Grundinformationen zu Ampere, Ohm, Volt, Watt

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Ampere, Ohm, Volt und Watt.

Diese vier Begriffe bereiten sowohl Anfänger als auch Alteingesessenen Dampfern immer wieder Schwierigkeiten.

Keine Angst, man muss weder Studium, noch Ausbildung im Bereich der Elektrotechnik absolviert haben. Die Unterscheidung ist wirklich nicht allzu schwer, wenn man es anschaulich und einfach erklärt bekommt.

Gottseidank gibt es ja dafür Dampfen für Anfänger

Da Eigenlob ja bekanntlich stinkt, wollen wir uns auch gar nicht länger damit aufhalten und uns lieber den drei Männchen links am Rand widmen.

Du fragst dich sicherlich längst wo denn das Vierte geblieben ist.


Zunächst wollen wir die Begriffe Ampere, Ohm, Volt und Watt näher definieren:

Ampere

Ampere bezeichnet die Anzahl an Elektronen, welche in einer gewissen Zeit durch einen Leiter (hier werden verschiedene Arten von Energie oder Teilchen zwischen unterschiedlichen Orten transportieren) hindurch wollen.

Ampere ist deshalb die Einheit für die Stromstärke.

Ohm

Im Bild oben schnürt das Ohm Männchen dem Ampere Männchen den Leiter sehr eng. Das Ampere Männchen wird regelrecht ausgebremst. Man könnte sagen es stößt auf „Widerstand“.

Ohm ist deshalb die Einheit für den Widerstand.

Volt

Das Volt Männchen tritt dem Ampere Männchen im Bild oben in den Allerwertesten. Es übt also Druck bzw. „Spannung“ aus, wodurch das Ampere Männchen angetrieben wird. (Der Ein oder Andere denkt an der Stelle wohl an seine Liebste zu Hause )

Volt ist deshalb die Einheit für die Spannung.

Watt

Leider befindet sich in unserer Skizze oben kein Watt Männchen, was aber nicht weiter schlimm ist.

Watt bezeichnet die gesamte Arbeit, also die Leistung, die im Stromkreis verrichtet wird. Bei uns Dampfern äußert sich dies anhand der Hitze der Heizwendel im Verdampfer.


So und jetzt noch einmal von Vorne:

Damit Liquid verdampft werden kann, muss sich die Heizwendel (im Bild oben als Schlauch dargestellt) unseres Verdampfers erhitzen. Die Hitze wird durch Reibung im Leiter verursacht und kann mit den drei Kerngrößen Ampere, Ohm und Volt beeinflusst werden.

Dies geschieht folgendermaßen:

Elektronen fließen durch die Heizwendel. Ampere bezeichnet dabei den Stromfluss und gibt an wie viele Elektronen durch die Heizwendel durchpassen. Die Spannung Volt regelt mit welcher Kraft die Elektronen fließen. Der Widerstand Ohm fungiert hierbei als eine Art „Bremse“ und gibt den Durchmesser des oben dargestellten Schlauches an.
Mit Hilfe von Watt kann dann ermittelt werden wie viel Hitze erzeugt wurde.


Kurz und Knapp:

Stromstärke (I) wird in Ampere (A) angegeben.
Widerstand (R) wird in Ohm (Ω) angegeben.
Spannung (U) wird in Volt (V) angegeben.
Leistung (P) wird in Watt (W) angegeben.


Da die Größen Ampere, Ohm, Volt und Watt in einem sehr engen Verhältnis zu einander stehen ergeben sich folgende Gesetze und Formeln dazu:

Das Ohmsche Gesetz (URI):

U = R · I   ->   Spannung = Widerstand · Stromstärke

R = U / I   ->   Widerstand = Spannung / Stromstärke

I = U / R   ->   Stromstärke = Spannung / Widerstand

Das Leistungsgesetz (PUI):

P = U · I   ->   Leistung = Spannung · Stromstärke

U = P / I   ->   Spannung = Leistung / Stromstärke

I = P / U   ->   Stromstärke = Leistung / Spannung


Um Dir nun zu verdeutlichen in wie fern wir Dampfer diese Gesetze und Formeln im Alltag benötigen und auch anwenden, habe ich dir wie folgt ein Rechenbeispiel für einen nicht regelbaren Akku, ein weiteres Rechenbeispiel für regelbare Akkus im Bereich VV (regelbare Volt Einstellung) und außerdem noch ein Bildbeispiel für einen regelbaren Akku im Bereich VW (regelbare Watt Einstellung) aufgelistet:

Rechenbeispiel für einen nicht regelbaren Akku:

ego-akku-1100-mah
eGo-T Akku
ego-t-verdampfer
eGo-T Verdampfer

Wie Du hier bereits sehr gut erkennen kannst verwende ich in meinem Rechenbeispiel einen handelsüblichen eGo-T Akku (nicht regelbar) und den dazu passenden Verdampfer.

Nun gehen wir davon aus, dass der eGo-T Akku eine Ausgangsspannung von 3,3 Volt inne hat.

Im ersten Szenario unserer Berechnung gehen wir außerdem davon aus, dass der eGo-T Verdampfer einen Widerstand von 1,8 Ohm besitzt.

Mit diesen beiden gegebenen Bezugsgrößen können wir nun, wie oben bereits angedeutet, mit dem Ohmschen Gesetz (URI) die Stromstärke (= Spannung / Widerstand) berechnen. Diese würde nach unserem ersten Szenario also in etwa 1,8 Ampere betragen.

Nach dem Leistungsgesetz (PUI) können wir nun auch die Leistung unseres Verdampfers berechnen. Die Leistung (= Spannung · Stromstärke) würde sich also dann auf  5,94 Watt (mit ungerundeten Werten gerechnet) belaufen. Dies ist natürlich nach heutigen Standards in der Dampferszene gänzlich wenig.

Doch was können wir tun, um mehr Leistung bzw. mehr „Hitze“ und letztlich auch mehr Dampf zu erzeugen?

Da wir die Ausgangsspannung von 3,3 Volt nicht verändern können, ist bei nicht regelbaren Akkus die einzige Möglichkeit um mehr Leistung zu erzielen, den Widerstand kleiner zu machen.

Im zweiten Szenario schrauben wir also auf unseren eGo-T Akku mit Ausgangsspannung 3,3 Volt einen Verdampfer mit 1,5 Ohm Widerstand auf. Die Stromstärke beträgt nun 2,2 Ampere. Darüber hinaus ist die Leistung mit 7,26 Watt auch deutlich höher wie im ersten Szenario und somit erzeugen wir auch einiges mehr an Dampf.
(Merke: mehr Leistung = mehr Dampf)


Rechenbeispiel für einen regelbaren Akku durch VV (regelbare Volt Einstellung):

vision-spinner-1100-mah-(twist)
Vision Spinner Twist Akku
kangertech-protank-2
KangerTech Protank 3

Auch für dieses Rechenbeispiel habe ich wieder eine hervorragende Kombination ausgewählt. Für den Akku habe ich den Vision Spinner Twist Akku ausgewählt. Dazu passt der Protank 3 Verdampfer von KangerTech mit 1,8 Ohm sehr gut.

Der größte Unterschied zum obigen Rechenbeispiel ist, dass wir hier nun mit dem Akku die Spannung variabel verändern können. Beim Vision Spinner liegt der regelbare Bereich zwischen 3,3 und 4,8 Volt und geschieht durch ein kleines Rädchen auf der Unterseite des Akkus, welches nach belieben gedreht werden kann.

Bei der Einstellung der auf 3,3 Volt haben wir wie oben 1,8 Ampere Stromstärke und 5,94 Watt Leistung.

Nun erhöhen wir die Spannung auf 4,7 Volt (Vorsicht, bei zu hoher Spannung kann es passieren, dass der Verdampfer anfängt zu kokeln). Daraus ergibt sich eine Stromstärke von ca. 2,6 Ampere und eine Leistung von 12,22 Watt.

Wir haben also deutlich mehr Leistung als in den obigen zwei Szenarien, bei denen wir die Verdampfer austauschen mussten um mehr Watt zu erzeugen. Das klappt mit einem regelbaren Akku, wie dem Vision Spinner Twist Akku schon deutlich besser.


Bildbeispiel für einen regelbaren Akku durch VW (regelbare Watt Einstellung):

sc-istick-e-zigaretten-set_silber_weiss
SC I Stick Set

Als Bildbeispiel für einen regelbaren Akkuträger im VW Bereich habe ich dir hier den I Stick im Set von Silver Concept dargestellt. Der I Stick ist derzeit wohl einer der bekanntesten und meistverkauften Dampfer Geräte.

Nun aber zurück zum eigentlichen Thema. Was genau macht VW (Variable Watt) Dampfen so besonders?

Wie der Name schon verrät, ist es beim Watt Dampfen möglich die Leistung des Verdampfers, bis zu einem bestimmten Grad, beliebig einzustellen.

Du kennst ja bereits den Begriff VV (Variable Volt) Dampfen. Bei diesen Geräten kannst du, wie bereits oben erwähnt, die Spannung regeln und an den Widerstand des Verdampfers anpassen.

Variable Watt macht grundsätzlich das Gleiche, aber es ist ein bisschen automatisierter. Wie du weißt ist Watt die elektrische Leistung, die am Verdampfer ankommt.

Als Beispiel dafür kannst du dir eine Glühbirne vorstellen. Sicherlich ist dir bekannt, dass eine 100 Watt Glühbirne viel heller leuchtet als eine 60 Watt Birne. Die 100 Watt Birne bringt also mehr Leistung, ist deshalb heller aber hat auch mehr an Verbrauch.

Beim Dampfen läuft dies nach dem Gleichen Schema ab. Du kannst hier also die Wattzahl regeln und somit bestimmen wie viel Leistung letzten Endes bei Deinem Verdampfer ankommen soll. Nun das hat den großen Vorteil da Du theoretisch den Verdampfer Widerstand nicht mehr berücksichtigen musst.

Also die Theorie von variable Watt ist, wir stellen uns einen beliebigen Watt Wert ein. Zum Beispiel 7 Watt. Nun kannst du auf deinen Akku jeden Verdampfer aufschrauben, welchen Du auch immer willst. Du wirst immer die gleiche Leistung haben, das heißt immer die gleiche Dampfmenge und gleichwertigen Flash, egal ob der Verdampfer einen Widerstand von 1,5 Ohm oder von 3 Ohm hat.

Die Theorie geht ferner davon aus, dass nur die Stromstärke die Leistung eines Verdampfers beeinflusst, was natürlich nicht korrekt ist. Die Leistung eines Verdampfers wird durchaus auch von Faktoren wie Liquidfluss, Luftfluss, aber auch vom allgemeinen Aufbau des Gerätes beeinflusst.

Aber im Großen und Ganzen stimmt es. VW bringt immer die Gleiche Leistung an den Verdampfer, egal welcher Verdampfer aufgeschraubt ist.

Das tolle daran ist, dass diese immer gleich bleibende Leistung vom Anfang bis zum Ende des Akkus anhält. Der Akku wird nicht schwächer, mit zunehmender Entladung.


Achtung an alle Selbstwickler bei der Widerstandsberechnung:

Bei Parallelschaltung berechnest Du die Widerstände wie folgt:

wenn alle Wicklungen den selben Widerstand haben:

Gesamtwiderstand = Widerstand einer Wicklung / Anzahl der Wicklungen

wenn sich die Wicklungen unterscheiden:

1 / Gesamtwiderstand = 1 / (Widerstand von Wicklung 1)  +  1 / (Widerstand von Wicklung 2)  + … 

Quelle: Dokument in Facebook Gruppe: Dampfen für Anfänger (erstellt von Michael Meißner)

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Neues verlegen der 12 Volt Dose und der Navihalterung … und dann als Mofa zur Dönerbude

Die Sonne schien und es war heute nicht so eiskalt wie gestern, also ging es wieder ab zum Flipper um die Maschine mal wieder strassentauglich zu machen.

Vorgestern hatte ich sie nicht mehr zugeschraubt, damit ich schnell an den Vergaser komme, wenn dieser wieder das Benzin ablässt.

Also raus mit der Karre in die Sonne und nachgeschaut ob noch alles gut ist.
Es ist alles gut. Zumindest was den Benzinüberlauf betrifft.

Ich verbrachte die Stunden heute damit, mir zu überlegen wohin und wie ich denn die Navihalterung und die 12Volt Dose, zum laden von Navi und Tablet-PC anschliesse.
Jede Maschine hat da ihre Eigenheiten und ich tüftel dann immer wieder aufs Neue, wo und wie da was passt ohne zuviel Vibrationen ab zu bekommen, oder gar einen Kurzschluss zu verursachen.

Der Navihalter hängt nun fest am Windschild und bekam auch noch eine Federhalterung, so dass die Vibrationen vermindert sein müssten (theoretisch). ;)

Die Verlegung der 12 Volt Kabel war da schon ein Tacken aufwändiger.
Aussen? Innen? Nach oben? Nach innen? Brauch ich das überhaupt?

Um mir die verschiedenen Möglichkeiten anschauen zu können, habe ich die halbe Front- und Bodenverkleidung abgeschraubt.

Die unmöglichsten Stellen habe ich abgesucht und ausprobiert.
Da allerdings in und an so einer Maschine alles fürchterlich durch die Verkleidung verbaut ist und es kaum gerade Flächen gibt, hat es lange gedauert bis ich dann die vordere Box dazu auserkoren hatte, die Anschlussdose dort hinein zu verlegen.

Doch damit nicht genug … wo legt man das Kabel lang?
Es darf mir ja nicht die Lenkung blockieren, oder Wasser in die Batteriewanne transportieren.
Himmel, was habe ich an der Verkleidung gefuhrwerkt, bis ich das Kabel dann endlich mal durch den unteren Tunnel durch gezogen habe.
Ein angebundenes Hanfseil half mir dabei.

Letztlich war dann alles „schick“.
Die 12V-Dose kann ich mangels passender Schrauben noch nicht anschrauben, aber das ist mit einer Fahrt zum Baumarkt (der hier ganz in der Nähe ist) zu erledigen.

Da sie zum ersten Mal offen von aussen zugängig sein wird, werde ich mir da allerdings noch genauer Gedanken drum machen.

Über den Tag hinweg, hatte ich noch nichts gegessen und ein entsprechendes Hüngerchen. Was liegt da näher als die Maschine mal auszuführen.
Rauf auf das Räppelchen, Gas geben und …. kaum Leistung.
Hmmm … wirds noch, oder nicht?
Nein, es wurde nichts mehr. Fahrgeschwindigkeit knapp 30KM/H … bergauf dann runter auf 20KM/H. Na toll. sad
Ich fuhr dennoch die 3KM rüber in die „Stadt“ und zum Döner.
An der letzten Ampel davor musste ich bei rot halten.
Hinter mir war ein anderer Chinaböller mit 2 Personen besetzt, dessen junger Fahrer gerne am Gashahn drehte. Rennen mit mir? Öhhhh, Nöööööö.
Ich schlich dann bei grün langsam mal los und erwartete schon einen Einschlag der beiden Jungs ins Heck. Sie hatten wahrlich Mühe, so langsam zu fahren smile

Mit dem (kalten) Hähnchendöner und einer Lahmacun ging es dann wieder heimwärts. Schön langsam.
Ich erwartete eigentlich eine Polizeikontrolle mit der Frage, warum mein Mofa so schnell fährt. smile
Zuhause wurde nur noch eingeparkt und ich schaue es mir die Tage an, was wohl das Problem ist. Ich tippe allerdings sehr auf den Vergaser … speziell auf die Membrane. Bei Tageslicht (und wenn es nicht regnet) werde ich mehr wissen.

Sooo … wieder genug Update für einen Tag.
Achja … doch, da war noch was. Da ich die 12V-Dose aus der Simme ausbauen musste, liess ich es mir nicht nehmen, diese nochmal anzutreten … ohne Erfolg.
Sie steht sooo knapp davor anzuspringen. Sehr schade. Aber zumindest wurde sie nun wieder bewegt und der Motor pappt nicht fest.
Vielleicht doch die Zündspule? Egal. Ich habe da einen Flipper der laufen muss. Simme kommt später (kaufen will sie offensichtlich sowieso niemand).

Macht es euch hübsch und habt eine gute Woche.
Weiter berichtend,
der Micha

Nachtrag: 10.11.2014
Ich habe mir trotz Kälte und Nässe die Maschine raus geholt und die Membrane nachgeschaut. Es war mein Fehler … sie sass nicht korrekt drin.
Eine minimale Testfahrt brachte die Maschine wieder auf 50KM/H und mit einem vernüftigen Durchzug zur Garageneinfahrt.
Sie bockte bei der Gasannahme zwar etwas, aber da sie noch kalt war, sehe ich es erst einmal nicht als ein Problem an was sich nicht lösen liesse.

Rückblickend kann ich wohl sagen, dass Tuxies Probleme an einem defekten Vergaser und fehleingestellten Ventilen lag.
Schade das ich damals keinerlei Ahnung hatte und immer wieder auf den Keilriemen getippt hatte, statt selber an Ventile und Vergaser zu gehen, bzw. letzteren auszuwechseln.

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Arbeit am Vergaser, dem Benzinhahn und dem Tachometer

Bei der letzten Bestandsaufnahme hatte ich keine Bilder gemacht, darum vermengen sich in diesem Post die drei bereits ausgeführten Arbeiten.

Wie bereits erwähnt, hielt ich zunächst Benzinsieb und Vergaser für die Ursache des Motoraussetzers (der noch keinen Mucks von sich gibt).
Die Reinigung des Vergasers verlief zwar erfolgreich, war aber nicht notwendig.

Dennoch habe ich nun auch gelernt wie ich das Teil zerlege und reinige.
(Und wieder einmal wäre es von Vorteil gewesen wenn ich einen guten Kompressor hätte … … … eines Tages wird ein „Güde“ bei mir sicherlich einziehen. Wo auch immer ich dann wohnen werde.)

Nachdem ich den Benzinhahn gereinigt und wieder anmontiert hatte, habe ich die Dichtung zum Tank wohl diesesmal richtig (und fest) angeschraubt, so dass ich nicht mehr eine grössere Benzinpfütze auf dem Motor habe.

Ich hoffe das bleibt auch so trocken.
Das Benzin fliesst jedenfalls einwandfrei in und durch den Vergaser.

Da der Zündfunke ausbleibt und ich keinen Polradabzieher habe, begab ich mich an die Arbeit im Cockpit.
Die Tachonadel hat sich hinter den Anschlag geschoben, die Anzeige für Fernlicht und Leerlauf bleibt dunkel. Dadurch brennt mir wohl auch dauernd der Glühfaden im Halogenscheinwerfer durch. Also wurde es Zeit diese Arbeit zu erledigen (mangels Garage, leider nicht im Winter).

Zunächst einmal markierte ich mir die Kabel und Steckplätze.

Danach wechselte ich dann alle Kontaktfahnen und Lampeneinsätze gegen neue.
Die bisherigen sind total krumm und schief und verbogen … keine Ahnung was damit gemacht wurde. Da hatte wohl jemand zuviel Vodka als er versuchte eine Lampe zu wechseln.
und natürlich kam auch wieder etwas neues Unerwartetes dazu.
Wie konnte es auch anders sein? sad
Die Halterung war oben heraus gebrochen und die Dichtung  war ebenfalls gebrochen, weil sie alt und knochenhart ist. Eine neue Dichtung habe ich nicht da. Das muss so gehen.

Da ich die Ersatzteile schon lange hier liegen hatte, konnte ich die Zeit also gut nutzen. Sieht zumindest optisch wenigstens gut aus.
Glücklicherweise hatte ich die 2Watt Glühbirnen „leider“ doppelt bestellt hier liegen.
Wie sich heraus stellte, ist eine Bestellung falsch und nun habe ich ein paar, etwas breitere (nirgendwo passende) 2Watt Leuchtmittel hier liegen.
Für das Cockpit reicht der Vorrat gerade noch. Eine habe ich nun noch in Reserve. Also keine Experimente. ;)

Nachdem das erledigt war, ging ich an den Tacho.
Der war leichter zu entfernen als gedacht.
Vier Schrauben und das Ding war los (im Tachoglas liegen die alten Kontakteinsätze).

Wie sich herausstellte war die Nadel nicht nur verbogen und dahinter gerutscht, sondern hatte auch keine Spannung mehr. Ich musste sie wieder „nachspannen“, welches über zwei volle Umdrehungen an der Wellenaufnahme geschah.

Danach erhitzte ich die Tachonadel und bog sie halbwegs gerade.
Ich hätte gerne einen Ersatz aus Metall, wüsste aber nicht wie ich die Nadel selber wechseln könnte. Das wäre dann ein Fall für einen Uhrmacher, denke ich mir.

Damit ist die Arbeit am Cockpit, dem Vergaser und dem Benzinhahn bis auf Weiteres erst einmal „erledigt“.

Da es keinen Zündfunken gibt, muss ich nun auf die Lieferung des Polradabziehers warten und lasse die Karre mit offener Seite erstmal in der Garage zurück.
Und da ich die rechte Seite offen hatte, habe ich auch gleich den Einsatz der Tachowelle getauscht.

Begeisterung für diese Maschine kommt so immer noch nicht auf.
Ob ich mit ihr jemals eine Tour fahren werde? Ich weiss es nicht.

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Wie steht es um Trude?

Da ich gerade einem lieben Bikerkollegen ein Update mailte, poste ich den Inhalt nun auszugsweise für die Interessierten.
Es sind aufgrund eines kompletten Plattencrashs alle Aufzeichnungen vernichtet, da es zu dem Zeitpunkt kein Backup gab.
Es sollte wohl so sein.
Ich verlor nicht nur 30 Jahre Aufzeichnungen aus meinem Leben und den Kinderbildern meiner Tochter, sondern auch alle Adressdaten etc..
Das ich ein Update an Andreas senden konnte, lag nur daran dass er mich kurz vorher anschrieb und die Mail noch auf dem GMX-Server lag.

Also, hier das Update:

Leider läuft die Simson nicht mehr.
Sie lief über das Jahr hinweg eher schlecht als recht und ich kam von
einem Ersatzteil zum nächsten. Eine scheinbar unendliche Geschichte, die
sich nach Tuxie nun in Trude fortsetzt.


Zuletzt hatte ich wohl göttlichen Beistand, denn ich blieb ca. 10KM von
zuhause liegen. Bergab ging sie mir aus … und nicht mehr an.
Ohne vorheriges zuckeln oder sonstwas. Allerdings startete sie immer
wieder schlechter, was ich auf den Vergaser schob. Da sie nach dem
vierten, fünften Kick lief, habe ich mir da weniger Gedanken drum
gemacht, zumal ich eh keine Lust mehr zum schrauben hatte.
Als ich liegen blieb, schob ich sie 3KM nach Hause als ich gegenüber eines Jesuskreuzes eine kurze Rast einlegte. Bei mir ist es recht hügelig.
Ich bat dann darum das er mich doch bitte noch nach Hause fahren lasse möge und versuchte mein Glück nochmal mit dem Kickstarter … aber leider nichts.
Noch ein wenig bergauf, dann ging es wieder ein lange Strecke ins Tal hinab (Teutoburger Wald …. für Alpenländer sind es beinahe Geraden, für Norddeutsche beinahe schon die Alpen smile ).
Ich nahm Schwung und setzte mich auf die Karre und liess mich bergab rollen … legte den zweiten Gang ein, und liess sie kommen …. leider ohne Erfolg … kurz vor der Senke, noch ein Versuch und sie lief an …. *puuuuhhhh
Im zweiten Gang und mit Vollgas liess ich sie auf dem Radweg bergauf kreischen … mir war egal was die Anwohner oder gar die Polizei dazu zu sagen hatten … ich wollte nur nach Hause und nicht die 10KM bergauf, bergab schieben.
Als ich den „Berg“ rauf war, liess ich sie auskuppeln (mit der Hand am Gas), bockte sie auf und zog mir den Helm wieder an … dabei musste ich einmal die Hand vom Gas nehmen und sie wäre mir beinahe ausgegangen. Ich hielt sie am laufen und fuhr nach Hause.
Sie hielt bis in die Garage durch und ich liess noch ein Dankgebet los.
Eine Woche später wollte ich sie starten … aber da ging nichts mehr.
Umso dankbarer war ich, dass ich noch nach Hause kam.
(Das einzige was ich auch bei Tuxie sagen kann … sie liess mich nie in der Pampa restlos liegen. Nur einmal  … aber da kam eine Werkstatt zu Hilfe.)

Aufgrund der Unzuverlässigkeit blieb sie immer wieder 2,3,4 Wochen
stehen, bevor ich sie dann „notgedrungen“ wieder in Betrieb setzte.
Wie man raushört habe ich nicht wirklich Spaß an und mit ihr. Was nach
über 800€ an Ersatzteilen und einem Schrauberjahr aber auch kein Wunder
ist.

Nunja … nun ist es derzeit warm und meine Hände sind wiedereinmal
total schwarz und ölgetränkt.
Das sie aus und nicht mehr anging habe ich auf Vergaser und oder
Benzinhahn geschoben. Beides abmontiert, beides gereinigt …. an beidem
liegt es nicht. 
Ich habe heute Vergaser und Benzinhahn wieder montiert und angekickt.
Nichts. Kein Zündfunke. Kann also nicht laufen.
Dennoch hat sich die Schrauberei gelohnt, da ich einen tropfenden
Tankanschluss hatte (was ich nun hoffentlich behoben habe) und beim
Ausbau feststellen konnte, das der Tank innen seine Farbe verliert. Am
Sieb waren die ersten Farbpartikel. Das bedeutet er rostet von innen und
ich müsste ihn ausbauen, ausstrahlen und neu versiegeln. 
Nein, das mache ich nicht. Es scheint sich um die Anfänge zu handeln und
wenn ich nicht deutlich mehr Abplatzungen habe, werde ich kein Geld
darein stecken.
Der Vergaser war jedenfalls sauber. Ich hatte auf eine verstopfte Düse
getippt.
Beim Zündfunken kommen nun viele Möglichkeiten in Betracht.
Morgen werde ich mir erstmal die Kontakte an der Zündspule vornehmen.
Vorausgesetzt das mein Nachbar einen Polradabzieher hat.
Ansonsten müssen die weiteren Arbeiten warten.

Womit ich mir heute vor allem die Hände schwarz gemacht habe, war der
Auspuff. Explizit der Krümmer. 
Seitdem Viktor mir den angeschraubt hat, wackelte der Krümmer stark am
Motoransatz. Trotz Kupferscheibe und doppelter Sicherung. 
Er saß einfach nicht dicht und man sah das eine Hälfte der Abgase nach
unten und die andere Hälfte durchs Rohr nach hinten abging.
Das fand ich nie richtig. Viktor meinte immer das muss so — es musste
natürlich nicht so, wie ich heute nach achtmaligem An- und Abschrauben
feststellte. 
Um den fest (beinahe starr) anzubrigen muss am Krümmer erst eine
Kupferdichtung, dann die Mutter, dann die Mutternsicherungsschelle dran.
Zwischen Motorblock und Krümmer muss noch eine weitere Kupferdichtung
und dann ist das Ding dicht. 
Allerdings musste ich erstmal das Gewinde nachfeilen, weil er mir die
unteren beiden Ringe auf einer Seite bereits heraus gebrochen hatte. 

Also derzeit ist an der Maschine zu machen:
Die Elektrik im Tachobereich. Dort scheint es ein Masseproblem zu geben.
Alle Lampenfassungen und Kontaktfahnen habe ich neu hier liegen.
Ich hoffe das es daran liegt.

Das Frontlicht-Halogen muss ich auch neu kaufen … allerdings werde ich
erst mit den alten Lampen testen, wenn ich die Kontaktfahnen neu
angebracht habe. 

Den Tacho muss ich öffnen, weil sich die Tachonadel verbogen hat und
sich hinter dem Begrenzer verklemmt hat.
Wie ich den aufbekomme …. keine Ahnung.

Die Tachowelle muss ich mir auch noch mal genauer anschauen. Nicht, dass
sie sich mittlerweile wegen dem Fehler auch schon wieder abgedreht hat. 

Die Vorderradbremse quitscht erstmal wie Sau. Ich muss immer erst
einbremsen. Das muss ich auf jeden Fall machen, da auch die Bremswirkung
nicht mehr gut ist. Hinten quietscht es nicht so viel, aber auch dort
nicht genug Bremswirkung und … ich hatte eine Notbremsung, bei der ich
mich beinahe abgelegt hätte, weil die Karre hinten nach links ausbrach.
Das Rad ist nicht zentriert (das lasse ich dann in der Werkstatt
machen). Neue Bremsbacken habe ich hier schon liegen. Das mache ich also
vor der Zentrierung.

Der Kettenschutzkasten muss erneuert werden (das Ersatzteil habe ich
noch nicht).

Soviel also zu Trude, die eine Fehlinvestition war.

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Die neue Lieferung von AKF mit PVL Regler

Ein gerade mal Handgrosses Minipaket überreichte mir unser Postzusteller.
Unglaublich. Der „Spaß“ darin kostet 100,10€.
Wie ich schon in meinen letzten Kommis bemerkte, erwarte ich für soviel Geld (denn es ist sehr viel Geld für mich) irgendwie was „Grösseres“. smile

Aber gut … mehr Paket bekomme ich nicht.
Schnell das Messer gezückt und die Verpackung aufgeschnitten.

Obendrauf ein paar zerknüllte Papierbögen und unten drunter … nichts.
Ganz mies verpackt. Ich erwarte immer eine ordentliche Verpackung und so schlecht war bisher noch nie etwas bei AKF. Das dürfen die nun dieses eine Mal machen, ein zweites Mal akzeptiere ich das nicht. Egal ob es 10€ oder 100€ kostet.

01    Bremszug, vorn für Simson SR50, SR80
02    Grund Kabelbaum PVL
03    Regler PVL 12V 105550.06
04    Blinkgeber 12V 2/4 x 21W 8586.6/208
05    Vergaserdeckeldichtung BVF Kork
06    Lampenfassung für Tachobeleuchtung
07    Kugellampe 12V 2W BA9 (Markenlampe Spahn Germany)
08    Kontaktfahne für Tacho SR, kurz
09    Kontaktfahne für Tacho SR, lang

Mit den Bauteilen bin ich nun erstmal beschäftigt.
Der Blinkgeber ist nur auf Vorrat bestellt. Der Zehner hat die Summe nicht mehr fett gemacht. Auch die Korkdichtungen sind nur auf Vorrat bestellt.
Der Vergaser tröpfelt zwar nicht mehr so viel wie zu Beginn, aber da er im Laufe der weiteren Arbeiten mit Sicherheit nochmal ausgebaut werden muß, werde ich auch die jetzige Papierdichtung gegen die Korkdichtung austauschen und den Vergaser nach Anleitung neu einstellen.

Doch zunächst einmal werde ich mich die Tage an die Elektrik begeben.
Das heisst den PVL Regler einbauen und verkabeln, sowie im Cockpit die Massekontakte und Fassungen auswechseln. Für die Leerlaufanzeige muß ich das Trttbrett abschrauben, das Getriebeöl ablassen und den Seitendeckel öffnen.
Bei der Gelegenheit werde ich auch direkt Fotos von den Innereien
machen, da sich dort auch Schaltung, Kupplung und Kickstarter befindet.
Dann schauen wir mal, ob ich den Christbaum vorne nicht wieder ans leuchten bekomme.

Danach gehe ich dann wahrscheinlich an die Bremsen.
Das Quitschen wird immer schlimmer und kommt immer öfter vor. Ausserdem ist die Bremswirklung vorne viel zu gering. Ich werde dann die Bremsbacken und die Bremszüge wechseln. Der hintere liegt schon lange hier, der vordere muss erstmal in Öl eingelegt werden.

Wahrscheinlich werde ich beim abschrauben der Trittbretter, die Farbe nachlackieren müssen, da sie noch nicht ausgehärtet war. Nicht schön, aber damit kann ich leben. „Seinerzeit“ ging es mir ja dabei vorallem um den Rostschutz und das Ziel wurde erreicht.

So, für heute erstmal genug Text.
Wenn ich ans schrauben gehe, gibt es den nächsten Bericht.
Beim drüber lesen fällt mir auf, dass ich am liebsten die Maschine in einer warmen Werkstatt hätte, damit ich sie einfach mal komplett zerlegen und fertig machen kann. Inklusive Motorregenerierung.
Andererseits schleift meine 13 Jahre alte Waschmaschine … mehr muß ich nicht dazu sagen. ;)

Lasst es euch gut gehen.
Beste Grüße,
der Micha

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Einmal in die Stadt bitte … aber die Ohrenschützer nicht vergessen

Ach Mensch … da setze ich mich nichtsahnend auf Trude und fahr bis zur Hauptstrasse … bremse … und es zerreisst mir beinahe das Trommelfell.
Die Trommelbremse quietscht extrem laut und packt in „Wellen“.
Es kommt nicht von blockierenden Reifen, sondern von den Bremsbelägen.
Ich gehe davon aus, dass es sich beim nächsten bremsen erledigt hat und fahre damit in die Stadt. Gott, war das peinlich.
Das ist so laut, dass ich mich kaum traue zu bremsen. *schäm

Kurz den Termin im Rathaus abgehakt und ab nach Hause …. *brems QUUUUIIIIIEEEETTTTSCCCHHHHHH

Oh Mann. Die Fussgänger verjagen sich, die Autofahrer schauen voller Panik in den Rückspiegel und ich schaue zu, das ich möglichst wenig bremsen muss.
Das dumme ist nur, das ich zum Mittag nochmal los muss.

Zuhause kurz einen Kopf gemacht, dann auf Trude drauf und mit gezogener Bremse, bei Vollgas im ersten Gang, den Weg lang gequietscht. Nach 500Metern war dann irgendwann Ruhe und sie bremste wieder wie gehabt (nämlich etwas zu gering, aufgrund des zu langen Bremszuges).
Auf dem erneuten Weg in die Stadt, zeigte dann mein Tacho Dauer 0 an. Die Tachowelle (sie ist neu!), dreht sich scheinbar nicht, oder hat sich freigerüttelt, oder der Schneckenantrieb indem sie läuft hat nun den Geist aufgegeben oder oder oder …

Mittlerweile erinnert mich Trude doch sehr an Tuxie.
Im Moment reicht es mir und ich habe keinen Bock mehr auf schrauben und auf Trude.

Da ich sowieso noch Milch einkaufen musste, fuhr ich mit Trude nach Hagen aTW. Das ist mein Nachbarort.
Dort gibt es die Firma Rüschemeyer über die ich schon mal schrieb.
Cheffe gab mir vor kurzem einen Ventilstift.
Jedenfalls dachte ich mir, dass sie, weil sie ja auch Fahrrad/Mopedwerkstatt sind, neue Fassungen für meine Cockpitbeleuchtung haben. Aber … weit gefehlt. Man gab sich richtig Mühe, hat aber weder welche da, noch können welche bestellt werden. In den Chinadingern ist das halt anders geregelt.
Allerdings … wenn ich schonmal da war, fragte ich auch sofort nach einer Möglichkeit der LED Umrüstung. Damit war er dann überfordert, gab das aber auch zu und bat mich nächste Woche nochmal anzurufen, oder vorbei zu schauen, da er sich dann mit einem Kollegen abgesprochen hätte, der die Elektrik bei den Simmen kennt.
Und zum Schluß liess er mich eine LED 21/5 ausprobieren. Ich sagte ihm, das ich keine Garantie übernehmen kann, denn ich habe, soweit ich weiß, Wechselspannung anliegen.
Dennoch sollte ich das mal testen.
Okay. Rücklicht ab. Birnchen raus (das ist innen total verkokelt) und die LED rein.
A ) Viel zu schwaches Rücklicht
und
B ) in rot
Das geht leider gar nicht. Nicht nur wegen dem schwachen Rücklicht (da denke ich mir, ist das Problem die Wechselspannung), sondern vorallem wegen der rote Farbe.
Ich habe eine kombinierte Rücklicht/Bremslicht/Kennzeichenleuchte. Letzteres wird durch ein Klarglas nach unten beleuchtet. Wenn ich da nun eine rote LED reinmache, habe ich schneller die Polizei im Nacken, als ich möchte.
Aber leider fand er keine LED in weiß. Damit könnte ich zwar aushelfen, aber erstmal muß ich hören was der Techniker sagt.

Im Oldenburgerforum ist es halbwegs beschrieben, wie es zu machen ist, aber eigentlich möchte ich mich da nicht weiter aufhalten. Schauen wir mal.
Die Bremse hat übrigens nicht mehr gequietscht. Keine Ahnung warum das heute früh so heftig war. Schliesslich steht die Maschine ja in der Abstellkammergarage und ich fuhr nicht bei Regen. Naja. Ehrlich gesagt bin ich einfach nur froh das sie wieder bremst ohne zu quietschen.

Am späten Nachmittag machte ich mich dann erneut an die Rücklichtkombi.
Der Grund: Mir wird klar, dass ich die Zeit nutzen muß, wo es noch möglich ist draussen zu schrauben, denn diesen Winter werde ich sie nicht reinholen (können).
Da ich sowohl einen Massefehler ausschliessen wollte, als auch einen Puffer zwischen Rahmen und der Rücklichtkappe anbringen wollte, schraubte ich dieses Mal die gesamte Kappe ab, nahm das Innenleben raus und säuberte die Masseschuhe.
Als ich dann, in Ruhe, das Leuchtmittel wechselte fiel mir auf, dass es die ganze Zeit einen Kurzen zieht.

Aber warum funktionierte es dann überhaupt?
Das verstehe ich nicht. Meine Batterie hat eine vorgelagerte Sicherung, die auf Masse liegt.
Die Sicherung bleibt heil und selbst wenn ich bremse, leuchtet das Bremslicht einwandfrei.
Jedenfalls habe ich es mittels Isolierband nun beidseitig „gesichert“.
Ich bin gespannt wie lange die neue „Birne“ nun hält.

Einen Massefehler konnte ich zwar noch aufspüren, aber nicht dauerhaft unterbinden.
Mir fehlt entsprechendes Kabel.
(Stück für Stück für Stück für Stück … … …)

Jedenfalls ging ich mit meinem Multimeter (auf Wechselspannung 200V eingestellt) an die Messung und bekam bei laufenden Motor, eine stetig wachsende Spannung. Bei 13,8V unterbrach ich die Messung. Die Messung mit kaltem nicht laufendem Motor ergab vorher feste 12,1V.
Nun bleibt noch die Frage ob ich vielleicht falsch messe, denn ich nahm einfach eine 12V Leitung und halt Masse.

Aber heute ist wirklich so ein Tag, wo ich dann doch denke „Hättest Du mal doch besser den billigen ATU-Schrott gekauft. Dann hättest Du einfach nur 2 Jahre Ruhe gehabt und dann weg damit.“

Mal schauen wie es morgen ist.
Zuversicht fällt mir aber heute schwer.

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Eine Ausfahrt mehr = eine Rücklichtbirne weniger

Ich kam nicht umhin, erneut eine Fahrt ins 63KM entfernte Steinfeld zu unternehmen.
Die Maschine läuft zwar nicht schlecht, aber man spürt das sie unter Volllast, nach geraumer Fahrtzeit, nicht mehr genug Sprit oder Luft bekommt.

Auf der Hinfahrt hatte mein Navi wohl einen Demenzanfall, denn es schickte mich eine Stunde lang durch die unmöglichsten Gegenden. Zunächst dachte ich mir, dass ich ihr Routenprofil geändert habe, aber damit war alles wie immer.
Nunja. So machte ich zwar einen riesen Bogen um den Dümmer See, fuhr dabei aber auch entlang eines grossen Torfabbaugebietes.

Leider ist das Bild nicht gut belichtet, sodas man die riesige Menge Torf auf diesem Feld nicht richtig erkennen kann.

Ich fuhr zwar mit der Helmcam und die Videos waren auch nicht schlecht, aber leider haben sie extrem viele Wackler, da der Kopf halt hin und her geht.
Darum habe ich die Videos wieder gelöscht und werde, wenn ich endlich diese Elektrik im Griff habe, über eine neue vibrationsfreie Aufhängung an der Maschine nachdenken.Das wird wohl das geringste Problem.

Auf meiner Rückfahrt, machte ich einen Kurzstop am Dümmer See.
Das Wetter war prächtig und ich kam sowieso daran vorbei.

Obwohl die Sommerferien beinahe überall vorbei sind, war es dort brechend voll.
Kinder, Eltern, Rentner … und eine offensichtlich zusammenhängende Ausflugsgruppe, die eine Ausfahrt mit dem Schiff gemacht hatte. So brechend voll, habe ich den Kahn noch nie gesehen. Als ich ankam, begann gerade der Ausstieg … und wollte nicht enden.
Die ganze Gruppe ging dann geschlossen zum angrenzenden Restaurant, welches damit wohl seine gesamten Sitzplätze innen belegt hatte.

Warum die nicht auf die Aussenterrasse sind, hat sich mir verschlossen.

Leider hatte ich nicht lange Ruhe.
Ein Päärchen machte sich neben mir auf der Bank breit, blubberte mich voll und freute sich dann das ich Reissaus nahm.

Und falls ihr euch wundert, dass ich von unglaublich vielen Besuchern schreibe, aber niemand zu sehen ist … das ist von mir so gewollt, denn eigentlich müsste ich ansonsten jeden Einzelnen unkenntlich machen.
Bevor ich hier stundenlang an der Nachbearbeitung hänge, warte ich lieber ab drücke auf den Knipsie wenn kaum jemand da ist.

Ich ging also wieder zum Parkplatz, bestaunte auf dem Weg dahin noch eine alte BMW die bestens gepflegt war und machte mich reisefertig.
Als ich Trude anliess, war das Rücklicht bereits wieder durchgebrannt.
Natürlich wechselte ich es nicht, sondern fuhr damit so flott es ging nach Hause.

Die nächsten Tage werde ich dann mal wieder schrauben und Fehler suchen.

Liebe Grüße,
der Micha

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