Schnittmustermix mit Wachstuch „Versemmelte freie Schnauze“

Moin liebe Liebende.

Zwei Tage habe ich gekämpft, überlegt, genäht, getrennt und letztlich doch halbwegs versemmelt.
Etliche Male habe ich schon Wachstuch, Reissverschlüsse und Böden ge- und vernäht, aber dieses Mal stand ich mir selber vollkommen im Weg.

Ich habe so einen schicken Wachstuchrest ergattert und dachte mir das ich daraus einen SCHICKEN Kosmetikbeutel für meine Ex schneidern könnte.
Soweit die Theorie.
Für die Innentasche hatte ich mir einen Reststück beschichtete Baumwolle vom Schweden hingelegt.

Frisches Gurtband und mehr hatte ich mir schon letzten Monat kommen lassen.

Nachdem ich eine Vielzahl Schnittmuster durchforstet hatte, habe ich mir einen Teil für das Gurtband abgeguckt. Reissverschluss und Boden wollte ich frei Schnauze machen.
Die Beschreibung für das Gurtband war mehr als dürftig, also habe ich es auch hier frei interpretiert (am Ende ist man schlauer).

Die Verschlussschlaufe habe ich viel zu lang gelassen.
Wie gesagt ist man Ende schlauer.
Wachstuch hat halt den Nachteil das man Nähfehler nur einmal machen kann.
Nunja. Dran ist dran.

Beim Reissverschluss ging zwar theoretisch alles gut … allerdings habe ich ihn bis zum Ende vernäht, so dass er sich nicht mehr umklappen liess. Ich Heldenkind.

Am Boden habe ich mir dann aber so richtig einen abgebrochen da ich ihn breit nähen wollte, mit umgeschlagenen Ecken.
Theoretisch smile

Kurzum: Es war ein Drama.
Mein Fehler: Falsch eingeschnitten und nur durch Trickserei zu retten.
Als UFO wollte ich es aber auf keinen Fall ablegen und somit fummelte und friemelte und fluchte ich zwei Tage lang.

Alles in allem. Brauchbar für mich.
Als Geschenk: Geht gar nicht.

Maschine aus.
Nun gehe ich Wäsche aufhängen.

Sonnige Grüße,
der Micha

Zu den Strickbeuteln gesellt sich eine Nadelrolle

Meine Freundin (nicht Partnerin) hatte sich eigentlich eine Nadelrolle für ihre Stricknadeln gewünscht.
Hatte ich noch nie gemacht und auch ein wenig Bammel davor.
Aber hilft ja nichts. Ich kann ihr ja nicht als Alternative zehn Strickbeutel zum Burtzeltach hinlegen. Sie „liebt“ mich zwar, aber so sehr dann wohl doch wahrscheinlich eher nicht. *kicher

Also ran ans Werk.
Erst einmal ein freies Schnittmuster gesucht.
Ich entschied mich für eines von namensbänder.de.

Die Anleitung ist simpel, schaut gut aus und liess sich letztlich auch halbwegs gut umsetzen.
Einiges war unklar, aber mit ein wenig Tüftelei ging es dann doch.
Da es nicht in der Anleitung steht: Ich habe 25cm Gummikordel genommen, von der ich 6cm nach aussen überstehen liess.

Auch hier präsentiere ich dieses Mal nur die fertige Version.
Nicht weil ich euch nicht teilhaben lassen möchte, sondern weil ich Stress mit meinem PC hatte, der die Bilder der Zwischenschritte einfach so gefressen hat. Der Schlumpf *rumnörgel

 

Auch hier wieder … nur ein schwarzes Schaf im Projekt. smile

Ich hoffe sie gefällt.
Doch fertig ist ihre Geschenkekiste damit noch nicht. Ist ja schliesslich die beste Freundin … ausserdem nullt sie. *verrat :P

Sch(l)afträumende Grüße sendend,
der Micha

Die Geschenkekiste wird durch einen weiteren Strickbeutel gefüllt

Nachdem pattydoos Kulturtasche einer Zweckentfremdung zugeführt wird, musste noch ein grösserer Beutel her, damit meine weltbeste und allerälteste Freundin ihr Strickzeug problemlos durch die Republik mitnehmen kann, wenn sie wieder mal unterwegs für die
Johanniter-Unfallhilfe ist.

Ich mache es diesesmal auch kurz, denn ihr kennt die Herstellung ja schon.

Meine Bügeleisensohle habe ich mir mal wieder mächtig versaut, da ich vergass Backpapier aufzulegen bevor ich es auf die Schabrakke auflegte.
Nunja, ist schon beinahe wieder ganz sauber. smile

Mächtig ist es jedenfalls geworden und EIN schwarzes Schaf habe ich auch hier wieder plazieren können.

Unfassbar wie kreativ ich wieder bin, seitdem ich den Energiesaugern den Rücken gekehrt habe.

Wollige Grüße sendend,
der Micha

Die Einbringung der zweiten Version von „der Steg“ in einer „Casablanca“

Moin meine lieben LeserInnen,

nachdem ich nun gestern die beiden Freihandstickereien präsentieren konnte, blieb ja die Frage offen wie man eine dermassen gewellte Freihandstickerei „unterbringen“ kann.

Darüber habe ich mir eine Woche einen Kopf gemacht, viele Ideen ausgebrütet und wieder verworfen.
Darunter auch die Idee dieses für eine Stricknadelrolle/Stifterolle zu verwenden. Ja sogar als Aussenstoff für eine Geldbörse dachte ich nach.
Von der Biegung her wäre das schon gegangen, aber so oder so hätte man kaum bis nie das Ganze gesehen und DIN A4 ist auch nicht gerade das kleinste wenn man zum Beispiel an eine Geldbörse denkt.

Da wir aber nicht nähen, sticken, stricken oder häkeln um es dann in einer Innentasche verschwinden zu lassen, musste etwas anderes her.
Die Frage war halt nur was. Eine Taschenklappe wurde als gute Anregung von Pia René gepostet, aber auch mit viel Hin und Her halten, überlegen, vorzeichnen und Schnittmusteranschauungen kam ich nicht auf einen geeigneten Nenner für die Umsetzung.

Da ich mir die ersten beiden Bücher „Tolle Taschen …“ gekauft hatte, nahm ich sie mir zum stöbern mal wieder vor und blieb dann bei der „Beuteltasche Casablanca“ hängen.
„Ja, damit könnte es gehen wenn ich Hier und Da etwas verändere.“

Eine Menge Schnittmusterteile waren vorzubereiten und mein Buttinette-Rollschneider brachte mich wieder einmal an den Rand der Verzweiflung. Ich habe auch einen von Snaply der etwas besser ist, aber letztlich bin ich mit den Rollschneidern insgesamt nicht zufrieden. Nach ein paar Einsätzen werden mir die Klingen zu schnell stumpf- Das ist mir zu teuer, das nervt.

Okay, irgendwann war der Stapel Gewebe und Vlies dann auch mal fertig und entsprechend der Auflistung im Buch beschriftet.
(Sonst blicke ich da im Nachhinein nicht mehr durch). smile

Ich benutze übrigens für Taschen Schabracke und (auf den Bildern nicht zu sehen) Bodenwischtücher vom „Tedi“.

Nachdem Oberstoff, Mittelstreifen und Innenstoff vernäht waren ergaben sich bei mir doch ernste Zweifel an meiner Farbwahl ;)

Doch wie und wo arbeite ich nun die Freihandstickerei ein?
Irdendwie muss das Ding auf oder hinter den Oberstoff. Allerdings so, das man meinen Stickfehler nicht mehr sieht und es sich beim tragen möglichst nicht total „verknittert“.
Als ich es auflegte konnte ich mir die Umsetzung erst einmal so gar nicht vorstellen.
Wie soll das halten? Was mache ich mit den Falten?

D R A M A

 

Ich entschied mich dann es als hinterlegtes Bild einzusetzen.
Was aufgrund der (Ver)Zugkraft alles andere als einfach war.
Ausserdem hatte ich Bammel das es nachher schief sitzt. Also wurde wieder getüftelt, fest geklemmt, markiert, verworfen und neu überdacht.
Doch die Zeit der Präsentation rückte näher und ich musste es nun einfach darauf ankommen lassen.

Das schaut zwar nun locker und als einfache Lösung aus, war es aber ganz und gar nicht.
Ein bisschen stand ich mir dabei auch mal wieder selbst im Weg, aber der Neueinstieg ins Nähen und Sticken ist halt dann doch nicht so einfach wie man meint.

Nun. Einmal drin war jetzt eh nichts mehr zu ändern und ich vollendete die Tasche (bei der mir weitere grobe Fehler unterliefen).
Notiz an mich: „Lesen, nochmal lesen, verstehen, darüber nachdenken und dann erst Nähen!!!“ *Kopfditsch

Warum sich der Reissverschluss bei der Innentasche trotz mehrmaligem messen, markieren, nachmessen und korrigieren dennoch an der falschen Stelle befindet wird sich mir definitv für alle Zeiten verschliessen. Ich weiß nicht was da falsch lief. Ich kann nur sagen das es vielleicht schon ein wenig spät in der Nacht war.

Die Tasche nahm, trotz weiterer Fehler, nun Gestalt an und war beinahe fertig …

Vorgesehen ist am Ende das einschlagen von 4 Ösen und dem Durchlauf einer Kordel mit Stoffquasten.
Ich finde das auf dem Bild im Buch zwar sehr schön, aber ich habe mit den Metallösen schon zu oft alles versaut (gingen wieder auf oder rissen aus) so dass ich mich nicht daran getraut habe.
Aber offen lassen wollte ich sie auch nicht.
Ein Reissverschluss hätte mir gefallen … aber dafür war es nun zu spät … *überleg *grübel …
Es dauerte einen weiteren Tag bis ich mich entschloss ein Knopfloch zu nähen und somit die Tasche schliessen zu können.

Vorweg übte ich aber erst noch einmal mit und ohne Unterlegfaden.
(Das üben war eine gute Idee!)

Wie so oft machte das automatische Schneidemesser der W6 mal wieder Probleme und ich hatte bei dem Projekt drei Mal die Stichplatte ab um die Maschine wieder gangbar zu bekommen.
Ich weiß nicht wie das bei den neuen Modellen gelöst wurde (oder ob sich da überhaupt etwas geändert hat) aber das Messer ist eines der grössten Schwachpunkte der W6 Maschinen.

Man sieht auf dem Bild dass das Messer die Fäden „gefressen“ hat und damit weiteres Arbeiten verhindert.
Vorsichtig alles ausbauen, auspinseln und absaugen, dann läuft es in der Regel wieder.

Nun hatte ich dann irgendwann mein Knopfloch auf der Rückseite der Tasche (als Schutz gegen das öffnen von vorne durch Taschendiebe), aber mein Knopfproblem war immer noch nicht gelöst und viel Zeit hatte ich auch nicht mehr.
Somit holte ich mein Lieblingsmoped aus der Abstellkammer und fuhr in die Stadt.
Die Aussentemperaturen hatte ich dabei arg unterschätzt und kam bei der Wollperle in Osnabrück mit eisekalten Händen an.
Aufgrund der grossen Auswahl (neben Wolle) an Knöpfe war ich mir sicher das ich dort etwas finden würde.
So war es auch. Allerdings war ich über den Preis von 2,95€ für einen dooVen Knopf mal wieder geschockt.
Ich muss mich mal kundig machen wie ich selber zu ein paar Kilo „Mischware“ komme, damit mir so etwas nicht wieder passiert.

Entschieden und per Hand angenäht habe ich mich dann für diesen hier …

Sooo … damit ist das Projekt Endlich-Wieder-Freihandsticken mehr oder weniger erfolgreich durchlaufen und ich habe jede Minute, trotz Gefluche und Rückschläge genossen.

Hier noch einmal die Beuteltasche nachdem sie ihre erste Befüllung (bis oben hin) beim Aldi erhielt.

 

Und damit verabschiede ich mich erst einmal in das nächste Projekt, welches rein zeitlich auch schon hart an der Grenze ist.
Verstickte Grüße sendend,
der Micha

PS für die liebe Pia René:
So leid es mir tut werde ich wohl auch beim Osterprojekt in Monat-für-Monat nicht teilnehmen können. Bitte halte es dennoch bei, damit ich dann doch einmal teilhaben darf.

Geburtstagsgeschenke Teil Zwei sind auch fertig geworden

Moin ihr Lieben,

bis zum elften hätte ich noch Zeit gehabt, aber ich bin froh schon fertig zu sein.
Somit kann ich mich nun entspannt zurück legen, da ich keine weiteren Geburtstagsgeschenke nähen „muss“.

Den Strickbeutel und Loop hatte ich euch schon vorgestellt.
Hinzu kam dann heute noch das 50x50er Kissen mit Hotelverschluss sowie einem Füllkissen mit Entfenfedern aus Ikea, damit sie sich beim stricken gemütlich in die Couch kuscheln kann und die kleine ITH-Geldbörse, damit sie immer Geld für neue Wolle und Nadeln sparen kann (oder sie geht damit in die Oper). ;)

Kreative Tage wünschend,
der Micha

Von Inas Kosmetiktasche zu Angies Strickbeutel

Moin ihr Lieben,

ich weiß gar nicht wie ich das beschreiben soll.
Vor Kurzem stiess ich in Angies Blog auf eine vergrösserte Variante der tollen Kosmetiktasche von Ina.
Da diesen Monat ein paar meiner Exen Geburtstag haben und eine davon strickt, bot sich diese neue Variante an, ein Geschenk zu werden.
Angie war dann auch so nett und hat die vergrösserten Maße in ihrem Blog nachgetragen.

Nun musste nur noch passendes Gewebe her.
Die strickenden Schafe habe ich nirgendwo anders als bei dawanda gefunden.
Die sind mir aber zu teuer.
Andererseits passen Schafe so toll zum stricken.
Ein Besuch in Tedox brachte dann aber doch einen Teilerfolg.

Die Schafe eignen sich für das Vorhaben, das andere Gewebe ist für eine andere Ex, mit der ich meine Vorliebe für PCs und Elektronik verbinde.
Mal schauen was mir dazu noch einfällt ausser einem Peanut.

Jedenfalls war ich die letzten zwei Tage sehr fleissig.
Vorallem mit dem Nahttrenner. Ich glaube das ich all das einmal falsch gemacht habe, was man dabei falsch machen konnte.
Heute früh war die Nacht zwar sehr vorzeitig beendet und ich habe mich danach intensiv um den Nähmaschinen-Support gekümmert, aber das ich dermassen unkonzentriert bin, dass ich nicht einmal dann schnalle dass die Ausrichtung des Musters falsch ist, obwohl ich genau darauf starre, fand ich dann doch sehr erschreckend.
Beim dritten Mal auftrennen des Reißverschlusses war ich dann auch kurz davor dass Ganze in die Ecke zu pfeffern, zumal auch das Gewebe die ständige Trennerei nicht so toll verkraftet.

Aber hilft ja nichts. Wenn man sich so dusselig anstellt wird es Zeit dass man wieder öfter an der Maschine sitzt, damit wieder Routine einziehen kann.

Das ständige ausbügeln der Nähte und der Kellerfalten war heute auch nicht gerade die Arbeit die mir wirklich Spaß machte, aber ich wollte wissen wie das aussieht und ob ich damit ein schönes Geschenk für Elke habe.

Gestern war ich mit Elke übrigens noch in der Stadt bummeln.
Bei Tedox, in der Wollperle, dem L‘ Artist und letztlich bei Ikea.
In der Wollperle habe ich mich „hinterrücks“ auch ein wenig kundig getan was man an Nadeln und Garne verwendet. Ausserdem konnte ich noch ein Heft mit Strickanleitungen von Lana Grossa günstig erwerben.
Elke hat sich eine Sockenwolle und kurze Design-Holz-Sockennadeln von Lana Grossa mitgenommen, nachdem uns die Damen beraten haben.
Ich hoffe das beides ihr Wohlwollen findet, denn ich wollte ihr dann andere Nadeln und weitere Wolle in die Tasche packen.

Da ich ja selber das stricken anfange … ich kann nun den Laufknoten und kämpfe mit den ersten Maschenanschlägen smile … ist die Materie mir nun auch etwas näher.
Eine entsprechende Tasche muss also nochmal genäht werden … im Micha-Stil.

Angies Strickbeutel bekam von mir noch einen kleinen Henkel eingenäht, damit man sie besser transportieren kann.
Richtig durchdacht war das nicht, weil er sich leicht verdreht, aber zum tragen reichts.

Jedenfalls konnte ich erstmal meine beiden Wollknäuel und die Nadeln zum zeigen und testen in die Tasche reinlegen.
Noch ein Sockenpaar dabei, damit man eine Vorstellung von der Grösse hat und Voila … mir gefällts.

Geschlossen macht sie auch noch einen guten Eindruck und es kann nichts raus fallen.

Im Gegensatz zu Angie, habe ich meine Schafe nach aussen gepackt, weil mir das Motiv wichtiger war als der Effekt wenn sich die Kellerfalten öffnen.

Sobald es wieder regnet geht es dann an die Micha-Strick-Tasche. smile

Klappernde Nadeln wünschend,
der Micha

Nachtrag aus Angies Blog (damit ich die Maße nicht vergesse):
Hier also die verwendeten Maße für die einzelnen Schnittteile.
In allen Angaben ist 1cm Nahtzugabe bereits enthalten.

Für die Außentasche:

10 Streifen 7 cm breit und 27 cm hoch vom Hauptstoff
8 Streifen 7 cm breit und 27 cm hoch vom Stoff für die Kellerfalten
2 Streifen 27 cm breit und 7 cm hoch
(es entsteht ein geringer Überstand, den ich NACH dem Nähen abgeschnitten habe)

Für die Innentasche:

2 x 27 cm breit und 32 cm hoch vom Hauptstoff
2 x 27 cm breit und 32 cm hoch Vlieseline

Ein Reißverschluß 25 cm.

PC-Tablethülle – Mein Freund der Nahttrenner — aber gegen Unfähigkeit hilft er auch nicht

Moin Ihr Lieben.

Die Tage war ich unter anderem mit zwei PC-Tablethüllen beschäftigt.
Eigentlich eine leichte Sache.
Obermaterial, Futter, Innenmaterial, umschlagen, zunähen, wenden, fertig.
Soweit die Theorie, aber ich wäre ja nicht ich wenn das genauso funktioniert hätte.
Neneee, ich mache da lieber eine Wochenbeschäftigung draus und verbauche Material über Material.

Statt es aus Baumwolle zu machen, musste ich unbedingt mit Kunstleder arbeiten.

Doofe Idee, wenn man planlos ist.

Zunächst einmal Zuschnitt und Mittenmarkierung mit Kreide anzeichnen um die gedachten Stickereien setzen zu können.

Das Kunstleder bitte niemals in den Stickrahmen einspannen, damit es keinen Rahmenabdruck bekommt, den man kaum mehr raus bekommt.

Mittig liegt nun die Schablone. Soweit so gut … aber … ;)

Nachdem die Maschinenstickerei fertig war (ich habe mit Jeansnadel gearbeitet), habe ich erneut ausgemessen und die Ränder zurück geschnitten. Ganz dumme Idee, wenn man nur eine Seite zurückschneidet.

Jedenfalls habe ich dann erst einmal rechts auf rechts gelegt und nach dem Wegschnitt, den Einschub zusammen genäht.

Als ich dann wendete (den meisten war schon klar was passiert ist), wurde mir dann auch mal klar warum man etwas nicht nur einseitig wegschneidet, wenn man einE Mittenmuster/Mittenstickerei hat.
Ich Depp.

Naja gut … die Klappe ist zu breit, die Stickerei versetzt … alles doof.
Bleibt aber nun meines und wird eingesetzt, obwohl ich zu allem Überfluss auch noch das Volumenvlies vergass.
Okay, beim Nächsten wird alles besser.
Dachte ich zumindest … aber … … …

Also holte ich mir tagsdrauf das grüne Kunstleder raus, für eine Hülle die eine meiner lieben Exen erhalten soll.
Ausgemessen, zusammen gelegt, geprüft, Zentrierung für die Stickereien aufgebracht und los ging es.

Die Maschine und das Garn zickte fröhlich vor sich hin.
Ein Fadenriss, beziehungsweise eine Aufzwirbelung des Fadens nach dem Nächsten hatte ich zu verbuchen.
Nervig.

Nach einer intensiven Reinigung und Nadeltausch lief es dann besser.

Bei dem Projekt hatte ich mir eine neue Stickdatei besorgt, die ich erst einmal Probestickte um zu sehen, wo welche Farbe hin kommt und wie es aussieht. Sehr zeitintensiv, aber ich finde es sehr hübsch.

Bis hierhin war es nun erst einmal geschafft, was dann folgte war eine Katastrophe.
Ich hatte unglaublich viele Probleme mit dem ausmessen und vernähen des Innenfutters mit eingesetztem Vliesersatz.
Mal wurde es krumm vernäht. Mal war es zu schmal geworden, mal zu lang, mal krumm … der Nahttrenner war im Dauereinsatz.
Und weil man nicht immer wieder auftrennen, vernähen, auftrennen und wieder vernähen kann, hat mich der Wahnsinn zwei Inletts in die Tonne werfen lassen. Okay, hilft ja nichts. Es muss ja passen.
Die Unterlage meiner Overlock musste ich übrigens wieder wegnehmen, weil die Maschine darauf nicht genug Halt hatte und mir beinahe vom Tisch gehüpft wäre. Nachdem sie auf der Holzplatte stand, war dann damit alles wieder gut.

Letztlich habe ich dann einen anderen Innenstoff nehmen müssen, weil mir das Gewebe ausging.
Stoffe kann man halt nicht genug haben … und nun müsste ich mal wieder neuen kaufen. *kicher

Beim zusammennähen habe ich es dann geschafft und meinen besten Freund erneut in den Dauereinsatz geschickt.
Mal habe ich die falsche Seite genäht, mal habe ich schräg genäht (trotz Obertransportfuß), mal war ich zu niedrig (wozu habe ich mir eigentlich Markierungen gemacht?).
Oft genug habe ich die Maschine ausgemacht und einfach mal das Projekt liegen lassen.
Ein Drama.

Trotzdem … man möchte es ja beenden und fertig bekommen, habe ich mich immer wieder dran gesetzt und bin dann auch „fertig geworden. Allerdings musste ich aufgrund der vielen Lagen eine Ledernadel einsetzen. An den Nahtstellen war dann auch mal kurz Handrad angesagt. Irgendwo ist halt auch an meiner Maschine mal Schluß … oder sie hatte einfach keine Lust dieses dilletantische Werk zu vernähen. Ich habe sie trotzdem gestreichelt. ;)

Leider habe ich auch hier zu viel auf Sicherheit gespielt und die Klappe zu knapp bemessen.
Sodass die Stickerei „Carpe Diem“, die eigentlich oberhalb der Schliesse sitzen sollte, nun auf der Rückseite ist.

(Das Schaf hatte ich im Tuchmachermuseum Bramsche gekauft)

Doch damit nicht genug, habe ich einen bösen Denkfehler dabei gemacht und auch die Klappe mit Volumenvlies gefüllt.
Das Ergebnis davon: Die Seiten heben sich.
Da blieb mir nun nichts anderes übrig, als zusätzlich rechts und links weitere Steckschlösser anzubringen.

Wirklich glücklich bin ich weder mit dem einen, noch mit den anderen.
Aber so bleibt es nun und ich hoffe das es ihr trotzdem gefällt.

Jedenfalls habe ich mal wieder viel, sehr viel, daraus gelernt und bin irgendwann mal gerüstet für ein wirklich aufwändiges Projekt. Hoffe ich zumindest.

Also … wenn es auch mal so geht … macht einfach weiter, ärgert euch nicht über den Materialverbrauch und behaltet den Spaß an diesem tollen Hobby. Es macht einfach unglaublich Freude etwas entstehen zu lassen. Rückschläge gehören halt dazu.

Alles Liebe,
der Micha

Als nächstes Projekt, steht nun ein Projekt mit einer Maschinenteststickerei an.
Ich fürchte Böses. smile