Veränderungen am Möp

Moin.

Der Topcaseträger am Möp ist irgendwie ne Fehlentwicklung.
Da der Tankeinfüllstutzen sehr weit hinten liegt, muss leider das Topcase auch weit nach hinten raus ragen. Was leider bei dem grossen Topcase zur Instabilität und grosser Hecklastigkeit führt.
Die Halterung ist allerdings viel zu dünn und biegt sich schnell durch.
Die Folge war/ist dann das es mittlerweile etwas schräg nach links ragte und ausserdem das Rücklicht zu sehr abdeckt.

Gefällt mir nicht und muss weg.
Ausserdem musste das Windschild dran und was noch viel wichtiger ist, meine Smartiehalterung.

Die 12Voltdose fehlt noch. Ich hatte auf die Schnelle noch keinen Einfall wie ich sie am besten anbringen kann.
Wegen dem Topcase muss ich mir noch was einfallen lassen. Irgendwas zum Transport brauche ich am Möp.
Die Satteltaschen sind ja leider hinüber und bei Polo auch weiterhin nicht im Programm.
Schade.

Lieferung fürs dampfen eingetroffen und seit gestern wieder mobil

Moin.

Ich bin hundemüde und habe Halsschmerzen weil ich tiefgefroren in der Nacht nach Hause kam.
Aber alles der Reihe nach.

Mein Freund und Dampferkollege hat sich einen reinen E-Roller bestellt.
Das Ding macht gut was her und läuft bei den ollen Chinesen bereits seit 2 Jahren auf deren Strassen.
Mit der Version 2 wurde nun auch der europäische Markt beliefert,  womit auch die ersten Kinderkrankheiten beseitigt wurden.
Ich stelle das Gerät noch genauer vor, wenn ich wieder bei ihm bin.
Dadurch das er nun einen neuen Roller bekommt, überlässt er mir den seinigen für wenig Geld. Er weiß das dieser in gute Hände kommt und ich mich sorgfältig drum kümmere.

Und so kam es denn das ich mich zu ihm bringen liess und die 65KM am Abend auf meinem neuen Schätzchen nach Hause fuhr. Theoretisch.
Praktisch wurde ich dorthin gebracht und wir machten uns erst einmal über unser Dampfzeug her.

Ich bekam meine bestellten Flachdrähte und eine Box mit acht verschiedenen industriell gefertigten Wicklungen. Er bekam seine Tüte mit 10ml Flässchen zum anmischen von neuen Aromen.

Danach wurden dann die Papiere und Schlüssel für das Möp übergeben und ich war wieder glücklich.

Wir gönnten uns einen entspannten Spätnachmittag mit Pizza und Nudeln, bevor ich mich dann um halb acht auf den Weg nach Hause machte.
Das „Möp“ habe ich mit Kilometerstand 12331 übernommen.
Es war wegen jeder Kleinigkeit in der Werkstatt und ist nicht zu Tode geschraubt worden.
Die Keeway Easy 50 ist ein Zweitakter mit Öltank und zieht die Berge mit 55KM/h hoch. Bei ~60KM/h ist allerdings dennoch Schluss. Da greift die CDI, was auch vollkommen okay ist und sich damit bereits in der Illegalität befindet obwohl nichts an dem Möp verändert wurde.

In anderthalb Stunden sollte die Fahrt dann glücklich ausgegangen sein. Theoretisch.
Praktisch muss man dafür die richtige Bahn nehmen und wissen wo man hin will wenn man keinen Navi benutzt.
Letzteren konnte ich leider nicht in dem Möp anbringen, da keine Halterung vorhanden war. Ich hatte zwar die Tage vorher dran gedacht das mir eine Armtasche vielleicht helfen könnte, aber leider kam ich nicht dazu eine zu kaufen.
Ein grosser Fehler den ich da beging, denn die Fahrt endete nicht Abends um neun Uhr, sondern Nachts um halb drei.
Ich habe mich nicht nur total verfahren, sondern fuhr auch noch in die falsche Richtung. Das passiert halt wenn man jahrzehntelang nur noch mit Navi fährt.
„Früher“ wäre mir das nicht passiert. Da wusste ich immer in etwa die grobe Richtung. Wird Zeit mal wieder ohne Navi zu fahren.

12505 KM bedeutet, dass ich für eine Strecke von 60KM, schlappe 174KM verfahren habe.
Ich bin ja so ein Heldenkind. Und das nur weil keine Handyhalterung dran war.
Aber was noch schlimmer ist: Ich hätte mich per Ansage leiten lassen können, denn den Kopfhörer hatte ich in meiner Geldbörse dabei.
Das fiel mir aber erst drei Tage später auf.

Nicht nur das mir nach den Stunden der Po schmerzte, war mir vorallem schweinekalt denn auf eine Nachtfahrt war ich nicht vorbereitet.
Ich fuhr mit meinen einfachen Rollerklamotten. Sprich Mopedjacke, Jeans und natürlich keine zwei Paar Socken. Nur die neuen Handschuhe habe ich schonmal testweise probiert. Gottseidank hielten sie wenigstens etwas warm, obwohl es Sommerhandschuhe sind … und ebenfalls gottseidank hat Petrus mich mit dem Unwetter verschont welches in der Nacht begann als ich bereits zuhause war.
2 Grad über Null UND Regen hätte mich wohl mit Lungenentzündung ins Krankenhaus gebracht.

Das Möp hat jedenfalls sehr gut durchgehalten und als Zweitakter hat sie auch genug Wumms.
Ungetunt fährt sie knappe 60KM/h. Mir ist das genug.

Ein 48Liter Topcase habe ich nun auch wieder, aber die Halterung taugt nichts. Die muss ich verstärken.
Jedenfalls bin ich nun endlich wieder mobil und kann meine Fahrstunden erreichen.

Zuhause war es gottseidank gut durchgeheizt und ein heisser Kaffee brachte meine Lebensgeister wieder zurück, aber ich zitterte noch 2 Stunden später fröhlich vor mich hin.
Die Quittung: Etwas Halsschmerzen und eine leichte Erkältung.
Hätte schlimmer ausgehen können, denn unterwegs bekam ich leichte Panikanfälle als ich mit sich leehrendem Tank ohne Tankstelle in Sicht und einem Smartie mit leerem Akku kilometerlang auf der Landstrasse unterwegs war ohne zu wissen wo ich auskomme, oder ob ich weiterhin ins Nirvana fahre.

Allzeit gute Fahrt wünscht euch,
der Micha

Von gerissenen Satteltaschen zu einem Topcase als Notbehelf

Moin,

es passiert einfach zuviel (nervendes) in meinem Privatleben, als das ich meine Blogs regelmässig füttern könnte.

Der Urlaubseintrag konnte nicht weiter geführt werden, meine Nähmaschine staubt beinahe zu und ansonsten viel Chaos, was sich langsam lichtet.
Nunja, es gibt halt sone und sone Zeiten. Das kennt jedeR.

Zu meinen derzeit stattfindenden Nähtreffs in privater Runde, mussten meine Packtaschen einiges aushalten … was sie letztlich nicht überlebten.
Sehr schade, denn ich finde sie einfach nur extrem praktisch.
Mehrfach habe ich schon die Riemen geflickt, doch diesesmal war es dann entgültig Ende.
Die rechte Tasche riss an den Riemen komplettt aus.
Erfreulicherweise direkt vor der Einfahrt in die Abstellkammer (Garage kann man das ja aufgrund der Grösse nicht nennen).

Polo hat derzeit die Satteltaschen mal wieder nicht im Sortiment und es ist Jahr für Jahr fraglich ob sie sie wieder anbieten, also blieb mir nichts anderes ürbig als zumindest ein Topcase aufzusetzen.
Gefunden habe ich eines bei ebay-Kleinanzeigen.
Der Preis war gut (23€ inkl. Versand) und somit war das Geschäft schnell gemacht.

Als ich die Ware (von privat) erhielt, war ich doch verblüfft das es sich um einen unbenutzten Artikel handelte.

Aber wie das so ist im Leben folgt auf die Freude die Ernüchterung.
Die Bodenplatte ist unsauber geschweisst, so dass der hintere Schraubendurchlass 5mm zuweit vom Gewinde steht.
Das Topcase wurde somit „nur“ mittels der beiden Schrauben links und rechts vorne befestigt. Was kein Problem darstellt, da es dadurch nicht an Stabilität einbüsst.

Als ich das Topcase einklinken wollte, war das Problem schon grösser, denn da der Riegel der Bodenplatte nicht zum Einlass im Topcase passt.
Irgendwie sind also da zwei verschiedene Teile zueinander in den Karton gewandert.
Eine kurze Testfahrt ergab dann auch, dass sich die Verriegelung löst und mir das Topcase (gottseidank erneut vor der Garage) wieder runter fiel.
Glück im Unglück denn im Strassenverkehr hätte das böse enden können.

Was tun?
Nun … selbst ist der Mann … welcher seinen Bohrer und längere Schrauben nahm und das Topcase nun fest mit der Bodenplatte verschraubt hat.

Mir fehlen dennoch Taschen für das Ganze Drum und Dran was ich so mitschleppen muss, aber erst einmal muss das so reichen.
Halten wird es allemal.

Auf besseres Wetter hoffend (da ich den Vergaser reinigen und neu einstellen muss),
der Micha

Kälte und Regenschutz auf dem Moped

Mein Fahrzeug hat lediglich zwei Räder und damit bin ich ganzjährig unterwegs, was Dank Winterbereifung auch kein Problem ist.
Ein Problem ist allerdings kalter Wind und Regen. Die Hände leiden im Winter doch arg.
Der Zubehörhandel hat für dieses Problem sogenannte Lenkerstulpen, welche hier gut zu sehen sind


Dummerweise haben selbige von meinem Hersteller einen langen Schnitt auf
der Unterseite, damit man um die Kabel herum kommt. Die Idee ist nicht
falsch gedacht, aber falsch ausgeführt da dadurch von unten eisig kalte
Luft und Nässe in die Stulpe kommt. Wunderbar entlang der Fingerkuppen
und des Handballen, so das die meiste Wärme wieder zunichte gemacht
wird.


Ich habe mir nun überlegt das ich eine Klappe darüber legen möchte die
in Fahrrichtung festvernäht ist und nach hinten per Klettband
geschlossen wird.
Einfacher Stoff geht aber nicht da es ja Wasserbeständig sein muss.
Reste einer Teichfolie, die ich von den Nachbarn hatte, wurde von mir
als „gute Idee“ auserkoren.
Ich schnitt ein Viereck aus und nähte es in Fahrtrichtung fest. Der
erste Versuch ging daneben da ich einen Geradestich benutzte und damit
lediglich die Folie trennte. Danach nahm ich einen Zickzack, welcher
dann auch beides fest zusammenbrachte.
Auf die andere Seite des Schnittes klebte ich die Filzseite des Klettbandes (selbstklebend) fest.


Um nun den exakten Punkt für das Klett-Gegenstück auf der Teichfolie zu finden, legte ich es auf …


zog die Folie ab, drückte die Folie darauf und nahm beides wieder ab.


Zur Sicherheit habe ich dann beide Klettstreifen noch mit einer einfachen Naht versehen. (Auf dem Foto nur an dem Filz-Klett)


Die zweite Stulpe musste von mir nochmals aufgetrennt werden, da ich die Klappe in falscher Richtung festnähte.
Naja, ich bin halt Anfänger.

Das meine Maschine soviel Material unter das Füsschen bekommt war eine
Sache die mich freute. Das selbige das Material auch noch nähte fand ich
dann doch beeindruckend. Beim nähen musste ich stark ziehen damit das
Material überhaupt vorwärts transportiert, so fest war es darunter.
Ein bisschen Bammel hatte ich vor einer brechenden Nadel und deren
Splitter … aber eine Ledernadel habe ich nicht (sonst habe ich glaube
ich alle Nadeln). Kurz dachte ich darüber nach ob ich eine Jeansnadel
nehme, entschied mich dann aber für die ab Werk verbaute Universalnadel,
welche dann auch ihre Arbeit verrichtete.

Mein Oberfaden ist mehrfach gerissen da er sich am Klett verfing und bis
ich wirklich gerade, gleichmässige Nähte hinbekomme wird es noch etwas
dauern, aber Spass macht es ohne Ende.

Als nächstes muss ich endlich mal meine ebook-Reader-Hülle fertig machen …