Endlich hat ein Ruffler – Faltenleger Einzug gehalten

Moin.

Seit langem liebäugel ich schon mit einem Faltenleger und einem weiteren, noch nicht eingetroffenen Nähfuß.
Testen durfte ich diesen bisher nicht für die von mir bisher so intensiv unterstützen Nähmaschinen.
Nun … ich bin schon gross und locker und kann selbstständig in meiner Milch schwimmen, also ging meine Suche über die grossen Gewässer hin ins Land der aufgehenden Sonne.

Ausgesucht, kontaktet und zum testen bestellt.
Gestern kam dann nach zwei Wochen die erste Lieferung an.
Vollkommen problemlos.

Nun darf ich testen und mich mit den verschiedenen Möglichkeiten beschäftigen.
Die Qualität ist entsprechend meiner „Bestellung“ (günstig), aber besser als die des getesteten Nähfußset eines anderen Anbieters aus Deutschland.
Verarbeitet ist es ordentlich. Verpackt auch. An der notwendigen deutschen Beschreibung werden wir noch gemeinsam arbeiten (habe ich ja für die bisher unterstützte Firma auch getan und ist nichts neues).
Alles in allem bisher sehr zufriedenstellend. Im Langzeittest muss er sich noch beweisen, aber ich sehe da vorerst keine Probleme mit der Mechanik.

Mit dem nächsten Paddelboot kommt dann sicherlich auch Nähfuß Zwei (den ich noch nicht verrate).

Fröhliche Nähergebnisse wünschend,
der Micha

„Tanja macht Geschenke“ und der Micha auch – ausserdem gab es noch frisches Material

Moin ihr Lieben,

wenn ich nicht so extrem nervende Nachbarn hätte, wäre hier auch was zum Osterfest zu lesen gewesen.
Davon jedoch mal abgesehen (weil es keine Sache für diesen Blog ist), konnte ich mein Kerzchen in der Kirche entzünden und allen Menschen ein friedliches und gesundes Leben wünschen.

In den Zeiten wo es mir möglich war, habe ich einer Freundin zwei Kissen (50×50 und 60×40) fertigstellen können.
Den Stoffwunsch und die Kissen mit Entendaunen konnte ich aus meinem Ikea-Fundus bestreiten.

Da jedoch das Material ausging, musste ich beim 60x40er Kissen statt eines Hotelverschlusses auf einen Reissverschluss zurück greifen.
Elke suchte sich dann einen knatschgrünen aus, der wie ich finde sehr gut zum Kissen passt.

In einer Gruppe des Fratzenbuch stolperte ich dann über einen Hilferuf meiner „geliebten“ Tanja.
Tanjas Stickdateien finde ich schon seit langem wunderbar und somit bot ich ihr meine Hilfe an, eine Datei auf meiner W6 6000 Kombimaschine zu testen, da eine Kundin mit der Datei Probleme hat und Tanja halt keine 6000er zur Verfügung hat.

Es handelte sich um eine ITH-Datei (InTheHoop) die einen einfachen Waschlappen zu einem Waschmonster „pimpt“.


Quelldatei: dawanda Shop (oberhalb verlinkt)

Wie so oft, kann ich es nicht lassen etwas „Micha-Stil“ einzubringen und somit entschied ich mich dafür, etwas vollkommen toten Kunstfaserpelz damit zu besticken.

Nun habe ich hier ein „Streichelmonster“ smile
Das weiße ist eine Fleecedecke … ein gruseliges Zeug. Schnittplatz, Micha und natürlich die Maschine war voller weißer Fusseln.
Trotzdem hat die Maschine brav ihren Dienst verrichtet.

Diese paar Flusen wurden dann im Laufe des Tages doch ein paar mehr, so dass ich mich entschied sie vom Tisch auf den Fliesenboden zu schubsen. Ihr kennt das vielleicht … macht kein Spaß damit (aber schön kuschelig ist das Zeug).
Da mein Shirt und eigentlich alles damit voll sass, hat meine Nase dann auch mit heftigem Niesreiz reagiert.
Aber alles geht vorüber und wenn ein Projekt gut verläuft ist eh alles vergessen.

Nach dem Austausch mit Tanja das alles okay ist, durfte ich dann heute dem Pelz noch einmal zu Leibe rücken.

Danach war dann allerdings erst einmal mein Staubsauger und der Pinsel für die Maschinen gefragt.
Das hat sich aber sowas von gelohnt … ;)

Mitten in der Arbeit zum Eselchen, klingelte der GLS-Mensch.
Ich hatte bei „Polstereibedarf“ auf Anraten meines Bekannten, ein Restepaket bestellt.
Just in dem Moment war ein grosses Büffellederpaket (10 Meter für 25€) im Angebot. Gesehen, bestellt und bezahlt.
Und genau dieses traf dann heute auch ein —- und ich staunte nicht schlecht, weil ich einen Karton erwartet hatte.
Stattdessen stand der Zusteller mit einer schweren, 1,60 Meter hohen Rolle vor mir. *staun

Was soll ich gross sagen? Ich bin begeistert. Nichts „verschnitten“ und richtig grosse Stücke (und tolle Farben).

Das wird natürlich nicht zum testen verbraten, sondern in Taschen und Geldbörsen umgesetzt. Elke hat sich schon angemeldet … sie hätte da sone Tasche mit überlappenden Reissverschlüssen gesehen … das wäre genau das richtige.
Na toll ;)

Somit seid ihr wieder „geupdatet“ worden.

Allzeit ausreichend Material und funktionierende Maschinen wünschend,
der Micha

Von Büchern, Versand- kontra Einzelhandel und nähenden Männern, die rauchfrei leben wollen

Meine Güte, ich werde doch noch berühmt (berüchtigt bin ich ja wohl schon mit meinen Exen). smile
Nadine vom Wunderblümchen hat einen Artikel über mich veröffentlicht.
Sie hat damit begonnen in ihrem Blog eine Reihe mit nähenden Männern vorzustellen und ich habe die Ehre der dritte im Bunde zu sein.

Ich freue mich sehr, denn damit kommt auch mein Paulchen wieder zum Vorschein.
Die damalige Maschine hatte ich zwar an eine Bekannte mit allem drum und dran verkauft, aber ich habe mir schon wieder eine neue geordert. Sie wird die Tage eintreffen und dann bekommt sie erst einmal einen passenden neuen Anstrich und eine passende Tasche.

Mein neustes Zusatzhobby ist seit ein paar Tagen das stricken geworden.
Nachdem ich finanziell kläglich gescheitert bin, entsprechende Wolle für einen Schal nebst Nadeln zu kaufen, stolperte ich bei dem weiteren Stadtbummel über ein Buch zum stricken von Socken.

*Bilder aus „Basiswissen Socken stricken“

Es war wohl ein Schicksalswink.

Doch kaum hatte ich mir das Sockenbuch gekauft, schon war es wieder weg.
Dabei hatte ich es gestern nur mal eben kurz mit bei Elke, der ich ihre Geburtstagssachen vorbei brachte …

… aber dann kam meine Beinahe-SchwieMu dazu und fragte mich ob ich nicht auch bald anfange zu stricken.
Ich war natürlich vorbereitet und präsentierte meine ersten Reihen … fand sie ganz okay … und dann zeigte ich ihr das Buch … und SchwieMu blätterte und las und blätterte und erklärte mir die Fersen und blätterte und fragte mich dann ob ich es ihr mal ein paar Tage ausleihen könnte.

Uihhh … das heisst was.
Ein paar Tage natürlich deshalb, weil morgen der Damenstricktreff „unten“ ist.
Da in dem Buch viele verschiedene Socken und Möglichkeiten vorgestellt werden, können sich die Damen dass dann morgen mal reihum anschauen und vielleicht mal was anderes stricken (weil ein paar immer nach dem selben Muster stricken … hat sie mir im Vertrauen geflüstert). smile

Na klar habe ich es da gelassen … und nachdem ich gestern anderthalb Stunden später mit meinem Moped dann wieder im Ort ankam, habe ich einfach eine neue Bestellung aufgegeben.

Heute früh bekam ich dann meine Mail, dass die Bücher da sind. Bücher? Klar. Wenn ich schon mal in meiner Buchhandlung bestelle, dann darf es auch mal ein wenig mehr sein.
Nach dem Kaffee setzte ich mich auf meine Karre und knatterte in den Ort.

Die Buchhändlerin war nicht davon begeistert dass ich Bücher unter 10€ zur Ansicht vorbestellt habe, meinte dann aber „Ausnahmsweise. Dann nehme ich sie halt im Notfall auf Lager“.
Ähhhh!!!! Halloooo????
Ich habe drei Bücher für 30€ bestellt. Zwei davon sind sich sehr gleich. Ich WILL sie mir erst anschauen bevor ich alle oder nur einige kaufe. Darum komme ich in die Buchhandlung und darum kaufe ich unter anderem nicht bei Amazon.
Allerdings kann ich bei Amazon alle Bücher zurück senden ohne darüber diskutieren zu müssen. Kostet mich nichts weil der Retourenschein schon dabei ist.
Einerseits immer diese Rumheulerei im Einzelhandel und andererseits bietet ihr aber keinen Deut mehr als der Versandhandel … so wird das nichts mit dem Einzelhandel. Denkt nun langsam mal um, oder Kunden wie ich (eure letzte Rettung) denken um.

Ich nahm also meine Bücher und verglich die beiden Exemplare miteinander.

*Bilder aus „Basiswissen stricken“

Beim dritten Buch war mir eh klar, dass ich es nehmen werde.
Viel Gleiches, aber nichts kopiert. Das ist für mich in Ordnung und somit nahm ich alle drei Bücher.

*Bilder aus „Basiswissen Nähen“

„Macht 29,97€“
„Eine Tüte bitte noch.“
„Macht 10 Cent für die Plastiktüte“
„Bitte? Das meinen Sie doch wohl nun nicht ernst oder? Und dann auch noch für unerwünschtes Plastik?“
„Sie können auch eine aus Stoff nehmen, die kostet dann aber 20 Cent“
„Na Super. Stoffbeutel nähe ich mir selber, aber besser als dieser Plastikmist.“
Da der Stoffbeutel hübsch klein ist, nahm ich ihn dann und zahlte die 20 Cent bar und in einem Stück.

Ich finde es dennoch eine Frechheit für einen Werbebeutel Geld zu verlangen und mich dann auch noch zur unentgeltlichen Arbeit als Werbeträger zu schicken.
Und wo ist nun der Vorteil gegenüber einer Bestellung im Versandhandel?

Das mir letztens das Buch mit der aufgehenden Bindung problemlos umgetauscht wurde fand ich zwar toll, aber letztlich hätte diesen versteckten Mangel auch der Versandhandel ausgleichen müssen.
Ein anderer Fall war vor Jahren mal eine Fehlbindung, wo 10 Seiten vergessen wurden. Auch das wurde mir schnellstens umgetauscht.
Aber auch hier hätte der Versandhandel das selbe machen müssen.

Ich will hier nicht den Versandhandel bewerben, sondern dem Einzelhandel mal klar machen dass er sich positiv abgrenzen muss, wenn er bestehen will.
Gerade der Buchhandel dessen Rohmaterial die Bäume und die Autoren sind, sollte sich schon längst von Plastiktüten verabschiedet haben. Was glaubt ihr denn wohl was das zu eurem Umgang mit der Natur aussagt? Ich empfinde es als ein extrem trauriges Bild was dort abgeliefert wird.
Geld kann man weder essen, noch trinken, noch atmen … das sollte ganz besonders der Buchhandel wissen und danach handeln.

Ohhh ich rege mich auf … dabei habe ich Grund zur Freude, dass ich mir wieder schöne neue Sachen für meine Hobbys leisten kann.
Das kann ich nämlich nur weil ich vor vier Wochen wieder einmal begonnen habe, nicht mehr zu rauchen.
Sowas wie den letztjährigen Juni, der meine zweieinhalb rauchfreie Jahre zunichte machte, werde ich nicht mehr zulassen.
Ich habe noch extrem damit zu kämpfen und bin mir auch nicht sicher ob ich es derzeit durchhalte, aber jeder Tag ist ein Tag ohne Kippen.

Aber genug davon. Das „Basiswissen Socken stricken“ liess ich mir als Geschenk verpacken und rauschte dann mit meinem Roller schon wieder in Richtung meiner Ex. Das sind knapp 30KM. Wenn man nur ein kleines Moped fährt, ist das ne lange Fahrt.

Bei Elke angekommen, übergab ich dann „Mutti“ das Geschenk.
„Da bekommst Du aber nun noch 10€ von mir.“, tönte es dann hinter mir her.
??? !!! Boah manchmal sind die Leute sooo anstrengend.
„Neeee. Das ist ein Geschenk und in Geschenkpapier eingewickelt … mit Schleifchen … und irgendwo steht da auch Geschenk drauf … und wenn nicht, dann schreibe ich das da gleich drauf.“
„Ohhh … Danke“… und sucht auf dem Papier nach dem Wort „Geschenk“. *Augen verdreh
Mein Buch habe ich dann wieder eingepackt und mich kurz darauf auch wieder vondannen gemacht.
Seit ein paar Tagen scheint die Sonne und es macht richtig Laune Moped zu fahren. Eisekalt ist es mit bis zu 6 Grad dennoch und heute kam noch ein kräftiger Wind dazu, aber ich bin guter Dinge da der Frühling naht.

Und damit habe ich euch nun lange genug mit meinem langweiligen Einkauf genervt und wünsche euch ebenfalls viel Freude bei euren Hobbys und soweit wie es möglich ist, auch viel Freude in den ersten Sonnenstrahlen und dem Beobachten der Natur.

Alles Liebe,
der Micha

Genähte Elektronik … und bremsende Nadeln

… okay der Titel ist reisserisch und hält nicht ganz was er verspricht, aber Titelfindung ist manchmal auch gar nicht so einfach.

Zunächst einmal, sei mir herzlich Willkommen.
Heute mache ich es mal schnell und kurz.
Wie ich schon anmerkte haben ein paar meiner Exen diesen Monat Geburtstag.

Mit einer verbindet mich die „Liebe“ zur EDV.
Was lag da näher als etwas elektronisches zu verschenken.
Tedox kam mir dabei die Tage entgegen und hatte einen entsprechenden Baumwolldruck ausliegen.
Mit 4 Euro für den Meter war es genau passend zu meinem Einkommen.

Heraus kam dabei ein Peanut, ein Leseknochen, eine ITH-Geldbörse und ein … tja … ein Versehen.

Dem Leseknochen habe ich vier Seiten spendiert und mich noch beim zusammen nähen gewundert warum er denn so seltsam aussieht.
Erst als ich die Wendeöffnung schliessen wollte, fiel mir auf dass er eine Seite zuviel hat und nun eher an zwei zusammengewachsende Backenzähne erinnert. smile
Ich hoffe das es ihr dennoch gefallen wird.

Nachtrag: Es hat ihr nicht gefallen … das Portemonie fand sie nicht schlecht, aber den Rest wollte sie nicht.
Nunja. Ich hatte es beinahe erwartet, war aber dennoch ein klein wenig enttäuscht, da es etwas persönliches ist.
Fazit: Man kann es nicht jedem recht machen. Hält mich allerdings nicht davon ab, anderen eine Freude zu bereiten.

Das stricken übe ich auch jeden Tag ein kleines bisschen.
Einen Laufknoten kann ich nun endlich ohne das sich meine Finger verknoten, oder mit dem Knoten festgebunden werden.

Die ersten Anschlagmaschen bereiten mir noch genug Probleme.
Meistens ziehe ich zu fest und bekomme das Garn dann nicht durchgezogen.
Oder ich steche mit der Nadel in das Garn und teile es in die Einzelfäden auf.
Tja, es ist noch ein langer Weg … aber ich freue mich schon drauf wenn es läuft und die Maschen gleichmässig werden.

Eine baldigen Frühling wünschend,
der Micha

Die Weihnachtsproduktion läuft

In der Regel gibt es bei mir keine Weihnachtsgeschenke. Weder verteile ich welche, noch lasse ich mich beschenken.
Aber … irgendwie muss ich meine Stick- und Nähereien ja wieder los werden, also gibt es dieses Jahr Geschenke. *kicher

Ich bin sogar so frei und beschenke mich mal selber.
Als intensiver eBookLeser kommen mir Leseknochen und Peanut gerade recht.

Ich hatte ja von der Umsetzung der Stickdateien von Unicata auf einer Peanutabwandlung schon berichtet.
Den kann ich aber nicht zum lesen verwenden, ohne ihn auszuräumen.

Also gab es endlich mal die Umsetzung der Stickdatei von embcon.
Passend für mich, kann ich nun entspannt lesen.
(Ich bitte die Handnaht darunter zu ignorieren. Die ist mir nicht gelungen und hat Füllwatte mit in der Naht).

Auf rotem Kunstleder liess sich die sehr sauber digitalisierte Stickerei ebenfalls hervorragend umsetzen.
Ich kann die Firma, auch aufgrund des sehr freundlichen Kontaktes, guten Herzens weiter empfehlen.

Ich beschenke mich dieses Jahr mit zwei Leseknochen, dem Peanutkissen und der Umsetzung als Spielebox.

Für eine meiner Exen, sind die Geschenke auch schon fertig gestellt.

Wobei ich an einen Leseknochen noch mal ran muss, da er eine minimale offene Stelle hat. Naja, passiert halt. Ich nehme es gelassen, weil ich ja nichts verkaufe (sonst würde ich ihn wohl auftrennen und neu nähen).

Und als Nächtes?
Sage ich noch nicht. smile

Macht euch einen schönen ersten Advent.
der Micha

Neuer offener Nähtreff in Georgsmarienhütte?

Ich habe gerade mal diesen knapp 3 Jahre alten Eintrag wieder gefunden.
Meine Güte war das ein stressiges Gewusel in der Zeit.
Vorallem war es sehr, sehr, sehr kurz.
Drei oder viermal war ich dabei, dann war es das bereits.

Bei meinem letztem Besuch MUSSTE ich meine Maschine mitbringen und nähen.
Nähen? Ich hatte zu der Zeit gar kein Projekt auf dem Schirm. Was soll das?

Also gut … hole ich halt meine Maschine mal eben ab, zog lustlos ein paar Nähte und war dann auch froh als man das Ende einleitete.
Mal ehrlich. Wie blöde bin ich eigentlich? Wenn ich nichts zu nähen habe, habe ich halt nichts und wenn das monatelang so geht, dann ist das halt einfach so. Ich muss/will davon weder leben, noch ein Zubrot verdienen.
Ich mache das für mich und zur Freude derer die ich die damit beschenke.
Ende.

Jedenfalls war beim letzten Male die Stimmung, nach meiner Rückkehr, auf Kontra-Michael gekippt.
??? Hähhhh??? Was ist denn hier los? Ich packe niemanden an (ausser eine kurze Umarmung zur Begrüssung/Verabschiedung). Baggere keine Frauen (und auch keine Männer) an … und möchte mich einfach nur treffen, unterhalten und eine gemeinsame Zeit verbringen. Lernen tut man sowieso voneinander und sei es nur durch zuschauen, oder einem einzigen Satz in den Stunden. Sollte ein Abend dann auch dieses nicht hervorgebracht haben …. was solls? Alles gut.

Im Nachhinein (nach diesem letzten Abend dort) sah ich ein, das die Initiatorin doch nur neue Leute kennenlernen wollte, die einerseits weiblich sind und andererseits sie aus dem langweiligen Eheleben erretten sollen.
Nun. Ich bin weder weiblich, noch homosexuell, noch habe ich vor irgendwessen langweiliges Leben zu bespassen.
Wenn ich zu einem Nähtreff gehe, dann gehe ich dort des Treffens wegen hin … ob mein Gegenüber nun eine Pussie oder einen Schwanz hat ist mir zu 100% egal und ich habe auch nicht vor dort den Bespasser abzugeben, sondern will mich nur nett unterhalten.
Ein paar Stunden raus aus dem anderen Leben, unter Leute.
Dabei darf man auch mal flÖrten (finde ich) wenn man die Finger bei sich behält und nicht unter die Gürtellinie gerät.
Das letzte was ich will; Mich in eine Partnerschaft einmischen.
Ich habe schon genug mit mir zu tun. Da interessiert mich das zwischenmenschliche bei Anderen ehrlich gesagt Null.
Natürlich kann man darüber reden und ich kann auch darlegen wie ICH mich dann verhalten würde, aber letztlich ist das nicht mein Problem und auf FremdgeherInnen kann ich eh nicht. Entweder/Oder ist meine Devise, alles andere ist unterste Schublade.

Boah komme ich gerade in Rage, wenn ich an die kurze Zeit zurück denke.
Ich kann „falsche“ Leute auf den Tod nicht ausstehen und an dem letzten Abend hatte ich es dann überraschenderweise gleich mit dreien auf engstem Raum zu tun.

Die einzige Person die ich aus dieser Zeit „vermisse“ ist die ältere Dame (~70?) (keine Ahnung wie sie heisst) die ebenfalls nur des Treffen wegens dort war.
Schade. Wir haben uns nur zweimal dort kurz gesehen. Sie hat ihr Ding gemacht und ich meines. Es bedarf nicht mehr Worte als ein ehrliches „Schön Dich zu sehen“ (ich duze meistens) und ein „Alles Liebe“ zum Abschluss. Sehr angenehm war sie für mich. Ich hoffe es geht ihr gut.

Tja, nun (also nicht in diesem Moment, sondern schon etwas länger) überlege ich mir wie man einen offenen Nähtreff (wer kommt, der kommt … ich bin einfach nur da) in Georgsmarienhütte erneut ins Leben rufen könnte.
Mal schauen was sich da anbietet. Kosten darf es nichts, bis ganz wenig.
Meine Minirente reicht eigentlich für gar nichts, aber das hält mich ja nicht davon ab es dennoch zu machen, zumal sich ergeben hat das ich nun noch mindestens 10 Jahre hier festhänge. 10 Jahre sind eine lange Zeit und wer weiss schon was in dieser Zeit noch alles passiert.
Ich würde mich auf neue Leute freuen, die einfach nur ihre Maschine/Stick-/Strick-/Häkelset mitbringen und man sich dann einfach nur bei Tee/Kaffee/Schnupperreien nett unterhält und/oder seine Sachen dabei „fertig“ macht.
Ohne Mitgliedsausweis, Vereinsbeiträge, Monatsmiete oder sonstigem Schittkram.
Einfach nur des Treffens wegen. Ein bisschen was für den Strom hinlegen und fertig ist. Ohne Altersgrenzen, ohne Hautfarben- oder Geschlechtsprüfung.
Ist das im 21ten Jahrhundert wirklich immer noch ein Problem?

Wie auch immer … ich werde weiterhin darüber nachdenken und sicherlich wird es vor 2015 nichts werden, aber das Thema lässt mich nicht los.

Beste Grüße und laufende Maschinen wünschend,
der Micha

Besuch der Messe – Nadel und Faden – Osnabrück

Eigentlich wäre ich nun im dritten Jahr Besucher der Messe, aber im letzten Jahr, fiel diese Messe leider aus.
Die Stadthalle wurde umgebaut und die Stadtplanerin war offensichtlich nicht fähig genug, um einerseits den Ausfall derselben frühzeitig anzukündigen und andererseits eine Alternative zu finden.
Ihr merkt schon … es gibt einiges zu bemängeln, was sich dann aber am Ende des Artikels bessert. smile

In der freien Wirtschaft sitzen solche Leute in Massregelungen des Arbeitsamtes … oder wie es heutzutage heissen würde, in Eingliederungsmassnahmen der Massarbeit.
Nun gut. Die Jahre wurden auch ohne intensive und neue Messekontakte überbrückt und heute war es dann endlich wieder soweit.

Der Eintrittspreis an der Tageskasse ist mit 8 Euro für Otto-und-Anna-Normal-BürgerIn akzeptabel.
Man könnte sogar von günstig sprechen.
Eingetragen haben sich 90 Aussteller von nah und fern.
Wer gerne strickt und stickt, muss auf dieser Messe äusserst auf seine Ausgaben achten.
Die Nähfraktion hat es da doch um einiges schwieriger in diesem Jahr gehabt.
Waren vor zwei Jahren noch die holländischen Schnittkonstruktions Lineale, Lutterloh und Vliesline vertreten … suchte man sie in diesem Jahr erfolglos. Sie haben wohl ihre Konsequenzen aus der kurzfristigen Absage gezogen, was ich sehr gut nachvollziehen kann.
Für die Händler (die in diesem Jahr übrigens freundlicher waren), ist eine Messe immer mit langer Vorplanung und hohen Kosten verbunden. Wenn dann keine Ausgleichsmöglichkeit geschaffen wird, ergibt das ein dickes Minus in den Kassen, was sich heutzutage kaum einer mehr leisten kann wer sein Geld ehrlich verdient.

Zunächst einmal geriet auch meine Planung an diesem Tage vollends aus dem Ruder.
Aus einem möglichen Gruppentreffen auf der Messe wurde (frühzeitig angekündigt) ein Micha-geht-alleine.
Das war sehr schade, aber jedeR Einzelne hat es mir frühzeitig abgesagt … und das ist auch okay so, dennoch hätte ich gerne neue Leute kennen gelernt und auch „alte“ Bekannte gerne wieder getroffen. Ein bisschen Bummeln, ein wenig einkaufen, ein wenig staunen (und etwas lästern) … dann noch auf nen Kaffee und was essen … so hätte es sein können …. und so wurde es auch teilweise.

Das Wetter liess uns nicht im Stich. Uns bedeutet dass ich mit einer meiner lieben Exen die Messe besuchte.
Der Durchgang von der Uni auf das Gelände der Stadthalle zeigte schonmal die ersten zufriedenen Gesichter auf dem Rückweg.

Der Durchgang von der Uni auf das Gelände der Stadthalle zeigte schon mal die ersten zufriedenen Gesichter auf dem Rückweg.

Zum Tageskartenschalter standen sehr freundliche (junge und hübsche) Hostessen.
Schnell zwei Tickets bezahlt (Rentner bekommen natürlich KEINEN Nachlass … wie immer und zu 99% überall) und ab in die untere Halle.

Mal bloss gut, dass ich weibliche Begleitung habe … manN kann sich drauf verlassen dass der erste Weg Richtung WC geht und man erst einmal die Lage peilen kann.
Die peilte ich in der Zeit auch, indem ich einen Lageplan zur Hand nahm und versuchte irgendeinen sinnvollen „Rundweg“ zu finden.
Bei dem Versuch blieb es allerdings. So eine chaotische Nummerierung und Aufbauflächen habe ich meinen Lebtag noch nicht erlebt.
Es drängt sich der intensive Verdacht auf, dass auch dort die Stadtplanerin die Finger im Spiel hatte.

Die blauen Striche war der Versuch irgendwas sinnvolles daraus zu machen. Ich habe es nachher dran gegeben, weil es schlichtweg unmöglich ist.
Das ist übrigens ein DIN-A4 Blatt … nicht nur kurmm und schief bedruckt, sondern auch noch einseitig.
Anstatt die Pläne entsprechend vergrössert und mit den Ausstellernamen bestückt, auf jeweils eine Seite zu packen fiel dem/der ErstellerIn wohl nur dieser Bockmist ein. Voll für die Tonne.

Nichtsdestrototz smile es geht mir um die Messe … um Eindrücke vermittelt zu bekommen und um etwas Neues zu entdecken. Kontakte knüpfen ist hier im Norden sowieso schwierig (was mich als Düsseldorfer immer wieder erschreckt).
Während ich Stand für Stand langsam gehend abklapperte und die Werke einiger begnadeter Sticker und auch Stricker musterte, hatte meine Begleitung da schon mehr zu schauen, da sie auch strickte und in jungen Jahren auch die eine oder andere Handstickerei machte.

Wie es so ist, wollte sie dieses und jenes und das auch noch und ohhh wie schön. smile
Ich konnte sie verstehen, aber wenn das Geld nicht schon aus dem Kopfkissen quillt, muss man sich „leider“ mit schauen begnügen.
Sie kaufte dennoch 2 Meter dunkelroter Spitze, für einen luftigen Schal. Der Preis mit 5€/M war akzeptabel und die holländischen Verkäufer (ich muss noch die Firma nachtragen, weil ich kein Kärtchen davon habe), waren trotz fertiger Zuschnitt so freundlich die Ware zurück zu nehmen, da meine Ex den Preis falsch gesehen hatte und sich nunmehr über 5 statt ihrer (eingebildeten) 3€/M wunderte. Ich winkte allerdings ab, denn die Spitze sieht wirklich wunderschön aus und riet zum Kauf.
Meinem Dank für das untypische Verhalten des Verkäufers, die Ware dennoch zurückzunehmen brachte ich ihm mit einer Respektsbezeugung deutlich herüber, worüber er sich auch wiederum freute.
Meine Ex glücklich, ich zufrieden, Verkäufer glücklich. Mehr geht nicht.

Meine gleichzeitige Suche nach Verlaufsgarne für die Nähmaschine blieb allerdings indes und fürderhin erfolglos.
Macht nichts. Zu sehen gibt es dennoch genug.
So, auch eine Modenschau. Die Musik war mir zwar zu laut (ich bin da sehr empfindlich) aber was gezeigt wurde, trug den Namen Modenschau zurecht. Tolle Modelle, tolle Models. Es war eine schöne Abwechslung.
Übrigens, das habe ich noch gar nicht erwähnt, haben wir uns nicht gegenseitig die Füsse platt getreten. Die Messe war gut besucht, aber nicht voll. Was mich sehr freute (die Aussteller wohl weniger).

Auf der oberen Ebene, wo auch die Modenschau war, blieb ich dann einem Stand stehen mit zwei älteren Damen.
Die dortige ausgestellte Bekleidung fiel mir sofort auf. Ein schwarzes Kleid mit Blättermotiv zog mich in den Bann.
Nicht weil ich nun unbedingt Kleider tragen will (obwohl die Mode der Damenwelt um Welten besser ist, als die Herrenmode), sondern weil die Anordnung der Blätter und die Muster unmöglich aus einer Fabrik stammen konnten.
Ich begutachtete das Kleid und den dortig angebrachten Verkaufszettel.
„Mit Blättern entfärbtes Leinengewebe“ steht dort drauf.
Mit Blättern ENTfärbt? Uiiihhh …. Kunst … find ich toll … begeistert mich … wie geht das? smile
Also ab die Verkaufstheke der beiden Frauen aus Neuss (fast meine Heimat) und ganz freundlich gefragt ob ich bitte ein Bild machen dürfe (da machen die auf der Messe sonst immer ein heiden Theater drum).
„Ja, ausnahmsweise“ sagte sie mir im Neusser Slang, worüber ich mich sehr freute und ich wirklich nur ein einziges Bild machte.

Und? Ich finde es toll! *Herzchen in den Augen
Nachdem ich mein Bild machte, mich bedankte und mir den Stand intensiver anschaute kamen wir ins Gespräch.
„Wofür brauchen sie das Bild denn?“ fragte sie mich freundlich.
„Ich blogge und würde es gerne dort vorstellen“.
„Dann vergessen sie aber nicht unseren Namen zu nennen“
(Gottchen ich fand die beiden jetzt schon knuffig)
„Nein, nein. Ich packe da alles mit drauf was ich zu ihnen habe, auch die Webseite“
„Webseite? Haben wir nicht“
„Schade … aber dann wenigstens die Email-Adresse. Versprochen“
„Email? Haben wir auch nicht“
„Ohhh“ … ich suchte nach Möglichkeiten und hoffte auf eine Geschäftsadresse, der beiden Süssen.
„Aber unsere Adresse steht auf den Kärtchen“.
„Na Klasse … dann schreibe ich diese dick darunter“
„Ja, schauen sie mal … hier steht sie drauf und da noch besser und was finden sie eigentlich so toll daran?“
Örks. Zwei grosse Kärtchen annehm.
„Ich fand die Info am Kleid so interessant das es mit Blättern entfärbt wurde und würde das nun gerne den Lesern weiter vermitteln“
„Ja das ist toll … aber sie wissen nicht wie es geht“
„Nein, leider nicht“
„Ich weiß das aber“, sagte die rechte Dame und zog ein verschmitztes Gesicht.
Ich konnte mir ein Grinsen nicht verkneifen.
„Ich bin Mitglied in der „Nature-Printing-Society“ und eine der letzten in Deutschland die diese Technik noch beherrschen“.
Uiiihhh … ich hatte (bis gerade) keine Ahnung was das ist, aber das diese Kunst mit ihr aussterben würde, fand ich erschreckend und möchte auch dagegen etwas unternehmen. Aber dazu später mal etwas.
„Aber, sie geben diese Technik doch sicherlich in Kurse weiter?“
„Nein, ich gebe keine Kurse“
Macht sie nicht? Geht ja mal gar nicht!!! Ich MUSS gegen das aussterben dieser Handwerkskunst was machen … und das werde ich auch versuchen (ob sie will oder nicht) ;)

Wir haben uns dann noch ein wenig über unsere Herkunft unterhalten.
Ich durfte mich dann noch ins Buch eintragen, womit ich automatisch Post erhalte wenn es Neuigkeiten gibt.
Eigentlich wollte ich ihr meine Karte geben … aber so sehr ich auch suchte, ich hatte keine dabei. Verwerflich (zumal ich eine echte Sauklaue habe).
Mal schauen ob ich den einen oder anderen Besuch abstatten kann und euch weiterhin damit (vielleicht auch dafür) begeistern darf.
Ich hätte wirklich gerne zwei Stühle dazu geholt und mich mit den beiden, bei einer Tasse Tee, über Gott und Welt, aber vorallem über diese Techniken unterhalten. Doch so leid es mir tat, hatte ich einen Messebesuch auf dem Programm und das hatte Vorrang.

Sooo … und nun … endlich … die Firmenadresse zu dieser ausgiebigen Besprechung.
Helga Wagner
Naturdrucke
Dechant-Heuss-Straße 19
41468 Neuss
Telefon und Telefax unter 02131 35869

Unser Weitergang vorbei an vielen wunderbaren Stickereien, feinsten Wollgeweben (mein Favorit kostete 70€/M und das war kein Schreibfehler), sowie an Ständen mit Knöpfe die mir bei Preisen von 4,50€/Stück mal wieder die Schweissperlen auf die Stirn trieben, wurde nur noch unterbrochen durch eine Pause bei Kaffee und Käsekuchen 4,50€/Person und einem längeren Gespräch mit dem Optiker Ripken aus Osnabrück, der seine speziellen Sticklampen mit Lupe vorstellte.
Tolle Geräte waren das. Mit Warmlicht, mit Tageslicht, mit Arbeitslicht … teilweise umschaltbar.
Auf einem Standfuß, oder zur Befestigung am Tisch oder an der Wand. Transportabel … sogar mit Akku für den Sticktreff … oder bombenfest. Mit Umrandung, oder ohne, oder nur halb. LED oder Energiesparer. Alles möglich.
Meine Güte gibt es da viele Möglichkeiten. Allerdings haben sie auch alle stolze Preise. Ich muss da wohl passen, denn meine Leuchte für den Nähbereich käme mich um die 280€. Puuuhhhh, das gibt meine Minirente wohl eher nicht her, aber ich bin schonmal angefixt … und was mir heute noch nicht leisten kann, kann ich mir vielleicht zum übernächsten Weihnachten leisten. Ich werde es jedenfalls nicht aus den Augen verlieren.

Ihr merkt es schon, ich komme zum Ende (wurde ja auch Zeit) smile
Insgesamt war es ein vierstündiger Gang durch die Stadthalle.
Und auch wenn die Planung der Messe sehr grosses Verbesserungspotenzial beinhaltet, war es den Besuch allemal wert.

Vielleicht treffen wir uns ja mal 2015 dort. Ich würde mich freuen … und dann setzen wir uns mit ausreichend Stühlen und Tee zu Helga Wagner und ihrer Begleitung an den Stand und fachsimpeln einfach mal den lieben, langen Tag über das Bedrucken und entfärben mit Naturmaterialien.

Das Wetter hatte sich dann leider überlegt uns am Ausgang mit warmen Nieselregen zu entlassen, aber das hielt und weder davon ab den Unipark zu besuchen …

… noch konnten wir es lassen in der Innenstadt den „Express-Wok“ aufzusuchen, um uns für kleines Geld ein leckeres Chinagericht zu gönnen.

Mittlerweile ist es viertel nach elf am Abend und nun bin ich ultra-platt und freue mich einfach nur aufs Bett und mein Buch.

Alles Liebe für euch da draussen an den Geräten,
der Micha