Einbau von Kolben und Zylinder – leider fehlen Stehbolzen und Passhülsen

Zunächst einmal habe ich mit dem Kolben erneut zu kämpfen gehabt, da es eine Qual ist die Sicherungsringe am Pleuel zu befestigen.
In den Kisten ist einfach kein Platz, wenn der Motor eingebaut bleibt.
Gut das ich mein Buch habe, denn der Hinweis sich die Einbaurichtung (Ein- Auslassaussparung) am alten Kolben zu markieren, hat mich vor einem bösen Fehler bewahrt.
Etliche Fotos vom Ausbau waren letztlich auch hilfreich um ja nicht was falsches zu machen.

Das einschieben des Kolbens in den Zylinder war dann wieder Fummelarbeit da die Ringe sich nach aussen pressen (damit es dicht ist). Viel Gewackel, Gefluche und vorsichtiges, stückweises Arbeiten später war auch das dann geschafft.

Natürlich habe ich bei jedem Teil reichlich Motoröl angeschmiert damit es flutschen kann.
Die metallene Motordichtung war und blieb mir dann ein Rätsel da sie nicht beidseitig glatt ist, es aber an keiner Zylinderhälfte entsprechende Aussparungen gibt.
Ich habe mich letztlich nach dem Sichtbild des alten Zylinders gehalten, wo erkennbar ist wie die alte Dichtung sass.

Mein Buch sagte mir ebenso wie ich die Steuerkette einzuhängen habe und das es dabei wirklich (logischerweise) auf ein Kettenglied ankommen kann.
Etwas fummelig, aber wenn man es einmal gemacht hat ist es kein Problem mehr.

Danach noch den Kopf für Kurbelwelle und Ventile aufgeschraubt und letztere auf 0,1cm Maß eingestellt.
Für einen ersten Lauftest sollte das reichen.

Vorab habe ich natürlich per Hand getestet ob sich der Kolben und der Rest frei bewegt oder irgend etwas irgendwo anschlägt, oder die Ventile
aufschlagen.

Alles war gut und nach ein paar Mal antreten und zwei Fehlzündungen wurde es ziemlich laut in der Garage (der Auspuff ist ja noch ab) … und leider auch ziemlich ölig, da ich den Ventildeckel noch nicht drauf hatte (ich Heldenkind).

Macht aber nichts. Ein Teppich liegt drunter und reichlich Tücher sind vorhanden. ;)

Nun bin ich erst einmal Happy das sie anspringt und läuft.
Nach meiner jetzigen Pause gehts weiter mit der Schrauberei.
Zwischenzeitlich sind die Stehbolzen auch eingetroffen und eingeschraubt, so dass es nun darum geht alle Schrauben wieder an ihren Platz zu bringen und den Vergaser im Nachhinein korrekt einzustellen.

Ich hoffe das es auch weiterhin so gut läuft und ich mein Töff wieder ordentlich auf die Bahn bekomme.
Und wenn nicht … nun dann hat mich das ein paar Euronen gekostet und ich habe sehr viel dabei gelernt.

Kompressionsmesser und Fühlerleere erhalten – kaum Kompression

Heute sind dann meine Sachen eingetroffen

und ich habe mich direkt mal an die Messung gemacht

Ist ja kein Wunder das sie meinen dicken Bauch nicht mehr die Berge hoch bringt.
Knappe 6Bar reichen halt nur aus um sie langsam in Schwung zu bringen, aber nicht um irgendwelche Leistung zu erbringen.
Über 10Bar sollte sie haben. 12Bar wären gut. 15Bar perfekt, aber die wird der alte Motor wohl nie mehr erbringen.

Hätte ich es mal früher getestet hätte ich mir das austesten einiger Setups (und damit einige Ausgaben) erspart.
Gottseidank lasse ich mein Moped nicht mehr von irgendwelchen Möchtegernschraubern zusammen zimmern.
Wenn ich daran denke was mich mein altes Moped (die Beeline) damals für diese Schrauberidioten gekostet hat könnte ich heute noch göbeln.

Gut. hier ist also ein neuer Kolben fällig. Die aktuelle geschätzte Laufleistung liegt bei ~20Tsd. KM … da darf das wohl sein.
Wie gesagt ist es nur schade das ich jetzt erst darauf stosse.
Aber immerhin habe ich dadurch die Süsse besser kennengelernt.

Manchmal ist Rückbau besser

Sonntag war ich schrauben.
Montag war ich schrauben.
und
Heute war ich schrauben.

Eigentlich ging der Umbau vom BING-Vergaser zum BVF relativ zügig vonstatten.
Der Wechsel des Gaszuges war schnell erledigt, der Wechsel der Tachowelle ebenfalls.
Bei über 30 Grad ist das eine sehr schweisstreibende Sache, die auch auf den Kreislauf schlägt, aber man will ja fertig werden.

Das auswechseln der Steckachse und der Bremsläge hebe ich mir für demnächst auf.
Noch bremst sie und die Steckachse ist auch okay.
Dann werde ich auch den hinteren Bremszug nochmals wechseln.
Aber wie gesagt, hat das noch Zeit.

Gestern Abend hatte ich noch etwas Hoffnung.Heute Mittag habe ich die Maschine dann testweise angetreten und sie drehte schon wieder sofort auf Vollast hoch. Das kenne ich schon von gestern.
Die Teillastnadel rutscht raus und verkantet sich.
Viktor will es zwar richten, aber so eine Aktion brauche ich nicht unterwegs.

Nachdem ich mir das Problem kurz durch den Kopf gehen liess, entschloss ich mich dazu, den Vergaser samt Gaszug wieder auszubauen und den BVF wieder einzusetzen. Dabei musste der Gaszug natürlich wieder ausgewechselt werden.
Innerhalb einer Stunde, war alles erledigt.
Nun läuft sie wieder. Mal schauen wie sie läuft, denn ich habe es heute nur noch in die Garage „geschafft“.
Mal gucken ob ich morgen eine Runde drehe.

Ja ich weiß … zuviel Text und zuwenig Bilder.
Finde ich auch doof, aber ich habe Turbo geschraubt (der Hitze wegen) und dabei einfach vergessen Fotos zu machen.
Ich will wohl versuchen, morgen ein Video beim antreten zu machen.
Drückt Däumchen das die „Kleine“ nun durchhält und sie und ich zur Ruhe kommen.
Feinregulierungen sind auf jeden Fall noch zu machen und der Kompressionstest steht auch noch aus.

Bis denne (hier wird es gerade stockdunkel draussen).
der Micha

Der „liebe“ Vergaser bringt mich zur Weissglut

Sonntag und Montag, habe ich in brüllender Hitze, den Vergaser ausgewechselt.
Von meinem neuen BVF-Vergaser, zum BING den der Nachbar favorisiert.
Er sagt, das die Maschine damit das volle Potenzial ausschöpfen würde.
Also habe ich mich überreden lassen und extra für den Vergaser einen neuen Gaszug gekauft.

Wie gesagt hat der Umbau den ersten Tag (2 Stunden verbraucht) und nun die nächsten beiden Stunden  … und die Maschine läuft nicht.
Sie bekommt nicht genügend Luft und entwickelt dadurch auch keine Leistung.
Ich bin mega gefrustet weil es schon wieder so beginnt wie mit Tuxie.
Entsprechend reagiere ich auch.

Viktor, der Nachbar, ist zwar hilfreich bei der Hand (weil es ihm mittlerweile auch schon peinlich ist) aber er frickelt mir zuviel. „Ach egal, das machen wir hier ein wenig kürzer und da kleben wir was dran.“
Heute kam er dann auf die Idee, das ich ja nur den Luftansaugstutzen weglassen muss, damit sie zieht.
Ich wurde dann fuchsig und habe ihm gesagt das die Maschine nicht für die Fahrt zum Bäcker 90 KM/h laufen muss, sondern auch noch nach 5 Stunden Fahrt, ein sauberes Laufbild abliefern muss und ich keine Lust habe mit ihr in Bayern liegen zu bleiben.
60 KM/h erwarte ich von ihr … und einen Durchzug der Hügel mit 6% Steigung beinahe ignoriert. Dann ist alles gut.

Morgen, Dienstag, geht es weiter.
Und das, obwohl ich hier derzeit richtig Aktion bei meinem anderen Hobby habe, welches auch mit Umzug und einer kleinen Arbeit zu tun hat.
Aber dazu dann zu gegebenem Zeitraum mehr.

Sooo … Frust runter geschrieben … es ist wieder einmal halb zwölf in der Nacht und ich muss zusehen das ich ins Bett komme.

Beste Grüße,
der Micha

Kompressionstester und wieder Ausbau des Zündschloß

Was soll ich sagen. Ich will ja wissen warum Trude so vibriert und nicht die Leistung bringt, die sie bringen könnte.
Hin und Her überlegt und von allen Seiten für blöd gehalten, aber ich liess mich nicht abbringen mir einen eigenen Kompressionsmesser zu kaufen.
Nunja. Sowohl 100, als auch 65, als auch 50€ ist mir „der Spaß“ nicht wert.
Bei 30€ zuckte ich schon, suchte aber weiter und fand beim Polo einen einfachen für 17,99€, der einen 14er und einen 18er Adapter für das Kerzengewinde hat.

Warum ich den kaufe und nicht mit der Karre mal für nen Fünfer in die nächste Werkstatt fahre?
Weil ich selber schauen will ob die Maschine noch Kompression hat. Und wenn ich am Motor hantiere, dann kann ich schnell mal was kaputt machen.
Ausserdem will ich an die Maschine nicht jemanden wie Olaf dran lassen. Es reicht mir schon das er wohl Tuxie kaputtgefummelt hat.
Ich fände es sehr befremdlich wenn ich mehrfach im Jahr bei der Werkstatt (welche eigentlich?) anfahren würde um die Kompression messen zu lassen.
Und bei 18€ hat sich der schnell bezahlt gemacht.

Zum ausmessen kam ich noch nicht, weil die Woche etwas anderes wichtiger ist.

Allerdings habe ich heute auch noch das kaputte Zündschloß ausgebaut, damit ich es morgen dem SimsonShopOsnabrück wieder zurück schicken kann. Leider bestehen sie darauf das Schloß zu tauschen. Ich hätte lieber woanders ein neues gekauft.
Nach dem Ausbau habe ich es mir genauer angeschaut und bin der Meinung, man kann es leider nur sehr schlecht sehen, dass die Halteschraube nicht rausgedreht, sondern abgebrochen ist.
Da der Zylinder in einer festen Führung sitzt, ist es ausgeschlossen das es im Nachhinein passiert ist.

Na, mal schauen. Vielleicht kaufe ich dennoch beim anderen Händler ein anderes Schloß, damit ich nicht nochmal son Murks verbauen muss.

So wie hier, hing dann der Schlüssel samt Zylinder am Schlüsselband.
Ein Glück das ich es dran habe und ein Glück, dass sich der Zylinder nicht vom Schlüssel gelösst hat und sich nicht samt seiner Einzelteile über die Landstrasse verteilt hat.

Der Ausbau war jedenfalls nervig, da ich nun dieses ganze Kabelgedöns nochmal durchziehen und verbinden muss … und ich hatte überhaupt keinen Bock darauf an Trude zu schrauben.
Genaugenommen überlegte ich mir schon, ob ich das Schloss nicht geschaltet lasse und mir einen versteckten Druckschalter einbaue.

Ich sag dann mal wieder … bis die Tage. smile