Lieferung fürs dampfen eingetroffen und seit gestern wieder mobil

Moin.

Ich bin hundemüde und habe Halsschmerzen weil ich tiefgefroren in der Nacht nach Hause kam.
Aber alles der Reihe nach.

Mein Freund und Dampferkollege hat sich einen reinen E-Roller bestellt.
Das Ding macht gut was her und läuft bei den ollen Chinesen bereits seit 2 Jahren auf deren Strassen.
Mit der Version 2 wurde nun auch der europäische Markt beliefert,  womit auch die ersten Kinderkrankheiten beseitigt wurden.
Ich stelle das Gerät noch genauer vor, wenn ich wieder bei ihm bin.
Dadurch das er nun einen neuen Roller bekommt, überlässt er mir den seinigen für wenig Geld. Er weiß das dieser in gute Hände kommt und ich mich sorgfältig drum kümmere.

Und so kam es denn das ich mich zu ihm bringen liess und die 65KM am Abend auf meinem neuen Schätzchen nach Hause fuhr. Theoretisch.
Praktisch wurde ich dorthin gebracht und wir machten uns erst einmal über unser Dampfzeug her.

Ich bekam meine bestellten Flachdrähte und eine Box mit acht verschiedenen industriell gefertigten Wicklungen. Er bekam seine Tüte mit 10ml Flässchen zum anmischen von neuen Aromen.

Danach wurden dann die Papiere und Schlüssel für das Möp übergeben und ich war wieder glücklich.

Wir gönnten uns einen entspannten Spätnachmittag mit Pizza und Nudeln, bevor ich mich dann um halb acht auf den Weg nach Hause machte.
Das „Möp“ habe ich mit Kilometerstand 12331 übernommen.
Es war wegen jeder Kleinigkeit in der Werkstatt und ist nicht zu Tode geschraubt worden.
Die Keeway Easy 50 ist ein Zweitakter mit Öltank und zieht die Berge mit 55KM/h hoch. Bei ~60KM/h ist allerdings dennoch Schluss. Da greift die CDI, was auch vollkommen okay ist und sich damit bereits in der Illegalität befindet obwohl nichts an dem Möp verändert wurde.

In anderthalb Stunden sollte die Fahrt dann glücklich ausgegangen sein. Theoretisch.
Praktisch muss man dafür die richtige Bahn nehmen und wissen wo man hin will wenn man keinen Navi benutzt.
Letzteren konnte ich leider nicht in dem Möp anbringen, da keine Halterung vorhanden war. Ich hatte zwar die Tage vorher dran gedacht das mir eine Armtasche vielleicht helfen könnte, aber leider kam ich nicht dazu eine zu kaufen.
Ein grosser Fehler den ich da beging, denn die Fahrt endete nicht Abends um neun Uhr, sondern Nachts um halb drei.
Ich habe mich nicht nur total verfahren, sondern fuhr auch noch in die falsche Richtung. Das passiert halt wenn man jahrzehntelang nur noch mit Navi fährt.
„Früher“ wäre mir das nicht passiert. Da wusste ich immer in etwa die grobe Richtung. Wird Zeit mal wieder ohne Navi zu fahren.

12505 KM bedeutet, dass ich für eine Strecke von 60KM, schlappe 174KM verfahren habe.
Ich bin ja so ein Heldenkind. Und das nur weil keine Handyhalterung dran war.
Aber was noch schlimmer ist: Ich hätte mich per Ansage leiten lassen können, denn den Kopfhörer hatte ich in meiner Geldbörse dabei.
Das fiel mir aber erst drei Tage später auf.

Nicht nur das mir nach den Stunden der Po schmerzte, war mir vorallem schweinekalt denn auf eine Nachtfahrt war ich nicht vorbereitet.
Ich fuhr mit meinen einfachen Rollerklamotten. Sprich Mopedjacke, Jeans und natürlich keine zwei Paar Socken. Nur die neuen Handschuhe habe ich schonmal testweise probiert. Gottseidank hielten sie wenigstens etwas warm, obwohl es Sommerhandschuhe sind … und ebenfalls gottseidank hat Petrus mich mit dem Unwetter verschont welches in der Nacht begann als ich bereits zuhause war.
2 Grad über Null UND Regen hätte mich wohl mit Lungenentzündung ins Krankenhaus gebracht.

Das Möp hat jedenfalls sehr gut durchgehalten und als Zweitakter hat sie auch genug Wumms.
Ungetunt fährt sie knappe 60KM/h. Mir ist das genug.

Ein 48Liter Topcase habe ich nun auch wieder, aber die Halterung taugt nichts. Die muss ich verstärken.
Jedenfalls bin ich nun endlich wieder mobil und kann meine Fahrstunden erreichen.

Zuhause war es gottseidank gut durchgeheizt und ein heisser Kaffee brachte meine Lebensgeister wieder zurück, aber ich zitterte noch 2 Stunden später fröhlich vor mich hin.
Die Quittung: Etwas Halsschmerzen und eine leichte Erkältung.
Hätte schlimmer ausgehen können, denn unterwegs bekam ich leichte Panikanfälle als ich mit sich leehrendem Tank ohne Tankstelle in Sicht und einem Smartie mit leerem Akku kilometerlang auf der Landstrasse unterwegs war ohne zu wissen wo ich auskomme, oder ob ich weiterhin ins Nirvana fahre.

Allzeit gute Fahrt wünscht euch,
der Micha

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Lieferung Coil Master 314 und Quadcoil im Biest

Ich liebe meine letzte Neuanschaffung mittlerweile mehr als meinen Lemo3.
Die mitgelieferten Fertigcoils rühre ich nie an, weil mir das wickeln einfach zu viel Spaß macht.
Die vorgefertigte Dual-Claptoncoil auf dem RBA habe ich allerdings bis gerade gerne gedampft. Aber da mir vorhin „langweilig“ war und ich wissen will wie sich das Biest mit einer Quadcoil dampfen lässt war ich halt selbst fleissig.


Titan 0,4 – 2mm Innendurchmesser (Hergestellt mit dem Coil Master V4)


Danach wurde die RBA dann wieder ordentlich gereinigt.


Hübsch und alles sauber verpackt ;)


Zum eindampfen fahre ich sie erst einmal auf 60 Watt. Beeindruckend wie lecker mein ApplePie nun wieder ist. Es war vorher schon toll, aber nun hat es noch einmal einen Kick bekommen.

Und damit mir die Tage nicht doch wieder langweilig wird, kam gerade mein Paket aus den Staaten an (Laufzeit 8 Tage bei Standardversand).

Die Arbeit mit dem Coil Master 314 wird im Netz verrissen.
Teilweise zu recht, weil man seitens der Entwickler selber darauf kommen würde was man, wie, besser machen könnte.
Das einspannen ist umständlich.
Das feststellen der Aufnahmen sogar sehr. Eine dritte Hand wäre nicht das Schlechteste.
Ebenso wäre es mir lieb gewesen wenn man für den Aussendraht/-drähte, eine einfache Klemmverbindung und – führung hätte die den Beginn vereinfachen und sichern.
So wie es ist, ist es brauchbar und mit ausreichend Übung werde ich mir auf jeden Fall saubere Claptons „zaubern“ können, doch für mal eben nebenbei ist das Gerät nicht ausgereift genug.
Und darum finde ich den Verriss im Netz auch nicht sonderlich passend. Das Gerät braucht halt erst einmal viel Zuwendung bis man das zicken in den Griff bekommt.
Als Hobbyschneider geht es mir da mit den NäMas und Geweben auch nicht anders.

Ein erster Versuch schaut nun so aus:


Kanthal-D – Seele 0,5 – Aussen 0,2

Ich hatte dabei ein weitaus schlimmeres Ergebnis erwartet. Zumal beide Drähte Reststücke waren, die ich teilweise erst einmal auseinander falten musste.

Eine allgemeine Empfehlung kann ich ebenfalls nicht aussprechen, da es nicht jedermans Sache ist sich lange und ausgiebig mit Technik auseinander setzen zu müssen.
Wer aber die Ruhe weg hat, die Kosten nicht scheut und keinen Akkuschrauber mit Aufnahme zu Hause hat, der/die darf sich gerne damit beschäftigen und Freude daran haben.
Mir gefällt es jedenfalls.

Nach einem langen Bastel-Versuchs-Tag mit der Clapton-Coil-Wickelhilfe habe ich mittlerweile ein bisschen mehr Gefühl für die Maschine und die Arbeit damit entwickeln können.
Wie ich schon schrieb bedarf das Gerät die volle Aufmerksamkeit des Anwenders und Rückschläge in Form von unsauberer Wicklung bis hin zur gebrochener Seele muss man einfach hinnehmen.
Viel Draht weniger und ein paar Piekser in die Finger von den Drahtenden mehr, bin ich mit der Anschaffung zufrieden.
Perfekt ist das Gerät bei Weitem ebensowenig wie meine ersten beiden Claptons, aber ich sehe da Potenzial und wenn die Firma bereit ist die Benutzerwünsche umzusetzen könnte man schon mit Version 2 ein sehr brauchbares und einfacher zu bedienendes Gerät auf dem Markt bringen.

Hier ist nun die Ausbeute meines Wickeltages. Ich bin gespannt wie sich die Claptons im Biest gegenüber den Industrieclaptons verhalten.
Die Wicklung ist nun zumindest gleichmässiger geworden und ich bekomme langsam den Dreh raus den Oberdraht zu führen.

Kleiner Hinweis:
Beim Coil Master 314 muss man ein Stück Draht überstehen lassen um diesen zu greifen und mittels Zug zu spannen.
Ich empfehle diese Überstand auf voller Länge (also 12-14cm) zusätzlich dran zu lassen, da man dann dieses im Nachhinein als weitere Seele in richtiger Länge verwenden kann und der Abfall reduziert wird.

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Lemo3 sifft

Nichts gegen Dualcoil oder direkt gegen den Lemo3, aber da passt so einiges nicht.
Zunächst einmal habe ich viele Wicklungen und Wattierungen gebraucht bis er nicht mehr siffte.
Von den Claptoncoils habe ich mich sehr schnell verabschiedet, das ist nicht mein Ding. Viel Draht braucht viel Strom.

Ich habe mir den Wismec 200W aber nicht angeschafft damit ich hoch befeuern kann, sondern damit die Akkuladung mich über ein- zwei Tage bringt und das erübrigt sich wenn ich statt mit 22,5, mit +50Watt befeuern muss.

Also kam wieder Kanthal-D zum Einsatz.
ABER er siffte weiterhin … weil ich einen Denkfehler hatte.
Ich nahm an das die Wicklung zu wenig Innendurchmesser hat, wodurch das Liquid sich dann sammelte und in den AFC tropfte, aber Chris (mein Bekannter) klärte mich dann am Telefon auf das wohl aufgrund meiner grossen Innenwicklung das Liquid nur nicht verdampfen kann und sich darum selbiges sammelt und mir aus dem Lemo3 läuft.

Darüber gesprochen und auf 2mm mit 8 Windungen 32er gewickelt und siehe da, nichts tropft mehr.

Gut das Chris jahrelange Erfahrung hat und somit schnell zur Problemlösung beitragen kann. Ich hatte schon den Spaß an dem neuen SWVD verloren.

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Die nächste Stufe vom Raucher zum Dampfer

So rasant wie sich bei mir alles entwickelt, konnte es ja nicht mehr lange dauern bis ich von der EVOD auf einen Selbstwickler wechsel.

Mein Equiqment wurde arg erweitert. 30€
Nichts gegen die EVOD, aber Selbstwickler ist geiler und somit habe ich nun einen Lemo2.
Als Akkuträger habe ich leihweise einen VAMO6 erhalten. Ausreichend (gebrauchte) Akkus habe ich auch erhalten und ein paar Meter Draht in verschiedenen Stärken bekam ich von meinem Bekannten auch dazu.
Nun kann ich mich beim wickeln austoben.

Aber erst einmal ein Käffchen …

Hier riecht es nun nach senseo-Kaffee und Cappuccino Dampfe. Big Grin

Ich hänge ja sowieso an der Nadel und kaufe immer wieder neuen Stoff … aber nun hat es mich wohl richtig erwischt.

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