Ich sollte wohl einen Leseknochenshop aufmachen

Nein, nur ein Scherz. Um (beinahe) Nichts in der Welt begebe ich mich wieder in die Fänge von Finanzamt und Innung.
Meine Nähsachen bleiben weiterhin Privatkram und werden auch zukünftig verschenkt. Das ist zwar wirtschaftlich nicht zu vertreten, aber gut für meine Seele.
Und letztere ist eh nicht bezahlbar.

So genug geschwafelt. Gestern gab es Nachschub für meinen „Geschenkeschrank“.
Rein Gewebe-(nicht Gewerbe-)mässig muss ich aber noch viel, viel, sehr viel mehr nähen.
Die Gewebehalde wird einfach nicht kleiner, was vielleicht auch daran liegen mag das ich immer neues dazu kaufe. *flöt ;)

Das Schaf ist schon verplant, das gestreifte behalte ich wohl selber, weil es ein paar Nähfehler hat.
Abends im Bett mit meinem eBookreader habe ich sowieso immer wieder Bedarf dafür.
Und weil sich ausser mir niemand sonst im Bett tummelt, ist da auch genug Platz für meine Kissen. smile

Kuschelnde Grüße,
der Micha

Nachtrag: Link für Meggys Seelenzauber

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Erster Nähtreff im Karl-Leissner-Haus in Hilter

Boahhh, so knapp hinter einander sind Nähtreffs Fluch und Segen zugleich.

Die Anfahrt war für mein kleines, gestresstes und vollbeladenes Moped arg mühsam und langwierig, aber es hat tapfer durchgehalten.
Obgleich ich schon angekündigt hatte nicht zu den ersten zu gehören die eintreffen, war ich es dennoch … und leicht verwirrt weil 15vor10 Uhr noch niemand da war und ich nicht wusste ob ich richtig bin.
Mein Navi hatte für die Strasse leider keine Hausnummer parat und ich stellte mich einfach zwischen einer Kirche und einem Kindergarten.
Es war aber alles richtig … und während wir noch rätselten ob wir nun nach links (Kirche) oder geradeaus zum Haus müssten, kam die Gastgeberin und schickte uns nach rechts. War ja klar. smile

Die Örtlichkeit war gut geheizt, die Sonne tat ihr übriges.
Gegen Mittag wurde es denn auch Zeit die Fenster zu kippen.

Wie immer waren wir alle fleissig. Die Mutter unserer Gastgeberin war mit der „Produktion“ von Voodoo-Püppchen beschäftigt.
So einen Schnitt habe ich schon lange hier liegen und wollte ihn immer mal als Geschenk nähen … aber was ich alles so will.
Eigentlich hatte ich vor ein Projekt mit Wachstuch aus dem neuen Heft zu verarbeiten und vielleicht dann noch eine Wildspitz reparieren, aber weiß der Geier warum habe ich meine Tüte mit Wachstuch und der Wildspitz vergessen.
Dumm gelaufen.

Alternativ dachte ich mir dann das ich einen Leseknochen aus dem letzten IKEA Gewebe mache … zum ausarbeiten wäre ein Stickrahmen aber sinnig gewesen … den ich diesesmal auch nicht dabei hatte.
*Merde
Freihandsticken nur per händischem Strammhalten geht jedenfalls gar nicht. Viel zu anstrengend und unsauber.

Also beliess ich das Gewebe wie es ist und werde es die Tage nach und nach mit Stoffmalfarbe bearbeiten.
Damit mir nicht langweilig wird, habe ich den „Knochen“ allerdings schon mal genäht.
Danach schnitt ich dann eine Wildspitz zu, die eigentlich erneut aus Kaffeepadverpackungen gemacht werden sollte, die ich aber ebenfalls nicht dabei hatte.
Oh Mann, was für ein Tag.

Meinen Erstversuch der Kaffeepad-Wildspitz wird übrigens, entgegen meinem Gedanken, doch von mir täglich getragen und genutzt.
Wie ich nicht anders erwartet hatte ist die Kaffepad-Verpackung von Real als Aussenstoff vollkommen ungeeignet.
Der Papierdruck löst sich langsam aber sicher auf, während sich die Verpackung im Innern (auch beim Kleingeld) gar nicht abreibt oder sonstwie beschädigt wird.
Insgesamt also stabiler und hübscher als erwartet.

Aber zurück zum Treffen:
Ich schnitt dann den beschichteten „Holzdruck“ aus Ikea passend zu und war den Rest des Tages mit dem Portemonnaie beschäftigt.
Leider hatte ich direkt zu Beginn den Auslass für den RV falsch geschnitten. Statt einer schmalen Öffnung konnte ich den RV darin in voller Breite versenken. Es konnte noch so eben (wenn auch nicht sehr glatt) gerettet werden.
Da bin ich mal wieder froh das ich es nicht beruflich mache und neu beginnen muss.

Bei dem vernähen des zweiten RVs tue ich mir immer wieder sehr schwer.
Welche Seite muss nun wo und wie herum an welche Seite des RVs?
Ich brauche dafür immer ne halbe Stunde, bis ich fertig um die Ecke gedacht habe und nicht laufend wieder auftrennen muss, was bei dem beschichteten Stoff, bei Wachstuch und Verpackungen sowieso eine Katastrophe ist, da sie durch das vernähen bereits perforiert werden.

Gegen halb vier waren dann leider die ersten Mädels „Fertig“.
Leider war ich heute nicht der einzige der sein Zeug zuhause vergessen hatte.
Gegen 17 Uhr war dann allgemeiner Aufbruch angesagt. Die Mädels hatten keine Lust zu warten und ich musste zusehen das ich meine Plörren (die sich nun einmal nicht so schnell verstauen lassen, als wenn ich mit einem PKW unterwegs wäre) irgendwie auf die Schnelle noch verstaut bekomme, während ich schon vom Staubsauger „gejagt“ wurde.
Fand ich nicht so toll … aber was will ich machen.

Einen eigenen Nähtreff ins Leben rufen ist mir denn doch zu anstrengend, also beuge ich mich dem „Frauenpower“ ;)

Sooo … bis zum nächsten Treffen am siebten November ist noch Zeit.
Allerdings wird der November auch wieder „hektisch“, weil nach dem Nähtreff Stoffmarkt und dann schon der nächste Nähtreff folgt.
Zwei Wochen „FullPull“. Ich werde es geniessen.

Wie ich da hin komme ist allerdings noch eine grosse Frage, da sich meine Sattelkoffer verabschiedet haben.
Die Riemenhalterung ist unrettbar ausgerissen.

Mein Glück war nur, dass sie erst exakt bei der Einfahrt in meine Mopedabstellkammer rissen, sonst wäre ich nicht ohne Weiteres nach Hause gekommen.

Neue Koffer kosten ein Vermögen, da Polo diese Taschen nicht mehr (oder nur sehr selten) vertreibt. Da werde ich mir also was einfallen lassen müssen … vielleicht sollte ich mal meine Jeans zerschnibbeln, oder die IKEA-Taschen ins Auge fassen zur Weiterverarbeitung … *grübel
Alternativ hoffe ich darauf das mich eines der „Nähmädels“ abholen kann, oder ich mir einen PKW meiner Bekannten ausleihen darf.
Mal schauen was und wie ich das regel.

Eine gute Näh-/Zeit wünschend,
der Micha

*Nachtrag:
Da man den Wunsch geäussert hat das ich bestimmte Personen auch nicht verfremdet veröffentliche, gibt es hier nun nur wenige Bilder (weil sie im Nachhinein entfernt wurden) und zukünftig nur noch leere Plätze zu sehen.

Ich respektiere diesen Wunsch absolut, aber es ist fast unmöglich bei einem Gesamtbild den einen oder anderen dabei auszublenden.
Und auf langes Retouschieren habe ich wirklich keine Lust.

Interessant sind ja letztens auch nur die Gegebenheiten und vielleicht das ein oder andere was ich so fabriziere.

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Zweiter Nähtreff in Duisburg und ein paar Kissen

Moin ihr Lieben,

die letzten Wochen passierte hier so viel überflüssiger Nachbarsschaftsstreit dass ich kaum noch an den Maschinen sitze.

Nichtsdestotrotz konnte ich zum Nähtreff fahren und genoss die kleine Runde mit Sandra und Elke bei Katja.
Ein Kurzbesuch bei meiner Tochter wurde vorab absolviert, wodurch sich allerdings mein Erscheinen am Nähtreff um eine Stunde nach hinten verschob.
Nicht schön, denn ich achte sehr auf Pünktlichkeit.

Mein Lieblingstochterherz hatte ich vorab noch einen Leseknochen aus Jeans genäht.

Nach dem kleinen aber liebevollen Rüffel von Katja und einem leckeren Stück Rhabarberkuchen mit ner Tasse Kaffee dazu, rauschten wir ins Schneideratelier und bauten die Maschinen auf.
Sandra hatte ein paar Fragen zum Freihandsticken und ich staunte nicht schlecht wie gut sie dieses bereits konnte. Eigentlich fehlte ihr nur der Mut etwas einfach an ihrer Singer auszuprobieren.
Zudem war kein Stickfuss vorhanden, was die Sache erschwerte.

Da sie aber auch noch eine Pfaff besitzt, konnten wir uns an Katjas Pfaff davon überzeugen wie einfach dort der Stickfuss angebracht und mit der Arbeit begonnen werden kann.

In der Kürze der Zeit, blieb aber auch Zeit für private Gespräche und vorallem für ein Miteinander lachen.

Gegen halb sieben war dann leider wieder Aufbruch angesagt und ich fuhr mit zu Elke damit ich ein paar Tage Ruhe vor den lärmenden Hausbewohnern bekomme.

Wenn auch nicht ganz entspannt, nähte ich ihr noch zwei 50x50er Kissen mit Hotelverschluss, für ihre Nichten.

Die Wochen vorher hatte ich noch einen Leseknochen als Geschenk für eine alte Bekannte fertig gestellt den ich dann gestern bei ihr zustellen lassen konnte.
Gefallen tut er ihr … ob sie damit gut klar kommt, wird sich noch rausstellen müssen.

Einen schönen Sonntag wünschend,
der Micha

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Genähte Elektronik … und bremsende Nadeln

… okay der Titel ist reisserisch und hält nicht ganz was er verspricht, aber Titelfindung ist manchmal auch gar nicht so einfach.

Zunächst einmal, sei mir herzlich Willkommen.
Heute mache ich es mal schnell und kurz.
Wie ich schon anmerkte haben ein paar meiner Exen diesen Monat Geburtstag.

Mit einer verbindet mich die „Liebe“ zur EDV.
Was lag da näher als etwas elektronisches zu verschenken.
Tedox kam mir dabei die Tage entgegen und hatte einen entsprechenden Baumwolldruck ausliegen.
Mit 4 Euro für den Meter war es genau passend zu meinem Einkommen.

Heraus kam dabei ein Peanut, ein Leseknochen, eine ITH-Geldbörse und ein … tja … ein Versehen.

Dem Leseknochen habe ich vier Seiten spendiert und mich noch beim zusammen nähen gewundert warum er denn so seltsam aussieht.
Erst als ich die Wendeöffnung schliessen wollte, fiel mir auf dass er eine Seite zuviel hat und nun eher an zwei zusammengewachsende Backenzähne erinnert. smile
Ich hoffe das es ihr dennoch gefallen wird.

Nachtrag: Es hat ihr nicht gefallen … das Portemonie fand sie nicht schlecht, aber den Rest wollte sie nicht.
Nunja. Ich hatte es beinahe erwartet, war aber dennoch ein klein wenig enttäuscht, da es etwas persönliches ist.
Fazit: Man kann es nicht jedem recht machen. Hält mich allerdings nicht davon ab, anderen eine Freude zu bereiten.

Das stricken übe ich auch jeden Tag ein kleines bisschen.
Einen Laufknoten kann ich nun endlich ohne das sich meine Finger verknoten, oder mit dem Knoten festgebunden werden.

Die ersten Anschlagmaschen bereiten mir noch genug Probleme.
Meistens ziehe ich zu fest und bekomme das Garn dann nicht durchgezogen.
Oder ich steche mit der Nadel in das Garn und teile es in die Einzelfäden auf.
Tja, es ist noch ein langer Weg … aber ich freue mich schon drauf wenn es läuft und die Maschen gleichmässig werden.

Eine baldigen Frühling wünschend,
der Micha

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