Wie steht es um Trude?

Da ich gerade einem lieben Bikerkollegen ein Update mailte, poste ich den Inhalt nun auszugsweise für die Interessierten.
Es sind aufgrund eines kompletten Plattencrashs alle Aufzeichnungen vernichtet, da es zu dem Zeitpunkt kein Backup gab.
Es sollte wohl so sein.
Ich verlor nicht nur 30 Jahre Aufzeichnungen aus meinem Leben und den Kinderbildern meiner Tochter, sondern auch alle Adressdaten etc..
Das ich ein Update an Andreas senden konnte, lag nur daran dass er mich kurz vorher anschrieb und die Mail noch auf dem GMX-Server lag.

Also, hier das Update:

Leider läuft die Simson nicht mehr.
Sie lief über das Jahr hinweg eher schlecht als recht und ich kam von
einem Ersatzteil zum nächsten. Eine scheinbar unendliche Geschichte, die
sich nach Tuxie nun in Trude fortsetzt.


Zuletzt hatte ich wohl göttlichen Beistand, denn ich blieb ca. 10KM von
zuhause liegen. Bergab ging sie mir aus … und nicht mehr an.
Ohne vorheriges zuckeln oder sonstwas. Allerdings startete sie immer
wieder schlechter, was ich auf den Vergaser schob. Da sie nach dem
vierten, fünften Kick lief, habe ich mir da weniger Gedanken drum
gemacht, zumal ich eh keine Lust mehr zum schrauben hatte.
Als ich liegen blieb, schob ich sie 3KM nach Hause als ich gegenüber eines Jesuskreuzes eine kurze Rast einlegte. Bei mir ist es recht hügelig.
Ich bat dann darum das er mich doch bitte noch nach Hause fahren lasse möge und versuchte mein Glück nochmal mit dem Kickstarter … aber leider nichts.
Noch ein wenig bergauf, dann ging es wieder ein lange Strecke ins Tal hinab (Teutoburger Wald …. für Alpenländer sind es beinahe Geraden, für Norddeutsche beinahe schon die Alpen smile ).
Ich nahm Schwung und setzte mich auf die Karre und liess mich bergab rollen … legte den zweiten Gang ein, und liess sie kommen …. leider ohne Erfolg … kurz vor der Senke, noch ein Versuch und sie lief an …. *puuuuhhhh
Im zweiten Gang und mit Vollgas liess ich sie auf dem Radweg bergauf kreischen … mir war egal was die Anwohner oder gar die Polizei dazu zu sagen hatten … ich wollte nur nach Hause und nicht die 10KM bergauf, bergab schieben.
Als ich den „Berg“ rauf war, liess ich sie auskuppeln (mit der Hand am Gas), bockte sie auf und zog mir den Helm wieder an … dabei musste ich einmal die Hand vom Gas nehmen und sie wäre mir beinahe ausgegangen. Ich hielt sie am laufen und fuhr nach Hause.
Sie hielt bis in die Garage durch und ich liess noch ein Dankgebet los.
Eine Woche später wollte ich sie starten … aber da ging nichts mehr.
Umso dankbarer war ich, dass ich noch nach Hause kam.
(Das einzige was ich auch bei Tuxie sagen kann … sie liess mich nie in der Pampa restlos liegen. Nur einmal  … aber da kam eine Werkstatt zu Hilfe.)

Aufgrund der Unzuverlässigkeit blieb sie immer wieder 2,3,4 Wochen
stehen, bevor ich sie dann „notgedrungen“ wieder in Betrieb setzte.
Wie man raushört habe ich nicht wirklich Spaß an und mit ihr. Was nach
über 800€ an Ersatzteilen und einem Schrauberjahr aber auch kein Wunder
ist.

Nunja … nun ist es derzeit warm und meine Hände sind wiedereinmal
total schwarz und ölgetränkt.
Das sie aus und nicht mehr anging habe ich auf Vergaser und oder
Benzinhahn geschoben. Beides abmontiert, beides gereinigt …. an beidem
liegt es nicht. 
Ich habe heute Vergaser und Benzinhahn wieder montiert und angekickt.
Nichts. Kein Zündfunke. Kann also nicht laufen.
Dennoch hat sich die Schrauberei gelohnt, da ich einen tropfenden
Tankanschluss hatte (was ich nun hoffentlich behoben habe) und beim
Ausbau feststellen konnte, das der Tank innen seine Farbe verliert. Am
Sieb waren die ersten Farbpartikel. Das bedeutet er rostet von innen und
ich müsste ihn ausbauen, ausstrahlen und neu versiegeln. 
Nein, das mache ich nicht. Es scheint sich um die Anfänge zu handeln und
wenn ich nicht deutlich mehr Abplatzungen habe, werde ich kein Geld
darein stecken.
Der Vergaser war jedenfalls sauber. Ich hatte auf eine verstopfte Düse
getippt.
Beim Zündfunken kommen nun viele Möglichkeiten in Betracht.
Morgen werde ich mir erstmal die Kontakte an der Zündspule vornehmen.
Vorausgesetzt das mein Nachbar einen Polradabzieher hat.
Ansonsten müssen die weiteren Arbeiten warten.

Womit ich mir heute vor allem die Hände schwarz gemacht habe, war der
Auspuff. Explizit der Krümmer. 
Seitdem Viktor mir den angeschraubt hat, wackelte der Krümmer stark am
Motoransatz. Trotz Kupferscheibe und doppelter Sicherung. 
Er saß einfach nicht dicht und man sah das eine Hälfte der Abgase nach
unten und die andere Hälfte durchs Rohr nach hinten abging.
Das fand ich nie richtig. Viktor meinte immer das muss so — es musste
natürlich nicht so, wie ich heute nach achtmaligem An- und Abschrauben
feststellte. 
Um den fest (beinahe starr) anzubrigen muss am Krümmer erst eine
Kupferdichtung, dann die Mutter, dann die Mutternsicherungsschelle dran.
Zwischen Motorblock und Krümmer muss noch eine weitere Kupferdichtung
und dann ist das Ding dicht. 
Allerdings musste ich erstmal das Gewinde nachfeilen, weil er mir die
unteren beiden Ringe auf einer Seite bereits heraus gebrochen hatte. 

Also derzeit ist an der Maschine zu machen:
Die Elektrik im Tachobereich. Dort scheint es ein Masseproblem zu geben.
Alle Lampenfassungen und Kontaktfahnen habe ich neu hier liegen.
Ich hoffe das es daran liegt.

Das Frontlicht-Halogen muss ich auch neu kaufen … allerdings werde ich
erst mit den alten Lampen testen, wenn ich die Kontaktfahnen neu
angebracht habe. 

Den Tacho muss ich öffnen, weil sich die Tachonadel verbogen hat und
sich hinter dem Begrenzer verklemmt hat.
Wie ich den aufbekomme …. keine Ahnung.

Die Tachowelle muss ich mir auch noch mal genauer anschauen. Nicht, dass
sie sich mittlerweile wegen dem Fehler auch schon wieder abgedreht hat. 

Die Vorderradbremse quitscht erstmal wie Sau. Ich muss immer erst
einbremsen. Das muss ich auf jeden Fall machen, da auch die Bremswirkung
nicht mehr gut ist. Hinten quietscht es nicht so viel, aber auch dort
nicht genug Bremswirkung und … ich hatte eine Notbremsung, bei der ich
mich beinahe abgelegt hätte, weil die Karre hinten nach links ausbrach.
Das Rad ist nicht zentriert (das lasse ich dann in der Werkstatt
machen). Neue Bremsbacken habe ich hier schon liegen. Das mache ich also
vor der Zentrierung.

Der Kettenschutzkasten muss erneuert werden (das Ersatzteil habe ich
noch nicht).

Soviel also zu Trude, die eine Fehlinvestition war.

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Ein erster Trip nach „dat Uli“

Nun habe ich mit Trude eine Fahrt zu „dat Uli“ gewagt. Und leider
keine Bilder geschossen, obgleich ich genug zum aufnehmen hatte.
In
dem Zusammenhang fällt mir ein, das ich noch die Kamera auf Trude
stecken habe. Da muss ich nun nochmal in die Garage, bevor sie sich tief
entlädt … *aufspring.

Oh Mann was für ein Tag. Die Keycam habe ich gerade von Trude genommen. Mit grossem Überraschungseffekt.
Aber der Reihe nach.

Zur Mittagszeit machte ich mich heute auf, um zu schauen, wie Trude mit den neuen Federn läuft.
Da ich mir von Polo den Kompressionsmesser kaufen wollte fuhr ich zunächst in die Stadt.
Leider war er nicht vorrätig (ich habe nichts anderes erwartet), wurde aber bestellt und ich erhalte eine email wenn er da ist.
Da
ich der Meinung war das auf der selben Strasse ein MZ-Händler war, fuhr
ich sie einmal auf und ab. Es ist eine Strasse im Gewerbegebiet, etwas
ausserhalb von Osnabrück, aber stark befahren.
Beim Harley Davidson
Laden hielt ich dann an und parkte meine 2 Takt Trude, brav neben dem
Chromgedöns der Harleys. Man schaut zwar immer wenn ich sowas mache,
aber niemand meckert. (obwohl ich immer damit rechne, das jemand meinen
Roller anzündet). smile
Wie auch immer … hinein in den Laden
… brav gewartet bis man von dem wartenden Kunden die Rechung
unterschrieben bekam (Stundenlohn 89€) und kurz mal nach nem MZ-Laden
gefragt.
„Noe, gibt es hier nirgends.“ Sagte einstimmig Chef und Mechaniker.
Hmmm.
Da hatte ich wohl irgendwas anderes im Kopf. Nunja, ich bedankte mich,
wünschte noch einen schönen Tag und nahm die grummeligen Gesichter der
beiden anderen Kunden in Kauf, bei denen ich mich zwischen gedrängelt
hatte. Ging ja schnell. :P

Tja … und nun? Die Sonne brennt mit 33 Grad … mein Shirt ist eh schon klitschnass unter der Mopedjacke und meine Handschuhe sind ein wares Badeparadies.
Wenn
ich nun zurück fahre, komme ich wenigstens unter die Dusche und raus
aus den Sachen, aber damit weiss ich immer noch nicht wie Trude fährt.
Also, ab zum Dümmer. Knappe 60KM Landstrasse.

Kurz nach Belm, einen der letzten Vororte, fuhr ich auf einen Rastplatz um die Keycam anzubringen.
Dazu kam ich aber nicht mehr.
Eine gelbe Simson S53 (?) stand da auf dem Parkplatz und ich musste grinsen.
Wie gross ist wohl die Wahrscheinlichkeit das ich ausgerechnet dort und jetzt auf eine weitere Simme treffe? Sehr gering.
Der Simme gings aber gar nicht gut.
Der
Fahrer … um die 35 … hatte dort eine kurze Rast eingelegt und
danach ging gar nichts mehr. Das heisst, sie machte noch eine
Fehlzünding und war danach „gestorben“.
Zündfunke hat sie. Sprit und eine frische Zündkerze auch.
Leider hatte ich kaum Werkzeug dabei und so fit bin ich in der Technik noch nicht.
Aber als er versuchte anzukicken, hörte ich es blubbern. Der Motor war voll mit Benzin. Da springt nichts mehr an.
Leider
hatte der Fahrer den Krümmer, samt Auspuff sehr hoch gezogen, so dass
sich überschüssiges Benzin und Wasser in der Krümmermitte sammeln
konnte.

Ich riet ihm, zunächst einmal, mit geschlossenem
Benzinhahn und ohne Zündkerze, die Maschine im zweiten Gang über den
Parkplatz zu schieben, damit die Suppe rausgedrückt würde. Das brachte
leider nicht den erhofften Erfolg und da ich keine Zange dabei hatte,
konnte man den Krümmer auch nicht entfernen.

Ein paar Minuten später, fuhr eine 70(?)er Herkules auf den Platz.
Der Fahrer wollte zunächst weiter fahren, als er uns sah, aber ich bat ihn zu halten und wir hofften auf eine Zange.
Eine Zange hatte er nicht, aber wenigstens etwas Schrauberwissen.
Er riet dann die Maschine im ERSTEN Gang zu schieben, damit die Suppe raus kommt.

Okay,
der erste Gang war besser, als mein vorgeschlagener zweiter und etwas
kam heraus, aber sie blubberte immer noch wenn man sie kickte.

Kurz darauf kam ein Transporter auf den Platz. Der Fahrer hatte eine Rohrzange dabei und der Krümmer konnte ab.
Was dann da rausgeflossen kam, waren locker anderthalb Liter schwarze Benzingülle.
Die
Karre war buchstäblich ertrunken und der Fahrer konnte von Glück reden
das sich das Gemisch nicht entzündet hat. Das hätte böse enden können.

Auch
wenn es ein gutes Bild geworden wäre, wollte ich aufgrund der Personen
keines machen und liess die Kamera wo sie war. Leider vergass ich bei
allem auch die Keycam anzubringen.

Er machte noch alles sauber
und ich gehe mal davon aus, dass er danach gut weiterfuhr und zuhause
den Auspuff zurückbaute, damit ihm das zukünftig erspart bleibt.
Der Herkulesfahrer und der Transporter blieben noch bei ihm, während ich mich wieder auf die Fahrt machte.

Die
weitere Fahrt ging dann direkt durch bis zu „dat Uli“, wo ich mir zwei
Kaffee trinken, und ein wenig plaudern konnte bis ich mich kurz darauf
wieder auf den Rückweg machte.
Allerdings nicht ohne auf der Tour eine Neuigkeit von Trude zu erleben.
Irgendwann auf der Landstrasse (mein Navi zeigte ~55KM/h an), wunderte ich mich das der Schlüssel am Band hing.
„Ohhh … wie kann das denn sein, dass der Schlüssel aus dem Schloß rutscht?“ , dachte ich mir und schob es auf die Vibrationen.
Mit
den Vibrationen lag ich schon ganz richtig, wie mir ein paar Minuten
später auffiel, denn am Band baumelte nicht nur der Schlüssel, sondern
an diesem wiederum der Schliesszylinder des Zündschlosses.
„Was??? Da kann garnicht sein! Oder doch?“
Doch
es konnte und kann sein.

Der Zylinder wird, wie ich bei Uli
feststellte, von einer kleinen Schraube im Zündschloss gehalten. Diese
Schraube hat sich wohl verabschiedet und somit konnte das Zündschloss
raus. Da die Maschine ja schon auf „On“ geschaltet war, blieb sie an,
liess sich allerdings nicht mehr so einfach ausschalten.

Als ich
Trude abstellte, musste ich zunächst einmal den Zylinder wieder
einführen und dann den Punkt suchen, wo die Schalter betätigt werden. Es
ging relativ zügig und ist der ultimative Diebstahlschutz, aber so kann
das nicht bleiben, denn in der Garage ist das nicht so prickelnd wenn
der Motor noch lange läuft.

Im OsnabrückerLand fuhr ich einen kleinen Bogen, weil ich nicht durch die Stadt wollte.
Irgendwo
auf dem Land, neben einem Bauernhof, hielt ich an und steckte die
Keycam aufs Schutzblech um zu sehen, ob die Federn vielleicht den Lauf
ruhiger machen.
Obwohl ich mir sicher bin das dem nicht so ist, weil
ja das Schloss rausvibrierte und meine Spiegel ab 50 auch nur noch
vibrierende Etwasse hinter mir anzeigen.

Aber ich wollte es halt nochmal probieren, zumal die Gegend auch nett zu fahren ist.
Es
ging also mit Videocam weiter und ich fuhr, mit einem Tankstop und
einem erneuten Gefummel mit dem Zündschlosszylinder, nach Hause.

Als ich dann vorhin die Keycam nachträglich von Trude holte, fand ich sie so vor.

Normal ist das nicht!
Ich gehe nicht davon aus, dass das Video brauchbar ist. Allerdings bin ich froh, dass ich sie an eine Leine mit zweitem Klettband anbrachte. So schlackerte sie wohl „nur“ am Schutzblech entlang und ging mir nicht verloren.
Vielleicht sollte ich die ganze Trude mit Klettband einwickeln? ;)

Ich muss diesen Vibrationen auf den Grund kommen!
Wahrscheinlich ist mein Hauptproblem die Kurbelwelle, der Kupplungskorb, oder etwas in dieser Richtung.
Ich werde noch dahinter kommen und hoffe darauf das mich Trude unterwegs nicht einfach stehen lässt.

Nun schaue ich mir mal das Video an … oder was davon übrig ist.
Sollte etwas verwertbares dabei sein, stelle ich es online.

Tja …. soweit die Theorie. In der Praxis finde ich keine SD-Karte mehr in der Cam.
Habe ich vergessen eine rein zu tun?
Dann müsste sie aber noch auf dem Arbeitsplatz sein.
Oder ich habe sie auch verloren.
Morgen suche ich mal nach der Karte. Ich kann mir vorstellen das ich sie hier finde.

Naja … war trotzdem ein schöner Sonnentag. smile

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Och Mensch

… nun scheint die Sonne endlich wieder … und ich habe Trude rausgeschoben, um endlich die Motoraufhängung zu machen.

Und was ist?
Die Mutter ist so blöde angebracht das ich eine 13er Nuss brauche, aber nur bis 12er besitze.
Also muss ich warten bis der Nachbar da ist.
Zum ersten Mal, komme ich mal nicht einfach an was heran und schon fehlt mir das Werkzeug.

Die Mutter sitzt zwischen einem gekrümmten Blech. Leider komme ich da nicht heran, da der Motor im Weg ist. Auch einen Schlüssel kann ich da nicht einklemmen.
Naja, eine 13er Nuss werde ich wohl noch auftreiben.

Prinzipiell hätte ich ja eine gekauft, aber da ich schon mal „unter“ Trude lag, habe ich auch gleich den Krümmer geöffnet und nach den Dichtungsringen geschaut.
Überall wird beschrieben das man zwei Kupferringe einlegen soll, damit er besser abdichtet.
Ich hatte nur einen drin und stellte fest, das der Krümmer relativ einfach um einige Millimeter zu bewegen ist. Er kam mir ja die ganze Zeit viel zu laut vor, ich bin mal gespannt wie er sich nachher anhört.
Allerdings muss das auch warten, da mein Nachbar meinen Krümmerschlüssel hat.
Auf bekam ich ihn ja, aber nicht mehr fest genug zu gedreht.
Naja. Spätestens morgen werde ich das wohl alles auf die Kette haben.

Da ich schonmal dran war, fiel mir auf dass der Vergaser aus der Wanne ganz leicht Sprit verliert und der Benzinhahn hatte sich auch schon gelockert.
Den Benzinhahn habe ich wieder fest (auch mit Schraubensicherung), aber die Vergaserwanne muss warten bis ich eine neue Dichtung habe. Dann nehme ich den nochmal komplett raus und werde dann wohl auch den Schwimmer prüfen.
Durch Auspuff und Vergaser zieht die Maschine Falschluft, was die etwas geringere Geschwindigkeit erklärt.
Sie fährt zur Zeit, laut Navi, um die 53 KM/h. Was ja gut ist, aber wenn es wieder nahe der 60 gehen würde, wäre ich glücklicher.

Ich habe sie nun, in der Mittagshitze, ersteinmal abgedeckt.
Mal schauen wann Viktor wieder da ist.
Das Wetter ist heute jedenfalls sommerlich.

Update

Nachdem mein Nachbar zum Mittag von Schicht kam, konnte ich mir eine 13er Nuss ausleihen (inklusive passender 1″ Knarre) und mich ans lösen der Motorhalterung begeben.

Links festhalten, rechts festhalten, von oben sichern und von unten gegenhalten … man müsste mindestens 4 Arme und zwei Klemmen haben.
Die Schraube raus ging dann noch relativ einfach … aber die Hülse samt Gummi auszutreiben, bedurfte der Hilfe des Nachbarn. Das ging nur mit angesetztem grossen Schraubendreher und ein paar kräftigen Hammerschlägen, während die Gegenseite festgehalten wurde.

Nun kam der umgekehrte „Spaß“ … alles wieder einbauen.
Ein Alptraum.
Wenn die Hülse im Gummi sitzt bekomme ich das Gummi nicht in die Aufnahme.
Wenn das Gummi in der Aufnahme sitzt, bekomme ich die Hülse nicht mehr durch.
Der pure Horror.

Vier Stunden später, war ich nicht nur mit den Nerven runter, sondern die Aufnahme auch wieder fest drin. Trotz jeder Menge ölen mit Silikonanteil, hat sich das Lagergummi etwas verzogen. Ich lasse es so, denn weitere vier oder mehr Stunden überlebe ich nicht. Ausserdem sind die beiden Gummis eh schon angegriffen, durch die ganzen Fehlversuche.

Ich habe zusätzlich den alten rechten Gummi nach der Aufnahme eingesetzt.
Man sieht schön das die Aussenfläche bereits komplett gebrochen und gerissen ist. Inwiefern er noch seine Arbeit erledigt hat, werde ich erst wissen, wenn ich die Maschine anlasse.

Damit ich halbwegs freie Bahn beim schrauben, pressen, schieben, drücken hatte, nahm ich die komplette Auspuffanlage wieder ab.
Ich
weiß nicht ob der Blick in den Auslass nun bedeutet das da zuviel
Schmodder drin sitzt, oder ob das so in Ordnung geht, jedenfalls konnte
ich mal einen weiteren Blick werfen.
Ich glaube das ich zu Beginn, in der Wohnung, ein Foto vom Auslass gemacht hatte … muss ich doch mal suchen.
Im Januar hatte ich ein Bild gemacht, als ich den Krümmer frisch ab hatte.
Alles voller Öl. Einerseits gut, weil es den Kolben vor Rost schützte, andererseits sieht mein „Verbrennungsfenster“ dann wohl doch besser aus. (glaube ich)

Leider ist mir bei der Arbeit der Sicherungshaken vom Krümmer-Sicherungsring abgefallen.
Klarer Fall von Materialermüdung. Gerade mal ein einfacher Schweisspunkt war an diesem Haken dran. (Das Ding oben links an der Schelle)

Der Nachbar will es schweissen. Ich fürchte allerdings das er es falsch anschweisst, aber es gibt schlimmeres. Denn ich muß sowieso noch eine Bestellung aufgeben.

Jedenfalls hat Trude mal wieder keinen Auspuff drunter.

Ersteinmal einen schönen Tag wünschend,
der Micha

Update

Heute, einen Tag drauf, brachte mir Viktor den geschweissten Sicherungsring. Leider hat er ihn falsch herum angeschweisst. Man hätte es gestern nochmal genauer anschauen sollen.
Naja. Ein 2,55€ Teil.
Viktor meinte aber das er es durchaus noch biegen könne und es dann auch halten wird.
Die Schweissnaht hält auf jeden Fall und Viktor bog es zurecht.

Mit seiner Hilfe brachten wir dann den Auspuff  wieder fest an und testeten ob er sich leiser anhört, oder ob er am Krümmer noch Luft rauslässt. Ich finde das er sich im Stand immer noch gleich anhört, allerdings wackelt er nun nicht mehr und hat somit auch keine Falschluft mehr.
Beim einfachen Anlassen konnte ich nun nicht sagen, ob die Vibrationen noch da sind, oder ob es sich stark gebessert hat.
Morgen weiß ich mehr, denn heute hat es hier leider wieder einen Regentag. Juhuuu sad

Und wenn ich die Karre auseinander baue um sie komplett abstrahlen und pulvern zu lassen, muß ich das Ganze nochmal machen. Allerdings werde ich es dann besser und „einfacher“ machen können, da ich dann die Schwinge komplett habe.
Dann werde ich auch die hinteren Lager wechseln.

Aber ehrlich gesagt bin ich keine Sekunde heiss darauf, die Maschine auseinander bauen zu müssen.
Nun schauen „wir“ erst einmal was es gebracht hat.

Ich wünsche euch das Beste.
Liebe Grüße,
der Micha

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Manchmal dauert es länger und beendet die Zwangspause

Wer hätte das gedacht.
Mein Stammzusteller klingelt bei mir und liefert mir meine Ersatzteile, auf die ich schon seit Tagen warte.

Aufgemacht und reingeschaut

  1. Krümmer – Hakenschlüssel
  2. Krümmer – Sicherungsring
  3. Krümmer – Dichtungen

Damit kann ich nun die Maschine auf die Seite legen und den Auspuff endlich befestigen.
Nun fehlt nur noch ein Ersatzgummi, welches auf die untere Ablage beim Mittelstück muss.
Leider hat der Shop das nicht, so dass ich es vielleicht „unterwegs“ kaufe.

Nun gehe ich schrauben und freue mich darüber das es doch noch gute Shops gibt und mein Geld nicht in der Tonne ist. Dennoch werde ich zusehen, dass ich allgemein nur noch per Paket bestelle.

Ich habe noch ein geniales Video entdeckt. Falls ich doch mal den kompletten Motor zerlege.

Noch weiter geschaut, fand ich bei dem Ersteller ein Video zur vorderen Teleskopgabel.
Da ich diese sowieso regenerieren muss, ist das sehr hilfreich.

Den kompletten Lehrfilm habe ich natürlich auch.
So macht das schrauben durchaus mehr Spass.

Nachtrag:
Bis ich endlich mal zum schrauben kam,  war es bereits Mittag.
Die Maschine (sie wird übrigens Trude heissen), wurde auf die Seite gelegt.
Das Öl am Kettenkasten wurde nochmal abgewischt und dann kam endlich die Sicherungsschelle, am Krümmer, dran.

Danach setzte ich dann noch Mittel- und Endstück auf, schraubte alles fest und erfreue mich daran.

Sooo schaut sie schon eher wieder nach einem Moped aus.
Nun müssen die Trittbretter noch geschliffen und lackiert, die Sitzbank neu bezogen und eine Batterie eingesetzt werden. Dann könnte sie aus der Wohnung und wäre nach dem Auffüllen von Öl und Benzin, fahr- und betriebsbereit.

Soweit die Theorie. smile

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