Zweiter Nähtreff in Duisburg und ein paar Kissen

Moin ihr Lieben,

die letzten Wochen passierte hier so viel überflüssiger Nachbarsschaftsstreit dass ich kaum noch an den Maschinen sitze.

Nichtsdestotrotz konnte ich zum Nähtreff fahren und genoss die kleine Runde mit Sandra und Elke bei Katja.
Ein Kurzbesuch bei meiner Tochter wurde vorab absolviert, wodurch sich allerdings mein Erscheinen am Nähtreff um eine Stunde nach hinten verschob.
Nicht schön, denn ich achte sehr auf Pünktlichkeit.

Mein Lieblingstochterherz hatte ich vorab noch einen Leseknochen aus Jeans genäht.

Nach dem kleinen aber liebevollen Rüffel von Katja und einem leckeren Stück Rhabarberkuchen mit ner Tasse Kaffee dazu, rauschten wir ins Schneideratelier und bauten die Maschinen auf.
Sandra hatte ein paar Fragen zum Freihandsticken und ich staunte nicht schlecht wie gut sie dieses bereits konnte. Eigentlich fehlte ihr nur der Mut etwas einfach an ihrer Singer auszuprobieren.
Zudem war kein Stickfuss vorhanden, was die Sache erschwerte.

Da sie aber auch noch eine Pfaff besitzt, konnten wir uns an Katjas Pfaff davon überzeugen wie einfach dort der Stickfuss angebracht und mit der Arbeit begonnen werden kann.

In der Kürze der Zeit, blieb aber auch Zeit für private Gespräche und vorallem für ein Miteinander lachen.

Gegen halb sieben war dann leider wieder Aufbruch angesagt und ich fuhr mit zu Elke damit ich ein paar Tage Ruhe vor den lärmenden Hausbewohnern bekomme.

Wenn auch nicht ganz entspannt, nähte ich ihr noch zwei 50x50er Kissen mit Hotelverschluss, für ihre Nichten.

Die Wochen vorher hatte ich noch einen Leseknochen als Geschenk für eine alte Bekannte fertig gestellt den ich dann gestern bei ihr zustellen lassen konnte.
Gefallen tut er ihr … ob sie damit gut klar kommt, wird sich noch rausstellen müssen.

Einen schönen Sonntag wünschend,
der Micha

Lieferung von W6

Heute erhielt ich mein Stickgarn, das auswaschbare Vlies und Zubehör.

Mit dem Stickgarn und dem Vlies will ich mein erstes Wandstickbild versuchen.
Wie ~HIER~ bereits angekündigt, wird es ein Klatschmohn.

Das auswaschbare Stickvlies will ich verwenden um das Motiv übertragen zu können.
Es würde natürlich auch mit Butterbrotpapier funktionieren, aber ich erhoffe mir dadurch doch ein professionelleres Ergebnis.

Die Stickgarne werden wahrscheinlich für das Bild nicht reichen.
Leider gab es das meiste nicht auf 800M Spulen, so das ich zunächst mal 2x200M Spulen abnahm. Mal schauen wie es sich mit Stoff und Vlies verhält.
Für die Fertigstellung werde ich jedenfalls weitere 800M Spulen bestellen (müssen).
In etwa wird das dann auch im Farbspektrum passen. Hoffe ich zumindest.

Die Schraube und die Abdeckung (beides für die 3300er) kaufte ich nur als Ersatzmittel dazu. Wenn ich unterwegs bin und Sternchen dabei habe, dann kann es durchaus geschehen das genau dann Ersatz benötigt wird. Andererseits habe ich nun den Ersatz und werde ihn wohl nie brauchen. smile

Lieferung der Nähnadeln und Konenkauf

Am neunten Januar gab ich eine Online-Bestellung für einen Komplettsatz Nähnadeln auf.
Vier Tage später klingelte bereits Hermes an meiner Türe. Ich bin beeindruckt.

Meine neusten Errungenschaften

Da ich am selben Tage überwiesen hatte, sandte man mir noch ein kleines Dankeschön in Form eines Nahtauftrenners zu.
Mich freuen solche Kleinigkeiten und die nächste Bestellung ist schon in Planung.

Da ich am Abend noch schnell nach Tante Aldi musste um mir neues Geschirrspülmittel zu kaufen, stiess ich auf Overlock-Konen zu 99 Cent / 2500M. Ich nahm mir von dem weissen Garn 5 Konen mit.

Den Rest der Nacht (und zwar der gesamten Nacht) verbrachte ich mit Übungen im vernähen und zuschneiden.
Leider kam nichts brauchbares dabei heraus. Die Nähte sind allesamt krumm und schief … welche dennoch besser aussehen als die Zuschnitte … noch krummer geht ja gar nicht.
Obwohl ich mir auf Papier eine Vorlage aufgezeichnet habe und nur noch umzu schneiden musste habe ich an den beiden Enden einen Unterschied von 6cm (die Vorlage ist gerade). Da habe ich also noch viel zu üben.
Benutzt wurden zerschnitte Tshirts, deren Stoff recht viel Stretchanteil hat.
Vielleicht sollte ich doch erst einmal mit festen Stoffen arbeiten.
Zu allem Überfluss habe ich dann noch versucht Vlies am Stoff zu vernähen, was in einem Knäuel des Unterfadens endete.

Durch die ganzen Fehlschläge und das Fadenchaos weiss ich nun wenigstens wie ich das Greifergehäuse auseinander nehme und wieder zusammen bekomme.
Das Einfädeln von Unter- und/oder Oberfaden geht nun mittlerweile auch schon sehr flott.
Den Griff am Ende der Naht zum Rückwärtslauf, bzw. bei Beendigung zum Nähfusshebel und dem darauf folgenden Dreh des Handrades um die Nadel in die höchste Stellung zu bekommen, automatisiert sich bereits.

Somit machen, auch wenn ich nichts brauchbares habe, die ganzen Übungsstunden durchaus ihren Sinn. Wie auch im Beruf, arbeitet man effektiver wenn sich gewisse Abläufe automatisieren und man nicht jedes Mal darüber nachdenken muss was nun zu tun ist.

Meine Kreativität liegt beinahe seit drei Jahren brach, die NäMa (und das war mir vorher bereits klar) bringt meine Kreativität wieder in Gang.
Ein wunderbares Gefühl.

Wenn ich mal geschlafen habe, werde ich mich als nächstes an ein einfaches klitzekleines Kissen versuchen. Da ich kein Naturtalent bin, mache ich es lieber Step by Step.

Ein schönes Wochende wünschend,
der Micha