Der erste Reifengummi ist auf der Felge

Meine Güte … es ist bereits 00:30Uhr.
Zum Abmanteln und Neubestücken der Felge, habe ich mindestens zweieinhalb Stunden gebraucht.

Das Felgenband was ich von der Felge ziehen wollte, zerriss in dem Moment als ich es in den Fingern hielt.
Der Schlauch hat schon ein paar Gummiabriebe, sieht aber noch relativ gut aus. Dennoch kommt er weg, weil er seit Jahrzehnten im Einsatz ist.
Zu dem Mantel muss ich eh nichts sagen. Am Ende habe ich alt und neu abgelichtet.

Der neue Mantel ist ein Heidenau K57 Winterreifen. Ich bin gespannt wie lange er hält. Ansonsten wird der nächste ein K54 von Heidenau.

Anstrengend war es. Ich bin klitschnass geschwitzt. Der ultimative Fehler wäre es nun gewesen, wenn ich den Mantel in die falsche Laufrichtung gebracht hätte. Aber … alles gut.

Und wenn man hier alt und neu sieht, weiss man auch warum ich mit dem Mantel nicht mehr fahren wollte.

Da heute Freitag ist, werde ich wohl nachher mal zur Tanke gehen und den Reifen füllen und testen.
Zunächst mal 0,5bar und dann wieder ablassen. Dann 1bar und wieder ablassen und dann 1,8bar drin lassen.
Danach geht es dann an den Einbau, um dann als nächstes den Vorderreifen zu stemmen.
Ich bin gespannt, ob ich das alles so hinbekomme.

Bis nachher mal …

Nachtrag:
Zur Nachmittagszeit ging ich, mit dem Rad in der Hand, beim ersten Schneegestöber runter an die Q1-Tankstelle und lies einmal 1bar in den Reifen und wieder ab. Walkte einmal das Rad und füllte es mit 2bar wieder auf, da sich der Schlauch nicht hörbar neu legte.
Letztendes wird sich das erst beim fahren zeigen … oder wenn morgen keine Luft mehr drin ist.

Danach setzte ich den Reifen wieder in die Schwinge und stellte beim festschrauben fest, dass der rechte Kettenspanner verrostet und gerissen ist. Somit muss ich also die Kettenspanner ebenfalls neu bestellen. 2 Stück zzgl. Versand sind dann wieder zusätzliche 14 Euro. So läppern sich die Kosten. Eigentlich ist das diesen Monat nicht mehr drin … mal schauen ob ich das zusätzlich absparen kann.

Entsetzt stellte ich fest das die Maschine durch das liegen auf der rechten Seite Getriebeöl verliert. Und nicht zu knapp. Ich kann nur hoffen das nichts beschädigt ist.
Nachdem ich das Rad wieder drin hatte, stellte ich die Maschine erstmal wieder hin. Zwei grosse zusätzliche Lappen liegen nun darunter und fangen das Öl auf.
Ich bin gespannt ob es über Nacht noch weiter tropft. Vorher werde ich nochmals abwischen und frische Lappen darunter legen.

Nachtrag:

Bevor der Lappen da nochmal eingesaut wird, habe ich gehofft das die Macht auch mit mir sein würde und begann bei StarWars2, den Vorderreifen zu bearbeiten.
Wieder kam das Video zum Einsatz, um zu verstehen wie man das Vorderrad ausbaut.
Gesehen und nachgemacht, musste ich beim rausziehen nicht nur 80Kg einseitig halten, sondern auch noch aufpassen das ich nicht zu hoch hebe und mir die Karre umfällt. Letzteres würde den Fliesen garantiert nicht gut bekommen.

Nachdem ich alles draussen hatte, was sicherlich eine halbe Stunde in Anspruch nahm, begann das grosse Mantelabheben. Ich hatte das Gefühl das es noch schwerer ging, als am Hinterreifen.
Die Knochen schmerzen, ich schwitze.

Das Abziehen ist natürlich nichts, im Vergleich zu dem Aufwand einen neuen Mantel und Schlauch aufzuziehen. Hier drücken, da drücken, gleichzeitig offen halten und schieben …
Ich könnte gut und gerne 4 weitere Hände brauchen. Obwohl ich kaum noch Kraft hatte, war er dann nach 3 Stunden im frischen Wintermantel.
Danach brauchte ich dann nochmals eine halbe Stunde um das Rad wieder einzubauen. Dazu musste ich die Maschine wieder hochhalten, das Rad gerade ausrichten und die Steckache vorsichtig einsetzen.
Dabei fiel mir unbemerkt die Unterlegscheibe raus. Also muss ich morgen nochmal ran.

Für heute bin ich durch … und werde sicherlich lang schlafen.

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