Rate mal wo ich bin

Wo ich mich gerade rumtreibe?
Im hauseigenen Ikea Netz, mit dem Tablet. Manchmal kann das Leben doch geil sein.

Heute hatte ich nur einen Kurzbesuch drin, weil ich gleich weiter zum Doc muss. Ein regelmässiger Standardtermin.
Mit Ikea muss ich jedenfalls mal reden, was die sich wohl bei ihren Schliessschränken gedacht haben.
Da pelle ich mich mühsam aus den Klamotten, stopfe alles in den kleinen Schrank und der Helm passt nicht rein.
Wie doof ist das denn bitte?
Im Smörland konnten die den wegen den Kids auch nicht annehmen und bei der Warenausgabe auch nicht wirklich, weil sie nicht auf das Teil aufpassen können. Hallo? Geht gar nicht.
Nach Ikea fahren auch mal Bikergruppen.
Da sollte es für „uns“ zumindest 4 grosse und sichere Spinte geben.

Nichtsdestrotz fuhr ich voll bepackt und mit 2 Kaffee im Bauch, knappe 2 Stunden später wieder los. Nachdem ich ausgiebig das interne WLAN von Ikea genutzt habe (weil mein Tablet keine Sim-Karte hat). Schicke Sache. Nun werden meine Besuche wohl noch länger. (Jajaaa Ikea … ich kaufe auch ausreichend bei euch).

Heute passten in die beiden Satteltaschen
1 Rucksack auf Ikea-Family Card
2 30er Pack Sinnlig Teelichter mit Orangenduft
und 10 frische 35er Krakis.
Ich bin also wieder beinahe voll ausgetattet.

 

Und ihr könnt mich gerne anschreiben und abholen wenn ihr nach Ikea wollt. Alternativ fahre ich auch selber, aber derzeit nur bei halbwegs gutem Wetter. Das ist nicht ungefährlich mit den alten Reifen.
Im Februar habe ich das Geld für neue Reifen und frische Bremsen zusammen … letzteres ist zwar noch okay, aber bei den Kilometern die ich fahre, brauche ich immer das Optimum.
Die Maschine will sich immer noch verschlucken beim Gasgeben, aber ansonsten läuft sie besser als alle anderen Maschine die ich hatte (von Kleinigkeiten abgesehen).
Auf der Landstrasse brachte die Tachoanzeige die 75 zum Vorschein, trotz schrägen Gegenwind.

Sooo … macht es euch hübsch. Ich hoffe darauf das es trocken bleibt, damit ich zum Doc komme.
der Micha

Der Termin beim Doc ergab, trotz Röntgen, kein eindeutiges Erkrankungsbild meines Handgelenkes.
Dieses hatte ich mir vier Wochen zuvor beim vertreiben eines Wildschweinangriffs überdehnt(?). Es waren drei Bachen die uns zusetzten und die ich immer wieder am Kopf von uns stiess, was bei 100Kg/Wild numal seine Spuren hinterlässt.
Zumindest haben sie uns nicht beissen können und sind nach ewig gefühlten 15 Minuten dann wieder in den Wald verschwunden.

 

Der Chirug meinte dass ich eine Handschiene tragen solle.
Woraufhin ich mich dann ins nächste Sanitätshaus aufmachte.
Und siehe da …. haben die doch dort eine restaurierte NSU herum stehen (käuflich zu erwerben), die sie zur Deko und als Werbung bereit gestellt bekamen. Sehr schick.
Eine kurze Anfrage ob ich ein Bild machen dürfe (was die Verkäuferin sehr verwunderte, dass mal jemand fragt) und <<KLICK>>

 

Auf die Handschiene verzichte ich, mangels finanzieller Masse derzeit und hoffe dass es sich einfach nur um eine Stauchung handelt die vorüber geht.

Allerdings macht es mir schon Sorge dass ich mal einen Unfall haben könnte, wonach ich das Handgelenk nicht mehr benutzen könne. Die Folge wäre dass man die Fahrt nicht fortführen kann.
Hmmmm … also doch eine Mitgliedschaft im ACE? Wenn das nur nicht so teuer wäre.
Sorge macht mir das aber schon.
Ich, wie auch ihr, fahre ja nicht nur zum Bäcker mit der Maschine.
Na mal schauen. 

Erstmal die Reifen, die Bremsen, den Vergaser prüfen, die Ventile einstellen und einen Keiler samt Blockiertool als Ersatz besorgen. 

Beste Grüße, 
der Micha

PC-Tablethülle – Mein Freund der Nahttrenner — aber gegen Unfähigkeit hilft er auch nicht

Moin Ihr Lieben.

Die Tage war ich unter anderem mit zwei PC-Tablethüllen beschäftigt.
Eigentlich eine leichte Sache.
Obermaterial, Futter, Innenmaterial, umschlagen, zunähen, wenden, fertig.
Soweit die Theorie, aber ich wäre ja nicht ich wenn das genauso funktioniert hätte.
Neneee, ich mache da lieber eine Wochenbeschäftigung draus und verbauche Material über Material.

Statt es aus Baumwolle zu machen, musste ich unbedingt mit Kunstleder arbeiten.

Doofe Idee, wenn man planlos ist.

Zunächst einmal Zuschnitt und Mittenmarkierung mit Kreide anzeichnen um die gedachten Stickereien setzen zu können.

Das Kunstleder bitte niemals in den Stickrahmen einspannen, damit es keinen Rahmenabdruck bekommt, den man kaum mehr raus bekommt.

Mittig liegt nun die Schablone. Soweit so gut … aber … ;)

Nachdem die Maschinenstickerei fertig war (ich habe mit Jeansnadel gearbeitet), habe ich erneut ausgemessen und die Ränder zurück geschnitten. Ganz dumme Idee, wenn man nur eine Seite zurückschneidet.

Jedenfalls habe ich dann erst einmal rechts auf rechts gelegt und nach dem Wegschnitt, den Einschub zusammen genäht.

Als ich dann wendete (den meisten war schon klar was passiert ist), wurde mir dann auch mal klar warum man etwas nicht nur einseitig wegschneidet, wenn man einE Mittenmuster/Mittenstickerei hat.
Ich Depp.

Naja gut … die Klappe ist zu breit, die Stickerei versetzt … alles doof.
Bleibt aber nun meines und wird eingesetzt, obwohl ich zu allem Überfluss auch noch das Volumenvlies vergass.
Okay, beim Nächsten wird alles besser.
Dachte ich zumindest … aber … … …

Also holte ich mir tagsdrauf das grüne Kunstleder raus, für eine Hülle die eine meiner lieben Exen erhalten soll.
Ausgemessen, zusammen gelegt, geprüft, Zentrierung für die Stickereien aufgebracht und los ging es.

Die Maschine und das Garn zickte fröhlich vor sich hin.
Ein Fadenriss, beziehungsweise eine Aufzwirbelung des Fadens nach dem Nächsten hatte ich zu verbuchen.
Nervig.

Nach einer intensiven Reinigung und Nadeltausch lief es dann besser.

Bei dem Projekt hatte ich mir eine neue Stickdatei besorgt, die ich erst einmal Probestickte um zu sehen, wo welche Farbe hin kommt und wie es aussieht. Sehr zeitintensiv, aber ich finde es sehr hübsch.

Bis hierhin war es nun erst einmal geschafft, was dann folgte war eine Katastrophe.
Ich hatte unglaublich viele Probleme mit dem ausmessen und vernähen des Innenfutters mit eingesetztem Vliesersatz.
Mal wurde es krumm vernäht. Mal war es zu schmal geworden, mal zu lang, mal krumm … der Nahttrenner war im Dauereinsatz.
Und weil man nicht immer wieder auftrennen, vernähen, auftrennen und wieder vernähen kann, hat mich der Wahnsinn zwei Inletts in die Tonne werfen lassen. Okay, hilft ja nichts. Es muss ja passen.
Die Unterlage meiner Overlock musste ich übrigens wieder wegnehmen, weil die Maschine darauf nicht genug Halt hatte und mir beinahe vom Tisch gehüpft wäre. Nachdem sie auf der Holzplatte stand, war dann damit alles wieder gut.

Letztlich habe ich dann einen anderen Innenstoff nehmen müssen, weil mir das Gewebe ausging.
Stoffe kann man halt nicht genug haben … und nun müsste ich mal wieder neuen kaufen. *kicher

Beim zusammennähen habe ich es dann geschafft und meinen besten Freund erneut in den Dauereinsatz geschickt.
Mal habe ich die falsche Seite genäht, mal habe ich schräg genäht (trotz Obertransportfuß), mal war ich zu niedrig (wozu habe ich mir eigentlich Markierungen gemacht?).
Oft genug habe ich die Maschine ausgemacht und einfach mal das Projekt liegen lassen.
Ein Drama.

Trotzdem … man möchte es ja beenden und fertig bekommen, habe ich mich immer wieder dran gesetzt und bin dann auch „fertig geworden. Allerdings musste ich aufgrund der vielen Lagen eine Ledernadel einsetzen. An den Nahtstellen war dann auch mal kurz Handrad angesagt. Irgendwo ist halt auch an meiner Maschine mal Schluß … oder sie hatte einfach keine Lust dieses dilletantische Werk zu vernähen. Ich habe sie trotzdem gestreichelt. ;)

Leider habe ich auch hier zu viel auf Sicherheit gespielt und die Klappe zu knapp bemessen.
Sodass die Stickerei „Carpe Diem“, die eigentlich oberhalb der Schliesse sitzen sollte, nun auf der Rückseite ist.

(Das Schaf hatte ich im Tuchmachermuseum Bramsche gekauft)

Doch damit nicht genug, habe ich einen bösen Denkfehler dabei gemacht und auch die Klappe mit Volumenvlies gefüllt.
Das Ergebnis davon: Die Seiten heben sich.
Da blieb mir nun nichts anderes übrig, als zusätzlich rechts und links weitere Steckschlösser anzubringen.

Wirklich glücklich bin ich weder mit dem einen, noch mit den anderen.
Aber so bleibt es nun und ich hoffe das es ihr trotzdem gefällt.

Jedenfalls habe ich mal wieder viel, sehr viel, daraus gelernt und bin irgendwann mal gerüstet für ein wirklich aufwändiges Projekt. Hoffe ich zumindest.

Also … wenn es auch mal so geht … macht einfach weiter, ärgert euch nicht über den Materialverbrauch und behaltet den Spaß an diesem tollen Hobby. Es macht einfach unglaublich Freude etwas entstehen zu lassen. Rückschläge gehören halt dazu.

Alles Liebe,
der Micha

Als nächstes Projekt, steht nun ein Projekt mit einer Maschinenteststickerei an.
Ich fürchte Böses. smile