Adieu Rost

Freunde die einen Sandstrahler, bzw. einen Glasperlenstrahler haben, wären eine echte Hilfe.
Das schleifen des Schutzblechs zog sich über zwei Stunden hin.
Mit dem Bandschleifer ist das zwar eine „ruhige“ Sache, aber bei dem starken Rostbefall leider nicht ganz ausreichend.
Letztlich musste ich doch zum „Dremel“ greifen um den Rost vom Blech zu bekommen.

In diesem Zusammenhang möchte ich noch ein paar Worte an meine Vermieter richten, die tatsächlich die Frechheit besassen sich über den Lärm aufzuregen, den ich sehr kurzfristig in den Morgenstunden (gegen 11:30Uhr) machen musste.
Vielleicht sollten sie, meine lieben Vermieter, mal darüber nachdenken wie ich mich fühle wenn sie Abends bis 23UIhr mit ihren Ordner werfen, Türen schlagen und Rollcontainer Weitschuss in ihrem Büro über meinem Wohn- und Schlafzimmer betreiben.
Und nicht genug damit das sie es ungeachtet der Ruhezeiten machen … sie scheuen nicht einmal davor zurück dieses an Wochenenden und an Feiertagen zu betreiben.
Also: Verpisst euch und haltet die Schnauze, ihr Assis!!!

Jedenfalls wurde ich bei starkem Sonnenschein recht schnell fertig, mit dem abschleifen.

Nachdem ich alles mit Bremsenreiniger abgewischt hatte, strich ich den 3in1 Lack sorgfältig auf. Den bereits entstandenen Rostfrass verspachtelte ich nicht extra, da es ein Doppelblech ist und ich keine Bedenken habe, das es ausreisst.

Wenn man davor steht, sieht man schon die Pinselspuren, aber ich lege auch bei diesem Schutzblech weniger Wert auf Optik, als vielmehr darauf den Rost beseitigt zu haben.

Da es seit 15 Uhr hier pechschwarz wurde und ein erstes Gewitter mit Sturmboen durchzog, war es das ersteinmal für heute.
Die Schrauben und die Klemmbrücken für den Kotflügel habe ich derzeit in CocaCola eingelegt. Nein, nicht damit er schneller montiert werden kann, oder durch den Zucker besser halten soll, sondern vielmehr als Mittel gegen den Rost.
Gegen den Rost? Ja richtig gelesen. So machen es einige Jungs um ihren Tank frei zu bekommen.
Da die Schrauben starken Rostansatz haben und sich nur schwer und quietschend lösen liessen, versuche ich den Tipp nun einfach mal in einem alten Glas.
Schrauben und Halter rein, Cola drauf, Deckel zu und mindestens bis morgen stehen lassen.
Geraten wird eher zu 48-72 Stunden … aber wenn ich morgen keine Veränderung sehe, lasse ich es.

Ohne Schutzblech sieht Trude aber schon ein wenig seltsam aus.
Ich berichte weiter smile

Update am 23.06.2013:

Die Colageschichte hat nichts gebracht.
Also hatte ich den zweiten Rat aufgegriffen: Alufolie mit Essigsäure aufzufüllen und darin die rostigen Schrauben und Muttern zu „baden“. Wieder mindestens einen Tag.
Es warf zwar ein wenig Blasen und es löste sich auch etwas Rost, aber der Hammer war das Ergebnis nicht.

Das Essigbad sah dann tagsdrauf so aus.

Erwartet hatte ich, laut der gefundenen Beschreibung, das ich rostfreie glänzende Schrauben erhielt. Heraus kamen stark angegriffene Metallteile, die an der Luft sofort oxidierten und schwarz anliefen.
Erst nachdem ich die Stücke mit Stahlwolle und Chrompolitur bearbeitet hatte, war das Ergebnis brauchbar.

Die Metalle werden ja nun auch zukünftig oxidieren und rosten, also kann ich das Ganze als netten Versuch abhaken, der ausser viel Arbeit lediglich Erfahrung gebracht hat.

Neue Ersatzteile hätten jedoch mit 24,55 € zu Buche geschlagen. Das Schutzblech hätte dann nochmal 24,80 € gekostet.
Insofern hat sich das Ganze also bezahlt gemacht. Der Rost am Schutzblech ist (glaube ich) gebannt.

Mal schauen ob ich morgen an das Motorlager komme. Im Moment wechselt sich hier Sonnenschein und Platzregen ab.
(Scarabeo-Norbert wird wohl auf seiner Fahrt auch nicht das beste Wetter erwischt haben)

Macht euch einen schönen Tag.
Beste Grüße,
der Micha