Wenn es vor Hyänen nur so wimmelt …

… befindet man sich entweder im Ausland
… besucht einen Zoo
… oder durchwandert, vollkommen mutig und ohne Waffen, die Messe „Nadel und Farben“ in Osnabrück.

Moin ihr Lieben ;-)

Da euch wohl klar ist das ich heute einen Messebesuch hatte (8€), können wir die ersteren schon mal ausschliessen.
Was soll ich euch nun schreiben?
Die Sonne schien … und es war heute am Samstag Mittag wirklich sehr viel, sogar extrem viel los auf der Messe und in der Stadt.
VIER Parkhäuser habe ich im Umkreis angefahren und bin verzweifelt.
Die waren nicht nur voll, sondern die PKWs standen bereits in langer Schlange davor wartend und die Kreuzungen dicht machend davor.
Offensichtlich haben die meisten nie einen Führerschein gemacht und scheren sich gleichzeitig nicht sonderlich um die bestehende Gesetzeslage (machen aber nur zu gerne „Mimimiiiii“).
Im fünften Parkhaus waren dann tatsächlich und Widererwarten über 300 Parkplätze frei.
Ich dachte zunächst an einen Fehler auf den Anzeigetafeln, aber als wir dort ankamen (15 Minuten Fussweg von der Messe entfernt), war dort alles frei. Keine Autoschlange vor uns und bereits die ersten freien Plätze auf Ebene 2.

Bei 18 Grad und bestem Sonnenschein bummelten wir dann durch die Stadt zur Messe.

Joah. Es war wirklich voll dort, aber eigentlich hatte ich auch nichts anderes erwartet und gönne es den Ausstellern.
Damit bin ich dann auch direkt beim Thema, denn zu sehen gab es mal wieder kaum Neues und/oder Innovatives.
Die Aussteller der letzten Jahre waren auch die Aussteller dieses Jahres.
Selber Stand, etwas verändertes Angebot, aber ansonsten alles wie gehabt.
Nach nunmehr fünf Jahren ist das sehr ernüchternd und meines Erachtens nach besteht dort nun dringend Handlungsbedarf.

Selbiger besteht auch in der Postenverteilung. Die Messeführung ist offensichtlich mit der Arbeit (immer noch) vollkommen überfordert.
Oder sind gar „besondere Verträge“ im Spiel, die den Besuchern kein freies WLAN zur Verfügung stellen möchten, weil man an der 5€ teuren (!!!) TOnline-Zugangskarte doch eigentlich gar nicht so schlecht verdient.
Dieser Zugang gilt übrigens nur 24 Stunden und deckt somit die 3 Tage Messe nicht ab. Aussteller können sich ins interne Messe-WLan einloggen.
Davon haben die Besucher aber nichts und massenweise Messewerbung (man sollte mal über den Tellerrand blicken und/oder den Sessel an jemanden abtreten der kompetenter ist) durch Besuchereinträge in FB, Twitter, ihren Blogs wird somit zum Grossteil unterbunden.
Ein trauriges Bild was Osnabrück da abliefert.

Die Hoffnung auf eine der Modenschauen wurde auch wieder zerschlagen.
Modenschau:
Freitag um 15 Uhr
Samstag und Sonntag um 12 und 15 Uhr.

Tja … leider nicht unsere Zeit.
Mein Fehler … ich hätte mich ja im Vorfeld erkundigen können.

Etwas sehr positives gibt es aber auch zu berichten.
Im Gegensatz zu den anwesenden Frauen, die als Besucherinnen anwesend waren und sich wohl zur Tagesaufgabe gemacht hatten, möglichst viel zu schubsen und zu rempeln, waren die Händler und Händlerinnen in diesem Jahr durchweg freundlich, lächelnd und auch mal gerne bereit ein freundliches Gespräch zu führen.
Natürlich gab es auch Ausnahmen, aber das Gross vermittelte eine angenehme Willkommenskultur.

Leider habe ich weder aufregende Gewebe, oder innovative Maschinen/Herstellungen gesehen.
Es sah nichts, was es nicht auch schon 2015 gegeben hätte.
Was nicht bedeutet, dass es nicht wunderbare Handarbeiten zu sehen gab. Doch die gab es, aber es war halt nichts neues.
Nichts aufregendes dabei.

Die Messeleitung täte gut daran sich mal zu erheben und sich nicht nur den Arsch platt zu sitzen, in dem Wissen das ja bereits die Messestände durch die „Alten“ bereits gut verpachtet wurden.
Ohne Messeneuheiten geht jede Messe unter. Den Karren dann wieder aus dem Dreck zu ziehen, ist weitaus problematischer und teurer, als mal die Hausaufgaben zu machen.

Wir waren jedenfalls nach zweieinhalb Stunden komplett durch und machten uns zum essen (Messepreis für eine Gulaschsuppe 4€), auf nach IKEA.

Am Ausgang erhielten wir jedoch noch eine Tüte (pro Person) von Prym.
Leider nicht voll mit erhofften Notwendigkiten wie Scheren, Lineale und Fadentrenner … aber dafür mit einem netten Gewinnspiel in Form eines Espandrilles.

Ich habe mir die Bedingungen noch nicht durchgelesen, aber ich bin gespannt.

Nachfolgend gab es noch einen kurzen Gang durch den angrenzenden Uni-Garten bei schönstem Sonnenschein …

… und schon fanden wir uns bei Schnitzel, Pommes, Cola und einem Germknödel wieder in „heimische Gefilde“. ;)

Und wo ich noch auf der Messe standhaft sagen konnte das ich wirklich mehr als genug Gewebe im Schrank, den Kisten und im Regal habe … konnte ich beim Restpaket natürlich doch wieder nicht Nein sagen … *Menno

Sooo … nun packe ich mal für morgen.
Macht es euch hübsch.

„Tanja macht Geschenke“ und der Micha auch – ausserdem gab es noch frisches Material

Moin ihr Lieben,

wenn ich nicht so extrem nervende Nachbarn hätte, wäre hier auch was zum Osterfest zu lesen gewesen.
Davon jedoch mal abgesehen (weil es keine Sache für diesen Blog ist), konnte ich mein Kerzchen in der Kirche entzünden und allen Menschen ein friedliches und gesundes Leben wünschen.

In den Zeiten wo es mir möglich war, habe ich einer Freundin zwei Kissen (50×50 und 60×40) fertigstellen können.
Den Stoffwunsch und die Kissen mit Entendaunen konnte ich aus meinem Ikea-Fundus bestreiten.

Da jedoch das Material ausging, musste ich beim 60x40er Kissen statt eines Hotelverschlusses auf einen Reissverschluss zurück greifen.
Elke suchte sich dann einen knatschgrünen aus, der wie ich finde sehr gut zum Kissen passt.

In einer Gruppe des Fratzenbuch stolperte ich dann über einen Hilferuf meiner „geliebten“ Tanja.
Tanjas Stickdateien finde ich schon seit langem wunderbar und somit bot ich ihr meine Hilfe an, eine Datei auf meiner W6 6000 Kombimaschine zu testen, da eine Kundin mit der Datei Probleme hat und Tanja halt keine 6000er zur Verfügung hat.

Es handelte sich um eine ITH-Datei (InTheHoop) die einen einfachen Waschlappen zu einem Waschmonster „pimpt“.


Quelldatei: dawanda Shop (oberhalb verlinkt)

Wie so oft, kann ich es nicht lassen etwas „Micha-Stil“ einzubringen und somit entschied ich mich dafür, etwas vollkommen toten Kunstfaserpelz damit zu besticken.

Nun habe ich hier ein „Streichelmonster“ smile
Das weiße ist eine Fleecedecke … ein gruseliges Zeug. Schnittplatz, Micha und natürlich die Maschine war voller weißer Fusseln.
Trotzdem hat die Maschine brav ihren Dienst verrichtet.

Diese paar Flusen wurden dann im Laufe des Tages doch ein paar mehr, so dass ich mich entschied sie vom Tisch auf den Fliesenboden zu schubsen. Ihr kennt das vielleicht … macht kein Spaß damit (aber schön kuschelig ist das Zeug).
Da mein Shirt und eigentlich alles damit voll sass, hat meine Nase dann auch mit heftigem Niesreiz reagiert.
Aber alles geht vorüber und wenn ein Projekt gut verläuft ist eh alles vergessen.

Nach dem Austausch mit Tanja das alles okay ist, durfte ich dann heute dem Pelz noch einmal zu Leibe rücken.

Danach war dann allerdings erst einmal mein Staubsauger und der Pinsel für die Maschinen gefragt.
Das hat sich aber sowas von gelohnt … ;)

Mitten in der Arbeit zum Eselchen, klingelte der GLS-Mensch.
Ich hatte bei „Polstereibedarf“ auf Anraten meines Bekannten, ein Restepaket bestellt.
Just in dem Moment war ein grosses Büffellederpaket (10 Meter für 25€) im Angebot. Gesehen, bestellt und bezahlt.
Und genau dieses traf dann heute auch ein —- und ich staunte nicht schlecht, weil ich einen Karton erwartet hatte.
Stattdessen stand der Zusteller mit einer schweren, 1,60 Meter hohen Rolle vor mir. *staun

Was soll ich gross sagen? Ich bin begeistert. Nichts „verschnitten“ und richtig grosse Stücke (und tolle Farben).

Das wird natürlich nicht zum testen verbraten, sondern in Taschen und Geldbörsen umgesetzt. Elke hat sich schon angemeldet … sie hätte da sone Tasche mit überlappenden Reissverschlüssen gesehen … das wäre genau das richtige.
Na toll ;)

Somit seid ihr wieder „geupdatet“ worden.

Allzeit ausreichend Material und funktionierende Maschinen wünschend,
der Micha