Lieferung von neuem Kunstleder

Ich konnte einfach nicht widerstehen.
Es gab wieder einmal Restpakete mit Kunstleder zu einem sauguten Kurs. Kurz überlegt (wirklich ganz kurz), festgestellt das ich es mir nicht leisten kann und schon war es bestellt.

Da sind ein paar wahre Schätzchen dabei. Ich bin voller Hoffnung das ich wieder kreativ aktiv werde.

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Ein Loop für meine Ex und einen Strickbeutel für mich

Nachdem ich den gestrigen Sonnentag mit der Schrauberei am Moped verbracht habe und dabei jede Stunde in die Wohnung zurück musste um die eisekalten Finger aufzuwärmen, konnte ich den heutigen stürmischen und regnerischen Tag am Zuschneidetisch und den Maschinen verbringen.

Endlich habe ich den Loop für Elke fertig.
Aufgrund des sich extrem einrollenden Jerseys habe ich den immer weiter von mir geschoben, aber da sie bald Geburtstag hat, soll das ein Teil der Geschenke werden.
Elke wollte ihn auf jeden Fall so lang, dass er sich dreimal umwickeln lässt und dann eng am Hals anliegt.
Habe ich mit 190cm hinbekommen.

Und weil Elkes Strickbeutel gestern fertig wurde, habe ich mir heute meinen eigenen gemacht.
Allerdings wurde ich sehr häufig durch Telefon, WhatsApp, Facebook und meine nervenden Nachbarn aus der Konzentration raus gerissen.
Das Ergebnis:
Ich habe den Henkel total vergessen und aus irgendeinem Grunde ist der Oberstoff 5cm kürzer geworden als der andere.
Ansonsten bin ich aber zufrieden. Mir ist nur schleierhaft warum ich mir immer so problematische Gewebe dazu mixen muss.
Das Gewebe der inneren Kellerfalten ribbelt sich sehr schnell auf und ist leicht dehnbar. Somit habe ich es nicht nur abgesteppt, sondern auch versäubert.

 

Nun ist es schon viertel nach elf am Abend und ich bin gerade erst fertig geworden.
Gegen halb drei habe ich begonnen. Ich habe also beinahe neun Stunden für die Tasche gebraucht.
Schweigen wir drüber. smile

Eine gute kommende Woche wünschend,
der Micha

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PC-Tablethülle – Mein Freund der Nahttrenner — aber gegen Unfähigkeit hilft er auch nicht

Moin Ihr Lieben.

Die Tage war ich unter anderem mit zwei PC-Tablethüllen beschäftigt.
Eigentlich eine leichte Sache.
Obermaterial, Futter, Innenmaterial, umschlagen, zunähen, wenden, fertig.
Soweit die Theorie, aber ich wäre ja nicht ich wenn das genauso funktioniert hätte.
Neneee, ich mache da lieber eine Wochenbeschäftigung draus und verbauche Material über Material.

Statt es aus Baumwolle zu machen, musste ich unbedingt mit Kunstleder arbeiten.

Doofe Idee, wenn man planlos ist.

Zunächst einmal Zuschnitt und Mittenmarkierung mit Kreide anzeichnen um die gedachten Stickereien setzen zu können.

Das Kunstleder bitte niemals in den Stickrahmen einspannen, damit es keinen Rahmenabdruck bekommt, den man kaum mehr raus bekommt.

Mittig liegt nun die Schablone. Soweit so gut … aber … ;)

Nachdem die Maschinenstickerei fertig war (ich habe mit Jeansnadel gearbeitet), habe ich erneut ausgemessen und die Ränder zurück geschnitten. Ganz dumme Idee, wenn man nur eine Seite zurückschneidet.

Jedenfalls habe ich dann erst einmal rechts auf rechts gelegt und nach dem Wegschnitt, den Einschub zusammen genäht.

Als ich dann wendete (den meisten war schon klar was passiert ist), wurde mir dann auch mal klar warum man etwas nicht nur einseitig wegschneidet, wenn man einE Mittenmuster/Mittenstickerei hat.
Ich Depp.

Naja gut … die Klappe ist zu breit, die Stickerei versetzt … alles doof.
Bleibt aber nun meines und wird eingesetzt, obwohl ich zu allem Überfluss auch noch das Volumenvlies vergass.
Okay, beim Nächsten wird alles besser.
Dachte ich zumindest … aber … … …

Also holte ich mir tagsdrauf das grüne Kunstleder raus, für eine Hülle die eine meiner lieben Exen erhalten soll.
Ausgemessen, zusammen gelegt, geprüft, Zentrierung für die Stickereien aufgebracht und los ging es.

Die Maschine und das Garn zickte fröhlich vor sich hin.
Ein Fadenriss, beziehungsweise eine Aufzwirbelung des Fadens nach dem Nächsten hatte ich zu verbuchen.
Nervig.

Nach einer intensiven Reinigung und Nadeltausch lief es dann besser.

Bei dem Projekt hatte ich mir eine neue Stickdatei besorgt, die ich erst einmal Probestickte um zu sehen, wo welche Farbe hin kommt und wie es aussieht. Sehr zeitintensiv, aber ich finde es sehr hübsch.

Bis hierhin war es nun erst einmal geschafft, was dann folgte war eine Katastrophe.
Ich hatte unglaublich viele Probleme mit dem ausmessen und vernähen des Innenfutters mit eingesetztem Vliesersatz.
Mal wurde es krumm vernäht. Mal war es zu schmal geworden, mal zu lang, mal krumm … der Nahttrenner war im Dauereinsatz.
Und weil man nicht immer wieder auftrennen, vernähen, auftrennen und wieder vernähen kann, hat mich der Wahnsinn zwei Inletts in die Tonne werfen lassen. Okay, hilft ja nichts. Es muss ja passen.
Die Unterlage meiner Overlock musste ich übrigens wieder wegnehmen, weil die Maschine darauf nicht genug Halt hatte und mir beinahe vom Tisch gehüpft wäre. Nachdem sie auf der Holzplatte stand, war dann damit alles wieder gut.

Letztlich habe ich dann einen anderen Innenstoff nehmen müssen, weil mir das Gewebe ausging.
Stoffe kann man halt nicht genug haben … und nun müsste ich mal wieder neuen kaufen. *kicher

Beim zusammennähen habe ich es dann geschafft und meinen besten Freund erneut in den Dauereinsatz geschickt.
Mal habe ich die falsche Seite genäht, mal habe ich schräg genäht (trotz Obertransportfuß), mal war ich zu niedrig (wozu habe ich mir eigentlich Markierungen gemacht?).
Oft genug habe ich die Maschine ausgemacht und einfach mal das Projekt liegen lassen.
Ein Drama.

Trotzdem … man möchte es ja beenden und fertig bekommen, habe ich mich immer wieder dran gesetzt und bin dann auch „fertig geworden. Allerdings musste ich aufgrund der vielen Lagen eine Ledernadel einsetzen. An den Nahtstellen war dann auch mal kurz Handrad angesagt. Irgendwo ist halt auch an meiner Maschine mal Schluß … oder sie hatte einfach keine Lust dieses dilletantische Werk zu vernähen. Ich habe sie trotzdem gestreichelt. ;)

Leider habe ich auch hier zu viel auf Sicherheit gespielt und die Klappe zu knapp bemessen.
Sodass die Stickerei „Carpe Diem“, die eigentlich oberhalb der Schliesse sitzen sollte, nun auf der Rückseite ist.

(Das Schaf hatte ich im Tuchmachermuseum Bramsche gekauft)

Doch damit nicht genug, habe ich einen bösen Denkfehler dabei gemacht und auch die Klappe mit Volumenvlies gefüllt.
Das Ergebnis davon: Die Seiten heben sich.
Da blieb mir nun nichts anderes übrig, als zusätzlich rechts und links weitere Steckschlösser anzubringen.

Wirklich glücklich bin ich weder mit dem einen, noch mit den anderen.
Aber so bleibt es nun und ich hoffe das es ihr trotzdem gefällt.

Jedenfalls habe ich mal wieder viel, sehr viel, daraus gelernt und bin irgendwann mal gerüstet für ein wirklich aufwändiges Projekt. Hoffe ich zumindest.

Also … wenn es auch mal so geht … macht einfach weiter, ärgert euch nicht über den Materialverbrauch und behaltet den Spaß an diesem tollen Hobby. Es macht einfach unglaublich Freude etwas entstehen zu lassen. Rückschläge gehören halt dazu.

Alles Liebe,
der Micha

Als nächstes Projekt, steht nun ein Projekt mit einer Maschinenteststickerei an.
Ich fürchte Böses. smile

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Vibrationsfreies und entspanntes Arbeiten an meinem neuen Tisch

Wer den Baumarkt Toom in der Gegend hat und dringend eine Vibrations- und Lärmdämmung für unter die Maschine sucht, kann auf die Unterlegmatte für Waschmaschinen zurück greifen.

Aktuell für einen 10er im Angebot, mit einer Gesamtgrösse von ~60x60cm (nachgemessen waren es bei meiner 57,8cm pro Seite).
Nun stehen die Maschinen flüsterleise auf dem Tisch, dem ich vorhin noch einen Kabeldurchlass gegönnt habe, da das Kabel des Fußanlassers der 6000er zu kurz war, für die 80er Tischtiefe.

Jetzt ist ruhiges arbeiten, mit entspanntem sitzen angesagt und ich muss nicht mehr nach dem Fußanlassers angeln.

Vorab gab es noch einen kurzen Halt bei Roller, wo ich ein Reststück (1,20 Meter, auf volle Breite), Baumwollgewebe mitnehmen konnte. Geplant für ein Kissen.

Ausserdem habe ich mir einen einfachen Plastikbecher (wie nennt man sowas?) bei Tedi für 1,79€ geholt, in dem ich dann mein Zubehör für die NäMas und die Overlock ablegen kann.

Die Aufkleber habe ich mit dem Beschriftungsgerät gemacht. Die gehören also nicht zum Lieferumfang. smile

Einen schönen Tag wünschend,
der Micha

Update:
Da die aufgeschnitte Matte unschön aussieht und an den Schnittkanten einzelne Gummikügelchen verliert, habe ich ihr aus Kunstleder zwei Hüllen genäht.
Leider habe ich bei der Overlockunterlage vergessen die Tiefe einzukalulieren, sodass die Hülle sich etwas hebt.

Ansonsten gefällt mir das schon sehr gut und ich werde aus dem Gewebe noch Abdeckhauben für die Maschinen machen.

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Auf das erste, folgt das zweite – oder – Overlock verpflichtet … und Platz ist nun auch

Nachdem ich mit dem ersten Shirt relativ problemlos zurecht kam, wurde es nun Zeit die neue W6 N 454D Overlock zu beschäftigen.
Ich benutzte das selbe Schnittmuster und nahm mir ein anderes Gewebe aus meiner Lieferung von Trigema.

Dieses Mal durfte der schwarzgebatikte Jersey verarbeitet werden.
Die Seitennähte sollten mit der Overlock geschlossen werden.
Halsbund, Armausschnitt und der Abschluss wiederum mit der W6 N 6000 Nähmaschine.

Vor der Kür kommt wie immer das Pflichtprogramm.
Der Zuschnitt.
Mein Schnittmusterpapier hatte ich noch und brauchte somit nichts neues anfertigen.

Mit Schneiderkreide wurden die Umrisse aufgezeichnet und dann so akurat wie möglich ausgeschnitten.

Nachdem Vorder- und Rückseite um Stoffbruch vor mir lagen, mussten beide aufeinandergelegt werden.
Leider hatte ich beim Zuschnitt einen Fehler gemacht, indem ich vergass den vorderen Halsausschnitt tiefer auszuschneiden.

Nachdem das erledigt war, habe ich die Ovi neu, mit schwarzem Garn, eingefädelt.
Entgegen meines ersten Versuches, bei dem ich eine Stunde brauchte, lief es nun in knapp 30 Minuten. Übung ist halt alles. Gerade an einer Overlock.

Ohne den Fehler zu bemerken, setzte ich mich an die Ovi und nähte die beiden Schulternähte zusammen.
Ruckzuck, fertig. Ich liebe die Arbeit mit ihr. Zudem sie auch keine Anstalten macht zu mucken, was ich aus meiner Facebook-Gruppe und anderen dortigen Gruppen auch oft genug anders lese.
Aber wie so oft in diesem Hobby/Beruf, sitzt das Hauptproblem meist vor der Maschine, was ich genau so auch von meiner damaligen Tätigkeit als EDVler kenne.

Der Halsbund war schnell abgesteckt und mit der Nähmaschine gesäumt.

Danach ging es dann an das abstecken des Armausschnittes (an dem eigentlich ein Ärmel gehört)

Die Seitennaht war mit der Overlock schnell durchgezogen und ich säumte nur noch unten ab.

Michas zweites Shirt ist damit fertig.
Nichts weltbewegendes, aber genau das richtige für mich.

Das Label macht mich letztlich nicht ganz glücklich.
Die Farbauswahl passt mir noch nicht. Da es aber mein Hobby ist, kann ich damit leben und werde bei der nächsten Bestellung etwas neues probieren.

Gestern erhielt ich dann Besuch von einer Näherin aus Osnabrück, die bei mir die W6 N 454D Overlock, gegen ihre Gritzner getestet hat.
Das Problem bei der Gritzner: Die Maschine kommt bei Sweat kaum über eine Doppelnaht.
Da der Kauf einer babylock® finanziell absolut ausgeschlossen ist, stand für sie die Frage im Raum ob es mit der W6 besser funktioniert. Ein Test beim Fachhändler ist ja aufgrund des Vertriebskonzeptes ausgeschlossen, also bleibt „nur“ ein Vergleichstest bei befreundeten NäherInnen. In diesem Fall bei mir.

So sehr sie sich wünschte das es auch bei der W6 nicht besser läuft, weil dieses dann eine Neuanschaffung nach sich zieht, stand das Ergebnis doch sehr schnell fest. Kein Problem für die W6 und damit kommt die Gritzner weg.


© D. P. (mein Besuch)

Obere Nähte meine W6 N 454D, untere Nähte die Gritzner. Sie hat die Maschine mit verschiedenen Spannungen eingestellt und entsprechende Versuche gestartet. Das Ergebnis war durchweg besser.
Aber vorallem gab es kein Problem bei sich kreuzenden Nähten (zum Beispiel an Ärmeln).
Für mich persönlich wäre das auch ein NoGo. Natürlich sind Haushaltsmaschinen keine Industrieroboter, aber vier Lagen Gewebe sollten kein Problem darstellen.
Hinzu kommen die Wartungskosten der Gritzner die mit 60€ beim Fachhandel Vorort um 20€ teurer sind als bei W6.

Für mich war es auch ein toller Tag, denn ich habe für meine Besucherin die Overlock erneut eingefädelt. Das war ihr Wunsch, damit sie an der Maschine besser erkennen kann, wo es vielleicht hakt, was besser einzustellen ist.

Das erneute einfädeln ging beim dritten Mal nochmals um einiges schneller. Die meiste Zeit brauche ich, um das Garn durchs Nadelöhr zu bekommen. Meine Augen sind nicht mehr die Besten und mein räumliches sehen ist stark eingeschränkt, was es witzlos für mich macht in einem Kino einen 3D Film zu sehen, weil ich kaum den 3D Effekt erlebe.

Beim ersten Male brauchte ich (mit Handbuch) noch eine Stunde … beim zweiten Mal brauchte ich eine halbe Stunde und nun brauchte ich 11 Minuten. Besser wird es wohl nicht, aber damit kann ich gut leben.
Somit hatte ich für ihren Test also auch gleichzeitig den Vorteil die Maschine besser kennen zu lernen.

Doch das Beste für mich war (abgesehen von dem netten Besuch und das ich meine Wohnung mal wieder geputzt habe smile ), der Neuzugang in meiner Wohnung an Gewebe und neuem Arbeitsplatz.

Sie hat noch sehr stabiles Kunstleder, welches sie mir für kleines Geld mitbrachte

und für einen Zusatzobolus durfte ich ihren alten Schreibtisch haben, der das Arbeiten zukünftig um einiges angenehmer macht.
Vorher:

Nachher:

Hier lässt es nun gut aushalten … obwohl mein Zimmer damit umso voller steht.

Einen schönen Tag oder eine gute Nacht wünschend,
der glückliche Micha

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