2016 – Wanderwegepatenschaft für Terra Vita – Route 2

Alter Falter … da habe ich aber nun Bammel vor meinem eigenen Schneid.
Eine Wanderwegepatenschaft wurde ausgeschrieben für die umliegenden Bereiche im Teutoburger Wald und Wiehengebirge (was man hier so Gebirge nennt).

Da ich, wenn schon die Gemeinschaft für mich einen Teil der Kosten mittragen muss, mir dachte das es nett ist wenn ich im Rahmen meiner begrenzten Möglichkeiten etwas zurück geben kann, ich halt eine Wegepatenschaft übernehme.

Das bedeutet das ich einen Teilabschnitt eines Rundweges übernehme und darauf achte das Bänke und Schilder sauber sind und ich sie von Gestrüpp befreie.
Desweiteren muss ich mich um die Markierungen an den Bäumen kümmern und die Farbe der Markierungen auffrischen.
Hört sich erst einmal nach einem guten „Job“ an, den ich natürlich ehrenamtlich mache … und die ca. 12KM sind nun auch nicht die Welt … ABER die Sache hat natürlich einen Haken.
Es geht auf der Route verdammt oft und viel steil bergauf und bergab.
Da werden 12KM schon mal zu locker zu 30KM und eine harte Gangart ist angesagt (von gutem Schuhwerk mal ganz zu schweigen).
Die zweieinhalb Stunden Fussweg die GoogleMaps da so locker ausspuckt kann ich vergessen. Ich bin da in Gedanken eher bei nahe von 5 Stunden (ohne das ich den Weg von zuhause und zurück überhaupt einrechne).
Das wird eine harte Aufgabe und mir ist noch unklar wie ich das löse.

Teilstrecken davon habe ich bereits mehrfach abgelaufen. Allerdings immer als Rundweg, so dass ich mich danach ins Auto oder auf die Karre werfen konnte.
Ich denke mir im Moment, dass ich es anders auch diesesmal nicht halten kann. Immer einen Teilbereich, dann den selben Weg zurück, auf die Maschine und nach Hause. Am kommenden Tag dann einen anderen Bereich und so weiter.

Den gesamten Trail kann ich unmöglich in einer Tour Hin und Zurück abmarschieren. Dazu ist das Gebiet welches sich von Hagen am Teutoburger Wald, über Georgsmarienhütte bis auf den Dörenberg Richtung Bad Iburg zieht viel zu lang und hügelig.
In der Regel reichen mir die 2KM um zum Beispiel zum Varusturm oder dem Hermannsturm zu kommen. Natürlich wurde in der Nähe geparkt.
Auf meinem Trail liegen allerdings beide Türme. Na Glückwunsch.

Da geht mir nun wirklich die Bammel.
Eine erste „Begehung“ habe ich wohl Ende Februar. Bis dahin muss ich um einiges fitter werden (und meine Angst vor freilaufenden Kötern verlieren).

Also:
Die Idee ist gut und sozial. Die Ausführung wird ziemlich kompliziert.
Ich bin gespannt.

Der Dörenberg am Ende meiner Route (östlich) ist übrigens immer meine Teststrecke um zu sehen wie gut meine Karre noch den Berg hoch kommt.
Die Wanderwege sind eher steiler als flacher.
Kalt wird mir wahrscheinlich nicht werden, aber ich sollte zur Not eine Stirnlampe mitnehmen.

Wie immer halte ich euch auf dem Laufenden.
Was den Sommerurlaubsbericht angeht werde ich ihn im kommenden Jahr nach und nach vollenden. Für 2016 ist nämlich mehr Aktivität und viel weniger soziale Netzwerke (sprich Facebook) angesagt.

Neue Teile – im Regenwetter

Am Montag fuhr meine Bekannte mit mir in die Stadt, damit ich dort bei Tante Louis einen Keiler und ne Kerze kaufen kann.
Tja.
Weder noch gab es dort.
Rollerteile sind bei Louis mehr oder weniger komplett aus dem Programm (wird zu selten verkauft). Bei Polo brachte es die Tage zuvor auch nur eine Absage.
Mein Blick auf den Onlinehandel von Hein Gericke … ebenfalls aussen vor.
Leider kann ich dem Vorschlag „Mache doch die A-Klasse und steige auf was grosses um“ nicht nachkommen.
Alle Berechnungen der letzten Wochen liefen auf das selbe raus … ich bin Renter mit Aufstockung und das bleibe ich bis ich in eine Kiste komme. Da bleibt nichts vorne und nichts hinten übrig (jedenfalls keine ~1500€ für den FS, plus ~1000€ für die Sicherheitsbekleidung, plus ~1500€ für die erste Maschine).
Vollkommen aussichtsloses Unterfangen … auch auf Jahre hinaus.
Also: Abhaken und der Realität ins Auge blicken.

Gestern fuhr ich dann mal bei ATU vorbei. Die werden ja wohl Kerze und Keiler haben.
Denkste.
Keine Iridium Kerze und keinen Keiler in der Größe.
Okay.

Da ich mit Elke am Wochenende mit dem Berlingo in Münster eine Panne hatte, sagte mir der AvDler dass ATU eine Art Schutzbrief hat.
Nennt sich Mobilitätsgarantie. Gibt es nur dann wenn die Inspektion bei ATU gemacht wurde und nur auf die hauseigenen Roller.
Extra abschliessen kann man das nicht. Ich hatte mich die Tage damit beschäftigt und letztlich nochmals bei ATU selber nachgefragt.
ADAC kommt für mich definitiv nicht in Betracht.
AvD übernimmt das erst wenn die Maschinen 50ccm aufwärts hat. Haben aber die Roller in der Regel nicht, sondern „nur“ 49,9ccm.
Über den Schutzbrief für mein KFZ wäre ich abgesichert … wenn ich denn eines hätte und mir leisten könnte. Die Sache mit dem Hund und dem Schwanz.

Ergo: Ich werde mich wohl dazu durch ringen müssen nur noch minimale Entfernungsfahrten hinzulegen, damit ich von irgendwem zumindest wieder eingesammelt werden kann. Wie dann die Maschine zurück kommt … *Schulterzuck

Nachdem mein Einkaufswunsch also überall negativ war, dachte ich mir dass ich in meiner Werkstatt im Nachbarort bestelle.
Habe ich auch gemacht und vorhin abgeholt.

Keilriemen: 669x18x30 (Originalgrösse) – 12,50€
Iridium Zündkerze: HIX – CR7 – 17.00€

WOW … teurer gehts kaum noch.
Ich weiß nicht mehr genau was ich bei BOSCH für die Kerze bezahlt habe, aber soweit ich mich erinnere war es irgendwas um die 12€.

Die Weste lag bei „Thomas Philips“ (1€-Laden) für 1,79€ herum.
Eigentlich kann ich meine „alte“ noch benutzen, aber schaden kann es nicht sie in Reserve zu haben.

Naja. Wenigstens kann ich nun mal langsam los legen mit der Schrauberei.
*THEORETISCH denn praktisch:

Nun habe ich schon die letzten Finanzen vor Monatsende investiert … aber nun will das Wetter erstmal wieder nicht.

Nass und kalt. War ja klar.
*hachmach

Auf Frühling wartend,
der Micha

Heute hätte ich Flipper abholen können

… aber leider kam mir neben dem Wetter auch die Müdigkeit durch die Superbowl Nacht dazwischen.

Für heute war Schneeregen angesagt. Womit die Wetterfrösche mal nicht gelogen hatten. Leider.
Der Schnee ist nun weitgehend weggespült, aber die Temperaturen sinken.
Minus 5 Grad soll es morgen Nacht werden. Das heisst, dass die Strassen frieren (und ich auch).

Mal schauen wann ich sie holen kann.

Beste Grüße,
der Micha … und dann bin ich da gerade noch über diese Anzeige gestolpert:

ebay-Kleinanzeigen 50ccm Rollergespann

Keine Testfahrten mehr – Kickstarter adieu

Da das Wetter mitspielt, ging ich heute erneut auf Testfahrt.
Als Ziel fuhr ich die Werkstätten im Umland an.
Vorher fuhr ich noch Luft nachfüllen. Am Vorderrad war mehr oder weniger alles wie es sein sollte (Schweiß abwisch), aber beim Hinterrad fehlten bereits wieder
0,5 Bar/Atü/Psi (??? ich muss die Begrifflichkeiten mal lernen).
So kann das nicht bleiben.

Da in Georgsmarienhütte der Yakuza-Schrauber ein paar Häuser weiter gezogen war, schaute ich mir zunächst mal an ob schon ein Neuer dort drin ist. Nein. Gähnende Leere.
Den Yakuza (oder wie der heisst) liess ich dann mal links liegen. Den gebe ich mir sicherlich nicht mehr.
Im Nachbarort (Hagen aTW) waren mir zwei Werkstätten bekannt. Bei einer davon war ich bereits seinerzeit kurz mit Tuxie und hatte mir dort, recht günstig, neue Kerzen kaufen können.
Die Werkstatt war heute wie damals stark in Betrieb. Zwei Mechaniker arbeiteten an irgendwelchen China- und Pegeotrollern und ein weiterer Mechaniker an einem Fahrrad.

Ich ging zunächst ins Ladenlokal … dort sah ich niemanden, also ging ich wieder raus und nebenan zur Werkstatt als mir bereits der Senior entgegenkam.
Ich erklärte ihm das mein Reifen die Luft verliert … er schaute, guckte und prüfte kurz. Verschwand dann in der Werkstatt und kam mit einer Ventilschraube(?) wieder. Schraubte sie auf und meinte dann „So die kannste drauf lassen. Früher hat man sowas immer dabei gehabt, aber heute hat man nur noch die einfachen Plastikkappen“. Guckte mich an und wollte sich wegdrehen.
„Moment“, sagte ich „und was soll ich bezahlen?“ Er winkte nur ab und nahm dann meinen überschwenglichen Dank entgegen.
Unfassbar.
Also … wer mal sein Fahrrad oder Moped machen lassen muß, sollte diese Werksatt unterstützen die einen wohl nicht übers Ohr haut.
Zweirad Rüschemeyer
Natruper Straße 32
49170 Hagen
05401 9424

Simson macht er übrigens nicht. Ich habe natürlich gefragt.
Er sagte das er schon genug mit den Anderen zu tun habe.
Womit er wohl auch recht hat, weil der Hof immer voll steht.

Jedenfalls fuhr ich danach weiter um die zweite Werkstatt anzuschauen und stellte fest, das diese bereits nicht mehr existierte.
Der Tag war noch jung. Sprit genug im Tank und fahren muss ich ja weiterhin um sicherzustellen das Trude soweit es geht, einsatzbereit ist.
Also fuhr ich nach Osnabrück und über einen Umweg, der mich über die Landstrasse führt, zurück nach Hause.
Berghoch mit ~35KM/h bei 9% …. und die andere Seite runter mit richtig „Spaß inne Backen“, denn der Tacho ging über die 90KM/h hinaus und ich wurde nicht überholt (Bundesstrasse mit 100er Regelung). Coole Sache das smile
Ich weiß das ich nicht über die 75 gehen sollte, aber das konnte ich mir nicht verkneifen. Es waren auch nur ~500 Meter, bis ich vom Gefälle wieder auf die Gerade kam und der Tacho sich irgendwo um die 60 einpendelte. Leider war der Navi nicht drauf. Mich hätte die reale Geschwindigkeit doch sehr interessiert.
So langsam scheint sich jedenfalls das korrekte Mischungsverhältnis bemerkbar zu machen.

Man merkt es wohl … ich bin euphorisch.
Wahrscheinlich bekomme ich bei Trude bald wieder einen Dämpfer wenn ich genauer hinschaue, aber im Moment ist alles gut.
Die Tage oder nächste Woche werde ich denn mal wagen und nach „dat Uli“ fahren. 80KM für eine Strecke. Mit Tuxie war das eine zweieinhalb Stunden Fahrt. Ich bin gespannt. Bei Uli hole ich mir dann auch die Kamera ab, mit der ich dann die Rückfahrt aufnehmen werde (so denn alles gut geht).

Sooo … und nun mache ich noch eine Fahrt, nach Osnabrück.
Ich will mir im Kino „Star Trek Into Darkness“ anschauen.

Update: 19:42 Uhr

War ja klar.
Auf dem Hinweg fiel mir schon auf das der Gasgriff locker ist … und fuhr in Osnabrück an die nächste Tanke. Die Schraube die den Griff hielt ist weg … futsch … raus. Klasse sad
Okay. Hin und Her überlegt … trotzdem weiter. Den Griff habe ich im Griff, morgen mache ich dann eine neue Schraube rein und gut ist.
Beim Kino gestoppt, stelle ich fest das es in der Filmpassage noch anderthalb Stunden dauert bis der Film beginnt … also setze ich mich wieder drauf, kicke die die Maschine an und fahre rüber zum Hauptbahnhof wo der Vorplatz nur so strotzte von Östrogengeschwängerten Zuwanderergruppen. Sorry … da stelle ich meine Maschine ganz sicher nicht hin. Also fahre ich direkt weiter und frage auf dem Rückweg an der Tanke meines Vertrauens nach einer Schraube. Keine passende da. Naja, macht ja nichts. Sowas habe ich ja zuhause.
Ich starte die Zündung und hätte Trude angekickt … wenn denn da noch was zum kicken dran gewesen wäre. Ebenfalls ab, futsch, nicht mehr da. Der ganze Kicker. Nochmal Klasse sad

Ich kann meine Begeisterung gar nicht in Worte fassen, schob die Karre an und fuhr nach Hause.
Und nun gehe ich erstmal frusten.

160KM Ausfahrt – Schloss Steinfurt – Offlumer See

http://goo.gl/maps/z5wV

Nach einem halbwegs frustigen Gespräch mit meiner Krankenkasse,
bezüglich eines Zahnarztwechsel, bin ich mit Tuxie einfach drauflos
gefahren.
Den Kopf frei bekommen. In Bad Iburg (es war Zufall das ich dort hin
fuhr), nahm ich meinen Navi heraus und schaute mal in meine Favoriten.
Dort sind Ziele eingespeichert wo ich schon war und wo ich noch hin
will. „Schloss Steinfurt“ fiel mir als einer der ersten Einträge ins
Auge.
War ich schon einmal da? Keine Ahnung. (ja ich war, wie ich später
herausfand). Lustlos lange zu suchen, wollte ich einfach nur Kilometer
machen, also geht es halt nach Steinfurt.
Tuxie bekommt auf der Hinfahrt jede Menge Landstrassen Kilometer und kann mal zeigen was sie aktuell bringt.
Bereits zuhause hatte ich mit der Gemischschraube erneut eine halbe
Umdrehung Lust abgedreht, da sie sich noch ab und an verschluckt und ich
ja noch am experimentieren bin.

Die Unterschiede zwischen einem kalten Motor, einem warmen Motor und
einem heissen sind enorm. Ich werde meine Tuxie lediglich auf einen
guten Kompromiss einstellen (können), aber das ist bisher im Ergebnis
besser als das wofür ich bezahlt habe.

Bis Greven lief sie auf der geraden Landstrasse 61KM/h laut Navi. Bis
sie den Wert erreicht braucht sie jede Menge Anlauf. Ich drehe am
Gashahn aber der Schub der entstehen sollte, entsteht nicht. Bis 20 okay
… bis 45 ein Drama … bis 50 etwas besser … und bis 60 dann
kontinuierlich langsam ansteigend. In der Ebene wohl gemerkt. Kommt am
Anfang ein Hügel, dann bin ich schon froh wenn sie 30KM/h erreicht. Also
alles nicht das gelbe vom Ei. Ich gebe aber zu das ich die Kerze noch
nicht wieder gereinigt habe. Und die 9 Gramm Gewichte sollte ich mal
gegen 8 Gramm tauschen. Naja, alles der Reihe nach.

In Greven hatte ich dann wieder eine Streife im Nacken, die mich aber
denn doch weiter fahren liessen. Ob es der Georgsmarienhütter-Aufkleber
war oder einfach nur das miese Wetter, welches mich bereits auf der
Landstrasse in den Regenkombi schlüpfen lies.
Natürlich nicht während der Fahrt in einem tollen Stunt, sondern unter
dem Vordach einer PKW-Werkstatt die ich anfuhr. Die Jungs guckten zwar
etwas verwundert, sprachen mich aber nicht an und liessen mich machen.

Logisch das der Platzregen, nachdem ich alles an hatte, auch prompt aufhörte. Hätte mich auch gewundert wenn nicht.
Mit dem Kombi war es dennoch besser. Das Teil strahlt noch etwas mehr
als meine Warnweste und ich will mir nicht durch klitschnasse Mopedjacke
eine Grippe einfangen. Die Schuhe waren schon nass, die Jeans feucht.
Nun bleibt alles trocken … aber sehr drückend und warm. Egal.

Kaum in Steinfurt angekommen, erinnerte ich mich auch wieder an das
Schloss. Ja da war ich schon. Einen ausgedehnten Besuch im angrenzenden
Schlossgarten hatte ich dort unternommen.
Heute lag mir gar nicht der Sinn danach und ich sattelte, nach einer sehr kurzen Trinkpause wieder auf und fuhr los.

Einer der Wegweiser wies nach Münster. Auch nett. Also nach Münster. Mir
war es eigentlich egal. Nur nach Leer wollte ich nun doch nicht folgen.
Kaum auf der Landstrasse, fing es an zu schütten als müsste ich
unbedingt von dem Weg angehalten werden. Ich lies mich drauf ein und
folgte den Wegweisern statt nach Münster, nach Rheine.
Von dort aus dann halt nach Hause.

Auf dem Weg sah ich einen Wegweiser zum „Offlumer See“. Sagt mir nichts.
Nie gehört. Scheint aber etwas Grösseres zu sein, also fahre ich dort
hin.
Gesagt getan und ein paar Minuten später stellte ich Tuxie auf dem angrenzenden Parkplatz des „Seecafe Offlum “ ab.

Neben dem Seecafe befindet sich sogar eine Ladestation für eBikes.

Obgleich mir der Po bereits nach den siebzig Kilometern schmerzte,
freute ich mich darauf auf der Terrasse diesen Bericht ins Buch zu vorab
zu entwerfen.
Das Cafe ist wirklich vom Feinsten. Sehr gepflegt. Angenehme Atmosphäre.
Bequeme Stühle … und natürlich ein toller Blick auf den See.
Den Rundwanderweg habe ich ausgelassen, da mir der See doch grösser
vorkam als er tatsächlich ist und ich nicht wieder so einen Gewaltmarsch
einlegen wollte wie am Steinhuder Meer.
Ich blieb also sitzen, genoss die Ruhe und die tolle Luft bei einem Milchkaffee.
Da es weiterhin regnet ist sogut wie nichts los. Die Segler sind alle drin. Keine Badegäste. So gut wie keine Wanderer.
Ein Grüppchen von sechs älteren Herrschaften kammen während meines
Aufenthaltes denn doch an und freuten sich ebenso auf einen Kaffee/Tee.
Natürlich durfte ein Stück Kuchen nicht fehlen.
Ich verzichtete mit Blick auf meinen Bauch.

Eine Frau mit einem grossen altdeutschen Schäferhund kam des Weges und strahlte mich an als wenn es kein Morgen gäbe.
Mir war nicht ganz klar ob sie ihrem Wuffi (der wohl gerade erwachsen
war) das Laufen an der Leine beibringen wollte, oder ob sie wegen mir
mehrfach vorbei lief.
Ich bin mal so dreist und behaupte das sie wegen mir Hin und Her spalierte und mich dabei weiterhin anstrahlte.
Zu mehr als zu einem „Moin“ war mir aber nicht zumute, obgleich ich
zugeben muss das sie wirklich hübsch war. Aber schon wieder ne Partnerin
an meiner Seite? Achne.
Mit einem letzten freundlichen Lächeln gab sie dann auf und bog um die
Ecke … und ich genoss wieder den ungestörten Ausblick auf den See.

Wie das so ist … alles Gute geht vorbei … und auch mein Milchkaffee leerte sich recht zügig.
Ein letzter Gang in das sehr saubere, wohlriechende und helle WC des
Seecafe. Den Kaffee wieder ins System zurück gebracht und schon sass ich
wieder in voller Montur auf Tuxie.

Der Rückweg ging dann nicht ganz so zügig … mein Sprit neigte sich dem Ende und sie wurde immer störrischer. Seltsam.
Das Anfahren wurde immer langsamer. Die Endgeschwindigkeit erreichte gerade mal die 50KM/h.
Natürlich war der Motor kochendheiss (und auch die Reifen sind warm
genug um den Regen in den Rillen verdampfen zu lassen), aber so ein
Beschleunigungseinbruch machte mich doch nervös.
Ich fuhr nach Navi gen Heimat und dachte schon das ich in Lengerich
(16KM vor Zuhause) liegen bleibe. Tuxie zuckte und muckte und kam nicht
in Quark.
Obwohl meine Tanknadel bereits im roten Bereich ist, kann ich nicht
nachtanken da ich auf der ganzen Rückfahrt bisher keine Tanke am
Wegesrand hatte. Toller Fisch.
Erst im Nachbarort (3KM vor Zuhause) konnte ich Tuxie dann neu bespritten.
3,8 Liter auf 160 KM = 2,37 Liter / 100 KM der Verbrauch ist also wieder
Bestens. Ich hatte nach dem Einbau des Gaszuges durch die Werkstatt
zuletzt bis zu 3,76 L/100 verbraucht. Da merkte man aber auch das der
Vergaser total verstellt war.

Sooo … das wars mal wieder. Es gibt viel zu tun … trinken wir erst einmal einen Tee.