Erneuter Leuchtmittelwechsel und Ausfahrt im OsnabrückerLand

Moin.

Da mir das vor ein paar Tagen frisch gewechselte Leuchtmittel erneut den Glühfaden durchgejagt hat, musste ich wieder einmal ans Möp zum schrauben.
Entweder habe ich ein schlechtes Leuchtmittel erwischt, einen Einbaufehler begangen oder … und das will ich nicht hoffen … habe ich den Gleichrichter durch.
Das wäre zwar kein teures Bauteil, aber ich habe keinen Plan wo der an der Karre überhaupt sitzt.
Aufgrund der geringen Stückzahl der Keeway Easy finde ich leider auch kein Werkstattbuch.
(Warum die Hersteller da so einen Stress drum machen ist mir eh schleierhaft)

Diesesmal hatte ich schon weniger Schrauben unnötig gelöst.
Immer noch 2 zuviel, aber man tastet sich halt ran.

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Lieferung fürs dampfen eingetroffen und seit gestern wieder mobil

Moin.

Ich bin hundemüde und habe Halsschmerzen weil ich tiefgefroren in der Nacht nach Hause kam.
Aber alles der Reihe nach.

Mein Freund und Dampferkollege hat sich einen reinen E-Roller bestellt.
Das Ding macht gut was her und läuft bei den ollen Chinesen bereits seit 2 Jahren auf deren Strassen.
Mit der Version 2 wurde nun auch der europäische Markt beliefert,  womit auch die ersten Kinderkrankheiten beseitigt wurden.
Ich stelle das Gerät noch genauer vor, wenn ich wieder bei ihm bin.
Dadurch das er nun einen neuen Roller bekommt, überlässt er mir den seinigen für wenig Geld. Er weiß das dieser in gute Hände kommt und ich mich sorgfältig drum kümmere.

Und so kam es denn das ich mich zu ihm bringen liess und die 65KM am Abend auf meinem neuen Schätzchen nach Hause fuhr. Theoretisch.
Praktisch wurde ich dorthin gebracht und wir machten uns erst einmal über unser Dampfzeug her.

Ich bekam meine bestellten Flachdrähte und eine Box mit acht verschiedenen industriell gefertigten Wicklungen. Er bekam seine Tüte mit 10ml Flässchen zum anmischen von neuen Aromen.

Danach wurden dann die Papiere und Schlüssel für das Möp übergeben und ich war wieder glücklich.

Wir gönnten uns einen entspannten Spätnachmittag mit Pizza und Nudeln, bevor ich mich dann um halb acht auf den Weg nach Hause machte.
Das „Möp“ habe ich mit Kilometerstand 12331 übernommen.
Es war wegen jeder Kleinigkeit in der Werkstatt und ist nicht zu Tode geschraubt worden.
Die Keeway Easy 50 ist ein Zweitakter mit Öltank und zieht die Berge mit 55KM/h hoch. Bei ~60KM/h ist allerdings dennoch Schluss. Da greift die CDI, was auch vollkommen okay ist und sich damit bereits in der Illegalität befindet obwohl nichts an dem Möp verändert wurde.

In anderthalb Stunden sollte die Fahrt dann glücklich ausgegangen sein. Theoretisch.
Praktisch muss man dafür die richtige Bahn nehmen und wissen wo man hin will wenn man keinen Navi benutzt.
Letzteren konnte ich leider nicht in dem Möp anbringen, da keine Halterung vorhanden war. Ich hatte zwar die Tage vorher dran gedacht das mir eine Armtasche vielleicht helfen könnte, aber leider kam ich nicht dazu eine zu kaufen.
Ein grosser Fehler den ich da beging, denn die Fahrt endete nicht Abends um neun Uhr, sondern Nachts um halb drei.
Ich habe mich nicht nur total verfahren, sondern fuhr auch noch in die falsche Richtung. Das passiert halt wenn man jahrzehntelang nur noch mit Navi fährt.
„Früher“ wäre mir das nicht passiert. Da wusste ich immer in etwa die grobe Richtung. Wird Zeit mal wieder ohne Navi zu fahren.

12505 KM bedeutet, dass ich für eine Strecke von 60KM, schlappe 174KM verfahren habe.
Ich bin ja so ein Heldenkind. Und das nur weil keine Handyhalterung dran war.
Aber was noch schlimmer ist: Ich hätte mich per Ansage leiten lassen können, denn den Kopfhörer hatte ich in meiner Geldbörse dabei.
Das fiel mir aber erst drei Tage später auf.

Nicht nur das mir nach den Stunden der Po schmerzte, war mir vorallem schweinekalt denn auf eine Nachtfahrt war ich nicht vorbereitet.
Ich fuhr mit meinen einfachen Rollerklamotten. Sprich Mopedjacke, Jeans und natürlich keine zwei Paar Socken. Nur die neuen Handschuhe habe ich schonmal testweise probiert. Gottseidank hielten sie wenigstens etwas warm, obwohl es Sommerhandschuhe sind … und ebenfalls gottseidank hat Petrus mich mit dem Unwetter verschont welches in der Nacht begann als ich bereits zuhause war.
2 Grad über Null UND Regen hätte mich wohl mit Lungenentzündung ins Krankenhaus gebracht.

Das Möp hat jedenfalls sehr gut durchgehalten und als Zweitakter hat sie auch genug Wumms.
Ungetunt fährt sie knappe 60KM/h. Mir ist das genug.

Ein 48Liter Topcase habe ich nun auch wieder, aber die Halterung taugt nichts. Die muss ich verstärken.
Jedenfalls bin ich nun endlich wieder mobil und kann meine Fahrstunden erreichen.

Zuhause war es gottseidank gut durchgeheizt und ein heisser Kaffee brachte meine Lebensgeister wieder zurück, aber ich zitterte noch 2 Stunden später fröhlich vor mich hin.
Die Quittung: Etwas Halsschmerzen und eine leichte Erkältung.
Hätte schlimmer ausgehen können, denn unterwegs bekam ich leichte Panikanfälle als ich mit sich leehrendem Tank ohne Tankstelle in Sicht und einem Smartie mit leerem Akku kilometerlang auf der Landstrasse unterwegs war ohne zu wissen wo ich auskomme, oder ob ich weiterhin ins Nirvana fahre.

Allzeit gute Fahrt wünscht euch,
der Micha

Besuch des archäologischen Museum und Park Kalkriese – Varusschlacht

Eisekalt war es an diesem Samstag im Januar.
Allerdings schneefrei und die Sonne schien, somit konnte ein längst geplanter Besuch der Varusschlacht im OsnabrückerLand erfolgen.

Vorweg sei gesagt, da ich nun sehr viele Bilder eingefügt habe und es ein sehr langer Text wird, dass ich den Besuch des Museums absolut empfehlen kann.
Wer also nicht lange lesen und gucken will, der kann schon mal seine Reiseplanung in Angriff nehmen.

Von meinem Zuhause in Georgsmarienhütte ist es um die 30KM entfernt, also auch eine Tourmöglichkeit für Flipper.

Mit einer meiner Exen fuhr ich dann allerdings mittels PKW zum Museum.
Um Besucher anzulocken und die trüben Wintermonate zu überbrücken, hat man dort vom 11ten bis zum 25. Januar eintrittsfreie Tage eingeführt.
Eine gute Idee.
So kann man es sich mal anschauen und für sich entscheiden ob einem der Weg und der Eintritt die Sache wert ist. Museen sind nicht jedermans Sache und Geschichte kann fürchterlich langweilig sein.
In meiner Schulzeit gab es nur einen Lehrer der Geschichte spannend vermitteln konnte. Leider war sein Lieblingsthema der dritte Weltkrieg, aber wenn man zwischen den Zeilen zuhörte, konnte man durchaus das Grauen der Landser heraus hören.
Natürlich war bei ihm alles heroisch und seine Kampftruppe sowieso die Beste, aber es gab halt auch Worte wie Hunger, Kälte, Angst, Bombenlärm und Schmerz.

Okay zurück zur Varusschlacht und damit ins neunte Jahrhundert nach Christus.

Zunächst einmal waren an diesem Samstag fürchterlich viele Sonntagsfahrer unterwegs. Der eine bremste unvermittelt. Die nächsten schafften kaum die 40KM/H auf dem Tacho … trotz Dose. Ätzend. Einige Überholvorgänge später, verpasste ich die Einfahrt zum Museum … fuhr einen knappen Kilometer weiter und parkte dann an der Varus-Deele (= Varus-Diele).

Einem Landgasthof mit Stellplätze für Wohnmobile.
Besonders schick sah es aussen leider nicht aus. Alles etwas ungepflegt, aber egal, wir wollten ja erstmal nur parken, das Museum besuchen und danach vielleicht dort auf einen Tee einkehren.

Oben liegt die Bundesstrasse 218, auf der bei dem tollen Wetter auch ein paar echte Biker unterwegs waren um den Tag zu geniessen.

Für uns ging es Fuß zurück, entlang der Hauptstrasse zum Museum.
Was mir bis dahin gar nicht klar war, dass der Mittellandkanal direkt dort vorbei läuft.
Auf dem Bild ist hinten einer der fahrenden Frachter zu sehen.

Nachdem wir das Museum betreten hatten, konnten wir im hellen Vorraum, wo auch Kasse und Einlass ist, bereits einiges an Informationslektüre, Bücher, Spiele und Figuren entdecken.
Es fiel auf dass das Angebot auch die Jüngsten ansprechen soll und kann.
Für mich, als ebook-Leser waren besonders die Bücher interessant.
Die Bücher von Tommy Krappweis standen dort ebenfalls dabei, welcher in „MARA“ die Götter- und Sagenwelt der Germanen einbringt.
Die Verfiilmung wird wohl im April 2015 in die Kinos kommen.
Tommy Krappweis kennen die meisten aus „RTL Samstag Nacht“ und als Erfinder von „Bernd das Brot“.
Ich bin gespannt auf seine Triologie, die ich mir bereits zugelegt habe, welche aber noch warten muss, weil ich gerade „Die Bestimmung“ lese, dessen Film ich bereits angeschaut habe und spannend genug fand, um nun in die Tiefe zu gehen. Bücher sind halt Bücher und meist spannender, interessanter als die filmische Umsetzung.

Nachdem wir den Kassenbereich verlassen und uns eine „Laufkarte“ mitgenommen haben, ging es dann hinaus in die Kälte. smile

Aussen stehen überall Erklärungstafeln am Wegesrand, sodass man immer gut informiert wird, was hier zu sehen ist und auch wie es zu dem Fundstück kam, oder was es mit dem Kunstprojekt auf sich hat.

Direkt auffällig war auch der „Turm“, den ich erstmal nur als möglichen Ausguck wahrnahm, welcher sich dann aber als der museale Teil des Museum herausstellte, indem man mehr über die Geschichte, die Persönlichkeiten, die Künstler und auch über das dritte Reich erfahren kann, welches die Geschichte der Schlacht für ihren Nationalsozialismus teilweise missbrauchte.

Unterhalb des Turms befindet sich, geschützt, „das Botanikum“ welches zum verweilen einlädt.
Ich habe es mir nicht näher angesehen, da ich es im Winter fälschlicherweise nur für eine geschützte Ecke hielt. Mal schauen ob ich mir die 7,50€ Eintritt im Sommer leiste um mir das Ganze nochmals genauer anzuschauen.

Nachdem wir den Turm bestiegen hatten (genaugenommen fuhren wir mit dem
Aufzug hoch), konnten wir „unsere direkte Umgebung“ geniessen.

Man wohnt nicht wirklich schlecht zwischen Wiehengebirge und TeutoburgerWald.
Der „Dümmer See„, das Hermannsdenkmal, die Exter-Steine … all das liegt in mittelbarer Umgebung meines Wohnortes und durchaus auch mit dem Moped als Tagesfahrt anzunehmen.

Empfehlenswert ist auch der Abgang über die Treppe, auf der man sich gedanklich auf Kontroversen einstellen kann.

Zurück zum Museumsbesuchs.
Im Turm, befindet sich auch die grosse Ausstellung zur Varusschlacht und deren Fundstücke.

Bevor man den Museumstrack betritt, kann man die bereits erwähnte Geschichte und Erzählungen an einigen Schautafeln nachlesen. (Deutsch und Englisch).

Zwei hochinteressante Videos sind zu Beginn in einem Nebenraum zu sehen, die auch verdeutlichen dass alles anders sein könnte, wenn diese Schlacht nie stattgefunden, oder das römische Reich gewonnen hätte.
Was wäre dann? Würde es dann heissen „Wir sind das Volk“ für die Rechte aller Römer“?
Wie gesagt, ist alles in und auf dem Museumsgelände spannend und sehr tiefsinnig präsentiert und durchdacht. Man muss nur bereit sein sich damit zu beschäftigen und den eigenen Standpunkt zu verlassen.

Nachdem wir uns die Videos angeschaut und unsere Taschen in den Schliesschränken (1€ mitnehmen) verstaut hatten, ging es in die eigentliche innere Ausstellung.
Direkt zu Beginn läuft man entlang eines riesengrossem, beidseitigem „Wackelbild“ auf dem sich zur Linken und Rechten ein paar Kämpfer beider Lager „verstecken“.
Man muss sich schon ein wenig anstrengen um sie zu entdecken.
Leider ist es im Bild nicht zu erkennen, dass sich hinter dem rechten hellen Baum, linksseitig ein Krieger abzeichnet, der bei dem richtigen Blickwinkel deutlich zu erkennen wäre.

Jetzt, im Winter, wo kaum was los ist, kann man sich die Zeit und Ruhe nehmen um die Figuren zu suchen.
Wie das im Sommer, mit Horden von Kindern funktionieren soll ist mir schleierhaft.
Die paar Familien mit ihren Kindern verbreiteten bereits jetzt viel Hektik und vorallem Lärm (Kinder müssen halt fragen, rufen und auch ein bisschen herum tollen … und das ist gut so).
Die Informationen durch Schauschränke, aufziebare Schubladen, drehbare Infotafeln, Videos, Installationen sind so vielseitig und informativ erschlagend dass ich nicht einmal in dieser „Beinahe-Ruhe“ 50 Prozent dessen aufnehmen konnte, was mir das Museum bereit stellt.

Mittig nach dem Durchgang steht eine Abbildung der gefundenen Maske in Übergrösse.

Die Ausstellungsstücke kann ich unmöglich beschreiben.
Somit belasse ich es bei den Bildern und versuche nur das besondere zu erklären.

In der folgenden Installation findet ein Dialog zwischen „Varus und Arminius“ auf zwei Kugelbildschirmen statt, in deren Mitte man dem Gesprächsverlauf folgen kann. Es gibt drei mögliche Sprachverläufe, die ich mir allesamt nicht angehört habe, weil es durch die anderen Besucher doch sehr unruhig wurde (und weil ich nicht wusste was dort auf mich zukommt).

Eine weitere Installation ist der „Videoboden“ auf dem man einzelne Fundstücke durch begehen, offen legen kann.

Erwähnenswert ist auch noch die Umsetzung des Engpasses, durch den die Schlacht letztlich wohl auch entschieden wurde.

Im lichtdurchfluteten zweiten Raum, indem dieser Engpass zu sehen ist, steht auch die Nachbildung der römischen Armee.
Dargestellt durch tausende Figuren, in der Form, welche sie wohl beschritten haben.
Sehr eindrucksvoll.

Nicht so schön, aber wohl nicht zum umgehen, ist der Abdruck eines Vogels an der grossen Fensterfront, welcher wohl das Glas nicht gesehen hat.
*KannManNixMachen

Desweiteren befinden sich in diesem Raum jede Menge Münzen, Reste von Bekleidung und Knochen.

Weiter ging es dann in den dritten Saal, welcher sich auf dem 450qm grossen Ausstellungsbereich anschloss.

Und damit wurde der gut geheizte Innenbereich auch beendet … aber es gibt ja noch das Aussengelände.
Ja, ich weiß … ganz schön viel Text … aber hilft ja nichts. smile

Im Aussenbereich befinden sich viele Steinplatten, mit wichtigen Informationen, wie auch mit Anregungen um sich Gedanken über das Gesehene und die Geschehnisse zu machen. Insgesamt ist dieser Ort ein Platz um sein eigenes Denken und Handeln zu bewerten und sich neu zu positionieren.
Zeit muss man allerdings mitbringen. Sowohl für den Besuch, als auch für sich, währenddessen wie auch nachfolgend.

Aber zurück in die Kälte, die nun etwas ungemütlicher wurde, weil dunkle Wolken die Sonne teilweise vertreiben.
Hier ist eine Platten die man am Wegesrand entdeckt, auf dem Weg zum Pavillion „Fragen“.

Die drei Pavillons sind allesamt aus rostendem Metall erstellt, welches wohl einerseits die Stärke, als auch die Vergänglichkeit in Szene setzt.
Der Pavillion „Fragen“ lag zuerst auf unserem Weg

Der Pavillion „Hören“ liegt etwas verborgen und wurde durch uns nur entdeckt, weil die Bäume keine Blätter tragen (und weil wir dem Laufplan keine Beachtung schenkten ; ) ).

Tja …. und damit endet die Reise hier … denn sowohl mein Handy, als auch die Kamera haben keinen Saft mehr in den Akkus.
(Ich höre euer „Gottseidank“ bis hier hin ;) )

Der Pavillion „Sehen“, wie auch die Feuerstelle (von der ich allerdings enttäuscht war) und das derzeit geschlossene ArchäOmobil lagen noch auf unserer „Wanderstrecke“, bevor wir gut gelaunt aber hungrig und etwas verfroren das Gelände wieder verliessen.

Vielleicht ist es auch ganz gut das ich keine weiteren Bilder einstellen kann.
Somit könnt ihr euch euer eigenes Bild machen … und ich habe noch frisches Bildmaterial um mehr zu erzählen, wenn ich das Museum wieder besuche.

Beste Grüße,
der Micha

Achtzig Kilomer Testfahrt

Bei bestem Wetter (plus 23 Grad) machte die heutige Ausfahrt Spaß.
Zu Beginn ein wenig stressig, da ich wohl einen Fehler beim verlegen des Gaszuges machte.
Selbiger rutscht aus Volllast manchmal nicht zurück. Ich schaue mir das nächste Woche an.
Bei der Elektrik habe ich wohl auch einen Fehler drin, denn mein Rücklicht geht nicht.
Bremslicht ist okay, aber ohne Rücklicht möchte ich Nachts nicht unterwegs sein.
Auch das werde ich nächste Woche oder am Sonntag prüfen.

Die Tachowelle geht zumindest. Sie flattert zwar immer noch ein wenig, aber ich fürchte mal das ist der Technik zuzuschreiben. Zumindest habe ich nun halbwegs einen Ansatzpunkt wie schnell ich gerade fahre.

Der Vergaser ist auch noch nicht das Wahre vom Ei.
Sie springt an, sie läuft … aber der Schwimmerstand scheint mir falsch zu stehen und die Einstellung der Luftgemischschraube ist noch fehlerhaft. Sie kam mir so vor, als würde sie bei hoher Geschwindigkeit zu wenig Sprit bekommen. Der Durchfluss vom Tank durch den Hahn ist aber okay.
Es scheint ein längeres Thema zu werden.

Egal, denn im Moment möchte ich einfach nur halbwegs gut und sicher mit Trude unterwegs sein dürfen.

Und wenn auch das Videomaterial nichts taugte was ich mit der Keycam machte (Blickwinkel zu hoch eingestellt und zu wellig durch die Vibrationen), so habe ich wenigstens zwei Fotos heute gemacht.

Eines vor dem Haus, meines letzten Wohnort.

Und ein Weiteres auf halbem Wege nach Hause.
Ich kam aus der Blickrichtung und musste dann nach „hinten“ weiter.

Morgen habe ich einen Termin bei Ikea und hoffe das Trude zuverlässig mitspielt.
Geht alles gut, mache ich danach noch eine kleine Ausfahrt.

Allzeit gute Fahrt wünschend,
der Micha

Ein erster Trip nach „dat Uli“

Nun habe ich mit Trude eine Fahrt zu „dat Uli“ gewagt. Und leider
keine Bilder geschossen, obgleich ich genug zum aufnehmen hatte.
In
dem Zusammenhang fällt mir ein, das ich noch die Kamera auf Trude
stecken habe. Da muss ich nun nochmal in die Garage, bevor sie sich tief
entlädt … *aufspring.

Oh Mann was für ein Tag. Die Keycam habe ich gerade von Trude genommen. Mit grossem Überraschungseffekt.
Aber der Reihe nach.

Zur Mittagszeit machte ich mich heute auf, um zu schauen, wie Trude mit den neuen Federn läuft.
Da ich mir von Polo den Kompressionsmesser kaufen wollte fuhr ich zunächst in die Stadt.
Leider war er nicht vorrätig (ich habe nichts anderes erwartet), wurde aber bestellt und ich erhalte eine email wenn er da ist.
Da
ich der Meinung war das auf der selben Strasse ein MZ-Händler war, fuhr
ich sie einmal auf und ab. Es ist eine Strasse im Gewerbegebiet, etwas
ausserhalb von Osnabrück, aber stark befahren.
Beim Harley Davidson
Laden hielt ich dann an und parkte meine 2 Takt Trude, brav neben dem
Chromgedöns der Harleys. Man schaut zwar immer wenn ich sowas mache,
aber niemand meckert. (obwohl ich immer damit rechne, das jemand meinen
Roller anzündet). smile
Wie auch immer … hinein in den Laden
… brav gewartet bis man von dem wartenden Kunden die Rechung
unterschrieben bekam (Stundenlohn 89€) und kurz mal nach nem MZ-Laden
gefragt.
„Noe, gibt es hier nirgends.“ Sagte einstimmig Chef und Mechaniker.
Hmmm.
Da hatte ich wohl irgendwas anderes im Kopf. Nunja, ich bedankte mich,
wünschte noch einen schönen Tag und nahm die grummeligen Gesichter der
beiden anderen Kunden in Kauf, bei denen ich mich zwischen gedrängelt
hatte. Ging ja schnell. :P

Tja … und nun? Die Sonne brennt mit 33 Grad … mein Shirt ist eh schon klitschnass unter der Mopedjacke und meine Handschuhe sind ein wares Badeparadies.
Wenn
ich nun zurück fahre, komme ich wenigstens unter die Dusche und raus
aus den Sachen, aber damit weiss ich immer noch nicht wie Trude fährt.
Also, ab zum Dümmer. Knappe 60KM Landstrasse.

Kurz nach Belm, einen der letzten Vororte, fuhr ich auf einen Rastplatz um die Keycam anzubringen.
Dazu kam ich aber nicht mehr.
Eine gelbe Simson S53 (?) stand da auf dem Parkplatz und ich musste grinsen.
Wie gross ist wohl die Wahrscheinlichkeit das ich ausgerechnet dort und jetzt auf eine weitere Simme treffe? Sehr gering.
Der Simme gings aber gar nicht gut.
Der
Fahrer … um die 35 … hatte dort eine kurze Rast eingelegt und
danach ging gar nichts mehr. Das heisst, sie machte noch eine
Fehlzünding und war danach „gestorben“.
Zündfunke hat sie. Sprit und eine frische Zündkerze auch.
Leider hatte ich kaum Werkzeug dabei und so fit bin ich in der Technik noch nicht.
Aber als er versuchte anzukicken, hörte ich es blubbern. Der Motor war voll mit Benzin. Da springt nichts mehr an.
Leider
hatte der Fahrer den Krümmer, samt Auspuff sehr hoch gezogen, so dass
sich überschüssiges Benzin und Wasser in der Krümmermitte sammeln
konnte.

Ich riet ihm, zunächst einmal, mit geschlossenem
Benzinhahn und ohne Zündkerze, die Maschine im zweiten Gang über den
Parkplatz zu schieben, damit die Suppe rausgedrückt würde. Das brachte
leider nicht den erhofften Erfolg und da ich keine Zange dabei hatte,
konnte man den Krümmer auch nicht entfernen.

Ein paar Minuten später, fuhr eine 70(?)er Herkules auf den Platz.
Der Fahrer wollte zunächst weiter fahren, als er uns sah, aber ich bat ihn zu halten und wir hofften auf eine Zange.
Eine Zange hatte er nicht, aber wenigstens etwas Schrauberwissen.
Er riet dann die Maschine im ERSTEN Gang zu schieben, damit die Suppe raus kommt.

Okay,
der erste Gang war besser, als mein vorgeschlagener zweiter und etwas
kam heraus, aber sie blubberte immer noch wenn man sie kickte.

Kurz darauf kam ein Transporter auf den Platz. Der Fahrer hatte eine Rohrzange dabei und der Krümmer konnte ab.
Was dann da rausgeflossen kam, waren locker anderthalb Liter schwarze Benzingülle.
Die
Karre war buchstäblich ertrunken und der Fahrer konnte von Glück reden
das sich das Gemisch nicht entzündet hat. Das hätte böse enden können.

Auch
wenn es ein gutes Bild geworden wäre, wollte ich aufgrund der Personen
keines machen und liess die Kamera wo sie war. Leider vergass ich bei
allem auch die Keycam anzubringen.

Er machte noch alles sauber
und ich gehe mal davon aus, dass er danach gut weiterfuhr und zuhause
den Auspuff zurückbaute, damit ihm das zukünftig erspart bleibt.
Der Herkulesfahrer und der Transporter blieben noch bei ihm, während ich mich wieder auf die Fahrt machte.

Die
weitere Fahrt ging dann direkt durch bis zu „dat Uli“, wo ich mir zwei
Kaffee trinken, und ein wenig plaudern konnte bis ich mich kurz darauf
wieder auf den Rückweg machte.
Allerdings nicht ohne auf der Tour eine Neuigkeit von Trude zu erleben.
Irgendwann auf der Landstrasse (mein Navi zeigte ~55KM/h an), wunderte ich mich das der Schlüssel am Band hing.
„Ohhh … wie kann das denn sein, dass der Schlüssel aus dem Schloß rutscht?“ , dachte ich mir und schob es auf die Vibrationen.
Mit
den Vibrationen lag ich schon ganz richtig, wie mir ein paar Minuten
später auffiel, denn am Band baumelte nicht nur der Schlüssel, sondern
an diesem wiederum der Schliesszylinder des Zündschlosses.
„Was??? Da kann garnicht sein! Oder doch?“
Doch
es konnte und kann sein.

Der Zylinder wird, wie ich bei Uli
feststellte, von einer kleinen Schraube im Zündschloss gehalten. Diese
Schraube hat sich wohl verabschiedet und somit konnte das Zündschloss
raus. Da die Maschine ja schon auf „On“ geschaltet war, blieb sie an,
liess sich allerdings nicht mehr so einfach ausschalten.

Als ich
Trude abstellte, musste ich zunächst einmal den Zylinder wieder
einführen und dann den Punkt suchen, wo die Schalter betätigt werden. Es
ging relativ zügig und ist der ultimative Diebstahlschutz, aber so kann
das nicht bleiben, denn in der Garage ist das nicht so prickelnd wenn
der Motor noch lange läuft.

Im OsnabrückerLand fuhr ich einen kleinen Bogen, weil ich nicht durch die Stadt wollte.
Irgendwo
auf dem Land, neben einem Bauernhof, hielt ich an und steckte die
Keycam aufs Schutzblech um zu sehen, ob die Federn vielleicht den Lauf
ruhiger machen.
Obwohl ich mir sicher bin das dem nicht so ist, weil
ja das Schloss rausvibrierte und meine Spiegel ab 50 auch nur noch
vibrierende Etwasse hinter mir anzeigen.

Aber ich wollte es halt nochmal probieren, zumal die Gegend auch nett zu fahren ist.
Es
ging also mit Videocam weiter und ich fuhr, mit einem Tankstop und
einem erneuten Gefummel mit dem Zündschlosszylinder, nach Hause.

Als ich dann vorhin die Keycam nachträglich von Trude holte, fand ich sie so vor.

Normal ist das nicht!
Ich gehe nicht davon aus, dass das Video brauchbar ist. Allerdings bin ich froh, dass ich sie an eine Leine mit zweitem Klettband anbrachte. So schlackerte sie wohl „nur“ am Schutzblech entlang und ging mir nicht verloren.
Vielleicht sollte ich die ganze Trude mit Klettband einwickeln? ;)

Ich muss diesen Vibrationen auf den Grund kommen!
Wahrscheinlich ist mein Hauptproblem die Kurbelwelle, der Kupplungskorb, oder etwas in dieser Richtung.
Ich werde noch dahinter kommen und hoffe darauf das mich Trude unterwegs nicht einfach stehen lässt.

Nun schaue ich mir mal das Video an … oder was davon übrig ist.
Sollte etwas verwertbares dabei sein, stelle ich es online.

Tja …. soweit die Theorie. In der Praxis finde ich keine SD-Karte mehr in der Cam.
Habe ich vergessen eine rein zu tun?
Dann müsste sie aber noch auf dem Arbeitsplatz sein.
Oder ich habe sie auch verloren.
Morgen suche ich mal nach der Karte. Ich kann mir vorstellen das ich sie hier finde.

Naja … war trotzdem ein schöner Sonnentag. smile

Boah … ich will fahren

Erst hämmert mir die Grippe bei den einzigen zwei Sommerwochen dazwischen und nun der Herbst. Das Wetter ist nicht gut für mein Wohlbefinden und auch nicht gut um an Trude zu schrauben.
Die ganze Zeit hängt der Himmel voller dunkler Wolken, aber erst wenn man raus geht, regnet es auch. Man fühlt sich ein wenig veralbert.

Dennoch musste ich heute, trotz miesem Wetter und meiner Bronchitis, auf die Strasse.
Eigentlich wollte ich ein Video machen.
Die Aufnahmen konnte ich leider löschen, da sie viel Himmel und wenig Strasse zeigen.
Den genauen Befestigungspunkt muss ich noch herausfinden.
Morgen will ich es wohl nochmal versuchen. Mal schauen.

Ich habe eine kurze Fahrt rund um Osnabrück gemacht.
Obwohl ich über eine Stunde unterwegs war, zeigt mir die Map nur 34,4 KM an. Ich ging von knappen 80 KM aus. So kann man sich verschätzen.

In Jeggen, einem westlichen Vorort von Osnabrück, lies Petrus dann auch die Schleusen aufgehen, so das ich rechts ran bin und mir den Regenkombi überzog.

Ich kam von rechts und fuhr nach links, aber meine Wohnung liegt in Blickrichtung.
Auf der Landstrasse fährt es sich aber besser, darum fuhr ich den kleinen „Umweg“.

Vielleicht gibt es ja morgen ein Video.
Allerdings wird es nicht besonders schön, da der Sound sehr kreischend ist und die Vibrationen sich auch auf das vordere Schutzblech übertragen.
Aber einen ganz kleinen Einblick möchte ich schon geben.

Einen schönen Tag oder Abend wünschend,
der Micha

Update: 29.06.2013

Ein kleines Video auf dem Weg nach Melle.

Achtung: Ätzender Ton und wackelnde Bilder

Leider sind einerseits die Vibrationen zu hoch und andererseits scheint die Stelle auf dem Schutzblech nicht die Beste zu sein.
Die Wellen zeigen mir, das es zuviel Störeinstrahlung gibt. Oder kommen die vielleicht durch die Vibrationen?
Ich muss unbedingt die Vibrationen los werden um den Rest der Maschine in den Griff zu bekommen.

Ich bin dann mal tanken

Ich wollte gerade los, um ins Kino zu fahren, als es an der Tür klingelte.
Nein. Ausnahmsweise stand einmal nicht mein Nachbar besoffen im Türrahmen, sondern meine Bekannte aus Bad Iburg, welche mir ein Schälchen frische Erdbeeren unter die Nase hielt.
„Damit Du wieder gesund wirst … und bekomme ich hier einen Kaffee?“, grinste sie.
Da kann man nicht Nein sagen und wir nahmen uns anderthalb Stunden Zeit, zum quatschen und senseo trinken.

Den Film konnte ich natürlich vergessen, aber sooo schlimm ist das auch nicht.

Gegen 19 Uhr fuhr sie dann wieder und ich ging direkt mit raus um Trude mal neu zu betanken. Ein paar hundert Kilometer hat sie ja nun hinter sich und eine Tankanzeige gibt es nicht (aber einen Reservehahn).
Ich fuhr zur örtlichen Esso und tankte 4,04 Liter zu 1,549€/L.
Mein KM-Stand ist bei 7129.

Da das Wetter prächtig ist und ich gut eingepackt bin, nutzte ich die Gelegenheit um Trude auch direkt eine Runde auszuführen. Schliesslich muss ich auch zusehen ob ich alles schön fest geschraubt habe.
Ich ging also auf eine Fahrt „der-Nase-nach“, durchs Osnabrücker Land.
Beinahe genau zwei Stunden später liegt die Testfahrt erfolgreich hinter mir und „Trude“.
http://goo.gl/maps/eXSzF

Auf dem Rückweg habe ich noch einen Zündappfahrer getroffen, der leider
nach Hause schieben muss, da er einen Platten hat und ich kein
Pannenspray-Spray dabei habe.
Genaugenommen habe ich gar kein Pannenspray, welches aber nun sofort in den Warenkorb für Juli wandert, denn schieben ist Mist.

„Trude“ hat wohl die Fahrt sehr gut überstanden … ich schaue es mir nachher genauer an.
Bilder gibt es mal wieder keine. Sosehr ich das ausfahren auch geniesse, ist es für mich immer noch eher eine Testfahrt im Kopf, statt einer Ausfahrt. Und somit beschäftige ich mich mehr mit dem Verhalten der Maschine, als mit der Schönheit der Landschaft.
Das muss ich die Tage unbedingt mal anders machen.

Liebe Grüße,
der Micha … der auch in diesem Jahr nicht mehr auf grosse Deutschlandtour gehen wird, da die Ersatzteile alles Geld auffressen. Also … positiv an 2014 denken. ;)