Erster Nähtreff im Karl-Leissner-Haus in Hilter

Boahhh, so knapp hinter einander sind Nähtreffs Fluch und Segen zugleich.

Die Anfahrt war für mein kleines, gestresstes und vollbeladenes Moped arg mühsam und langwierig, aber es hat tapfer durchgehalten.
Obgleich ich schon angekündigt hatte nicht zu den ersten zu gehören die eintreffen, war ich es dennoch … und leicht verwirrt weil 15vor10 Uhr noch niemand da war und ich nicht wusste ob ich richtig bin.
Mein Navi hatte für die Strasse leider keine Hausnummer parat und ich stellte mich einfach zwischen einer Kirche und einem Kindergarten.
Es war aber alles richtig … und während wir noch rätselten ob wir nun nach links (Kirche) oder geradeaus zum Haus müssten, kam die Gastgeberin und schickte uns nach rechts. War ja klar. smile

Die Örtlichkeit war gut geheizt, die Sonne tat ihr übriges.
Gegen Mittag wurde es denn auch Zeit die Fenster zu kippen.

Wie immer waren wir alle fleissig. Die Mutter unserer Gastgeberin war mit der „Produktion“ von Voodoo-Püppchen beschäftigt.
So einen Schnitt habe ich schon lange hier liegen und wollte ihn immer mal als Geschenk nähen … aber was ich alles so will.
Eigentlich hatte ich vor ein Projekt mit Wachstuch aus dem neuen Heft zu verarbeiten und vielleicht dann noch eine Wildspitz reparieren, aber weiß der Geier warum habe ich meine Tüte mit Wachstuch und der Wildspitz vergessen.
Dumm gelaufen.

Alternativ dachte ich mir dann das ich einen Leseknochen aus dem letzten IKEA Gewebe mache … zum ausarbeiten wäre ein Stickrahmen aber sinnig gewesen … den ich diesesmal auch nicht dabei hatte.
*Merde
Freihandsticken nur per händischem Strammhalten geht jedenfalls gar nicht. Viel zu anstrengend und unsauber.

Also beliess ich das Gewebe wie es ist und werde es die Tage nach und nach mit Stoffmalfarbe bearbeiten.
Damit mir nicht langweilig wird, habe ich den „Knochen“ allerdings schon mal genäht.
Danach schnitt ich dann eine Wildspitz zu, die eigentlich erneut aus Kaffeepadverpackungen gemacht werden sollte, die ich aber ebenfalls nicht dabei hatte.
Oh Mann, was für ein Tag.

Meinen Erstversuch der Kaffeepad-Wildspitz wird übrigens, entgegen meinem Gedanken, doch von mir täglich getragen und genutzt.
Wie ich nicht anders erwartet hatte ist die Kaffepad-Verpackung von Real als Aussenstoff vollkommen ungeeignet.
Der Papierdruck löst sich langsam aber sicher auf, während sich die Verpackung im Innern (auch beim Kleingeld) gar nicht abreibt oder sonstwie beschädigt wird.
Insgesamt also stabiler und hübscher als erwartet.

Aber zurück zum Treffen:
Ich schnitt dann den beschichteten „Holzdruck“ aus Ikea passend zu und war den Rest des Tages mit dem Portemonnaie beschäftigt.
Leider hatte ich direkt zu Beginn den Auslass für den RV falsch geschnitten. Statt einer schmalen Öffnung konnte ich den RV darin in voller Breite versenken. Es konnte noch so eben (wenn auch nicht sehr glatt) gerettet werden.
Da bin ich mal wieder froh das ich es nicht beruflich mache und neu beginnen muss.

Bei dem vernähen des zweiten RVs tue ich mir immer wieder sehr schwer.
Welche Seite muss nun wo und wie herum an welche Seite des RVs?
Ich brauche dafür immer ne halbe Stunde, bis ich fertig um die Ecke gedacht habe und nicht laufend wieder auftrennen muss, was bei dem beschichteten Stoff, bei Wachstuch und Verpackungen sowieso eine Katastrophe ist, da sie durch das vernähen bereits perforiert werden.

Gegen halb vier waren dann leider die ersten Mädels „Fertig“.
Leider war ich heute nicht der einzige der sein Zeug zuhause vergessen hatte.
Gegen 17 Uhr war dann allgemeiner Aufbruch angesagt. Die Mädels hatten keine Lust zu warten und ich musste zusehen das ich meine Plörren (die sich nun einmal nicht so schnell verstauen lassen, als wenn ich mit einem PKW unterwegs wäre) irgendwie auf die Schnelle noch verstaut bekomme, während ich schon vom Staubsauger „gejagt“ wurde.
Fand ich nicht so toll … aber was will ich machen.

Einen eigenen Nähtreff ins Leben rufen ist mir denn doch zu anstrengend, also beuge ich mich dem „Frauenpower“ ;)

Sooo … bis zum nächsten Treffen am siebten November ist noch Zeit.
Allerdings wird der November auch wieder „hektisch“, weil nach dem Nähtreff Stoffmarkt und dann schon der nächste Nähtreff folgt.
Zwei Wochen „FullPull“. Ich werde es geniessen.

Wie ich da hin komme ist allerdings noch eine grosse Frage, da sich meine Sattelkoffer verabschiedet haben.
Die Riemenhalterung ist unrettbar ausgerissen.

Mein Glück war nur, dass sie erst exakt bei der Einfahrt in meine Mopedabstellkammer rissen, sonst wäre ich nicht ohne Weiteres nach Hause gekommen.

Neue Koffer kosten ein Vermögen, da Polo diese Taschen nicht mehr (oder nur sehr selten) vertreibt. Da werde ich mir also was einfallen lassen müssen … vielleicht sollte ich mal meine Jeans zerschnibbeln, oder die IKEA-Taschen ins Auge fassen zur Weiterverarbeitung … *grübel
Alternativ hoffe ich darauf das mich eines der „Nähmädels“ abholen kann, oder ich mir einen PKW meiner Bekannten ausleihen darf.
Mal schauen was und wie ich das regel.

Eine gute Näh-/Zeit wünschend,
der Micha

*Nachtrag:
Da man den Wunsch geäussert hat das ich bestimmte Personen auch nicht verfremdet veröffentliche, gibt es hier nun nur wenige Bilder (weil sie im Nachhinein entfernt wurden) und zukünftig nur noch leere Plätze zu sehen.

Ich respektiere diesen Wunsch absolut, aber es ist fast unmöglich bei einem Gesamtbild den einen oder anderen dabei auszublenden.
Und auf langes Retouschieren habe ich wirklich keine Lust.

Interessant sind ja letztens auch nur die Gegebenheiten und vielleicht das ein oder andere was ich so fabriziere.

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Zweiter Nähtreff in Kloster Oesede

Am Sonntag war es (endlich) wieder soweit.
Der nächste Nähtreff wurde eingeläutet.
Die Vorplanung durch zwei Frauen an zwei verschiedenen Standorten lief in den letzten Wochen auf Hochtouren.
Letztlich konnte man im Kloster Oesede ein paar Termine für dieses Jahr festmachen und zusätzlich konnten im Nachbarort ebenfalls zwei Termine eingeschrieben werden.

Beim jetzigen Nähtref waren wir bereits (Bericht) und hatten wiedereinmal einen tollen gemeinsamen Tag miteinander und an unseren Maschinen.

Erfreulicherweise spielte auch das Wetter mit, denn ich muss ja meinen Kram auf der Karre transportieren.
Die Sonne schien, aber es war am Morgen doch schon extrem knackig kalt.
Nunja, wir haben halt Herbst.

Den zusätzlichen Rucksack musste ich mitschleppen um meine Verlängerungsschnur unter zu bringen.
Ich hatte zwar gedacht das ich sie vorne im Handschuhfach deponiere, aber einerseits wäre das sehr eng geworden und andererseits auch sehr unsicher.
Also deckte ich lieber meine Warnweste nach hinten hin, durch den Rucksack ab und musste nicht befürchten das dass Kabel bei einem der vielen Schlaglöcher aus der Halterung auf die Strasse rutscht.
Sicherheit steht halt bei zwei Rädern an erster Stelle und wird bei mir nur mangels Finanzen nicht konsequent in der Kleidung fortgeführt (Sprich: Mir fehlt eine Motorradhose/-jeans und meine Jacke ist etwas zu klein (bekam ich aber geschenkt) und bessere Stiefel wären mir, nebst Handschuhen und gutem Helm auch lieber …. aber was nicht ist, ist halt nicht).

Zunächst einmal wurden wieder, nachdem wir unsere Plörren reingeschleppt hatten, die Tische und Stühle umgestellt, sodass wir uns gegenüber sitzen konnten und bei der Teilnehmerzahl wieder einmal einen Tisch pro Person belegen konnten.
Ausserdem brauchten wir noch ein paar Tische zum zuschneiden und für das „Mädelsbuffett“.

Zwei Kids waren als Begleitung auch dabei, nähten allerdings nicht selber, sondern spielten die Stunden über mehr oder weniger intensiv miteinander.

Bevor es los ging, wurde natürlich erst einmal aufgebaut, rumgesucht, geräumt, hingelegt, weg geräumt, anderes raus gesucht … ihr kennt das wahrscheinlich.

Seltsamerweise kommt auch immer „akute Unlust,““ich hab nicht das passende dabei“, und „eigentlich wollte ich …“ bei solchen Treffen zum Vorschein. ;)

Nichtsdestotrotz waren wir wieder einmal alle unglaublich fleissig und hatten unseren Spaß dabei.

Der Zuschneidetisch wurde auch immer wieder (auch von mir) in Beschlag genommen, was uns zeigt das es ohne dem, ebensowenig wie ohne dem Bügeltisch nicht geht.
Zuschneiden am NäMa-Tisch ist einfach nicht das Wahre und kann nur bei Kleinigkeiten aushelfen.

Fütterungsstunde haben wir natürlich auch … aber das machen wir alle so wie es gerade dem einzelnen passt.

Meinereiner hatte sich übrigens ein UFO mitgenommen, welches ich die Tage zwischen den Stoffen wieder fand.
Bis dahin hatte ich keine Ahnung warum ich die „Wildspitz“ dazwischen liegen hatte.
Erst nach und nach fiel mir auf warum ich es nicht weiter verarbeitet hatte.
Schon beim Einsatz des RVs hatte ich einen Fehler gemacht … ausserdem war es viel zu schmal und an anderer Stelle viel zu lang.

Mein Lieblingseinsatzgerät konnte also die sechseinhalb Stunden die wir dieses mal zusammen sassen, zum Einsatz kommen …

Während man immer wieder laut aus der Mädelsrunde ein Gefluche, Gemecker und laute Verzweiflung hörte, musste meine Tischnachbarin damit leben dass ich zwar das selbe mache … nur leiser ;)
So bin ich halt.

Dennoch liess sich niemand aufhalten und wir liessen die Maschinen rattern, stachen uns in die Finger und fragten uns leise warum wir uns das eigentlich antun. *kicher

Gegen halb sechs hatten wir dann die Tische und Stühle wieder so hingestellt wie wir es vorgefunden hatten, der Spül war eingeräumt und der Boden gefegt, so dass wir uns wieder mit Sack und Pack auf den Rückweg machten.

Mein UFO hatte ich bis auf die Schliesse auch fertig bekommen.

Mein Gott liess mich auch, trotz mittlerweile dunkel aufziehender Wolken, trocken nach Hause kommen.

Und damit verabschiede ich mich aus diesem Beitrag, mit den liebsten Wünschen an euch und einem letzten Blick auf die Umgebung

euer Micha

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Erster Nähtreff der Osnabrücker NäherInnen in Kloster Oesede

Moin ihr Lieben,

es war nach langer Vorbereitung endlich soweit und es konnte ein erster Nähtreff im Gemeindehaus des Kloster Oesede für einen Probelauf reserviert werden.

Das Treffen sollte um 10 Uhr beginnen.
Ich hatte wochenlang keine Ahnung was ich dort mit hinnehmen sollte und entschied mich letztlich dazu nur zwei Leseknochen, etwas Restgewebe (gottseidank) und noch etwas zum Freihandsticken mitzunehmen.
Die Erfahrung aller bisherigen Nähtreffs zeigte, dass viel geredet, etwas gegessen und wenig genäht wurde, also werde ich damit locker hin kommen.

Ich packte also meine Seitentaschen mit meiner frisch gefetteten und wiederhergestellten Maschine (der zerlegten 1235er), meiner Zubehörtransporttasche, 2 Wasserflaschen und dem Nähzeug voll.
Schlappe 15 Kilo hingen da an der Seite und das Fahrverhalten der 3PS Maschine war etwas linkslastig.
Ging aber alles gut.

Ebenso skeptisch war ich bei der Teilnehmerzahl. Trotz monatelanger Vorankündigung erwartete ich von den möglichen 7 Teilnehmerinnen maximal vier. Eher drei.

Nun … manchmal kommt es anders, undso. smile

Von den sieben Teilnehmerinnen (mit mir acht), waren alle zugegen.
Wir bekamen den Konferrenzraum zur Verfügung gestellt und das bedeutete das wir ausreichend Tische und Platz hatten.
Toll.

Die Mädels machten sich ein Buffett … aber leer wurde es nicht.
Maximal um 18 Uhr hätten wir den Raum abgeben müssen, aber wie ich schon schrieb „manchmal kommt es anders“.
Wir haben sage und schreibe volle sieben Stunden an unseren Maschinen gesessen.
Es wurde genäht, gesteckt, zugeschnitten, geflucht, gequasselt und gefuttert.
Ein Quilt wurde bearbeitet, 20 ! Hasen als Kiga-Abschiedsgeschenk vernäht, 8 Kleidungsstücke fürs Kiddie fertig gemacht, eine aufwändige Geldbörse beinahe fertiggestellt (leider fehlte ein Endlosreissverschluss) und und und … ein Wahnsinn.

Und so sah das aus:

~ Bild aufgrund eines Wunsches der Dargestellten entfernt ~
Darum gibt es hier kein Bild, aber vom zweiten Nähtreff.

Und ich selber?
Nun, ich hatte viel zu wenig Material mit (aber damit hatte ich nun wirklich nicht gerechnet).
Ansonsten habe ich es mal wieder geschafft an einem Leseknochen vier, statt drei Seiten zu nähen (womit er dann zu einem Peanut wurde ;) ).
Beim vernähen habe ich immer wieder nacharbeiten müssen, weil ich nicht gesteckt hatte und somit ab und zu ein kleines Loch übrig blieb. Okay, ist nur ein Leseknochen und die Innennaht ist nachher nicht mehr sichtbar, also nochmal drüber.
Sehe ich dabei nicht so eng.

Allerdings hatte ich mir zuhause bereits einen neuen Ausdruck machen müssen, weil mein bisherig eingesetzter doch schon sehr abgenutzt war.
Gesagt, getan … und dabei auch einfach mal das acht Inch Testquadrat nachgemessen.
Ohhhh … tja … wie sage ich es nun am besten?
Meine bisherigen Leseknochen sind toll. Benutze ich selber und alle meine Freunde denen ich sie geschenkt habe, erfreuen sich auch daran … aber … nunja, seht selbst:

Der untere hat die Original-, der obere die bisher verwendete Größe.
Ich hatte ihn seinerzeit hochkant, statt waagerecht ausgedruckt.

Und so sieht das Ergebnis dann aus.
Die blauen sind im Nähtreff entstanden.

Jajaaaa … Micha halt. smile

Da ich danach nichts mehr zu tun hatte, nahm ich mir meinen Handstickrahmen, spannte etwas weisse feste Baumwolle ein und begann Freihand zu sticken.

Das braucht natürlich seine Zeit bis zur Fertigstellung, aber was im Nähtreff zustande kam, werde ich noch fertig stellen und dann erneut darüber berichten.

Allzeit ausreichend Nadel und Garn wünschend,
der Micha

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Zweiter Nähtreff in Duisburg und ein paar Kissen

Moin ihr Lieben,

die letzten Wochen passierte hier so viel überflüssiger Nachbarsschaftsstreit dass ich kaum noch an den Maschinen sitze.

Nichtsdestotrotz konnte ich zum Nähtreff fahren und genoss die kleine Runde mit Sandra und Elke bei Katja.
Ein Kurzbesuch bei meiner Tochter wurde vorab absolviert, wodurch sich allerdings mein Erscheinen am Nähtreff um eine Stunde nach hinten verschob.
Nicht schön, denn ich achte sehr auf Pünktlichkeit.

Mein Lieblingstochterherz hatte ich vorab noch einen Leseknochen aus Jeans genäht.

Nach dem kleinen aber liebevollen Rüffel von Katja und einem leckeren Stück Rhabarberkuchen mit ner Tasse Kaffee dazu, rauschten wir ins Schneideratelier und bauten die Maschinen auf.
Sandra hatte ein paar Fragen zum Freihandsticken und ich staunte nicht schlecht wie gut sie dieses bereits konnte. Eigentlich fehlte ihr nur der Mut etwas einfach an ihrer Singer auszuprobieren.
Zudem war kein Stickfuss vorhanden, was die Sache erschwerte.

Da sie aber auch noch eine Pfaff besitzt, konnten wir uns an Katjas Pfaff davon überzeugen wie einfach dort der Stickfuss angebracht und mit der Arbeit begonnen werden kann.

In der Kürze der Zeit, blieb aber auch Zeit für private Gespräche und vorallem für ein Miteinander lachen.

Gegen halb sieben war dann leider wieder Aufbruch angesagt und ich fuhr mit zu Elke damit ich ein paar Tage Ruhe vor den lärmenden Hausbewohnern bekomme.

Wenn auch nicht ganz entspannt, nähte ich ihr noch zwei 50x50er Kissen mit Hotelverschluss, für ihre Nichten.

Die Wochen vorher hatte ich noch einen Leseknochen als Geschenk für eine alte Bekannte fertig gestellt den ich dann gestern bei ihr zustellen lassen konnte.
Gefallen tut er ihr … ob sie damit gut klar kommt, wird sich noch rausstellen müssen.

Einen schönen Sonntag wünschend,
der Micha

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Nähtreff in 49170 Hagen

Bereits zum Jahresausklang stiess ich auf einen Nähtreff in Hagen, der von der katholischen Erwachsenenbildung (KEB) angeboten wird.

Lange bin ich nun drum herum geschlichen und habe mit mir gehadert ob ich das nun machen soll oder nicht.
Wie den meisten von euch bekannt ist, habe ich ein Problem mit Menschenansammlungen. Dazu kommt dann noch eine vollkommen neue Situation durch eine fremde Umgebung und die auf mich gerichteten Blicke (als Mann im Nähtreff).
Aber … ich will mich auch nicht dauerhaft in meiner Wohnung verschanzen und kommunikativ bin ich ja eigentlich auch.
Somit habe ich mich dann gerade dort angemeldet und hoffe darauf, dass das Wetter mich möglichst oft daran teilnehmen lässt, denn ich bin ja mit dem Moped unterwegs.

So sieht das aus, wenn ich unterwegs bin.
Die Maschine muss dann in die Seitentasche und auf die andere Seite das Zubehör.
Getestet hatte ich das schon 2012 beim privaten Nähtreff in Georgsmarienhütte, der sich leider als nervig entpuppte.

Ich rechne damit das es hier nun weitaus entspannter abläuft.
Mal sehen. Es wird auf jeden Fall berichtet.
Nun hoffe ich nur auf möglichst trockenes, aber auf jeden Fall auf Schnee- und Eisfreie Strassen im Februar.

Allzeit ausreichend Nadeln, Garn und Material wünschend,
der Micha

Nachtrag: 15:30 Uhr

Ich bekam gerade einen Anruf von der KEB, dass ich bitte die Kursgeberin mal kontakten möge.
Und schon ist wieder alles hinfällig, weil einerseits die „Kurs“zeiten falsch angegeben sind und andererseits der Kurs (trotz anders lautender Onlinemeldung) bereits besetzt ist.
Der Nähtreff ist mit 10 Leuten voll (die sich jeweils einen halben Tisch teilen müssen) und für eine 11te Person ist einfach kein Platz. Die Gruppe arbeitet auch schon seit Jahren miteinander und somit ist das Angebot eher keines, weil es lediglich durch Ausfall zu einem freien Platz kommen würde.
Sehr schade, aber nicht zu ändern.

Also alles auf Anfang und sich neue Überlegungen gemacht.
(Vielleicht doch ein monatliches Treffen im Familienzentrum Maries Hütte?)
Aber da müsste dann wahrscheinlich Geld für gezahlt werden.
Ich werde erstmal wieder darüber nachdenken.

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Neuer offener Nähtreff in Georgsmarienhütte?

Ich habe gerade mal diesen knapp 3 Jahre alten Eintrag wieder gefunden.
Meine Güte war das ein stressiges Gewusel in der Zeit.
Vorallem war es sehr, sehr, sehr kurz.
Drei oder viermal war ich dabei, dann war es das bereits.

Bei meinem letztem Besuch MUSSTE ich meine Maschine mitbringen und nähen.
Nähen? Ich hatte zu der Zeit gar kein Projekt auf dem Schirm. Was soll das?

Also gut … hole ich halt meine Maschine mal eben ab, zog lustlos ein paar Nähte und war dann auch froh als man das Ende einleitete.
Mal ehrlich. Wie blöde bin ich eigentlich? Wenn ich nichts zu nähen habe, habe ich halt nichts und wenn das monatelang so geht, dann ist das halt einfach so. Ich muss/will davon weder leben, noch ein Zubrot verdienen.
Ich mache das für mich und zur Freude derer die ich die damit beschenke.
Ende.

Jedenfalls war beim letzten Male die Stimmung, nach meiner Rückkehr, auf Kontra-Michael gekippt.
??? Hähhhh??? Was ist denn hier los? Ich packe niemanden an (ausser eine kurze Umarmung zur Begrüssung/Verabschiedung). Baggere keine Frauen (und auch keine Männer) an … und möchte mich einfach nur treffen, unterhalten und eine gemeinsame Zeit verbringen. Lernen tut man sowieso voneinander und sei es nur durch zuschauen, oder einem einzigen Satz in den Stunden. Sollte ein Abend dann auch dieses nicht hervorgebracht haben …. was solls? Alles gut.

Im Nachhinein (nach diesem letzten Abend dort) sah ich ein, das die Initiatorin doch nur neue Leute kennenlernen wollte, die einerseits weiblich sind und andererseits sie aus dem langweiligen Eheleben erretten sollen.
Nun. Ich bin weder weiblich, noch homosexuell, noch habe ich vor irgendwessen langweiliges Leben zu bespassen.
Wenn ich zu einem Nähtreff gehe, dann gehe ich dort des Treffens wegen hin … ob mein Gegenüber nun eine Pussie oder einen Schwanz hat ist mir zu 100% egal und ich habe auch nicht vor dort den Bespasser abzugeben, sondern will mich nur nett unterhalten.
Ein paar Stunden raus aus dem anderen Leben, unter Leute.
Dabei darf man auch mal flÖrten (finde ich) wenn man die Finger bei sich behält und nicht unter die Gürtellinie gerät.
Das letzte was ich will; Mich in eine Partnerschaft einmischen.
Ich habe schon genug mit mir zu tun. Da interessiert mich das zwischenmenschliche bei Anderen ehrlich gesagt Null.
Natürlich kann man darüber reden und ich kann auch darlegen wie ICH mich dann verhalten würde, aber letztlich ist das nicht mein Problem und auf FremdgeherInnen kann ich eh nicht. Entweder/Oder ist meine Devise, alles andere ist unterste Schublade.

Boah komme ich gerade in Rage, wenn ich an die kurze Zeit zurück denke.
Ich kann „falsche“ Leute auf den Tod nicht ausstehen und an dem letzten Abend hatte ich es dann überraschenderweise gleich mit dreien auf engstem Raum zu tun.

Die einzige Person die ich aus dieser Zeit „vermisse“ ist die ältere Dame (~70?) (keine Ahnung wie sie heisst) die ebenfalls nur des Treffen wegens dort war.
Schade. Wir haben uns nur zweimal dort kurz gesehen. Sie hat ihr Ding gemacht und ich meines. Es bedarf nicht mehr Worte als ein ehrliches „Schön Dich zu sehen“ (ich duze meistens) und ein „Alles Liebe“ zum Abschluss. Sehr angenehm war sie für mich. Ich hoffe es geht ihr gut.

Tja, nun (also nicht in diesem Moment, sondern schon etwas länger) überlege ich mir wie man einen offenen Nähtreff (wer kommt, der kommt … ich bin einfach nur da) in Georgsmarienhütte erneut ins Leben rufen könnte.
Mal schauen was sich da anbietet. Kosten darf es nichts, bis ganz wenig.
Meine Minirente reicht eigentlich für gar nichts, aber das hält mich ja nicht davon ab es dennoch zu machen, zumal sich ergeben hat das ich nun noch mindestens 10 Jahre hier festhänge. 10 Jahre sind eine lange Zeit und wer weiss schon was in dieser Zeit noch alles passiert.
Ich würde mich auf neue Leute freuen, die einfach nur ihre Maschine/Stick-/Strick-/Häkelset mitbringen und man sich dann einfach nur bei Tee/Kaffee/Schnupperreien nett unterhält und/oder seine Sachen dabei „fertig“ macht.
Ohne Mitgliedsausweis, Vereinsbeiträge, Monatsmiete oder sonstigem Schittkram.
Einfach nur des Treffens wegen. Ein bisschen was für den Strom hinlegen und fertig ist. Ohne Altersgrenzen, ohne Hautfarben- oder Geschlechtsprüfung.
Ist das im 21ten Jahrhundert wirklich immer noch ein Problem?

Wie auch immer … ich werde weiterhin darüber nachdenken und sicherlich wird es vor 2015 nichts werden, aber das Thema lässt mich nicht los.

Beste Grüße und laufende Maschinen wünschend,
der Micha

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Offener Nähtreff für Raum Osnabrück im Mai

Am letzten Donnerstag war es wieder so weit. Das letzte Treffen liegt bereits einen Monat zurück und ich war in der Zeit so gar nicht kreativ.
Kreativität ist seit längerem ein Thema bei mir. Nicht die übermässig vorhandene, sondern vielmehr die abhanden gekommene.
Das ist auch der Grund warum ich beim Nähtreff so intensiv zuschaue und ganz unbedarft meine Anfängerfragen stelle.
Letztenendes erhoffe ich mir die Rückkehr meiner Kreativität durch eure Projekte.

Das man sich beim Nähtreff „gegenüber“ sitzt und sich real zeigen lassen kann wie man es besser machen kann, ist etwas was man innerhalb eines Forums nur bedingt umsetzen kann

Zurück zum Treffen, welchem ich beinahe ferngeblieben wäre, da ich nicht so wirklich Lust & Laune hatte.
Ich hätte etwas verspasst, denn es wurde eine sehr gemütliche Runde.

Stefanie erschien mit ihrer NäMa und brachte auch eine Freundin mit (Diane? … ich kann mir Namen einfach nicht merken), welche ebenfalls bewaffnet mit ihrer NäMa erschien. Ausserdem hatten sie noch ein Bügeleisen dabei, damit die Tasche ordentlich werden kann, an welche „Diane“ sich übte.
Stefanie hatte ausserdem ihren Rollenschneider und ihre Schneidunterlage dabei, welche nicht nur eine sehr gute Einteilung hatte, sondern zudem auch eine drehbare Schnittfläche hat, so das man den Stoff nicht drehen muss. Ich habe es als sehr praktisches Zubehör bereits auf meine „Will-ich-auch-haben“-Liste smile

Stefanie war dann allerdings auch Jenige die meckerte das ich schon wieder ohne Maschine zum Treff kam. Wo sie Recht hat sie Recht.
Ausserdem … und das ist ein ganz besonderes Thema, scheint man wohl ein Problem damit zu haben, Männern zu glauben das diese nähen (Obwohl niemand auf die Idee käme dem „Änderungsschneider um die Ecke“ oder dem „Herrenausstatter“ das Schneiderhandwerk abzusprechen und/oder ihm gleich Homosexualität zu unterstellen).
Beim Nähtreff und in einem Privatdialog wurde bereits unterschwellig angedeutet das es genauso gut sein kann, das ich nur zum Nähtreff erscheine um mir ein „Weibchen“ zu besorgen, darum mache ich das nun Hier und Jetzt EINMAL klar:
Meine Kreativität ist mir leider abhanden gekommen. Das Schneidern/Nähen ist für mich ein kreativer Prozess der mir die Kreativität wieder zurückbringen kann.
Das ich mich beim Treffen mit netten Menschen unterhalten kann ist ein schöner Nebeneffekt.
Allerdings interessiert es mich nicht im Geringsten ob mein Gegenüber nun eine Mumu oder einen Pipimann hat. Mich interessiert vorangig ein geselliges Beisammensein und wie man mit Nadel und Faden vernüftig umgeht (ohne sich und die Maschine zu schrotten).
Also … bleibt entspannt. Das gilt ebenso für die Anwesenden als auch für deren PartnerInnen.

Da ihre Bekannte („Diane“) bereits verwundert zur Kenntnis nahm das ich angab als Anfänger auch zu nähen, holte ich die Maschine.
Damit es schneller ging, bot mir Irinas Mann an mit mir eben rüber zu fahren (ich wohne nur ein paar Strassen weiter). Nach kurzem Zögern nahm ich das Angebot an und packte auf die Schnelle Maschine, Zubehör, Bücher und eine „Charlotte“ (Tasche) ein, bei der mir die Reissverschlussnaht aufging, da ich die Kante nicht versäubert hatte. Ich sag ja das ich Anfänger bin. (Man kann soooo viel falsch machen … und sich so sehr selbst im Wege stehen wenn man „um-die-Ecke-denkt“.
Als wir zurück kamen hatte unsere Runde Zuwachs bekommen. „Anja?“ Sie war jedenfalls schon einmal dabei und musste beim vorletzten Male wegen ihrem Kind frühzeitig zurück. Sehr schade.
An diesem Treffen blieb gottseidank alles ruhig und sie konnte den Abend hoffentlich geniessen. Viel unterhalten hatte ich mich mit ihr nicht, weil ich am weitesten davon ab sass und „Diana?“ beim bügeln und nähen ihrer Tasche „verfolgte“. Schliesslich konnte ich von den Tipps die sie von Stefanie erhielt reichlich dazu lernen.

Soweit ich das erkennen konnte, hat mein „Paulchen“ (meine Maschine) dann dem harten Urteil der Anwesenden standgehalten.
Stefanie schaute sie sich genauer an und fand wohl auch das es die 140 Euro wert ist. Der Name W6 ist wohl unglücklich gewählt. „Janome“ „Bernina“ geben dem Ganzen einen Klang, während W6 sich mehr nach einer Formel denn nach einer guten NäMa anhört.

Während des Abends vernähte ich dann den Reissverschluss an „Charlotte“.
Das heisst … ich wollte vernähen.
Füsschen hoch … das Tässchen bereit gelegt … auf den Anlasser gedrückt … und … „KLONG“. Autsch. Was war das denn?
Bin ich auf dem Reissverschluss? Hmmm. Nein. Seltsam. Fuss hoch. Tasche raus. Faden abschneiden.
Per Hand einen Stich in der Luft machen. Alles dreht und bewegt sich ordnungsgemäss. *grübel
Neuer Versuch.
Tasche drunter und ausrichten … Fuss runter … Anlasser treten … „KLONG“. (Merde)
Alles angeschaut. Tasche liegt okay. Faden ist da. Nadel ist da. Nichts sieht quer/schräg/defekt aus. Warum gehts nicht?
Fuss hoch. Tasche raus. Faden abgeschnitten. Alles angeschaut.
Die Stichplatte ist okay. Beim drehen am Handrad passiert nichts. Wo also ist das Problem?
Tasche wieder drunter … Fuss wieder runter … mal per Hand versuchen … Nadel geht tiefer … tiefer … trifft auf den Stoff … und geht nicht weiter.
Wie jetzt? Warum sticht sie nicht durch?
Also Fuss hoch, Tasche raus und Nadel begutachtet. Aua … kein Wunder das es nicht weiter geht.

(Die Nadel habe ich fürs Foto an die Stichplatte geklemmt. Die Krümmung ist am Nadelende und wie man sieht fehlt die Spitze.)

Wahrscheinlich habe ich sie mir beim Transport krumm gedrückt. Vielleicht geschah es auch beim Nähen. Doch warum auch immer. Es ist gut das sie mir nicht entzwei brach und das ich nicht so rabiat mit meiner Maschine umgehe das Stichplatte oder „Gestänge?“ etwas abbekommen haben.
Nachdem ich die Nadel gewechselt habe ging alles wie gewohnt und ich vernähte das Stück am RV neu.
Beim einsetzen der Nadel mussten mir die Damen nochmals behilflich sein, da ich nicht wusste ob die flache Seite nun nach hinten oder vorne eingesetzt werden muss. Stefanie reagierte als erste und gab mir den Tipp das die Nadel sowieso nur in eine Richtung hineinpasst.
Ausprobiert und für gut & richtig befunden, hatte ich wieder einmal etwas dazu gelernt.

Das Treffen, geplant von 19 bis 22 Uhr, dehnte sich heute einmal aus.
Gegen 22 Uhr wurde noch niemand nervös genug um nach Hause zu wollen, so gingen erst gegen 23 Uhr die Lichter aus.

Und damit endet auch mein kurzer Bericht smile
Viel Spass bei euren Nähprojekten wünschend,
der Micha

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