„Die Overlock das unbekannte Wesen“ … aber nicht mehr lange

… denn ich habe mal wieder den örtlichen Buchhandel unterstützt und mir das Buch „Basiswissen Overlock“ gekauft.
9,99€ war es mir wert und passt nicht nur zu meinem Geldbeutel, sondern auch zu den anderen drei Büchern.

Mir gefällt die gesamte Reihe sehr gut.
Die Bücher sind klar strukturiert und decken beinahe alles ab.

Die Themengebiete beinhalten Näheres zu: Allgemeines mit der Overlock, Nähen mit der Overlock, Ziernähte und Ziergarne, Dekorative Anwendungen und am Ende folgt der Wissensratgeber mit Pannenhilfe und den Fachbegriffen.

Erwähnen muss ich dabei, dass auch die Coverlock bzw. Nähte von zwei bis zu fünffädrig erklärt werden.
Meine W6 Overlock kann „nur“ drei und vierfädrige Nähte (soweit ich weiß).
Aber das macht ja nichts … vielleicht steht hier ja auch mal eine Coverlock.

Die Grundlagen der Technik sind sehr anschaulich und hervoragend beschrieben.
Man kennt danach die Begrifflichkeiten und kann sich von Beschreibungen in Hilfemails verabschieden die man ansonsten mit „Das Ding muss irgendwie durch das andere Dingsi durchgezuppelt werden …“ beschrieben hat.
Ebenso macht es wohl „Klick“ im Kopf, wenn einem die Mechanik und Arbeitsweise der Maschine dargestellt wird.

Auch die verschiedenen Nahtmöglichkeiten sind bestens beschrieben (bis hin zur Verriegellung).

Und wer hat nicht zu Beginn mit Rundungen an der Ovi zu kämpfen? Immer ist das Messer im Weg, oder schneidet da wo es nicht soll.
Schlimmstenfalls zieht und zerrt man und ruiniert sich Greifer und/oder Stichplatte.

Natürlich macht all die Theorie nur dann Sinn und Freude wenn man dann etwas selbst herstellen kann … somit ist das Kapitel der „dekorativen Anwendungen“ dann auch genau das Richtige um das Gelernte umzusetzen.

Insgesamt also eine klare Empfehlung meinereiner.
Und wer bisher noch keine Overlock auf dem Tisch hat, der sollte mit dem Gedanken an eine Fuhrparkerweiterung spielen, denn die Arbeitsweise mit dem Gerät ist gar nicht so knifflig wie es zu Beginn scheint.
Ob es nun eine W6 wird, oder direkt eine babylock (ist halt die Beste) macht zu Beginn wohl keinen Unterschied.
Bedenkt aber dass eine Overlock nur ein Zusatzgerät zu einer, euren Ansprüchen gerecht werdende Nähmaschine ist.
Ersetzen kann sie die Nähmaschine nicht, erleichtert aber ungemein die Arbeit in der Bekleidungsnäherei.

Viel Spaß an und mit euren Maschinen wünschend,
der Micha

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„Paulchen Zwei“ ist eingezogen

Obgleich ich wunderbar tolle prozessorgestützte Nähmaschinen, Kombis und eine Overlock in meinem Maschinenpark, habe ich es doch immer bereut mein Paulchen abgegeben zu haben.

Endlich ist sie wieder bei mir eingezogen … die beste mechanische Maschine … Ever, Ever uuuunnnnd Ever.
Ein „Paulchen²“ muß sie allerdings erst noch werden.
*Farben und Pinsel such

Die 1235er ist mein Favorit bei den mechanischen Maschinen und meine klare Empfehlung für EinsteigerInnen in dieses wunderbar kreative Hobby, da sie neben ein paar zusätzlichen Zierstichen vorallem einen Regler für die Breitenauswahl besitzt.

Einen passenden Schlafanzug wird sie ebenso wieder erhalten, wie eine neue Personalisierung.

Heute werde ich nichts mehr anfangen, dass Wetter macht mich fertig. Ich kämpfe mit Kopfschmerzen und bin irgendwie neben der Spur, aber ich freue mich schon darauf mit der Maschine wieder arbeiten zu dürfen.

Was die Arbeit betrifft, lasse ich heute die Natur den Frühling einleiten.
Mal schauen ob sich dieses Jahr Frühlingsgefühle bei mir einstellen. Das betrachten der „Blumen und der Bienen“ könnte mich da auf den richtigen Weg führen … vielleicht findet sich ja hier auch eine Micha-kompatible Blume in der Gegend. ;)

Nun fehlt es aber erst einmal noch an ausreichender Wärme und mehr Licht durch dauerhafte Sonne … aber das Jahr ist ja noch jung.

Einen schönen Frühlingsstart wünschend,
der Micha

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Auf das erste, folgt das zweite – oder – Overlock verpflichtet … und Platz ist nun auch

Nachdem ich mit dem ersten Shirt relativ problemlos zurecht kam, wurde es nun Zeit die neue W6 N 454D Overlock zu beschäftigen.
Ich benutzte das selbe Schnittmuster und nahm mir ein anderes Gewebe aus meiner Lieferung von Trigema.

Dieses Mal durfte der schwarzgebatikte Jersey verarbeitet werden.
Die Seitennähte sollten mit der Overlock geschlossen werden.
Halsbund, Armausschnitt und der Abschluss wiederum mit der W6 N 6000 Nähmaschine.

Vor der Kür kommt wie immer das Pflichtprogramm.
Der Zuschnitt.
Mein Schnittmusterpapier hatte ich noch und brauchte somit nichts neues anfertigen.

Mit Schneiderkreide wurden die Umrisse aufgezeichnet und dann so akurat wie möglich ausgeschnitten.

Nachdem Vorder- und Rückseite um Stoffbruch vor mir lagen, mussten beide aufeinandergelegt werden.
Leider hatte ich beim Zuschnitt einen Fehler gemacht, indem ich vergass den vorderen Halsausschnitt tiefer auszuschneiden.

Nachdem das erledigt war, habe ich die Ovi neu, mit schwarzem Garn, eingefädelt.
Entgegen meines ersten Versuches, bei dem ich eine Stunde brauchte, lief es nun in knapp 30 Minuten. Übung ist halt alles. Gerade an einer Overlock.

Ohne den Fehler zu bemerken, setzte ich mich an die Ovi und nähte die beiden Schulternähte zusammen.
Ruckzuck, fertig. Ich liebe die Arbeit mit ihr. Zudem sie auch keine Anstalten macht zu mucken, was ich aus meiner Facebook-Gruppe und anderen dortigen Gruppen auch oft genug anders lese.
Aber wie so oft in diesem Hobby/Beruf, sitzt das Hauptproblem meist vor der Maschine, was ich genau so auch von meiner damaligen Tätigkeit als EDVler kenne.

Der Halsbund war schnell abgesteckt und mit der Nähmaschine gesäumt.

Danach ging es dann an das abstecken des Armausschnittes (an dem eigentlich ein Ärmel gehört)

Die Seitennaht war mit der Overlock schnell durchgezogen und ich säumte nur noch unten ab.

Michas zweites Shirt ist damit fertig.
Nichts weltbewegendes, aber genau das richtige für mich.

Das Label macht mich letztlich nicht ganz glücklich.
Die Farbauswahl passt mir noch nicht. Da es aber mein Hobby ist, kann ich damit leben und werde bei der nächsten Bestellung etwas neues probieren.

Gestern erhielt ich dann Besuch von einer Näherin aus Osnabrück, die bei mir die W6 N 454D Overlock, gegen ihre Gritzner getestet hat.
Das Problem bei der Gritzner: Die Maschine kommt bei Sweat kaum über eine Doppelnaht.
Da der Kauf einer babylock® finanziell absolut ausgeschlossen ist, stand für sie die Frage im Raum ob es mit der W6 besser funktioniert. Ein Test beim Fachhändler ist ja aufgrund des Vertriebskonzeptes ausgeschlossen, also bleibt „nur“ ein Vergleichstest bei befreundeten NäherInnen. In diesem Fall bei mir.

So sehr sie sich wünschte das es auch bei der W6 nicht besser läuft, weil dieses dann eine Neuanschaffung nach sich zieht, stand das Ergebnis doch sehr schnell fest. Kein Problem für die W6 und damit kommt die Gritzner weg.


© D. P. (mein Besuch)

Obere Nähte meine W6 N 454D, untere Nähte die Gritzner. Sie hat die Maschine mit verschiedenen Spannungen eingestellt und entsprechende Versuche gestartet. Das Ergebnis war durchweg besser.
Aber vorallem gab es kein Problem bei sich kreuzenden Nähten (zum Beispiel an Ärmeln).
Für mich persönlich wäre das auch ein NoGo. Natürlich sind Haushaltsmaschinen keine Industrieroboter, aber vier Lagen Gewebe sollten kein Problem darstellen.
Hinzu kommen die Wartungskosten der Gritzner die mit 60€ beim Fachhandel Vorort um 20€ teurer sind als bei W6.

Für mich war es auch ein toller Tag, denn ich habe für meine Besucherin die Overlock erneut eingefädelt. Das war ihr Wunsch, damit sie an der Maschine besser erkennen kann, wo es vielleicht hakt, was besser einzustellen ist.

Das erneute einfädeln ging beim dritten Mal nochmals um einiges schneller. Die meiste Zeit brauche ich, um das Garn durchs Nadelöhr zu bekommen. Meine Augen sind nicht mehr die Besten und mein räumliches sehen ist stark eingeschränkt, was es witzlos für mich macht in einem Kino einen 3D Film zu sehen, weil ich kaum den 3D Effekt erlebe.

Beim ersten Male brauchte ich (mit Handbuch) noch eine Stunde … beim zweiten Mal brauchte ich eine halbe Stunde und nun brauchte ich 11 Minuten. Besser wird es wohl nicht, aber damit kann ich gut leben.
Somit hatte ich für ihren Test also auch gleichzeitig den Vorteil die Maschine besser kennen zu lernen.

Doch das Beste für mich war (abgesehen von dem netten Besuch und das ich meine Wohnung mal wieder geputzt habe smile ), der Neuzugang in meiner Wohnung an Gewebe und neuem Arbeitsplatz.

Sie hat noch sehr stabiles Kunstleder, welches sie mir für kleines Geld mitbrachte

und für einen Zusatzobolus durfte ich ihren alten Schreibtisch haben, der das Arbeiten zukünftig um einiges angenehmer macht.
Vorher:

Nachher:

Hier lässt es nun gut aushalten … obwohl mein Zimmer damit umso voller steht.

Einen schönen Tag oder eine gute Nacht wünschend,
der glückliche Micha

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Nähmalerei oder Freihandsticken? – Wie geht das eigentlich?

Hallo ihr Lieben.

Ich bin bekennender Freihandsticker (und Stoffsüchti) und möchte euch hiermit diese Sache, die mich so begeistert, etwas näher bringen.

Doch was hat es eigentlich mit der Freihandstickerei und der Nähmalerei auf sich?
Ist das beides das selbe?
Kann ich das auch, oder brauche ich dazu eine teure Spezialmaschine?

Im ersten Video zeige ich euch anhand einiger Beispiele wo die Unterschiede sind.

Im zweiten Teil, nähmale ich eine kleines krummes Blümchen.

Der dritte Teil zeigt, neben einem Buchstaben und einem krummen Herzchen, eine weitere Alternative der Arbeit in der Nähmalerei.

Es tut mir leid das es so unprofessionell gemacht ist, hoffe jedoch das euch die prinzipielle Arbeitsweise damit etwas klarer wurde und ihr euch auch mal an dieser wunderbaren Kunst versuchen mögt.

Viel Spaß bei eurem Hobby wünschend,
der Micha

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Eine neue Klappe für die Transporttasche

Nachdem ich meinem „Sternchen“ eine Transporttasche genäht hatte, fiel mir auf das die Klappe nicht mehr schliesst wenn sie voll bepackt ist.
Desweiteren hatte ich einen Eingriff auf gelassen, damit der Haltebügel durch passt.
Was natürlich Blödsinn war, da ich ja die Maschine in der Tasche und nicht am Transporthenkel trage.

Also habe ich mir meine Ditte geschnappt und zwei entsprechend grosse Rechtecke ausgeschnitten. Dazu dann noch ein passendes Stück vom Bodenwischtuch und die drei Lagen miteinander vernäht.
Danach schnitt ich die zu kleine Taschenklappe ab und nähte sie neu, mittels Obertransport auf.

Das aufnähen war ein grösserer Kraftakt für „Sternchen“.
Leider sind 8 Lagen Baumwollstoff und 3 Lagen Putzlappen (als Vliesersatz) wohl doch etwas viel für den Overlockstich. Zudem war die Nadel auch nicht mehr frisch.
Im Video bleibt dann auch „schön“ die Maschine stecken. Was zuviel ist, ist zuviel. Selbst für ein „Sternchen“.

Passiert ist natürlich nichts. Sie bleibt halt stehen und wenn man sie wieder frei geräumt hat, kann es auch schon weiter gehen.
Ich habe sie dann fertig genäht, indem ich an den Enden lediglich den Geradestich verwendete.

So gefällt mir das schon besser. 

Liebe Grüsse,
der Micha

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Eine Tasche fürs „Sternchen“

Die Namensfindung für meine neue Nähmaschine fiel mir wirklich nicht leicht.
Nach meinem „Paulchen“, wollte nichts so recht passen.
Letztenendes blieb ich bei „Sternchen“ hängen. Für mich ist es ein Glücksstern, oder wie Susanne es formulierte

Das „Sternchen“ für „Sternstunden“

. Gefällt mir auch sehr gut.

Jedenfalls sollte sie ebenfalls ein Nachtgewand erhalten. Die mitgelieferte Plastikhülle ist ja ganz nett, aber nicht das Wahre. Es ist so schmucklos.
Am 24.November ging es los. Ich nahm den Schnitt recht grosszügig auf und wollte mir eine Tasche machen.

Ich nahm alle Teile doppelt ab und nähte als Vliesersatz Bodenwischtücher dazwischen.

Was mich dann beim Deckel geritten hat, weiss ich nicht. Aus irgendeinem Grunde wollte ich einen Eingriff für den Tragegriff an der Maschine frei halten. Was vollkommen überflüssug ist, da es ja eine Tasche mit Boden ist.
Damit nicht genug, setzte ich den Ausschnitt nicht mittig, sondern nach links versetzt. Manchmal bin ich so ein Depp.
Jedenfalls mühte ich mich an der Maschine ab, den Eingriff ordentlich zu vernähen, was durch das Bodentuch nicht so einfach an den Rändern war.

Nachdem ich damit fertig war, nähte ich die Klappe fest. Mit viel Gefummel und langsamen nähen, konnte ich 10 Minuten später ein „Fertig“ vermelden … um direkt darauf ein „Wo ist mein Nahttrenner?“ nachzulegen. Ich hatte sie auf der falschen Seite befestigt. Naja.

Während ich am Folgetag links und rechts zwei kleine Innentaschen aufsetzte, ging ich am 26ten die Stickerei an.

Durchpausen entfällt auf schwarzem Stoff, somit nähte ich zunächst die Ränder entsprechend ab.
Das darauf folgende entfernen des Papiers, war ein ätzendes Gefummel. Ich werde es wohl bei dem Klatschmohn Projekt mit auswaschbarem Vlies versuchen.

Ich stickte zunächst den Schriftzug, dann teilte ich den Stern nochmals auf und stickte dann die beiden Farben ein. Hört sich leicht und schnell an … war es aber nicht.
Das Ergebnis gefällt mir jedenfalls. Ich werde es so auch noch auf die Maschine pinseln.

Die Stickerei ist die Vorderseite der Reissverschlusstasche. Ich nähte sie komplett auf und erhielt dadurch einen weiteren offenen Einschub. Zur Sichtbarkeit steckt dort das Handbuch drin. Der Reissverschluss ist rechts etwas geöffnet.
Ich werde es im Nachhinein nochmal genauer vorstellen. Schwarz auf Schwarz ist halt schlecht zu sehen.

Die Verschlussklappe erhielt noch einen Klettverschluss.
Viel Platz ist in der Tasche, sodas ich neben den beiden inneren Fächern, zwei weitere auf den Längsseiten anbringen will.

(Für das Foto blieb die Tasche leer)

Heute nähte ich dann die beiden Innentaschen ein. Das meiste kann ich von links führen, aber zwei Nähte musste ich von rechts laufen lassen. Ganz schön eng.

Zum Abend hin wurde ich dann „endlich“ fertig und stopfte die Tasche voll.
Zur besseren Sichtbarkeit, habe ich alles raus gucken lassen.

Da passt also reichlich rein. Allerdings geht, so vollgepackt, die Klappe nicht mehr zu. Da muss ich mir was einfallen lassen.

Die gefüllte Tasche am Micha.

Der Trageriemen reicht zwar, rutscht mir aber von meiner schmalen Schulter.
Da das Gesamtgewicht so bepackt 10,6 Kg beträgt, würde ich sie aber sowieso nur kurze Strecken tragen.

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Meine NäMa wurde personalisiert

Ich habe meine NäMa ja Paulchen genannt weil ich eben jenen bekannten Panther als Figur besitze.

Die Figur ansich kann ich nicht an die Maschine anbringen, somit entschied ich mich dafür die Rückseite zu verzieren.
Gemalt wurde mit Modellbau-Lack aus der Spielzeugabteilung.

Damit ist nun mein „Paulchen“ unverwechselbar.
Allerdings werde ich sie so nun auch nicht mehr gegen eine 3300er eintauschen können.

Nachtrag:
Am 21.Juli 2012 habe ich der Front auch ein Paulchen spendiert.

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