Neuer offener Nähtreff in Georgsmarienhütte?

Ich habe gerade mal diesen knapp 3 Jahre alten Eintrag wieder gefunden.
Meine Güte war das ein stressiges Gewusel in der Zeit.
Vorallem war es sehr, sehr, sehr kurz.
Drei oder viermal war ich dabei, dann war es das bereits.

Bei meinem letztem Besuch MUSSTE ich meine Maschine mitbringen und nähen.
Nähen? Ich hatte zu der Zeit gar kein Projekt auf dem Schirm. Was soll das?

Also gut … hole ich halt meine Maschine mal eben ab, zog lustlos ein paar Nähte und war dann auch froh als man das Ende einleitete.
Mal ehrlich. Wie blöde bin ich eigentlich? Wenn ich nichts zu nähen habe, habe ich halt nichts und wenn das monatelang so geht, dann ist das halt einfach so. Ich muss/will davon weder leben, noch ein Zubrot verdienen.
Ich mache das für mich und zur Freude derer die ich die damit beschenke.
Ende.

Jedenfalls war beim letzten Male die Stimmung, nach meiner Rückkehr, auf Kontra-Michael gekippt.
??? Hähhhh??? Was ist denn hier los? Ich packe niemanden an (ausser eine kurze Umarmung zur Begrüssung/Verabschiedung). Baggere keine Frauen (und auch keine Männer) an … und möchte mich einfach nur treffen, unterhalten und eine gemeinsame Zeit verbringen. Lernen tut man sowieso voneinander und sei es nur durch zuschauen, oder einem einzigen Satz in den Stunden. Sollte ein Abend dann auch dieses nicht hervorgebracht haben …. was solls? Alles gut.

Im Nachhinein (nach diesem letzten Abend dort) sah ich ein, das die Initiatorin doch nur neue Leute kennenlernen wollte, die einerseits weiblich sind und andererseits sie aus dem langweiligen Eheleben erretten sollen.
Nun. Ich bin weder weiblich, noch homosexuell, noch habe ich vor irgendwessen langweiliges Leben zu bespassen.
Wenn ich zu einem Nähtreff gehe, dann gehe ich dort des Treffens wegen hin … ob mein Gegenüber nun eine Pussie oder einen Schwanz hat ist mir zu 100% egal und ich habe auch nicht vor dort den Bespasser abzugeben, sondern will mich nur nett unterhalten.
Ein paar Stunden raus aus dem anderen Leben, unter Leute.
Dabei darf man auch mal flÖrten (finde ich) wenn man die Finger bei sich behält und nicht unter die Gürtellinie gerät.
Das letzte was ich will; Mich in eine Partnerschaft einmischen.
Ich habe schon genug mit mir zu tun. Da interessiert mich das zwischenmenschliche bei Anderen ehrlich gesagt Null.
Natürlich kann man darüber reden und ich kann auch darlegen wie ICH mich dann verhalten würde, aber letztlich ist das nicht mein Problem und auf FremdgeherInnen kann ich eh nicht. Entweder/Oder ist meine Devise, alles andere ist unterste Schublade.

Boah komme ich gerade in Rage, wenn ich an die kurze Zeit zurück denke.
Ich kann „falsche“ Leute auf den Tod nicht ausstehen und an dem letzten Abend hatte ich es dann überraschenderweise gleich mit dreien auf engstem Raum zu tun.

Die einzige Person die ich aus dieser Zeit „vermisse“ ist die ältere Dame (~70?) (keine Ahnung wie sie heisst) die ebenfalls nur des Treffen wegens dort war.
Schade. Wir haben uns nur zweimal dort kurz gesehen. Sie hat ihr Ding gemacht und ich meines. Es bedarf nicht mehr Worte als ein ehrliches „Schön Dich zu sehen“ (ich duze meistens) und ein „Alles Liebe“ zum Abschluss. Sehr angenehm war sie für mich. Ich hoffe es geht ihr gut.

Tja, nun (also nicht in diesem Moment, sondern schon etwas länger) überlege ich mir wie man einen offenen Nähtreff (wer kommt, der kommt … ich bin einfach nur da) in Georgsmarienhütte erneut ins Leben rufen könnte.
Mal schauen was sich da anbietet. Kosten darf es nichts, bis ganz wenig.
Meine Minirente reicht eigentlich für gar nichts, aber das hält mich ja nicht davon ab es dennoch zu machen, zumal sich ergeben hat das ich nun noch mindestens 10 Jahre hier festhänge. 10 Jahre sind eine lange Zeit und wer weiss schon was in dieser Zeit noch alles passiert.
Ich würde mich auf neue Leute freuen, die einfach nur ihre Maschine/Stick-/Strick-/Häkelset mitbringen und man sich dann einfach nur bei Tee/Kaffee/Schnupperreien nett unterhält und/oder seine Sachen dabei „fertig“ macht.
Ohne Mitgliedsausweis, Vereinsbeiträge, Monatsmiete oder sonstigem Schittkram.
Einfach nur des Treffens wegen. Ein bisschen was für den Strom hinlegen und fertig ist. Ohne Altersgrenzen, ohne Hautfarben- oder Geschlechtsprüfung.
Ist das im 21ten Jahrhundert wirklich immer noch ein Problem?

Wie auch immer … ich werde weiterhin darüber nachdenken und sicherlich wird es vor 2015 nichts werden, aber das Thema lässt mich nicht los.

Beste Grüße und laufende Maschinen wünschend,
der Micha

Simson Treffen – Menslage – Nur ein Tag

Da Trude auch weiterhin fröhlich vor sich hin vibriert, habe ich beschlossen das mir im Moment nichts dazu einfällt, aber dennoch mal schauen muß ob ich Trude soweit gut repariert habe, dass sie eine Ausfahrt überlebt.

Zufällig entdeckte ich vorgestern das Simson Treffen (vom 5.-7. Juli), knappe 70KM von mir entfernt.
Also … nix wie hin. Der RheinerSani treibt sich gerade in Berlin rum (allerdings mit dem PKW), sonst hätte ich ihm das Treffen mal nahe gelegt.

Also habe ich mir eine Thermoskanne Kaffee eingepackt und bin los.
Zur Zeit ist hier (wahrscheinlich auch anderswo) allerdings der grosse Baustellenwahnsinn ausgebrochen.
Nicht nur das mir Richtung Norden eine Menge Kraftfahrstrassen die Fahrt komplizieren, nun reiht sich auch noch Umleitung an Umleitung.
Der Vorteil ist allerdings das man in Gegenden kommt, wo man sonst niemals landen würde.

Ist doch nett dort, oder?

 

Ich und mein Navi sind arg überfordert.
Laut dem Navi stehe ich in unerforschtem Gebiet.
Ich rate einfach mal und fahre erstmal frei Schnauze.

Nach zweieinhalb Stunden, war ich dann in Menslage.
An der Volksbank fiel mir auf das ich es schon „kannte“, da ich „damals“ dort einen Zwischenstop auf der Rückfahrt von der Nordsee einlegte.

 
Wie heisst es so schön: „Man trifft sich immer zweimal im Leben“ smile
Knappe 1KM weiter, kam ich dann auch auf der „Schießsportanlage Rüskenbrink“ an.

Viel zu früh.
Ausser den Betreibern, die beim fegen und aufbauen waren, war noch niemand da.
Toller Fisch. Es ist bereits Mittag und ich hatte erwartet das schon jede Menge los ist.
Nunja. Nun war ich einmal da, also blieb ich auch.

Man begrüsste mich freundlich, erklärte mir dann aber, dass die meisten erst heute Abend eintrudeln werden, denn das Hauptprogramm findet morgen statt.
Hmmm … diese Info fand ich nun nicht so prickelnd. Das hätte man klarer darstellen können, aber nun ist es nicht zu ändern und ich konnte Trude ausfahren.
Somit genehmigte ich mir ersteinmal einen mitgebrachten Kaffee.
Eine knappe Stunde später, trudelte dann der Nächste in einer Duo ein.

Der Fahrer ist ein sehr spezieller, anstrengender Zeitgenosse. Nunja, auch solche gibt es halt.
Seine Duo ist stark modifiziert und hat einen 5 Gang Motor erhalten, mit mehr PS.
Inwieweit da noch sein kleines Kennzeichen passt, ist mir schleierhaft, aber auch nicht mein Problem.

Erfreulicherweise fand er bei den Betreibern ausreichend Leute die ihm zuhören mochten.
Eine weitere Stunde drauf, kam dann der Nächste an, auf einer Schwalbe.

Ein sehr ruhiger ausgeglichener Mensch, meines Alters, aus Twiste. Wir sprachen noch viel miteinander, bzw. standen gemeinsam bei den Anderen um beim Zeltaufbau zuzuschauen,

oder das eine oder andere Gespräch zu verfolgen.
Nach und nach trudelten dann auch weitere Simmen, aber auch PKWs ein.

Ein wenig hätte ich nun doch gerne mein Zelt ausgepackt und mal einen Test gemacht, aber andererseits tun mir die Knochen weh und mir graut es ein wenig vorm campen.
Es wird noch Abendprogramm geben, aber das ist dann bestimmt laut und nicht das richtige für meine Psyche.
Ich bin mir aber sicher das die Jungs und Mädels jede Menge Spaß haben werden, da dass Wetter trocken, windstill und relativ warm ist.

Um zwanzig nach fünf machte ich mich wieder auf den Weg.
Vorab schoss ich noch ein Panorama der Zeltwiese und des Vereinshaus, mit Duschen und Toiletten.

Erwartet werden um die sechzig Teilnehmer.
Da wird es heute Abend also noch heiss her gehen. Für Getränke wurde jedenfalls gesorgt.
Ein Kühlcontainer wurde schon einen Tag vorher angeschlossen, so dass es heute den Kasten Bier (20€) schön gekühlt gibt.

Ich konnte meine Rückfahrt mehr oder weniger geniessen. Es ist Freitag. Es ist schönes Wetter und es ist Feierabend … und ich treibe mich mit ~55KM/h auf den Landstrassen herum und mache mich breit. Das passt einigen nicht.
Andere wiederum … den Brummifahrern, denen ich Platz mache, bedanken sich ganz lieb.
Ich sage auch Danke und wünsche einigen einen schönen Verkehrstod und anderen eine gute Fahrt.

Ziemlich genau zwei Stunden später und mit 140KM mehr auf der Uhr, war ich wieder zuhause und genoss, ab halb acht, den Abend.

Morgen früh habe ich mich für 10 Uhr angemeldet … ich bezweifel das ich es morgens aus dem Bett schaffe. Die Nächte zuvor waren so laut und mies, dass ich akuten Schlafmangel habe.
Schauen wir mal. Ich rechne jedoch eher zur Mittagszeit mit mir. smile

Gutes Nächtle (es ist nun halb elf),
der Micha

49124 – 26789 und zurück – 400KM mit 50ccm

Vor ein paar Tagen lernte ich im Netz eine interessante Frau kennen.
Wie das so ist, wohnen die interessanten Leuten komischerweise immer anderswo.
So auch in diesem Fall.
Die Auserwählte lebt in Leer und somit mitten in Ostfriesland.

Viele Telefonate und Mails später sind wir, angesichts der Temperaturen um die zehn Grad plus, übereingekommen das ich für ein paar Stunden nach Leer zum Treffen fahre.
Eigentlich war es ein Treffen von Freitag bis Samstag, aber aufgrund der vielen Stunden auf dem Bock blieben halt nur ein paar für unser Kennenlernen.

Freitag früh gegen zehn Uhr fuhr ich los. Tuxies Satteltaschen waren vollgepackt mit Reservewäsche, Winterhose, Reservestiefel und dem üblichen Kram den ich sowieso mitschleppe.
Die Temperaturen blieben zwar hoch, aber zu den neun Grad gesellten sich Regen und Sturmböen. Nicht schön. Mir blieb also nichts anderes übrig als mit dem Regenkombi zu fahren (Darunter war schwitzen angesagt).

Wie das so ist, bei langen Reisen, läuft es meistens anders als man denkt.
Bereits im Heimatort war die erste Strassensperrung wegen Bauarbeiten. Anstatt eine kurze Umleitung zu wählen, führte man schön drum herum so das mir hier die ersten 15 Minuten flöten gingen. In einem angrenzenden Kreiselverkehr kam dann die nächste Überraschung. Die Feuerwehr streute eine Öllache ab. Nicht weiter erwähnenswert wenn denn A) der SicherungsDEPP nicht die ganze Zeit auf die Kollegen, sondern vielmehr auf den Verkehr geachtet hätte der sich viel zu schnell der Gefahrenstelle näherte und B) der Fahrer des Einsatzfahrzeuges nicht einfach nach links rauszieht sondern vorher sichern lässt.

In Osnabrück bekam Tuxie dann noch frischen Sprit und die Fahrt über endlos lange Land- und Bundesstrassen ging weiter.
Kurz bevor ich von der B218 auf die L70 abbog, musste ich in kurz in die Eisen und den Kopf einziehen. Eine Gruppe junger übermütiger Tauben kam mir im Tiefflug entgegen. Wäre ich nicht ausgewichen hätte ich eine davon mitten ins Visier bekommen. Sachen gibt es. Ich konnte nur noch den Kopf schütteln. Erfreulicherweise war der Transporterfahrer hinter mir noch wach genug um ebenfalls schnell zu reagieren, sonst hätte es doch noch gekracht.

Nachdem ich die östlichen Ausläufer des Teutoburger Waldes hinter mich gebracht hatte, ging es Richtung Lorup (plattes Land). Wäre Regen und der Wind nicht gewesen, so hätte die Fahrt richtig Spass gemacht. Leider gab es noch eine Streckensperrung wegen Strassenarbeiten, die ich jedoch ignorierte und mit Tuxie ganz langsam weiter fuhr. Gottseidank war der Fahrbahnbelag nur einseitig aufgerissen und die Baurbeiter machten für mich auch Platz. Danke sehr.

Je weiter ich Richtung Norden kam, desto besser wurde das Wetter. Ab und an kam sogar die Sonne durch. Der starke Wind blieb jedoch.
Um 11:55Uhr tankte ich Tuxie in Lorup nach. 2,45 Liter hat sie auf 100KM verbraucht. Meine Durchschnittsgeschwindigkeit lag bei 39KM/h. Tuxie wird langsamer und Wind ist nicht von Vorteil.
An der Tankstelle (Hauptstrasse 38-26901 Lorup)fragte ich freundlich ob ich meinen Tee im Verkaufsraum trinken dürfte, welches mir freundlicherweise gewährt wurde. Nach einem kurzen Smalltalk über das Wohin und Woher, sowie der ungläubigen Nachfrage „Mit DEM da?“ *grins , wurde mir mitgeteilt das die Kanalbrücke vor Bockhorst gesperrt sei. Wenn ich der Umleitung 4 folgen würde, dann passt das.

 

(Fahrt am Kanal)

Die Alternative wäre ein Umfahren über Papenburg, welches mir zusätzliche 60 KM eingebracht hätten. Das Umleitungsschild war schnell entdeckt und ich konnte die Fahrt bis kurz vor Leer problemlos fortsetzen.
Leider war das wohl mein Wochenende für Streckensperrungen … jedenfalls war die Kanalbrücke am Hafen gesperrt. „Klara“ meine neue elektronische Streckenschlampe bestand allerdings auf genau diese Kanalbrücke und ehrlich geagt tat mir der Po dermassen weh das ich mir erstmal anschauen wollte ob es nicht doch möglich ist.
Eingekleidet in Regenanzug mit Leuchtstreifen auf Ärmel und Beine, sowie meiner Warnweste näherte ich mich mit Tuxie der Kanalbrücke. Die Ampel zeigte rot. Ich fuhr noch etwas näher ran und die Ampel ging aus … man lies mich passieren. Danke Danke Danke. smile

Gegen halb zwei kam ich dann endlich in Leerort an.
Karte Hinfahrt: http://g.co/maps/7f74u

Nachdem wir uns begrüsst hatten und ich erstmal die Mopedklamotten aus hatte, bekam ich eine Stadtführung mit Weihnachtsmarktbesuch.

 

 

 

 

Das Laufen tat mir nach dem stundenlangen Sitzen auf Tuxie unbequemer Sitzbank sehr gut. Die Fahrt und die frische Luft brachten mir dann auch eine sehr ruhige Nacht ein.

Am Tag darauf ging es dann auch schon wieder früh los. Gegen zwölf sass ich wieder auf Tuxie. Bei starkem Regen und echtem Sturm. Sehr unangenehm. Eine Woche früher hatten wir noch bestes Wetter mit Sonnenschein pur. Naja, es ist halt Winter und es könnte schlimmer sein.
Ich wollte bei Tageslicht zurück sein, leider verfuhr ich mich aufgrund diverser Sperrungen mehrfach so das ich für die Rückreise über 6 Stunden unterwegs war. Mir tat der Po sowas von weh. Leider gibt es von der Rückfahrt keine Fotos da ich die Kamera in den Tüten verbummelt habe (sie ist wieder aufgetaucht). Das Wetter auf der Fahrt war grauenhaft. Dauerregen und sogar ein Abschnitt auf der Landstrasse wo mich Starkregen mit Gewitter überraschte. Sehr unangenehm. Das Regenzeug hielt lies die Klamotten aber trocken. Lediglich die Schuhe und auch die Lenkerstulpen sind nass (und damit auch die Handschuhe).

Nichtsdestotrotz freue ich mich schon auf meine nächste Tour nach Leer, denn trotz langer Fahrt und Po-Aua macht es einfach nur Spass unterwegs zu sein und Land und Leute zu entdecken. Vorbei kam ich an einem Wasserschloss, an vielen Windmühlen, Feldern auf denen der Raps steht, Seen, Kanäle und Wäldern. Man erlebt soviel bei so einer Fahrt das man eigentlich immer Kamera mit GPS und Diktiergerät anhaben müsste um nichts zu vergessen.
Der Gesamteindruck bleibt jedoch und dieser war wiedereinmal durchweg positiv.
Und bei Spritkosten von 13,96€, statt 2 Niedersachsentickets für je 25€, habe ich wieder kräftig einsparen können.
Karte Rückweg: http://g.co/maps/f67cj

Gute Fahrt wünschend,
der Micha