Die Trittbretter – der Rost und Werkzeug aus meiner Hobbyecke – Teil 3

10:30 Uhr

Heute ist ein Sonnentag und ich habe meinen Kram nach draussen verfrachtet.

Im Hintergrund sieht man auf meiner Terrasse die beiden Trittbretter auf der Staffelei.

Den Anfang machte ich mit dem Einbau der 12V Dose.
Ein Hin- und Hergeschleppe von Werkzeug und Bohrer war das.
Und als ich dann ans bohren gehen wollte, fiel mir auf, das ich mit den Bohrlöchern durch den Träger müsste. Schlimm genug das die Wanne Bohrlöcher bekommt … beim Träger möchte ich auf keinen Fall weitere Löcher einbringen. Schliesslich stabilisiert er die Maschine und hält unter anderem den hinteren Stoffdämpfer.
Also musste eine neue Lösung her.
Letztlich blieb mir „nur“ noch das ankleben, mit 2-Komponentenkleber zur Auswahl.

Hier habe ich sie erst einmal hinein gelegt, um zu schauen, ob ich so das Anschlusskabel dran bekomme. Da der Kleber noch trocknet, gibt es später ein Foto.

Danach ging ich dann ans abschleifen der Kniebleche.
Ich gebe zu das der Krach mir selber gehörig auf den Zeiger ging. Allerdings muss der Rost weg und Rostschutz drauf, sonst brauche ich nächstes Jahr nicht weiter über das lackieren lassen nachdenken.

Auch hier ist die linke Seite, wie auch das linke Trittbrett, weitaus mehr verrostet als die rechte Seite. Warum auch immer.

Insgesamt habe ich wohl für beide Seiten keine 30 Minuten gebraucht um sie zu schleifen.
Schön ist es nicht, sondern nur auf das notwendigste beschränkt.

Wenn man sich dann die Maschine genauer anschaut, ist überall Rost.
Ich überlege noch das vordere Schutzblech zu machen. Allerdings dann in schwarz.

Jedenfalls hätte es das dringend nötig. (Genauso wie die vorderen Dämpfer).
Ach Mensch. Ich will aber mal so langsam mit der Maschine auf die Strasse und dieses Gefrickel an den Roststellen bringt es auch nur eingeschränkt.
Andererseits hat es das Blech ebenfalls dringend nötig.
Wenn ich allerdings genauer unter die Karre schaue, dann sehe ich die Farbe auch am Rahmen und dessen Aufnahmen abblättern und rosten.
Ich rede mir ein das der Rost noch lange braucht, bis er die Bleche und den Rahmen durch hat, aber insgesamt weiß ich durchaus das es nicht besser wird, wenn ich nichts dagegen unternehme.
(Okay … das sind nun so Momente wo ich neidisch auf Jenige bin, deren Einkommen zum Leben reicht und man die Maschine einfach mal in die Lackiererei bringen könnte … aber das vergeht wieder.) ;)

15:14 Uhr

Zeit, wieder was zu tun.
Die Kniebleche bekommen nur diese eine fette Überlackierung und sind sicherlich, in der Sonne, bereits ausreichend angetrocknet.
Ich schnappte mir also meine Trittbretter und schraubte sie draussen an.

Voila.

Auf die Entfernung sieht sie richtig gut lackiert aus.

Beim groben Draufblick hält sie auch noch stand … aber nicht mehr wenn man genauer hinschaut.
Macht aber nichts. Hier ging es mir vornehmlich um die Rostbeseitigung.
Zumindest an den Trittbrettern und am Ansatz der Kniebleche ist mir das schonmal gelungen.

Danach habe ich dann die „Wanne“ gefüllt und meinen weissen Ersatzglühbirnenkasten mit Ersatzsicherungen an seinen Platz gebracht. Ausserdem habe ich noch Platz für die Navikabel und Ersatzzündkerze(n).

Allerdings wird, wenn mein Boardwerkzeug drin ist, meine Regenkombi dort nicht mehr reinpassen.
Somit werde ich sie in den Satteltaschen belassen müssen.

Tja … die „Trude“ ist wohl „fertig“. Theoretisch.
Darum sattelte ich sie bereits einmal. Um zu sehen wie es ausschaut und um, mit etwas Glück, gleich zur Tanke fahren zu können um dem Hinterrad entsprechend Luft geben zu können.

Achja. Spiegel habe ich ihr nun auch gegönnt, denn ohne diesen (dem linken) darf ich nicht fahren. Würde ich allerdings auch nicht. Ich schaue viel in die Spiegel beim fahren und vor jedem abbiegen. Schulterblick ist nicht mehr so einfach, mache ich aber dennoch.

Den Helm legte ich erstmal zur Seite. Trat die Maschine an …  die mit gezogenem Choke beim dritten Kick anlief … und vergas mein Vorhaben der Erstfahrt ganz schnell wieder.
Sie bekam ihre Luft nicht aus dem Vergaser und vom Tank lief nicht genug Sprit nach.
Einerseits war der Benzinschlauch doch zu lang verlegt und andererseits hat mein Tankdeckel kein Entlüftungsloch. Zumindest habe ich keines entdeckt.
Sie lief absolut unsauber und drehte extrem hoch, wenn ich den Choke langsam rausnehme.
Ich kürzte also den Benzinschlauch erneut und nun schien es mit dem Benzindurchlass besser zu funktionieren.

Ich testete erneut und meine neuen Nachbarn erhielten leider eine dicke Wolke 2 Takt Öl-Gemisch.
Sorry, aber der Wind stand doof.
Ich war mindestens 20 Minuten am schrauben und am „qualmen“, bis ich ein einigermassen vertretbares Ergebnis erhielt.
Im Moment hat sie die doppelte Menge Öl an Board, da ich leider zweimal mit Öl befüllt habe.
Nunja. Für einen Motor der hier 3 Jahre gestanden hat und vorher wohl auch schon ein paar Jahre in der Scheune verbrachte, ist das nicht so schlimm und ich mache mir um das qualmen im Moment nicht allzuviele Gedanken.
Aber das der Motor hoch dreht wenn ich den Choke rausnehme, finde ich sehr verwunderlich.
Ich drehte noch eine Runde auf unserer Strasse, wobei ich mich beinahe auf die Nase gelegt hätte, weil ich statt Kupplung die Vorderradbremse zog, und stellte sie dann wieder in die „Garage“.
Ein Handtuch liegt unter der Maschine, da sie im Moment am Krümmer Öl verliert.
Morgen will ich dann mal schauen ob ich Luft drauf bekomme und eine erste Runde drehen kann.

Ich bin gespannt …

Die Trittbretter – der Rost und Werkzeug aus meiner Hobbyecke – Teil 2

Heute war das Wetter sehr geteilt.
Ich war schon kurz davor, im Sonnenschein den Beinschutz zu schleifen, als mir auffiel das es gleichzeitig leicht regnete.
Also blieb ich drin und nervte meine Vermieter erneut, mit dem schleifen des zweiten Trittbrettes.

Heute war der Aufwand daran allerdings nicht so „lange“ wie gestern.
Insgesamt würde ich sagen, das ich eine knappe halbe Stunde damit beschäftigt war.
Das zweite Trittbrett war nicht halb so stark angegriffen, wie das Erste.

Während des schleifens fiel mir auf, dass es eine Zinkschutzschicht unter dem Lack gab.
Was wohl der Grund dafür ist, dass der Lack gut haftet und nur an ein paar Aussenstellen etwas Rost ansetzen konnte.

 Nichts gegen das Original Rot bei der Maschine, aber mir gefällt das Kupfer wirklich besser.

Das lackieren ist allerdings dennoch aufwändig, da die rote Farbe doch schlecht abgedeckt wird. Im Gegensatz zu gestern, beliess ich es heute bei einer Seite.
Die Unterseite ist also fertig lackiert.

Morgen wird also die Oberseite lackiert und mit etwas Glück komme ich auch noch dazu, die Kniebleche zu schleifen.

Die Trittbretter – der Rost und Werkzeug aus meiner Hobbyecke – Teil 1

12:30 Uhr

Schlimm sehen sie aus, die Aufnahmen an den Trittbrettern.
Ich habe leider kein Foto am Anfang gemacht. Darum zur Erinnerung, noch ein Bild vom Anfang.

Ich zog die Gummiauflage ab, schraubte die Bleche ab und trug sie in meine Lieblingswerkstatt … dem Wohnzimmer. Draussen ziehen Wolken vorbei. Regen brauche ich bei der Arbeit gar nicht.

Nachdem ich den Boden mit Laken abdeckt hatte, begann ich mit der Arbeit.
Der Rost ist dick drauf, aber die Bleche sind noch okay.
Ich begann mit der Drahtbürste und dachte mir das es damit relativ einfach geht, die lose Farbe und den Rost runter zu schrubben … soweit die Theorie. Praktisch passierte so gut wie gar nichts. Die dicken Farblappen, die sich bereits angelöst hatten, sah man zwar, aber die Bürste griff nicht.

Also ging ich in meine Horror-Abstell-Kammer, die bis oben hin voll mit Kram ist und holte meinen „Dremel“ heraus.
Zunächst versuchte ich dem Ganzen mit Schleifmittel Herr zu werden, dann rüstete ich um auf Schleifstein. Bei Letzterem lies sich dann auch endlich der Rost hart angehen und die losen Farbblätter flogen nur so.

Das Ergebnis einer anderthalbstündigen Schleifaktion.

Das vordere Trittblech ist abgeschliffen.
Für das hintere benötige ich wohl nicht so lange, da es nicht so extrem verrostet ist.

Meine Vermieter klopften dann auch schön brav von oben. Ich habe es genossen.

14:27 Uhr

Mit Backofenreiniger wurde das Trittbrett gereinigt und dann zum lackieren an der Staffelei aufgehangen. Meine Hobbys sind also doch für was gut. smile

Noch sieht das relativ gruselig aus, da man kaum erkennen kann, dass es sich um eine weitere Lackierung handelt. Das Kupfer deckt halt nicht so ab, wie es ein Schwarz getan hätte. Aber schwarz kann ich ja immer noch lackieren.

Wenn ich mir das so anschaue, dann werde ich es wohl lediglich weiter lackieren, denn das Kupfer sieht auf Entfernung aus, als ob es Rost wäre. Das vermindert definitiv die Chance auf Diebstahl. (Wer klaut schon eine vermeintliche Rostlaube?)
Ja, ich weiß das es nun schrecklich aussieht. Abwarten.

17:37 Uhr

Ich habe erneut eine dreiviertel Stunde am zweiten Trittblech geschliffen. Also gedremelt.
Meine Vermieter haben doch tatsächlich den Nerv, auf den Boden zu klopfen.
Ich mache in drei Jahren einmal, zu normaler Tageszeit etwas Lärm und die fühlen sich gestört.
Das sie selber über vier Monate, sieben Tage die Woche, von morgens halb neun bis Abends um elf Uhr rumlärmen, stört sie offensichtlich nicht.
Ich habe es noch wie heute im Ohr „Herr Andres, dass sind ganz normale Trittgeräusche. Dagegen können sie gar nichts machen und nun machen sie die Tür von draussen zu.“

Was freue ich mich darauf, hier wieder raus zu sein.

Nun habe ich jedenfalls erst einmal eine Pause eingelegt. Der Dremel muss sich abkühlen und ich brauche was im Magen.

18:41 Uhr

Die Farbe des ersten Trittbrettes trocknet vor sich hin. Es gefällt mir schon besser.
Man erkennt deutlich den Farbunterschied. Allerdings hat es auch drei Schichten Kupferfarbe gebraucht.

Zur Erinnerung, es ist 3in1 Farbe auf Acrylbasis. Also Rostschutz, Grundierung und Lack in einem.
Ich würde wohl, wenn ich die Maschine selber lacken würde, zunächst einmal die Rahmenteile abstrahlen lassen, dann eine Zinkgrundierung auftragen und danach mit dieser Farbe drüber gehen.
Und wenn ich mir die anderen Rahmenteile so anschaue, wird es wohl nach meinem Umzug dazu kommen, das ich die Maschine komplett zerlege und ihr dann an den Rost gehe.
Hachja … Geld und Platz müsste man haben.
Aber ich will mal nicht meckern. Für das was ich habe, konnte ich mich damit gut einrichten.

Zur Zeit geht es mir, Dank neuer Bekanntschaften und der immer grüner und bunter werdenden Landschaft, recht gut.
Das wird zwar nicht von Dauer sein, aber derzeit geniesse ich diesen „es geht mir gut“-Bonus.

Bis morgen.
Ich wünsche euch, dass es euch ebenfalls gut geht.

der Micha

Kampf dem Rost – Teil 2

09:27 Uhr

Ich kann es nicht glauben … dachte ich gestern noch, das auf dem Garagenboden etwas Batteriesäure aufgetropft wäre, tropfte es heute die Auffahrt entlang.

Die Batterie stand aufrecht. Das war es also nicht.
Und geregnet hat es auch nicht in der Garage.
Kurz mit dem Finger über das Zeug … und voller Unglaube den Benzinhahn geprüft.
Der war trocken.
Allerdings nicht die Verbindung zwischen Benzinhahn und Tank.
Och noe, neee?!
*grmblfx

Dabei wollte ich heute „nur“ weiter schleifen und lackieren.

Okay. Hilft ja nichts.
Also Schlauch geholt und das Benzin abgesaugt. Den Rest im Tank werde ich über den Benzinhahn ablaufen lassen.
Natürlich habe ich mir beim ansaugen, den ersten Schwall über das Knie laufen lassen.
Ich Held. sad
So, ganz ist das heute offensichtlich nicht mein Tag.

10:31 Uhr

Sooo … der Benzinhahn ist wieder dran. Benzin drin (und im Erdreich und in den Lappen und auf meiner Hose ….) und zumindest der Anschluss bleibt trocken.
Ich hoffe das bleibt auch so.

11:00 Uhr

Der nächste Anstrich ist drauf.
Das lasse ich nun trocknen und schleife danach ab. Ich hoffe das ich gleich die kleinen Lackierrollen finde.
Ansonsten sieht das zwar nicht hübsch aus, ist mir aber nicht sooo wichtig. Hauptsache der Rost ist bekämpft.

15:30 Uhr

Da die Sonne heute brutzelt, habe ich beide Seiten nochmals angeschliffen und die Aussenseite mit der Rolle nachlackiert.
Ich gebe zu das ich es viel sauberer hätte schleifen müssen, aber mit dem Ergebnis gebe ich mich zufrieden.

Sollte es morgen doch nochmal gutes Wetter geben, dann lackiere ich wohl die Innenseite der Schale. Ansonsten geht es halt nächste Woche weiter.

Ich bin zuversichtlich …

Kampf dem Rost – Teil 1

Es geht sehr langsam voran.
Einerseits mag das Wetter nicht und andererseits sperre ich mich wohl derzeit etwas.

Nichtsdestotrotz hatte ich lieben Besuch von „dat Uli“.
Sie fuhr mit mir zum örtlichen Toom-Baumarkt und ich konnte etwas Farbe einkaufen.
Von den bisherigen Gedankenen, zunächst einmal mit Zinkfarbe vorzustreichen und dann zu lackieren, bis zu der Idee die Kleinteile direkt zum strahlen/pulvern zu geben, bis hin zum Streichen mit Hammerit, bin ich schon aus Kostengründen abgekommen.

Letzteres habe ich nun mit einem toom 3in1 Metallschutzlack „gelöst“.
Rostschutz, Grundierung und Lack in einem, allerdings nur halb so teuer wie Hammerit.

Und weil heute die Sonne schien, ohne dabei mit frostigem Wind aufzuwarten, habe ich mich rausgewagt um mal wieder fleissig zu sein.
Allerdings hätte ich mich beim rausholen der Maschine, beinahe lang gelegt, denn ich hatte vergessen das ich keine Bremse habe. Allerdings habe ich ja eine steile Auffahrt.
Ich setzte mich also drauf, schob sie raus und als es flott abwärts ging, griff ich die Vorderradbremse …. ins Leere.
Oha … mieses Gefühl.
Ich bremste dann mit den Füssen, weil ich mich nicht traute, den rechten Fuss zu heben um die Hinterradbremse zu treten. Das „fahren“ muß ich noch kräftig üben.
Im Notfall muß ich reagieren können, ohne zu denken.

Es ging aber alles gut und ich ging an den Ausbau und schleifen der Sitzbankwanne.

Der Rost in und unter der „Wanne“ ist nur oberflächlich.
Ausserdem sieht man es nicht, wenn mir dort bei meinen ersten Pinseleien etwas daneben geht.
Auf dem Boden sieht man gut, das ich die Farbe teilweise plättchenweise abheben konnte.
Man hat damals wohl keinen Haftgrund verwendet. Da aber mit den Jahren ein paar Löcher reinkamen hat sicher die Feuchtigkeit immer mehr unter die Farbe gezogen, diese angehoben und das rosten konnte beginnen.
Natürlich hätte ich es auch erst in 2 Jahren machen können, aber besser wird es davon nicht.

Nachdem ich mit dem entfernen der losen Farbe fertig war, machte ich mich, nach obiger Tasse Kaffee, ans erstlackieren.

Es ist nun erst einmal leicht lackiert. Gerade mal so, das alle Stellen bedeckt sind und sich erstmal kein neuer Flugrost bilden kann.
Wenn das Wetter mitspielt, geht es morgen weiter.

Bis denne …
der Micha