Navi an Flipper

Die letzten Tage habe ich mich intensiv mit diversen Möglichkeiten der Navigation beschäftigt.

Einerseits habe ich mein kleines Navi, andererseits das grosse Navi vom Harald und neu hinzugekommen ist das Navi als App im Smartphone.
Klar … ich bin Technikfreak und somit habe ich mich hauptsächlich mit dem Smartphone beschäftigt welches ja bauartbedingt auch Telefonie, Radio und WhatsApp während der Fahrt anbietet. ;)
Den Punkt „Fotographie/Video habe ich abgehakt, da die Cam einerseits zu schlecht und andererseits mit der derzeitigen Halterung auch nicht verwendbar ist.



(Von den zusätzlichen Gummis habe ich mich wieder getrennt. Hilft nichts, stört nur.)

Bevor mich nun die Förster am Wegesrand abpassen wollen:
„Ihr könnt euch entspannen. Ich surfe natürlich nicht während der Fahrt im INet und chatte auch nicht über WhatsApp oder telefoniere während die Karre läuft. Da brauche ich nämlich meine Augen für die westdeutschen Strassen die sich in einem saumässigen Zustand befinden (Kohl, Schröder und Merkel sei hiermit gedankt) und für die ganzen Vollidioten die in ihren Blechkisten glauben das ihnen nichts passieren kann („Doch ihr Arschlöcher hinterm Steuer … meine miesen Wünsche bringen euch die Bäume näher als ihr reagieren könnt“).“
Okay ich bin nicht besonders gut drauf (dem Blag zwei Etagen über mir zum Dank).

Aber zurück zum Thema;
Ich habe mich im Laufe der Jahre (des letzten Jahrzehnts) an die Vorzüge der elektronischen Schlampen (wie ich meine Navis liebevoll bezeichne) dermassen gewöhnt, dass ich auf diese nicht mehr verzichten möchte und gerne was neues teste.

In diesem Fall also mein Smartphone.
Was sagt das Netz zum Einsatz des Smartphone auf dem Moped?
„Böööööseeeee“ weil es für durch die Vibrationen Schaden nimmt und kein reines Navi ersetzt … ausserdem kommt die mögliche Feuchtigkeit und Sonneneinstrahlung hinzu.

Okay. Ich schenke diesen Infos Glauben, aber nicht ohne mich auf deren Richtigkeit zu vergewissern.
Von meiner Ex habe ich das Samsung Galaxy Ace geschenkt bekommen, damit ich mit ihr WhatsAppen kann (und weil das Teil sogut wie keinen freien internen Speicher hat, sodass selbst Updates nicht mehr eingespielt werden können, wenn man das Teil nicht rootet).
Whatsappen kann ich nun. Updaten auch. Nun wird mir langweilig und es soll den Navi ersetzen. *Daumen hoch und Schweiss abwisch ;)

Das ich die „Be-on-Road„-App aufgespielt habe, hatte ich bereits in einem Vorpost erwähnt. Nun ist noch ein GPS-Logger hinzu gekommen. Der zu geringe Arbeitsspeicherplatz ist zwar nach wie vor ein Thema, aber das Maximum konnte ich noch, bis auf 120KB raus holen.

Ein Hauptproblem war halt „Wie befestige ich es an der Karre“?
Die Halterung hatte ich ja schon lange mit dem Windschild verbunden. Soweit so gut. Für die beiden Navis habe ich auch passende Halteschalen, aber welche Halterung nehme ich speziell für das Smartphone?
Das Ding muss (das muss ich zugeben) viel aushalten und ist eigentlich nicht dafür gebaut. Es ist ja nicht einmal ein sogenanntes Outdoorhandy.

Guter Rat is teuer?
Ja, vielleicht. Wenn man darauf besteht eine angepasste Geräte-Halteschale zu benutzen.
Warum sollte es ein Universalhalter eigentlich nicht tun?
„Weil der halt das Gerät nicht perfekt umschliesst!“
Okay, aber das ist kein Argument, weil ich mir die Halteschalen allesamt angeschaut habe. Die umschliessen zwar teilweise aussen passend, aber nicht um den Rand. Dort ist nur ein minimaler Überwurf, der keinem grösserem Schlagloch standhält (wenn man da mal einen Schlag bekommt).
Ausserdem wollen die für das bisschen Plastik in Leichtbauweise, extrem viel meiner Teuronen.
Da lag es natürlich nahe, die diversen Universalschalen zu prüfen, die ich in meiner Schublade ansammel … und siehe da … eine passende Halteschale für den Vier-Krallen-Aufsteck-Mechanismus („Brodit“), ward gefunden.

Es hat seitlich Moosgummi und kann oben und unten mittels einer Kralle gesichert werden, wenn das Gerät in der Höhe hineinpasst. Natürlich ist mein Smartphone länger, also habe ich die ober Haltekralle unten eingeschoben und die beiden Aussenbacken zusammen geschoben.
Hält, passt und „wackelt“. Würde aber auch kleineren Bodenwellen durchaus nicht standhalten.
Hmmm … ankleben ist zwar fest, aber ich will das Teil ja auch ohne Halterung mit mir rumtragen.
Ein oder zwei Gummibänder? Nette Idee. Sieht gut aus. Passt auch. Hält aber nichts aus. smile
Aaaaabeeeerrrr. Ich habe ja noch ein Zweithobby. Das nähen. Und siehe da … ein Klett auf die Halterung, ein zweites (natürlich das flauschige) auf die Rückseite des Handys und alles ist gut.

Das Teil sitzt nun beinahe bombenfest und ich bin guter Dinge, das es mir nicht flöten geht.
Es wird die Tage noch eine Handschlaufe erhalten, die ich dann um den Haltearm lege, sodass es auch schlimmsten Falle nicht auf die Fahrbahn fällt und ich entspannt fahren kann.

AAAAABBBBEEEEERRRRR … entspanntes fahren ist bei Regen ja eh schon sone Sache. Meine Navis haben mich mit Regenhaube ( Hier nochmal ein grosses Dankeschön an Harald Moser „Willste meine SR50 geschenkt haben? Ich weiss ja das Du mitliest, allerdings weiß ich nicht wie wir sie zu Dir bekommen“, der mir nebst seinem alten Navi auch eine passende Regenhaube vermachte.)  nie im Stich gelassen … die Akkus nun mal ausgenommen, aber das kann man ja regeln.
Das Smartphone bekam vorhin beim Test leider keinen GPS – Empfang (es regnete reichlich).
Das bedeutet im Umkehrschluss das ich bei langen Touren im wahrsten Sinne wetterabängig wäre (weitere Tests muss ich noch machen).
Ist zwar nicht schlimm, weil son Navi nicht die Welt wiegt, aber perfekt ist das auch nicht. Ich bin gespannt.

Ebenso gespannt bin ich darauf ob ich das Smartphone durch die Vibrationen schrotte, wie es in einigen Meldungen geschrieben steht.
Wäre nicht wirklich schlimm weil es zu ersetzen wäre, aber vorsätzlich mache ich nur ungern Geräte kaputt.

Soviel also zu den derzeitigen „Arbeiten“ am Flipper.
Die Tage geht das Moped übrigens zur Werkstatt wegen Reifen und Bremsen.

Ich wünsche euch ein friedliches und gesundes 2015.
euer Micha

Vibrationsfreies und entspanntes Arbeiten an meinem neuen Tisch

Wer den Baumarkt Toom in der Gegend hat und dringend eine Vibrations- und Lärmdämmung für unter die Maschine sucht, kann auf die Unterlegmatte für Waschmaschinen zurück greifen.

Aktuell für einen 10er im Angebot, mit einer Gesamtgrösse von ~60x60cm (nachgemessen waren es bei meiner 57,8cm pro Seite).
Nun stehen die Maschinen flüsterleise auf dem Tisch, dem ich vorhin noch einen Kabeldurchlass gegönnt habe, da das Kabel des Fußanlassers der 6000er zu kurz war, für die 80er Tischtiefe.

Jetzt ist ruhiges arbeiten, mit entspanntem sitzen angesagt und ich muss nicht mehr nach dem Fußanlassers angeln.

Vorab gab es noch einen kurzen Halt bei Roller, wo ich ein Reststück (1,20 Meter, auf volle Breite), Baumwollgewebe mitnehmen konnte. Geplant für ein Kissen.

Ausserdem habe ich mir einen einfachen Plastikbecher (wie nennt man sowas?) bei Tedi für 1,79€ geholt, in dem ich dann mein Zubehör für die NäMas und die Overlock ablegen kann.

Die Aufkleber habe ich mit dem Beschriftungsgerät gemacht. Die gehören also nicht zum Lieferumfang. smile

Einen schönen Tag wünschend,
der Micha

Update:
Da die aufgeschnitte Matte unschön aussieht und an den Schnittkanten einzelne Gummikügelchen verliert, habe ich ihr aus Kunstleder zwei Hüllen genäht.
Leider habe ich bei der Overlockunterlage vergessen die Tiefe einzukalulieren, sodass die Hülle sich etwas hebt.

Ansonsten gefällt mir das schon sehr gut und ich werde aus dem Gewebe noch Abdeckhauben für die Maschinen machen.

Eine Ausfahrt mehr = eine Rücklichtbirne weniger

Ich kam nicht umhin, erneut eine Fahrt ins 63KM entfernte Steinfeld zu unternehmen.
Die Maschine läuft zwar nicht schlecht, aber man spürt das sie unter Volllast, nach geraumer Fahrtzeit, nicht mehr genug Sprit oder Luft bekommt.

Auf der Hinfahrt hatte mein Navi wohl einen Demenzanfall, denn es schickte mich eine Stunde lang durch die unmöglichsten Gegenden. Zunächst dachte ich mir, dass ich ihr Routenprofil geändert habe, aber damit war alles wie immer.
Nunja. So machte ich zwar einen riesen Bogen um den Dümmer See, fuhr dabei aber auch entlang eines grossen Torfabbaugebietes.

Leider ist das Bild nicht gut belichtet, sodas man die riesige Menge Torf auf diesem Feld nicht richtig erkennen kann.

Ich fuhr zwar mit der Helmcam und die Videos waren auch nicht schlecht, aber leider haben sie extrem viele Wackler, da der Kopf halt hin und her geht.
Darum habe ich die Videos wieder gelöscht und werde, wenn ich endlich diese Elektrik im Griff habe, über eine neue vibrationsfreie Aufhängung an der Maschine nachdenken.Das wird wohl das geringste Problem.

Auf meiner Rückfahrt, machte ich einen Kurzstop am Dümmer See.
Das Wetter war prächtig und ich kam sowieso daran vorbei.

Obwohl die Sommerferien beinahe überall vorbei sind, war es dort brechend voll.
Kinder, Eltern, Rentner … und eine offensichtlich zusammenhängende Ausflugsgruppe, die eine Ausfahrt mit dem Schiff gemacht hatte. So brechend voll, habe ich den Kahn noch nie gesehen. Als ich ankam, begann gerade der Ausstieg … und wollte nicht enden.
Die ganze Gruppe ging dann geschlossen zum angrenzenden Restaurant, welches damit wohl seine gesamten Sitzplätze innen belegt hatte.

Warum die nicht auf die Aussenterrasse sind, hat sich mir verschlossen.

Leider hatte ich nicht lange Ruhe.
Ein Päärchen machte sich neben mir auf der Bank breit, blubberte mich voll und freute sich dann das ich Reissaus nahm.

Und falls ihr euch wundert, dass ich von unglaublich vielen Besuchern schreibe, aber niemand zu sehen ist … das ist von mir so gewollt, denn eigentlich müsste ich ansonsten jeden Einzelnen unkenntlich machen.
Bevor ich hier stundenlang an der Nachbearbeitung hänge, warte ich lieber ab drücke auf den Knipsie wenn kaum jemand da ist.

Ich ging also wieder zum Parkplatz, bestaunte auf dem Weg dahin noch eine alte BMW die bestens gepflegt war und machte mich reisefertig.
Als ich Trude anliess, war das Rücklicht bereits wieder durchgebrannt.
Natürlich wechselte ich es nicht, sondern fuhr damit so flott es ging nach Hause.

Die nächsten Tage werde ich dann mal wieder schrauben und Fehler suchen.

Liebe Grüße,
der Micha

Achtzig Kilomer Testfahrt

Bei bestem Wetter (plus 23 Grad) machte die heutige Ausfahrt Spaß.
Zu Beginn ein wenig stressig, da ich wohl einen Fehler beim verlegen des Gaszuges machte.
Selbiger rutscht aus Volllast manchmal nicht zurück. Ich schaue mir das nächste Woche an.
Bei der Elektrik habe ich wohl auch einen Fehler drin, denn mein Rücklicht geht nicht.
Bremslicht ist okay, aber ohne Rücklicht möchte ich Nachts nicht unterwegs sein.
Auch das werde ich nächste Woche oder am Sonntag prüfen.

Die Tachowelle geht zumindest. Sie flattert zwar immer noch ein wenig, aber ich fürchte mal das ist der Technik zuzuschreiben. Zumindest habe ich nun halbwegs einen Ansatzpunkt wie schnell ich gerade fahre.

Der Vergaser ist auch noch nicht das Wahre vom Ei.
Sie springt an, sie läuft … aber der Schwimmerstand scheint mir falsch zu stehen und die Einstellung der Luftgemischschraube ist noch fehlerhaft. Sie kam mir so vor, als würde sie bei hoher Geschwindigkeit zu wenig Sprit bekommen. Der Durchfluss vom Tank durch den Hahn ist aber okay.
Es scheint ein längeres Thema zu werden.

Egal, denn im Moment möchte ich einfach nur halbwegs gut und sicher mit Trude unterwegs sein dürfen.

Und wenn auch das Videomaterial nichts taugte was ich mit der Keycam machte (Blickwinkel zu hoch eingestellt und zu wellig durch die Vibrationen), so habe ich wenigstens zwei Fotos heute gemacht.

Eines vor dem Haus, meines letzten Wohnort.

Und ein Weiteres auf halbem Wege nach Hause.
Ich kam aus der Blickrichtung und musste dann nach „hinten“ weiter.

Morgen habe ich einen Termin bei Ikea und hoffe das Trude zuverlässig mitspielt.
Geht alles gut, mache ich danach noch eine kleine Ausfahrt.

Allzeit gute Fahrt wünschend,
der Micha

Kompressionstester und wieder Ausbau des Zündschloß

Was soll ich sagen. Ich will ja wissen warum Trude so vibriert und nicht die Leistung bringt, die sie bringen könnte.
Hin und Her überlegt und von allen Seiten für blöd gehalten, aber ich liess mich nicht abbringen mir einen eigenen Kompressionsmesser zu kaufen.
Nunja. Sowohl 100, als auch 65, als auch 50€ ist mir „der Spaß“ nicht wert.
Bei 30€ zuckte ich schon, suchte aber weiter und fand beim Polo einen einfachen für 17,99€, der einen 14er und einen 18er Adapter für das Kerzengewinde hat.

Warum ich den kaufe und nicht mit der Karre mal für nen Fünfer in die nächste Werkstatt fahre?
Weil ich selber schauen will ob die Maschine noch Kompression hat. Und wenn ich am Motor hantiere, dann kann ich schnell mal was kaputt machen.
Ausserdem will ich an die Maschine nicht jemanden wie Olaf dran lassen. Es reicht mir schon das er wohl Tuxie kaputtgefummelt hat.
Ich fände es sehr befremdlich wenn ich mehrfach im Jahr bei der Werkstatt (welche eigentlich?) anfahren würde um die Kompression messen zu lassen.
Und bei 18€ hat sich der schnell bezahlt gemacht.

Zum ausmessen kam ich noch nicht, weil die Woche etwas anderes wichtiger ist.

Allerdings habe ich heute auch noch das kaputte Zündschloß ausgebaut, damit ich es morgen dem SimsonShopOsnabrück wieder zurück schicken kann. Leider bestehen sie darauf das Schloß zu tauschen. Ich hätte lieber woanders ein neues gekauft.
Nach dem Ausbau habe ich es mir genauer angeschaut und bin der Meinung, man kann es leider nur sehr schlecht sehen, dass die Halteschraube nicht rausgedreht, sondern abgebrochen ist.
Da der Zylinder in einer festen Führung sitzt, ist es ausgeschlossen das es im Nachhinein passiert ist.

Na, mal schauen. Vielleicht kaufe ich dennoch beim anderen Händler ein anderes Schloß, damit ich nicht nochmal son Murks verbauen muss.

So wie hier, hing dann der Schlüssel samt Zylinder am Schlüsselband.
Ein Glück das ich es dran habe und ein Glück, dass sich der Zylinder nicht vom Schlüssel gelösst hat und sich nicht samt seiner Einzelteile über die Landstrasse verteilt hat.

Der Ausbau war jedenfalls nervig, da ich nun dieses ganze Kabelgedöns nochmal durchziehen und verbinden muss … und ich hatte überhaupt keinen Bock darauf an Trude zu schrauben.
Genaugenommen überlegte ich mir schon, ob ich das Schloss nicht geschaltet lasse und mir einen versteckten Druckschalter einbaue.

Ich sag dann mal wieder … bis die Tage. smile

Simson Treffen – Menslage – Nur ein Tag

Da Trude auch weiterhin fröhlich vor sich hin vibriert, habe ich beschlossen das mir im Moment nichts dazu einfällt, aber dennoch mal schauen muß ob ich Trude soweit gut repariert habe, dass sie eine Ausfahrt überlebt.

Zufällig entdeckte ich vorgestern das Simson Treffen (vom 5.-7. Juli), knappe 70KM von mir entfernt.
Also … nix wie hin. Der RheinerSani treibt sich gerade in Berlin rum (allerdings mit dem PKW), sonst hätte ich ihm das Treffen mal nahe gelegt.

Also habe ich mir eine Thermoskanne Kaffee eingepackt und bin los.
Zur Zeit ist hier (wahrscheinlich auch anderswo) allerdings der grosse Baustellenwahnsinn ausgebrochen.
Nicht nur das mir Richtung Norden eine Menge Kraftfahrstrassen die Fahrt komplizieren, nun reiht sich auch noch Umleitung an Umleitung.
Der Vorteil ist allerdings das man in Gegenden kommt, wo man sonst niemals landen würde.

Ist doch nett dort, oder?

 

Ich und mein Navi sind arg überfordert.
Laut dem Navi stehe ich in unerforschtem Gebiet.
Ich rate einfach mal und fahre erstmal frei Schnauze.

Nach zweieinhalb Stunden, war ich dann in Menslage.
An der Volksbank fiel mir auf das ich es schon „kannte“, da ich „damals“ dort einen Zwischenstop auf der Rückfahrt von der Nordsee einlegte.

 
Wie heisst es so schön: „Man trifft sich immer zweimal im Leben“ smile
Knappe 1KM weiter, kam ich dann auch auf der „Schießsportanlage Rüskenbrink“ an.

Viel zu früh.
Ausser den Betreibern, die beim fegen und aufbauen waren, war noch niemand da.
Toller Fisch. Es ist bereits Mittag und ich hatte erwartet das schon jede Menge los ist.
Nunja. Nun war ich einmal da, also blieb ich auch.

Man begrüsste mich freundlich, erklärte mir dann aber, dass die meisten erst heute Abend eintrudeln werden, denn das Hauptprogramm findet morgen statt.
Hmmm … diese Info fand ich nun nicht so prickelnd. Das hätte man klarer darstellen können, aber nun ist es nicht zu ändern und ich konnte Trude ausfahren.
Somit genehmigte ich mir ersteinmal einen mitgebrachten Kaffee.
Eine knappe Stunde später, trudelte dann der Nächste in einer Duo ein.

Der Fahrer ist ein sehr spezieller, anstrengender Zeitgenosse. Nunja, auch solche gibt es halt.
Seine Duo ist stark modifiziert und hat einen 5 Gang Motor erhalten, mit mehr PS.
Inwieweit da noch sein kleines Kennzeichen passt, ist mir schleierhaft, aber auch nicht mein Problem.

Erfreulicherweise fand er bei den Betreibern ausreichend Leute die ihm zuhören mochten.
Eine weitere Stunde drauf, kam dann der Nächste an, auf einer Schwalbe.

Ein sehr ruhiger ausgeglichener Mensch, meines Alters, aus Twiste. Wir sprachen noch viel miteinander, bzw. standen gemeinsam bei den Anderen um beim Zeltaufbau zuzuschauen,

oder das eine oder andere Gespräch zu verfolgen.
Nach und nach trudelten dann auch weitere Simmen, aber auch PKWs ein.

Ein wenig hätte ich nun doch gerne mein Zelt ausgepackt und mal einen Test gemacht, aber andererseits tun mir die Knochen weh und mir graut es ein wenig vorm campen.
Es wird noch Abendprogramm geben, aber das ist dann bestimmt laut und nicht das richtige für meine Psyche.
Ich bin mir aber sicher das die Jungs und Mädels jede Menge Spaß haben werden, da dass Wetter trocken, windstill und relativ warm ist.

Um zwanzig nach fünf machte ich mich wieder auf den Weg.
Vorab schoss ich noch ein Panorama der Zeltwiese und des Vereinshaus, mit Duschen und Toiletten.

Erwartet werden um die sechzig Teilnehmer.
Da wird es heute Abend also noch heiss her gehen. Für Getränke wurde jedenfalls gesorgt.
Ein Kühlcontainer wurde schon einen Tag vorher angeschlossen, so dass es heute den Kasten Bier (20€) schön gekühlt gibt.

Ich konnte meine Rückfahrt mehr oder weniger geniessen. Es ist Freitag. Es ist schönes Wetter und es ist Feierabend … und ich treibe mich mit ~55KM/h auf den Landstrassen herum und mache mich breit. Das passt einigen nicht.
Andere wiederum … den Brummifahrern, denen ich Platz mache, bedanken sich ganz lieb.
Ich sage auch Danke und wünsche einigen einen schönen Verkehrstod und anderen eine gute Fahrt.

Ziemlich genau zwei Stunden später und mit 140KM mehr auf der Uhr, war ich wieder zuhause und genoss, ab halb acht, den Abend.

Morgen früh habe ich mich für 10 Uhr angemeldet … ich bezweifel das ich es morgens aus dem Bett schaffe. Die Nächte zuvor waren so laut und mies, dass ich akuten Schlafmangel habe.
Schauen wir mal. Ich rechne jedoch eher zur Mittagszeit mit mir. smile

Gutes Nächtle (es ist nun halb elf),
der Micha

Och Mensch

… nun scheint die Sonne endlich wieder … und ich habe Trude rausgeschoben, um endlich die Motoraufhängung zu machen.

Und was ist?
Die Mutter ist so blöde angebracht das ich eine 13er Nuss brauche, aber nur bis 12er besitze.
Also muss ich warten bis der Nachbar da ist.
Zum ersten Mal, komme ich mal nicht einfach an was heran und schon fehlt mir das Werkzeug.

Die Mutter sitzt zwischen einem gekrümmten Blech. Leider komme ich da nicht heran, da der Motor im Weg ist. Auch einen Schlüssel kann ich da nicht einklemmen.
Naja, eine 13er Nuss werde ich wohl noch auftreiben.

Prinzipiell hätte ich ja eine gekauft, aber da ich schon mal „unter“ Trude lag, habe ich auch gleich den Krümmer geöffnet und nach den Dichtungsringen geschaut.
Überall wird beschrieben das man zwei Kupferringe einlegen soll, damit er besser abdichtet.
Ich hatte nur einen drin und stellte fest, das der Krümmer relativ einfach um einige Millimeter zu bewegen ist. Er kam mir ja die ganze Zeit viel zu laut vor, ich bin mal gespannt wie er sich nachher anhört.
Allerdings muss das auch warten, da mein Nachbar meinen Krümmerschlüssel hat.
Auf bekam ich ihn ja, aber nicht mehr fest genug zu gedreht.
Naja. Spätestens morgen werde ich das wohl alles auf die Kette haben.

Da ich schonmal dran war, fiel mir auf dass der Vergaser aus der Wanne ganz leicht Sprit verliert und der Benzinhahn hatte sich auch schon gelockert.
Den Benzinhahn habe ich wieder fest (auch mit Schraubensicherung), aber die Vergaserwanne muss warten bis ich eine neue Dichtung habe. Dann nehme ich den nochmal komplett raus und werde dann wohl auch den Schwimmer prüfen.
Durch Auspuff und Vergaser zieht die Maschine Falschluft, was die etwas geringere Geschwindigkeit erklärt.
Sie fährt zur Zeit, laut Navi, um die 53 KM/h. Was ja gut ist, aber wenn es wieder nahe der 60 gehen würde, wäre ich glücklicher.

Ich habe sie nun, in der Mittagshitze, ersteinmal abgedeckt.
Mal schauen wann Viktor wieder da ist.
Das Wetter ist heute jedenfalls sommerlich.

Update

Nachdem mein Nachbar zum Mittag von Schicht kam, konnte ich mir eine 13er Nuss ausleihen (inklusive passender 1″ Knarre) und mich ans lösen der Motorhalterung begeben.

Links festhalten, rechts festhalten, von oben sichern und von unten gegenhalten … man müsste mindestens 4 Arme und zwei Klemmen haben.
Die Schraube raus ging dann noch relativ einfach … aber die Hülse samt Gummi auszutreiben, bedurfte der Hilfe des Nachbarn. Das ging nur mit angesetztem grossen Schraubendreher und ein paar kräftigen Hammerschlägen, während die Gegenseite festgehalten wurde.

Nun kam der umgekehrte „Spaß“ … alles wieder einbauen.
Ein Alptraum.
Wenn die Hülse im Gummi sitzt bekomme ich das Gummi nicht in die Aufnahme.
Wenn das Gummi in der Aufnahme sitzt, bekomme ich die Hülse nicht mehr durch.
Der pure Horror.

Vier Stunden später, war ich nicht nur mit den Nerven runter, sondern die Aufnahme auch wieder fest drin. Trotz jeder Menge ölen mit Silikonanteil, hat sich das Lagergummi etwas verzogen. Ich lasse es so, denn weitere vier oder mehr Stunden überlebe ich nicht. Ausserdem sind die beiden Gummis eh schon angegriffen, durch die ganzen Fehlversuche.

Ich habe zusätzlich den alten rechten Gummi nach der Aufnahme eingesetzt.
Man sieht schön das die Aussenfläche bereits komplett gebrochen und gerissen ist. Inwiefern er noch seine Arbeit erledigt hat, werde ich erst wissen, wenn ich die Maschine anlasse.

Damit ich halbwegs freie Bahn beim schrauben, pressen, schieben, drücken hatte, nahm ich die komplette Auspuffanlage wieder ab.
Ich
weiß nicht ob der Blick in den Auslass nun bedeutet das da zuviel
Schmodder drin sitzt, oder ob das so in Ordnung geht, jedenfalls konnte
ich mal einen weiteren Blick werfen.
Ich glaube das ich zu Beginn, in der Wohnung, ein Foto vom Auslass gemacht hatte … muss ich doch mal suchen.
Im Januar hatte ich ein Bild gemacht, als ich den Krümmer frisch ab hatte.
Alles voller Öl. Einerseits gut, weil es den Kolben vor Rost schützte, andererseits sieht mein „Verbrennungsfenster“ dann wohl doch besser aus. (glaube ich)

Leider ist mir bei der Arbeit der Sicherungshaken vom Krümmer-Sicherungsring abgefallen.
Klarer Fall von Materialermüdung. Gerade mal ein einfacher Schweisspunkt war an diesem Haken dran. (Das Ding oben links an der Schelle)

Der Nachbar will es schweissen. Ich fürchte allerdings das er es falsch anschweisst, aber es gibt schlimmeres. Denn ich muß sowieso noch eine Bestellung aufgeben.

Jedenfalls hat Trude mal wieder keinen Auspuff drunter.

Ersteinmal einen schönen Tag wünschend,
der Micha

Update

Heute, einen Tag drauf, brachte mir Viktor den geschweissten Sicherungsring. Leider hat er ihn falsch herum angeschweisst. Man hätte es gestern nochmal genauer anschauen sollen.
Naja. Ein 2,55€ Teil.
Viktor meinte aber das er es durchaus noch biegen könne und es dann auch halten wird.
Die Schweissnaht hält auf jeden Fall und Viktor bog es zurecht.

Mit seiner Hilfe brachten wir dann den Auspuff  wieder fest an und testeten ob er sich leiser anhört, oder ob er am Krümmer noch Luft rauslässt. Ich finde das er sich im Stand immer noch gleich anhört, allerdings wackelt er nun nicht mehr und hat somit auch keine Falschluft mehr.
Beim einfachen Anlassen konnte ich nun nicht sagen, ob die Vibrationen noch da sind, oder ob es sich stark gebessert hat.
Morgen weiß ich mehr, denn heute hat es hier leider wieder einen Regentag. Juhuuu sad

Und wenn ich die Karre auseinander baue um sie komplett abstrahlen und pulvern zu lassen, muß ich das Ganze nochmal machen. Allerdings werde ich es dann besser und „einfacher“ machen können, da ich dann die Schwinge komplett habe.
Dann werde ich auch die hinteren Lager wechseln.

Aber ehrlich gesagt bin ich keine Sekunde heiss darauf, die Maschine auseinander bauen zu müssen.
Nun schauen „wir“ erst einmal was es gebracht hat.

Ich wünsche euch das Beste.
Liebe Grüße,
der Micha