Von gerissenen Satteltaschen zu einem Topcase als Notbehelf

Moin,

es passiert einfach zuviel (nervendes) in meinem Privatleben, als das ich meine Blogs regelmässig füttern könnte.

Der Urlaubseintrag konnte nicht weiter geführt werden, meine Nähmaschine staubt beinahe zu und ansonsten viel Chaos, was sich langsam lichtet.
Nunja, es gibt halt sone und sone Zeiten. Das kennt jedeR.

Zu meinen derzeit stattfindenden Nähtreffs in privater Runde, mussten meine Packtaschen einiges aushalten … was sie letztlich nicht überlebten.
Sehr schade, denn ich finde sie einfach nur extrem praktisch.
Mehrfach habe ich schon die Riemen geflickt, doch diesesmal war es dann entgültig Ende.
Die rechte Tasche riss an den Riemen komplettt aus.
Erfreulicherweise direkt vor der Einfahrt in die Abstellkammer (Garage kann man das ja aufgrund der Grösse nicht nennen).

Polo hat derzeit die Satteltaschen mal wieder nicht im Sortiment und es ist Jahr für Jahr fraglich ob sie sie wieder anbieten, also blieb mir nichts anderes ürbig als zumindest ein Topcase aufzusetzen.
Gefunden habe ich eines bei ebay-Kleinanzeigen.
Der Preis war gut (23€ inkl. Versand) und somit war das Geschäft schnell gemacht.

Als ich die Ware (von privat) erhielt, war ich doch verblüfft das es sich um einen unbenutzten Artikel handelte.

Aber wie das so ist im Leben folgt auf die Freude die Ernüchterung.
Die Bodenplatte ist unsauber geschweisst, so dass der hintere Schraubendurchlass 5mm zuweit vom Gewinde steht.
Das Topcase wurde somit „nur“ mittels der beiden Schrauben links und rechts vorne befestigt. Was kein Problem darstellt, da es dadurch nicht an Stabilität einbüsst.

Als ich das Topcase einklinken wollte, war das Problem schon grösser, denn da der Riegel der Bodenplatte nicht zum Einlass im Topcase passt.
Irgendwie sind also da zwei verschiedene Teile zueinander in den Karton gewandert.
Eine kurze Testfahrt ergab dann auch, dass sich die Verriegelung löst und mir das Topcase (gottseidank erneut vor der Garage) wieder runter fiel.
Glück im Unglück denn im Strassenverkehr hätte das böse enden können.

Was tun?
Nun … selbst ist der Mann … welcher seinen Bohrer und längere Schrauben nahm und das Topcase nun fest mit der Bodenplatte verschraubt hat.

Mir fehlen dennoch Taschen für das Ganze Drum und Dran was ich so mitschleppen muss, aber erst einmal muss das so reichen.
Halten wird es allemal.

Auf besseres Wetter hoffend (da ich den Vergaser reinigen und neu einstellen muss),
der Micha

Einkauf bei IKEA

Die Sonne scheint … es ist kalt … aber es macht endlich wieder Spaß.
Mobile Freiheit geniessen. Was habe ich das vermisst.

„Mal eben“ nach IKEA fahren (16,8KM) war lange nicht mehr möglich.
Die Strecke ist natürlich Kleinkram, aber zum laufen zu weit. Mit dem Bus zu langwierig und zu teuer.

Vorher habe ich die Maschine frisch betankt. Ich fahre noch mit Motorinnenreiniger und habe nun eine Tankfüllung mit einer Mischung aus Super und 2Taktöl (der Reservekanister war damit noch voll), in einem Mischungsverhältnis von 1:100 gefahren.
Nun bekam Flipper eine volle Ladung SuperPlus, zusätzlich noch einmal 20ml vom Additiv. Damit dürfte dann der Brennraum auf jeden Fall frei werden.
Ich sollte mir nun eine lange Strecke auswählen, damit die Maschine in einem Rutsch den Tank leert.
Übrigens Tank. Die Maschine fasst 5,7Liter Sprit. Meine Tanknadel zeigte rot an, was für mich bedeutet das ich in der Regel noch 50KM schaffe, bevor sie liegen bleibt.
In den Tank bekam ich 4,21 Liter (dann war er randvoll), also habe ich eine Reserve von 1,5 Liter im roten Bereich. Das reicht allemal für eine lange Suche nach der nächsten Tanke. Ist mir ganz recht, dass er schon so früh anschlägt.

Was mir nicht gefällt ist der Kilometertacho. Die 100er Meterschritte macht er, aber nicht die KM. Von 5720 bis 5799KM ging alles gut, nun (ich habe gerade nochmal nachgeschaut) hängt er. Da muss ich mal schauen was das Problem ist. Da fehlen mir mittlerweile cirka 250KM.
Nichts was sich nicht beheben liesse.

Gestern war ich bei ATU um einen Kerzenschlüssel zu kaufen und liess direkt den Meister mal horchen ob das „Geklimper“ wohl die Ventile sind. Was auch zum Gasleck zu Beginn passen würde.
Er meinte das es sich nach dem Getriebe anhört. Hmmmm. Das passt nicht zum Fahrbild. Für mich sind es die Ventile.
Ich schaue sie mir mal an, wenn es warm genug ist. Von der Simme muss ich noch irgendwo ein 10er Blatt zum messen haben (findet sich alles wieder).

Ich habe übrigens bei IKEA neue Füllkissen und eine Fusselrolle gekauft.
Zehn Stück passen in die Satteltaschen. Mit etwas drücken auch 12, aber dann sind sie voll. Das genügt mir vollends.

Sooo … ich hoffe ihr habt auch schöne Tage und eine gute Fahrt.
Beste Grüße ins virtuelle Universum sendend,

der Micha

Lack fehlt

Nun musste ich erst einmal nachlesen, wie weit ich euch bereits berichtet habe.
Leider gibt es für ein paar Wochen kaum brauchbare Bilder, da ich die Kamera an eine meiner Exen ausgeliehen habe.
Ich bin mir aber sicher, dass die geneigte Leserschaft, mit meiner Beschreibung klar kommt.

Der Bowdenzug der Fussbremse ist nun auch gewechselt. Was gar nicht so einfach war, da er unterhalb der Schwinge eingeklemmt war.
Beim Verlgen habe ich festgestellt, das eine Führungsschiene des Zuges, am Rahmen fehlt. Von Werk aus und somit ein Konstruktionsfehler. Da der Zug unter Spannung steht, hat er sich mit der Zeit unter die Schwinge geklemmt. Nicht ganz ungefährlich, da der Zug durch die Dauerquetschung reissen könnte … und nichts ist schlimmer als Bremsen die ins Leere greifen.
Ich werde mir etwas einfallen lassen, um den Zug sowohl rechts am Fussbremshebel, als auch links Richtung Bremshebel sicher zu befestigen.

Nach einbringen der Züge, fällt mir auf das ich am Hinterrad nun zuwenig „Seil“ habe und am Vorderrad zuviel davon. Kurzum: Das Hinterrad bremst bereits, während das Vorderrad nicht mal bremsen würde, wenn ich voll druchgreife.
Zunächst war ich ratlos und hatte schon die Ersatzteile in Verdacht, bis mir klar wurde, das ich ja auch die Bremshebel an den Achsen ausgetauscht hatte und beide falsch wieder aufbrachte. Am Hinterrad muss ich zwei oder drei Zähne mehr nach innen, während ich am Vorderrad mehr nach aussen muss.
Alles nicht so einfach, wenn man ungeübt ist und nur durch nachlesen ein bisschen „weiß“ was, wie sein müsste. Gottseidank leben wir bereits im Zeitalter des Internet. Ohne dem, käme ich keinen Schritt weit und hätte längst eine (Abzocker-Möchtegern)Werkstatt aufsuchen müssen.
Morgen gehe ich nochmal an die Züge und bin sicher das ich es hinbekomme.
Man müsste nochmal 14 sein … da hat man im Notfall einen Knoten ins Kabel gemacht, damit es die richtige Länge hat. laugh

Die Sitzfläche habe ich zunächst mal aufgelegt und eine Anpassung der Taschen vorgenommen.
Wenn nun noch die Trittbretter, die Spiegel und ein Nummernschild dran wären, wäre Trude beinahe komplett.

Beinahe sage ich, weil ich gerne ein Windschild dran hätte, aber mein Altes (auch modifiziert) nicht daran passt. Ursache ist die geniale, aber dennoch störende, Navihalterung.
Zumindest habe ich bis jetzt noch keine Lösung wie ich es hinbekomme. Vielleicht ja mit der Zeit.

Bessere Bilder macht mein Handy leider nicht.

Was das weitere Schrauben anbelangt … bleibe ich zuversichtlich. ;)

Nachtrag:

Da die Kinder (zwischen 20 und 35 Jahre) meiner Vermieter, sich einen Scheiss darum scheren das ich von deren Rumgetrampel im Büro über mir genervt bin, reagiere ich nun mit Gegenmassnahmen.
Heute Abend trampelten (im wahrsten Sinne des Wortes) sie mir zu dritt auf den Nerven herum. Ich muss dabei sagen, dass ich bereits zweimal oben war und darauf hinwies das ich unten das Getrampel als sehr laut entfinde und es nett wäre wenn man das abstellen würde. Die Folge war, dass die Tochter mir drohte, dass ich dagegen eh nichts machen kann und das am Folgetag extra laut getrampelt wurde. Man ist halt Sohn und Tochter und alle Anderen sind Scheisse. Naja.
Da ich die Schraube des vorderen Bremshebel am Gasgriff, sowieso ausbohren musste, wartete ich bis die anderen Büros leer waren und legte dann schön gemächlich mit Entspannungspausen los.
Metallbohrer sind laut … sehr laut …

Nach anderthalb Stunden war es dann soweit … der total verbogene Schraubenrest gab auf und die Halterung konnte entfernt werden. Mit einem Körner und einem Rechtsausdreher hätte ich die Halterung wohl noch retten können. Nun ist sie aber komplett hin und ich habe gerade nochmals Ersatzteile nachbestellt. Nicht schlimm. Hauptsache der Hebel ist danach wieder brauch- und haltbar.
Obwohl nicht zwingend notwendig, habe ich auch den Starterhebel und alle Schraubenteile für den Gasgriff mitbestellt.

Bei der Aktion bin ich leider an der Navihalterung hängen geblieben, welche dann an der Schraubenaufnahme zerbrach. Mist.
Ich kann sie wohl kleben, dann mittig eine Hülse einführen und dadurch wieder fest, aber bewegbar, anbringen. Da sie die Tage noch einwandfrei beweglich war, gehe ich mal von einem Haarriss aus, den ich bisher übersah. Lieber so, als wenn sie mir während der Fahrt zerbricht und der Navi runterfällt.
(Mal schauen ob ich da noch eine Zusatzsicherung anbringen kann)

Tja und sonst?
Alles gut. smile

Nachtrag:
Nur damit ich es nicht vergesse. Mir wurde Nifestol 70 als ultimativer Rostlöser empfohlen.
Das kommt dann, zum Handschlagschrauber, auf die Bestellliste-für-Weiteres. smile

Kälte und Regenschutz auf dem Moped

Mein Fahrzeug hat lediglich zwei Räder und damit bin ich ganzjährig unterwegs, was Dank Winterbereifung auch kein Problem ist.
Ein Problem ist allerdings kalter Wind und Regen. Die Hände leiden im Winter doch arg.
Der Zubehörhandel hat für dieses Problem sogenannte Lenkerstulpen, welche hier gut zu sehen sind


Dummerweise haben selbige von meinem Hersteller einen langen Schnitt auf
der Unterseite, damit man um die Kabel herum kommt. Die Idee ist nicht
falsch gedacht, aber falsch ausgeführt da dadurch von unten eisig kalte
Luft und Nässe in die Stulpe kommt. Wunderbar entlang der Fingerkuppen
und des Handballen, so das die meiste Wärme wieder zunichte gemacht
wird.


Ich habe mir nun überlegt das ich eine Klappe darüber legen möchte die
in Fahrrichtung festvernäht ist und nach hinten per Klettband
geschlossen wird.
Einfacher Stoff geht aber nicht da es ja Wasserbeständig sein muss.
Reste einer Teichfolie, die ich von den Nachbarn hatte, wurde von mir
als „gute Idee“ auserkoren.
Ich schnitt ein Viereck aus und nähte es in Fahrtrichtung fest. Der
erste Versuch ging daneben da ich einen Geradestich benutzte und damit
lediglich die Folie trennte. Danach nahm ich einen Zickzack, welcher
dann auch beides fest zusammenbrachte.
Auf die andere Seite des Schnittes klebte ich die Filzseite des Klettbandes (selbstklebend) fest.


Um nun den exakten Punkt für das Klett-Gegenstück auf der Teichfolie zu finden, legte ich es auf …


zog die Folie ab, drückte die Folie darauf und nahm beides wieder ab.


Zur Sicherheit habe ich dann beide Klettstreifen noch mit einer einfachen Naht versehen. (Auf dem Foto nur an dem Filz-Klett)


Die zweite Stulpe musste von mir nochmals aufgetrennt werden, da ich die Klappe in falscher Richtung festnähte.
Naja, ich bin halt Anfänger.

Das meine Maschine soviel Material unter das Füsschen bekommt war eine
Sache die mich freute. Das selbige das Material auch noch nähte fand ich
dann doch beeindruckend. Beim nähen musste ich stark ziehen damit das
Material überhaupt vorwärts transportiert, so fest war es darunter.
Ein bisschen Bammel hatte ich vor einer brechenden Nadel und deren
Splitter … aber eine Ledernadel habe ich nicht (sonst habe ich glaube
ich alle Nadeln). Kurz dachte ich darüber nach ob ich eine Jeansnadel
nehme, entschied mich dann aber für die ab Werk verbaute Universalnadel,
welche dann auch ihre Arbeit verrichtete.

Mein Oberfaden ist mehrfach gerissen da er sich am Klett verfing und bis
ich wirklich gerade, gleichmässige Nähte hinbekomme wird es noch etwas
dauern, aber Spass macht es ohne Ende.

Als nächstes muss ich endlich mal meine ebook-Reader-Hülle fertig machen …