtig edel fand ich die Variante von DIY Dish.

Angeschaut … für knifflig befunden … Schnittmuster geladen und zugeschnitten.

In der Anleitung (mein Englisch ist ganz mies) benutzen die Mädels für den Abschluss eine Plastik- oder Schaumstoff“kappe“. Ich habe das Oval aus Balsaholz geschnitten, da ich noch ein paar Platten Holz hier habe.

Danach wurde, wie im Video, der obere Bereich zusammen genäht.

Einfacher gedacht als getan. Mein Chiffon(?) rutscht immer wieder weg und wenn ich versuche zu verschliessen, frisst mein Paulchen den Stoff. Ich habe definitv die falsche Nadel drin.
Falls das schon mal wer genäht hat:
Was wird da wo eingeschnitten? Im Video ist da ein Stoffstreifen vor.

Kim & Kris stecken danach die Seitenteile ab. Trotz Video habe ich nicht verstanden welche Seite nun an welche Seite gehört und habe einfach nach Bauchgefühl die Brustseite an den grösseren Bereich gesteckt.

Ich hätte es besser mal danach mit Heftfaden durchzogen. Wie schon klar war rutscht den Stoff und ich hatte arge Not um es zusammen zu nähen.
Letztenendes musste ich mehrfach drüber nähen, da ich zu knappkantig vernäht habe und der Chiffon sich dabei teilweise nicht unter der Nadel befand. Was ich aber erst sah, als ich auf rechts drehte.
Mit viel Gewurschtel und Verfluche wurde es dann halbwegs richtig.

Danach ging es an das Ausstopfen.
Ich hatte bereits für den Unterstoff das 79Cent Kissen von Ikea aufgetrennt. Verblüffend wieviel Füllwatte in so einem kleinen Püppchen rein passt.
Ich setzte unten noch das grosse Holzoval ein und tackerte den Stoff unten fest. Meine Heissklebepistole ist verschollen.
Einen Kerzenständer möchte ich nicht darunter anbringen weil sie so schon wackelig steht.
Beim schnellen Nadel rein oder rausholen würde sie mir sicherlich sonst immer umfallen. Ich werde sie wohl auf einen Stein oder ähnlich schwerem aufkleben.

Die Nadelpüppi ist nicht wirklich gerade und sauber gearbeitet … aber sie gefällt mir dennoch.

Nachtrag 18.10.2012

Ich habe gestern Abend die Püppi auf einen Neglinge Kerzenhalter (39 Cent) von Ikea geklebt. Da ich im Nachhinein das Loch ausgesägt habe, ist das alles krumm und schief, aber das Grundprinzip passt. Das Püppi steht nun, durch den schweren Glashalter, stabil und kann benutzt werden.