Die Einbringung der zweiten Version von „der Steg“ in einer „Casablanca“

Moin meine lieben LeserInnen,

nachdem ich nun gestern die beiden Freihandstickereien präsentieren konnte, blieb ja die Frage offen wie man eine dermassen gewellte Freihandstickerei „unterbringen“ kann.

Darüber habe ich mir eine Woche einen Kopf gemacht, viele Ideen ausgebrütet und wieder verworfen.
Darunter auch die Idee dieses für eine Stricknadelrolle/Stifterolle zu verwenden. Ja sogar als Aussenstoff für eine Geldbörse dachte ich nach.
Von der Biegung her wäre das schon gegangen, aber so oder so hätte man kaum bis nie das Ganze gesehen und DIN A4 ist auch nicht gerade das kleinste wenn man zum Beispiel an eine Geldbörse denkt.

Da wir aber nicht nähen, sticken, stricken oder häkeln um es dann in einer Innentasche verschwinden zu lassen, musste etwas anderes her.
Die Frage war halt nur was. Eine Taschenklappe wurde als gute Anregung von Pia René gepostet, aber auch mit viel Hin und Her halten, überlegen, vorzeichnen und Schnittmusteranschauungen kam ich nicht auf einen geeigneten Nenner für die Umsetzung.

Da ich mir die ersten beiden Bücher „Tolle Taschen …“ gekauft hatte, nahm ich sie mir zum stöbern mal wieder vor und blieb dann bei der „Beuteltasche Casablanca“ hängen.
„Ja, damit könnte es gehen wenn ich Hier und Da etwas verändere.“

Eine Menge Schnittmusterteile waren vorzubereiten und mein Buttinette-Rollschneider brachte mich wieder einmal an den Rand der Verzweiflung. Ich habe auch einen von Snaply der etwas besser ist, aber letztlich bin ich mit den Rollschneidern insgesamt nicht zufrieden. Nach ein paar Einsätzen werden mir die Klingen zu schnell stumpf- Das ist mir zu teuer, das nervt.

Okay, irgendwann war der Stapel Gewebe und Vlies dann auch mal fertig und entsprechend der Auflistung im Buch beschriftet.
(Sonst blicke ich da im Nachhinein nicht mehr durch). smile

Ich benutze übrigens für Taschen Schabracke und (auf den Bildern nicht zu sehen) Bodenwischtücher vom „Tedi“.

Nachdem Oberstoff, Mittelstreifen und Innenstoff vernäht waren ergaben sich bei mir doch ernste Zweifel an meiner Farbwahl ;)

Doch wie und wo arbeite ich nun die Freihandstickerei ein?
Irdendwie muss das Ding auf oder hinter den Oberstoff. Allerdings so, das man meinen Stickfehler nicht mehr sieht und es sich beim tragen möglichst nicht total „verknittert“.
Als ich es auflegte konnte ich mir die Umsetzung erst einmal so gar nicht vorstellen.
Wie soll das halten? Was mache ich mit den Falten?

D R A M A

 

Ich entschied mich dann es als hinterlegtes Bild einzusetzen.
Was aufgrund der (Ver)Zugkraft alles andere als einfach war.
Ausserdem hatte ich Bammel das es nachher schief sitzt. Also wurde wieder getüftelt, fest geklemmt, markiert, verworfen und neu überdacht.
Doch die Zeit der Präsentation rückte näher und ich musste es nun einfach darauf ankommen lassen.

Das schaut zwar nun locker und als einfache Lösung aus, war es aber ganz und gar nicht.
Ein bisschen stand ich mir dabei auch mal wieder selbst im Weg, aber der Neueinstieg ins Nähen und Sticken ist halt dann doch nicht so einfach wie man meint.

Nun. Einmal drin war jetzt eh nichts mehr zu ändern und ich vollendete die Tasche (bei der mir weitere grobe Fehler unterliefen).
Notiz an mich: „Lesen, nochmal lesen, verstehen, darüber nachdenken und dann erst Nähen!!!“ *Kopfditsch

Warum sich der Reissverschluss bei der Innentasche trotz mehrmaligem messen, markieren, nachmessen und korrigieren dennoch an der falschen Stelle befindet wird sich mir definitv für alle Zeiten verschliessen. Ich weiß nicht was da falsch lief. Ich kann nur sagen das es vielleicht schon ein wenig spät in der Nacht war.

Die Tasche nahm, trotz weiterer Fehler, nun Gestalt an und war beinahe fertig …

Vorgesehen ist am Ende das einschlagen von 4 Ösen und dem Durchlauf einer Kordel mit Stoffquasten.
Ich finde das auf dem Bild im Buch zwar sehr schön, aber ich habe mit den Metallösen schon zu oft alles versaut (gingen wieder auf oder rissen aus) so dass ich mich nicht daran getraut habe.
Aber offen lassen wollte ich sie auch nicht.
Ein Reissverschluss hätte mir gefallen … aber dafür war es nun zu spät … *überleg *grübel …
Es dauerte einen weiteren Tag bis ich mich entschloss ein Knopfloch zu nähen und somit die Tasche schliessen zu können.

Vorweg übte ich aber erst noch einmal mit und ohne Unterlegfaden.
(Das üben war eine gute Idee!)

Wie so oft machte das automatische Schneidemesser der W6 mal wieder Probleme und ich hatte bei dem Projekt drei Mal die Stichplatte ab um die Maschine wieder gangbar zu bekommen.
Ich weiß nicht wie das bei den neuen Modellen gelöst wurde (oder ob sich da überhaupt etwas geändert hat) aber das Messer ist eines der grössten Schwachpunkte der W6 Maschinen.

Man sieht auf dem Bild dass das Messer die Fäden „gefressen“ hat und damit weiteres Arbeiten verhindert.
Vorsichtig alles ausbauen, auspinseln und absaugen, dann läuft es in der Regel wieder.

Nun hatte ich dann irgendwann mein Knopfloch auf der Rückseite der Tasche (als Schutz gegen das öffnen von vorne durch Taschendiebe), aber mein Knopfproblem war immer noch nicht gelöst und viel Zeit hatte ich auch nicht mehr.
Somit holte ich mein Lieblingsmoped aus der Abstellkammer und fuhr in die Stadt.
Die Aussentemperaturen hatte ich dabei arg unterschätzt und kam bei der Wollperle in Osnabrück mit eisekalten Händen an.
Aufgrund der grossen Auswahl (neben Wolle) an Knöpfe war ich mir sicher das ich dort etwas finden würde.
So war es auch. Allerdings war ich über den Preis von 2,95€ für einen dooVen Knopf mal wieder geschockt.
Ich muss mich mal kundig machen wie ich selber zu ein paar Kilo „Mischware“ komme, damit mir so etwas nicht wieder passiert.

Entschieden und per Hand angenäht habe ich mich dann für diesen hier …

Sooo … damit ist das Projekt Endlich-Wieder-Freihandsticken mehr oder weniger erfolgreich durchlaufen und ich habe jede Minute, trotz Gefluche und Rückschläge genossen.

Hier noch einmal die Beuteltasche nachdem sie ihre erste Befüllung (bis oben hin) beim Aldi erhielt.

 

Und damit verabschiede ich mich erst einmal in das nächste Projekt, welches rein zeitlich auch schon hart an der Grenze ist.
Verstickte Grüße sendend,
der Micha

PS für die liebe Pia René:
So leid es mir tut werde ich wohl auch beim Osterprojekt in Monat-für-Monat nicht teilnehmen können. Bitte halte es dennoch bei, damit ich dann doch einmal teilhaben darf.

0

Die Auflösung der Challenge – „der Steg“ (Nebelwand) von Stefan Weiss als Freihandstickerei

Moin ihr Lieben,

viel Zeit ging ins Land … und doch war es nur ein Augenzwinkern um das von Stefan Weiss (ZEITBLICK-FOTO) für uns bereitgestellte Bild in eine Freihandstickerei umzusetzen.

Zwei Mal habe ich dieses Bild gestickt … und beide Male war ich nicht zufrieden.
Für ein drittes Mal fehlte mir die Zeit und letzten Endes fehlen mir die unterschiedlichen Stickgarnfarben.
Doch auch wenn die Farben da wären, fällt mir auf das mir die Erfahrung fehlt.

Nun, ich will die Kunst nicht zu sehr schmälern denn letztendlich ist es mir doch gelungen alles in einen vernüftigen „Rahmen“ zu bringen.

Damit ihr nicht zwischen den Artikeln Eins und Zwei hin und her springen müsst, kommt hier also noch einmal die Vorlage die Christiane und ich zur Verfügung gestellt bekamen.

Wie ich ja schon im ersten Artikel schrieb verlor ich beim sticken mit der Zeit das Gesamtbild aus dem Auge.
Somit fiel die erste Umsetzung ein wenig sehr „frei“ aus.
Und nun dürft ihr es also betrachten … meine erste Freihandstickerei nach über zwei Jahren reiner Zeitverschwendung als Supporter für W6-Wertarbeit.

— Zwischenzeile um es wirken zu lassen ;)

Wie schon erwähnt habe ich mich nach diesem Bild erneut an die Maschine gesetzt.
Dabei ist mir ein böser Anfängerfehler unterlaufen.
Ich hatte zu Beginn ein Fadennest aufgebaut welches das Gewebe zusammenzog. Wie ich schon schrieb wird so ein Verzug mit der Grösse des Bildes Reihe für Reihe immer schlimmer und liess mich somit einzelne Reihen nur noch mit dem Einsatz von Muskelkraft beenden, die ich brauchte um das Gewebe auseinanderzuhalten während die Maschine arbeitete.
Spaß hat das keinen gemacht und je mehr sich das Bild bog und sträubte und Falten warf, desto mehr war ich versucht aufzugeben.

Hier mal ein Blick von der Seite, damit ihr euch vorstellen könnt was ich mit „Ausbeulen und Falten werfen“ so meine …

Man muss dazu wissen das die Stickerei aufgrund ihrer Dichte extrem hart und fest ist.
Somit kann man sich glaube ich gut vorstellen das es viel Arbeit ist aus diesem Gewebe eine glatte Oberfläche zu sticken nur in dem man die Falten Stück für Stück auseinander drückt.

Nun denn. Ich hatte es ja schon im zweiten Artikel beschrieben.
Kommen wir nun also endlich smile zur Auflösung.

Hier noch einmal die Vorlage:

und nun dürft ihr schauen was „der Micha“ daraus erstellt hat:

… und morgen folgt der Artikel wie das zweite Bild verarbeitet wurde.

Ich danke hiermit nochmals der Stefan Weiss von Zeitblick-Foto für die freundliche Erlaubnis sein Bild umsetzen zu dürfen, ohne das er vorher eine Arbeit von mir gesehen hat.
Ebenso danke ich sehr Christine Küchel von Dalin-Sali für die Chance mit ihr eine gemeinsame Herausforderung bestreiten zu dürfen und das sie mir somit die Möglichkeit geboten hat wieder intensiv ist diese wunderbare Kunstwelt abzutauchen.
Auch meinen vier Freunden Petra, Elke, Kerstin und Annemarie danke ich sehr für die Vorabbetrachtungen und ihre unverblümte Meinung dazu (um die ich dringend bat), die es ermöglicht haben das ich mich doch noch einmal dran gesetzt habe und es auch zum Ende brachte.

Doch letzten Endes danke ich euch meine lieben MitleserInnen und KommentatorINNen für euer Mitzittern, eure Neugier, eure Zeit die ihr mit mir hier verbringt und die meine Arbeiten nicht nur im dunklen Zimmer vergehen lassen.
Vielen Dank für eure Geduld mit mir.

Mit einer tiefen Verbeugung vor euch verabschiede ich mich für heute und würde mich freuen wenn wir uns morgen wieder lesen.
der Micha

Gestickt wurde Freihand mit Geradstich und mit IsaCord Stickgarn von Amann.

0

„Tanja macht Geschenke“ und der Micha auch – ausserdem gab es noch frisches Material

Moin ihr Lieben,

wenn ich nicht so extrem nervende Nachbarn hätte, wäre hier auch was zum Osterfest zu lesen gewesen.
Davon jedoch mal abgesehen (weil es keine Sache für diesen Blog ist), konnte ich mein Kerzchen in der Kirche entzünden und allen Menschen ein friedliches und gesundes Leben wünschen.

In den Zeiten wo es mir möglich war, habe ich einer Freundin zwei Kissen (50×50 und 60×40) fertigstellen können.
Den Stoffwunsch und die Kissen mit Entendaunen konnte ich aus meinem Ikea-Fundus bestreiten.

Da jedoch das Material ausging, musste ich beim 60x40er Kissen statt eines Hotelverschlusses auf einen Reissverschluss zurück greifen.
Elke suchte sich dann einen knatschgrünen aus, der wie ich finde sehr gut zum Kissen passt.

In einer Gruppe des Fratzenbuch stolperte ich dann über einen Hilferuf meiner „geliebten“ Tanja.
Tanjas Stickdateien finde ich schon seit langem wunderbar und somit bot ich ihr meine Hilfe an, eine Datei auf meiner W6 6000 Kombimaschine zu testen, da eine Kundin mit der Datei Probleme hat und Tanja halt keine 6000er zur Verfügung hat.

Es handelte sich um eine ITH-Datei (InTheHoop) die einen einfachen Waschlappen zu einem Waschmonster „pimpt“.


Quelldatei: dawanda Shop (oberhalb verlinkt)

Wie so oft, kann ich es nicht lassen etwas „Micha-Stil“ einzubringen und somit entschied ich mich dafür, etwas vollkommen toten Kunstfaserpelz damit zu besticken.

Nun habe ich hier ein „Streichelmonster“ smile
Das weiße ist eine Fleecedecke … ein gruseliges Zeug. Schnittplatz, Micha und natürlich die Maschine war voller weißer Fusseln.
Trotzdem hat die Maschine brav ihren Dienst verrichtet.

Diese paar Flusen wurden dann im Laufe des Tages doch ein paar mehr, so dass ich mich entschied sie vom Tisch auf den Fliesenboden zu schubsen. Ihr kennt das vielleicht … macht kein Spaß damit (aber schön kuschelig ist das Zeug).
Da mein Shirt und eigentlich alles damit voll sass, hat meine Nase dann auch mit heftigem Niesreiz reagiert.
Aber alles geht vorüber und wenn ein Projekt gut verläuft ist eh alles vergessen.

Nach dem Austausch mit Tanja das alles okay ist, durfte ich dann heute dem Pelz noch einmal zu Leibe rücken.

Danach war dann allerdings erst einmal mein Staubsauger und der Pinsel für die Maschinen gefragt.
Das hat sich aber sowas von gelohnt … ;)

Mitten in der Arbeit zum Eselchen, klingelte der GLS-Mensch.
Ich hatte bei „Polstereibedarf“ auf Anraten meines Bekannten, ein Restepaket bestellt.
Just in dem Moment war ein grosses Büffellederpaket (10 Meter für 25€) im Angebot. Gesehen, bestellt und bezahlt.
Und genau dieses traf dann heute auch ein —- und ich staunte nicht schlecht, weil ich einen Karton erwartet hatte.
Stattdessen stand der Zusteller mit einer schweren, 1,60 Meter hohen Rolle vor mir. *staun

Was soll ich gross sagen? Ich bin begeistert. Nichts „verschnitten“ und richtig grosse Stücke (und tolle Farben).

Das wird natürlich nicht zum testen verbraten, sondern in Taschen und Geldbörsen umgesetzt. Elke hat sich schon angemeldet … sie hätte da sone Tasche mit überlappenden Reissverschlüssen gesehen … das wäre genau das richtige.
Na toll ;)

Somit seid ihr wieder „geupdatet“ worden.

Allzeit ausreichend Material und funktionierende Maschinen wünschend,
der Micha

0

Geburtstagsgeschenke Teil Zwei sind auch fertig geworden

Moin ihr Lieben,

bis zum elften hätte ich noch Zeit gehabt, aber ich bin froh schon fertig zu sein.
Somit kann ich mich nun entspannt zurück legen, da ich keine weiteren Geburtstagsgeschenke nähen „muss“.

Den Strickbeutel und Loop hatte ich euch schon vorgestellt.
Hinzu kam dann heute noch das 50x50er Kissen mit Hotelverschluss sowie einem Füllkissen mit Entfenfedern aus Ikea, damit sie sich beim stricken gemütlich in die Couch kuscheln kann und die kleine ITH-Geldbörse, damit sie immer Geld für neue Wolle und Nadeln sparen kann (oder sie geht damit in die Oper). ;)

Kreative Tage wünschend,
der Micha

0

2015 – neues Jahr – alte Tu-Es-Liste

Tjaja. Nun ist das Jahr schon fünf Tage alt und an der Zeitnot hat sich nichts geändert. Rentner halt … die haben nie Zeit. smile

Neben meinem wöchentlichen Montagstermin, kam ich zumindest heute dazu das geliehene Laptop einer meiner Lieblingsexen, zurück ins Leben und damit arbeitsfähig für die Tu-Es-Listen-Abarbeitung zu bringen.

Mit WLAN onboard hatte ich gar nicht gerechnet und somit einen USB-Slot für eine externe Maus frei. Damit kann ich viel besser Unfug anstellen, als mit diesem Touchdingsi darauf.

Nachdem alle Treiber mühsam zusammen gesucht und installiert wurden, kam dann nach der Pflicht die Kür.
Mein Stitch & Sew 2.0 hat nun endlich einen festen Arbeitsplatz.
Ich bin gespannt.

Natürlich liegen da nicht nur zufällig vier 16cm Handstickrahmen herum.
Die haben zwar nichts mit dem PC oder dem Programm zu tun, aber bis ich das auflöse müsst ihr euch noch ein paar Wochen gedulden.

Als nächstes liegt nun das Aufräumen in meinem Wohnzimmer/Arbeits/Küchenraum an. Ich brauche nicht nur Platz, sondern auch einen „reinen“ Arbeitsplatz, damit die Tu-Es-Liste endlich mal weiter abgearbeitet werden kann.

Ich hoffe das nun die kommende Zeit nicht wieder Negativ-Nachrichten von aussen eintreffen, damit ich mich endlich mal wieder ganz dieser tollen, kreativen, entspannenden Beschäftigung hingeben kann und nicht wieder nur für den Müllleimer arbeite.

Eine gute Zeit wünschend,
der Micha

0

Die Weihnachtsproduktion läuft

In der Regel gibt es bei mir keine Weihnachtsgeschenke. Weder verteile ich welche, noch lasse ich mich beschenken.
Aber … irgendwie muss ich meine Stick- und Nähereien ja wieder los werden, also gibt es dieses Jahr Geschenke. *kicher

Ich bin sogar so frei und beschenke mich mal selber.
Als intensiver eBookLeser kommen mir Leseknochen und Peanut gerade recht.

Ich hatte ja von der Umsetzung der Stickdateien von Unicata auf einer Peanutabwandlung schon berichtet.
Den kann ich aber nicht zum lesen verwenden, ohne ihn auszuräumen.

Also gab es endlich mal die Umsetzung der Stickdatei von embcon.
Passend für mich, kann ich nun entspannt lesen.
(Ich bitte die Handnaht darunter zu ignorieren. Die ist mir nicht gelungen und hat Füllwatte mit in der Naht).

Auf rotem Kunstleder liess sich die sehr sauber digitalisierte Stickerei ebenfalls hervorragend umsetzen.
Ich kann die Firma, auch aufgrund des sehr freundlichen Kontaktes, guten Herzens weiter empfehlen.

Ich beschenke mich dieses Jahr mit zwei Leseknochen, dem Peanutkissen und der Umsetzung als Spielebox.

Für eine meiner Exen, sind die Geschenke auch schon fertig gestellt.

Wobei ich an einen Leseknochen noch mal ran muss, da er eine minimale offene Stelle hat. Naja, passiert halt. Ich nehme es gelassen, weil ich ja nichts verkaufe (sonst würde ich ihn wohl auftrennen und neu nähen).

Und als Nächtes?
Sage ich noch nicht. smile

Macht euch einen schönen ersten Advent.
der Micha

0

Neuer offener Nähtreff in Georgsmarienhütte?

Ich habe gerade mal diesen knapp 3 Jahre alten Eintrag wieder gefunden.
Meine Güte war das ein stressiges Gewusel in der Zeit.
Vorallem war es sehr, sehr, sehr kurz.
Drei oder viermal war ich dabei, dann war es das bereits.

Bei meinem letztem Besuch MUSSTE ich meine Maschine mitbringen und nähen.
Nähen? Ich hatte zu der Zeit gar kein Projekt auf dem Schirm. Was soll das?

Also gut … hole ich halt meine Maschine mal eben ab, zog lustlos ein paar Nähte und war dann auch froh als man das Ende einleitete.
Mal ehrlich. Wie blöde bin ich eigentlich? Wenn ich nichts zu nähen habe, habe ich halt nichts und wenn das monatelang so geht, dann ist das halt einfach so. Ich muss/will davon weder leben, noch ein Zubrot verdienen.
Ich mache das für mich und zur Freude derer die ich die damit beschenke.
Ende.

Jedenfalls war beim letzten Male die Stimmung, nach meiner Rückkehr, auf Kontra-Michael gekippt.
??? Hähhhh??? Was ist denn hier los? Ich packe niemanden an (ausser eine kurze Umarmung zur Begrüssung/Verabschiedung). Baggere keine Frauen (und auch keine Männer) an … und möchte mich einfach nur treffen, unterhalten und eine gemeinsame Zeit verbringen. Lernen tut man sowieso voneinander und sei es nur durch zuschauen, oder einem einzigen Satz in den Stunden. Sollte ein Abend dann auch dieses nicht hervorgebracht haben …. was solls? Alles gut.

Im Nachhinein (nach diesem letzten Abend dort) sah ich ein, das die Initiatorin doch nur neue Leute kennenlernen wollte, die einerseits weiblich sind und andererseits sie aus dem langweiligen Eheleben erretten sollen.
Nun. Ich bin weder weiblich, noch homosexuell, noch habe ich vor irgendwessen langweiliges Leben zu bespassen.
Wenn ich zu einem Nähtreff gehe, dann gehe ich dort des Treffens wegen hin … ob mein Gegenüber nun eine Pussie oder einen Schwanz hat ist mir zu 100% egal und ich habe auch nicht vor dort den Bespasser abzugeben, sondern will mich nur nett unterhalten.
Ein paar Stunden raus aus dem anderen Leben, unter Leute.
Dabei darf man auch mal flÖrten (finde ich) wenn man die Finger bei sich behält und nicht unter die Gürtellinie gerät.
Das letzte was ich will; Mich in eine Partnerschaft einmischen.
Ich habe schon genug mit mir zu tun. Da interessiert mich das zwischenmenschliche bei Anderen ehrlich gesagt Null.
Natürlich kann man darüber reden und ich kann auch darlegen wie ICH mich dann verhalten würde, aber letztlich ist das nicht mein Problem und auf FremdgeherInnen kann ich eh nicht. Entweder/Oder ist meine Devise, alles andere ist unterste Schublade.

Boah komme ich gerade in Rage, wenn ich an die kurze Zeit zurück denke.
Ich kann „falsche“ Leute auf den Tod nicht ausstehen und an dem letzten Abend hatte ich es dann überraschenderweise gleich mit dreien auf engstem Raum zu tun.

Die einzige Person die ich aus dieser Zeit „vermisse“ ist die ältere Dame (~70?) (keine Ahnung wie sie heisst) die ebenfalls nur des Treffen wegens dort war.
Schade. Wir haben uns nur zweimal dort kurz gesehen. Sie hat ihr Ding gemacht und ich meines. Es bedarf nicht mehr Worte als ein ehrliches „Schön Dich zu sehen“ (ich duze meistens) und ein „Alles Liebe“ zum Abschluss. Sehr angenehm war sie für mich. Ich hoffe es geht ihr gut.

Tja, nun (also nicht in diesem Moment, sondern schon etwas länger) überlege ich mir wie man einen offenen Nähtreff (wer kommt, der kommt … ich bin einfach nur da) in Georgsmarienhütte erneut ins Leben rufen könnte.
Mal schauen was sich da anbietet. Kosten darf es nichts, bis ganz wenig.
Meine Minirente reicht eigentlich für gar nichts, aber das hält mich ja nicht davon ab es dennoch zu machen, zumal sich ergeben hat das ich nun noch mindestens 10 Jahre hier festhänge. 10 Jahre sind eine lange Zeit und wer weiss schon was in dieser Zeit noch alles passiert.
Ich würde mich auf neue Leute freuen, die einfach nur ihre Maschine/Stick-/Strick-/Häkelset mitbringen und man sich dann einfach nur bei Tee/Kaffee/Schnupperreien nett unterhält und/oder seine Sachen dabei „fertig“ macht.
Ohne Mitgliedsausweis, Vereinsbeiträge, Monatsmiete oder sonstigem Schittkram.
Einfach nur des Treffens wegen. Ein bisschen was für den Strom hinlegen und fertig ist. Ohne Altersgrenzen, ohne Hautfarben- oder Geschlechtsprüfung.
Ist das im 21ten Jahrhundert wirklich immer noch ein Problem?

Wie auch immer … ich werde weiterhin darüber nachdenken und sicherlich wird es vor 2015 nichts werden, aber das Thema lässt mich nicht los.

Beste Grüße und laufende Maschinen wünschend,
der Micha

0