Ausfahrt nach Beckum und ohne Licht zurück

Mist.
Einer meiner schlimmsten Befürchtungen wurde wahr: Eine lange Rückfahrt ohne Licht.

Hin war auf den knapp 70KM noch alles okay, aber als ich dann auf der Landstrasse am Abend zurück fuhr hatte ich keine Scheinwerferbeleuchtung mehr.
Dinge die die Welt nicht braucht.

Mit meiner kleinen Standlichtfunzel fuhr ich nach Hause.
Gottseidank ohne das mich die Polizei anhielt.

Mit der Funzel und meiner Warnweste war ich zwar für die Dosenfahrer zu sehen, aber toll ist das nicht.
Das mir jemand die Vorfahrt nimmt wäre nicht abwägig gewesen und ich hätte nicht einmal meckern können wenn sie mich nicht gesehen hätten.
Ganz doofe Fahrerei, die gottseidank heil überstanden wurde.

Danach ging es dann ans schrauben und ans zerlegen der Maschine, da man dort „nicht mal eben“ nen Birnchen wechseln kann.

Und weil ich sowieso alles runter hatte habe ich mich direkt an den nicht mehr mitdrehenden Kilometerzähler gekümmert.

Letztlich war es ein defekter Schalter, der schnell wieder ersetzt wurde.

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Arbeit am Vergaser, dem Benzinhahn und dem Tachometer

Bei der letzten Bestandsaufnahme hatte ich keine Bilder gemacht, darum vermengen sich in diesem Post die drei bereits ausgeführten Arbeiten.

Wie bereits erwähnt, hielt ich zunächst Benzinsieb und Vergaser für die Ursache des Motoraussetzers (der noch keinen Mucks von sich gibt).
Die Reinigung des Vergasers verlief zwar erfolgreich, war aber nicht notwendig.

Dennoch habe ich nun auch gelernt wie ich das Teil zerlege und reinige.
(Und wieder einmal wäre es von Vorteil gewesen wenn ich einen guten Kompressor hätte … … … eines Tages wird ein „Güde“ bei mir sicherlich einziehen. Wo auch immer ich dann wohnen werde.)

Nachdem ich den Benzinhahn gereinigt und wieder anmontiert hatte, habe ich die Dichtung zum Tank wohl diesesmal richtig (und fest) angeschraubt, so dass ich nicht mehr eine grössere Benzinpfütze auf dem Motor habe.

Ich hoffe das bleibt auch so trocken.
Das Benzin fliesst jedenfalls einwandfrei in und durch den Vergaser.

Da der Zündfunke ausbleibt und ich keinen Polradabzieher habe, begab ich mich an die Arbeit im Cockpit.
Die Tachonadel hat sich hinter den Anschlag geschoben, die Anzeige für Fernlicht und Leerlauf bleibt dunkel. Dadurch brennt mir wohl auch dauernd der Glühfaden im Halogenscheinwerfer durch. Also wurde es Zeit diese Arbeit zu erledigen (mangels Garage, leider nicht im Winter).

Zunächst einmal markierte ich mir die Kabel und Steckplätze.

Danach wechselte ich dann alle Kontaktfahnen und Lampeneinsätze gegen neue.
Die bisherigen sind total krumm und schief und verbogen … keine Ahnung was damit gemacht wurde. Da hatte wohl jemand zuviel Vodka als er versuchte eine Lampe zu wechseln.
und natürlich kam auch wieder etwas neues Unerwartetes dazu.
Wie konnte es auch anders sein? sad
Die Halterung war oben heraus gebrochen und die Dichtung  war ebenfalls gebrochen, weil sie alt und knochenhart ist. Eine neue Dichtung habe ich nicht da. Das muss so gehen.

Da ich die Ersatzteile schon lange hier liegen hatte, konnte ich die Zeit also gut nutzen. Sieht zumindest optisch wenigstens gut aus.
Glücklicherweise hatte ich die 2Watt Glühbirnen „leider“ doppelt bestellt hier liegen.
Wie sich heraus stellte, ist eine Bestellung falsch und nun habe ich ein paar, etwas breitere (nirgendwo passende) 2Watt Leuchtmittel hier liegen.
Für das Cockpit reicht der Vorrat gerade noch. Eine habe ich nun noch in Reserve. Also keine Experimente. ;)

Nachdem das erledigt war, ging ich an den Tacho.
Der war leichter zu entfernen als gedacht.
Vier Schrauben und das Ding war los (im Tachoglas liegen die alten Kontakteinsätze).

Wie sich herausstellte war die Nadel nicht nur verbogen und dahinter gerutscht, sondern hatte auch keine Spannung mehr. Ich musste sie wieder „nachspannen“, welches über zwei volle Umdrehungen an der Wellenaufnahme geschah.

Danach erhitzte ich die Tachonadel und bog sie halbwegs gerade.
Ich hätte gerne einen Ersatz aus Metall, wüsste aber nicht wie ich die Nadel selber wechseln könnte. Das wäre dann ein Fall für einen Uhrmacher, denke ich mir.

Damit ist die Arbeit am Cockpit, dem Vergaser und dem Benzinhahn bis auf Weiteres erst einmal „erledigt“.

Da es keinen Zündfunken gibt, muss ich nun auf die Lieferung des Polradabziehers warten und lasse die Karre mit offener Seite erstmal in der Garage zurück.
Und da ich die rechte Seite offen hatte, habe ich auch gleich den Einsatz der Tachowelle getauscht.

Begeisterung für diese Maschine kommt so immer noch nicht auf.
Ob ich mit ihr jemals eine Tour fahren werde? Ich weiss es nicht.

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Wie steht es um Trude?

Da ich gerade einem lieben Bikerkollegen ein Update mailte, poste ich den Inhalt nun auszugsweise für die Interessierten.
Es sind aufgrund eines kompletten Plattencrashs alle Aufzeichnungen vernichtet, da es zu dem Zeitpunkt kein Backup gab.
Es sollte wohl so sein.
Ich verlor nicht nur 30 Jahre Aufzeichnungen aus meinem Leben und den Kinderbildern meiner Tochter, sondern auch alle Adressdaten etc..
Das ich ein Update an Andreas senden konnte, lag nur daran dass er mich kurz vorher anschrieb und die Mail noch auf dem GMX-Server lag.

Also, hier das Update:

Leider läuft die Simson nicht mehr.
Sie lief über das Jahr hinweg eher schlecht als recht und ich kam von
einem Ersatzteil zum nächsten. Eine scheinbar unendliche Geschichte, die
sich nach Tuxie nun in Trude fortsetzt.


Zuletzt hatte ich wohl göttlichen Beistand, denn ich blieb ca. 10KM von
zuhause liegen. Bergab ging sie mir aus … und nicht mehr an.
Ohne vorheriges zuckeln oder sonstwas. Allerdings startete sie immer
wieder schlechter, was ich auf den Vergaser schob. Da sie nach dem
vierten, fünften Kick lief, habe ich mir da weniger Gedanken drum
gemacht, zumal ich eh keine Lust mehr zum schrauben hatte.
Als ich liegen blieb, schob ich sie 3KM nach Hause als ich gegenüber eines Jesuskreuzes eine kurze Rast einlegte. Bei mir ist es recht hügelig.
Ich bat dann darum das er mich doch bitte noch nach Hause fahren lasse möge und versuchte mein Glück nochmal mit dem Kickstarter … aber leider nichts.
Noch ein wenig bergauf, dann ging es wieder ein lange Strecke ins Tal hinab (Teutoburger Wald …. für Alpenländer sind es beinahe Geraden, für Norddeutsche beinahe schon die Alpen smile ).
Ich nahm Schwung und setzte mich auf die Karre und liess mich bergab rollen … legte den zweiten Gang ein, und liess sie kommen …. leider ohne Erfolg … kurz vor der Senke, noch ein Versuch und sie lief an …. *puuuuhhhh
Im zweiten Gang und mit Vollgas liess ich sie auf dem Radweg bergauf kreischen … mir war egal was die Anwohner oder gar die Polizei dazu zu sagen hatten … ich wollte nur nach Hause und nicht die 10KM bergauf, bergab schieben.
Als ich den „Berg“ rauf war, liess ich sie auskuppeln (mit der Hand am Gas), bockte sie auf und zog mir den Helm wieder an … dabei musste ich einmal die Hand vom Gas nehmen und sie wäre mir beinahe ausgegangen. Ich hielt sie am laufen und fuhr nach Hause.
Sie hielt bis in die Garage durch und ich liess noch ein Dankgebet los.
Eine Woche später wollte ich sie starten … aber da ging nichts mehr.
Umso dankbarer war ich, dass ich noch nach Hause kam.
(Das einzige was ich auch bei Tuxie sagen kann … sie liess mich nie in der Pampa restlos liegen. Nur einmal  … aber da kam eine Werkstatt zu Hilfe.)

Aufgrund der Unzuverlässigkeit blieb sie immer wieder 2,3,4 Wochen
stehen, bevor ich sie dann „notgedrungen“ wieder in Betrieb setzte.
Wie man raushört habe ich nicht wirklich Spaß an und mit ihr. Was nach
über 800€ an Ersatzteilen und einem Schrauberjahr aber auch kein Wunder
ist.

Nunja … nun ist es derzeit warm und meine Hände sind wiedereinmal
total schwarz und ölgetränkt.
Das sie aus und nicht mehr anging habe ich auf Vergaser und oder
Benzinhahn geschoben. Beides abmontiert, beides gereinigt …. an beidem
liegt es nicht. 
Ich habe heute Vergaser und Benzinhahn wieder montiert und angekickt.
Nichts. Kein Zündfunke. Kann also nicht laufen.
Dennoch hat sich die Schrauberei gelohnt, da ich einen tropfenden
Tankanschluss hatte (was ich nun hoffentlich behoben habe) und beim
Ausbau feststellen konnte, das der Tank innen seine Farbe verliert. Am
Sieb waren die ersten Farbpartikel. Das bedeutet er rostet von innen und
ich müsste ihn ausbauen, ausstrahlen und neu versiegeln. 
Nein, das mache ich nicht. Es scheint sich um die Anfänge zu handeln und
wenn ich nicht deutlich mehr Abplatzungen habe, werde ich kein Geld
darein stecken.
Der Vergaser war jedenfalls sauber. Ich hatte auf eine verstopfte Düse
getippt.
Beim Zündfunken kommen nun viele Möglichkeiten in Betracht.
Morgen werde ich mir erstmal die Kontakte an der Zündspule vornehmen.
Vorausgesetzt das mein Nachbar einen Polradabzieher hat.
Ansonsten müssen die weiteren Arbeiten warten.

Womit ich mir heute vor allem die Hände schwarz gemacht habe, war der
Auspuff. Explizit der Krümmer. 
Seitdem Viktor mir den angeschraubt hat, wackelte der Krümmer stark am
Motoransatz. Trotz Kupferscheibe und doppelter Sicherung. 
Er saß einfach nicht dicht und man sah das eine Hälfte der Abgase nach
unten und die andere Hälfte durchs Rohr nach hinten abging.
Das fand ich nie richtig. Viktor meinte immer das muss so — es musste
natürlich nicht so, wie ich heute nach achtmaligem An- und Abschrauben
feststellte. 
Um den fest (beinahe starr) anzubrigen muss am Krümmer erst eine
Kupferdichtung, dann die Mutter, dann die Mutternsicherungsschelle dran.
Zwischen Motorblock und Krümmer muss noch eine weitere Kupferdichtung
und dann ist das Ding dicht. 
Allerdings musste ich erstmal das Gewinde nachfeilen, weil er mir die
unteren beiden Ringe auf einer Seite bereits heraus gebrochen hatte. 

Also derzeit ist an der Maschine zu machen:
Die Elektrik im Tachobereich. Dort scheint es ein Masseproblem zu geben.
Alle Lampenfassungen und Kontaktfahnen habe ich neu hier liegen.
Ich hoffe das es daran liegt.

Das Frontlicht-Halogen muss ich auch neu kaufen … allerdings werde ich
erst mit den alten Lampen testen, wenn ich die Kontaktfahnen neu
angebracht habe. 

Den Tacho muss ich öffnen, weil sich die Tachonadel verbogen hat und
sich hinter dem Begrenzer verklemmt hat.
Wie ich den aufbekomme …. keine Ahnung.

Die Tachowelle muss ich mir auch noch mal genauer anschauen. Nicht, dass
sie sich mittlerweile wegen dem Fehler auch schon wieder abgedreht hat. 

Die Vorderradbremse quitscht erstmal wie Sau. Ich muss immer erst
einbremsen. Das muss ich auf jeden Fall machen, da auch die Bremswirkung
nicht mehr gut ist. Hinten quietscht es nicht so viel, aber auch dort
nicht genug Bremswirkung und … ich hatte eine Notbremsung, bei der ich
mich beinahe abgelegt hätte, weil die Karre hinten nach links ausbrach.
Das Rad ist nicht zentriert (das lasse ich dann in der Werkstatt
machen). Neue Bremsbacken habe ich hier schon liegen. Das mache ich also
vor der Zentrierung.

Der Kettenschutzkasten muss erneuert werden (das Ersatzteil habe ich
noch nicht).

Soviel also zu Trude, die eine Fehlinvestition war.

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Die neue Lieferung von AKF mit PVL Regler

Ein gerade mal Handgrosses Minipaket überreichte mir unser Postzusteller.
Unglaublich. Der „Spaß“ darin kostet 100,10€.
Wie ich schon in meinen letzten Kommis bemerkte, erwarte ich für soviel Geld (denn es ist sehr viel Geld für mich) irgendwie was „Grösseres“. smile

Aber gut … mehr Paket bekomme ich nicht.
Schnell das Messer gezückt und die Verpackung aufgeschnitten.

Obendrauf ein paar zerknüllte Papierbögen und unten drunter … nichts.
Ganz mies verpackt. Ich erwarte immer eine ordentliche Verpackung und so schlecht war bisher noch nie etwas bei AKF. Das dürfen die nun dieses eine Mal machen, ein zweites Mal akzeptiere ich das nicht. Egal ob es 10€ oder 100€ kostet.

01    Bremszug, vorn für Simson SR50, SR80
02    Grund Kabelbaum PVL
03    Regler PVL 12V 105550.06
04    Blinkgeber 12V 2/4 x 21W 8586.6/208
05    Vergaserdeckeldichtung BVF Kork
06    Lampenfassung für Tachobeleuchtung
07    Kugellampe 12V 2W BA9 (Markenlampe Spahn Germany)
08    Kontaktfahne für Tacho SR, kurz
09    Kontaktfahne für Tacho SR, lang

Mit den Bauteilen bin ich nun erstmal beschäftigt.
Der Blinkgeber ist nur auf Vorrat bestellt. Der Zehner hat die Summe nicht mehr fett gemacht. Auch die Korkdichtungen sind nur auf Vorrat bestellt.
Der Vergaser tröpfelt zwar nicht mehr so viel wie zu Beginn, aber da er im Laufe der weiteren Arbeiten mit Sicherheit nochmal ausgebaut werden muß, werde ich auch die jetzige Papierdichtung gegen die Korkdichtung austauschen und den Vergaser nach Anleitung neu einstellen.

Doch zunächst einmal werde ich mich die Tage an die Elektrik begeben.
Das heisst den PVL Regler einbauen und verkabeln, sowie im Cockpit die Massekontakte und Fassungen auswechseln. Für die Leerlaufanzeige muß ich das Trttbrett abschrauben, das Getriebeöl ablassen und den Seitendeckel öffnen.
Bei der Gelegenheit werde ich auch direkt Fotos von den Innereien
machen, da sich dort auch Schaltung, Kupplung und Kickstarter befindet.
Dann schauen wir mal, ob ich den Christbaum vorne nicht wieder ans leuchten bekomme.

Danach gehe ich dann wahrscheinlich an die Bremsen.
Das Quitschen wird immer schlimmer und kommt immer öfter vor. Ausserdem ist die Bremswirklung vorne viel zu gering. Ich werde dann die Bremsbacken und die Bremszüge wechseln. Der hintere liegt schon lange hier, der vordere muss erstmal in Öl eingelegt werden.

Wahrscheinlich werde ich beim abschrauben der Trittbretter, die Farbe nachlackieren müssen, da sie noch nicht ausgehärtet war. Nicht schön, aber damit kann ich leben. „Seinerzeit“ ging es mir ja dabei vorallem um den Rostschutz und das Ziel wurde erreicht.

So, für heute erstmal genug Text.
Wenn ich ans schrauben gehe, gibt es den nächsten Bericht.
Beim drüber lesen fällt mir auf, dass ich am liebsten die Maschine in einer warmen Werkstatt hätte, damit ich sie einfach mal komplett zerlegen und fertig machen kann. Inklusive Motorregenerierung.
Andererseits schleift meine 13 Jahre alte Waschmaschine … mehr muß ich nicht dazu sagen. ;)

Lasst es euch gut gehen.
Beste Grüße,
der Micha

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Einmal den neuen Ikea Katalog bitte

Okay okay … ich war erst die Tage da und der Katalog läuft mir auch nicht weg, aber ich musste sowieso nach Hagen zur Werkstatt um mal zu fragen, wie es denn ausschaut.
Tja. Was die nicht sofort machen, fällt wohl hinten über, denn mit der Sache war man noch keinen Schritt weiter.

Okay, nicht weiter schlimm. Jedenfalls haben wir uns noch ein paar Minuten über den fehlenden Regler unterhalten. Wahrscheinlich wurde der Regler entfernt, als man auf die  Batterie verzichtet hat. Wieso man dann ein so teures Bauteil nicht einfach nur stilllegt ist mir schleierhaft, aber nicht zu ändern.

Ich fuhr dann erstmal zu Ikea um mir den neuen Katalog und die Haftnotizen, abzuholen.

(Trude Suchbild) smile

Ausserdem nahm ich noch ein 17teiliges Vorratsdosen Set und zwei Schneidebretter mit.
Kleinkram für 6,50€.

Nach meiner Fahrt 36KM Fahrt habe ich mir an der Garage angeschaut ob ich noch mit Rücklicht fahre … und siehe da, es leuchtete. Die Fahrt war ja kilometermässig nicht erwähnenswert, aber es macht mir Hoffnung dass  die „Federung“ doch etwas hilft und mir nicht alle paar Meter der Glühfaden durchhaut.

Dennoch will ich, wenn es weiter geht, die Rück-/Brems-/Kennzeichenleuchte auf LED umrüsten.

Sooo .. gleich fahr ich noch zum Türken, denn Döner macht schöner.
Und soll ich euch nochwas sagen. Es tut so gut, wenn man mal ne Tour macht und nichts ist kaputtgegangen.
Nun muss ich mir mal anschauen ob die neue Federung der Keycam etwas hilft.

Bis denne,
der Micha

Nachtrag:
Ich habe mir die Aufnahmen der Keycam kurz angesehen.
Leider war die Ausrichtung vollkommen falsch. Viel Himmel ist zu sehen, ansonsten so gut wie nichts. Aber was man sieht, erscheint nun nicht mehr so zu vibrieren.
Ich werde gleich auf der Fahrt nochmal einen Test machen, in einem anderen Winkel.
Ich bin gespannt.

Nachtrag am fünften September 2013:
Ich habe die Maschine die Tage kaum bewegt. Nur das notwendige. Die Lust daran was zu machen ist zur Zeit weg. Man kann es verstehen.
Nichtsdestotrotz hielt mein Rücklicht die letzten 250KM stand (dafür fahre ich seitdem mal wieder ohne funktionierende Tachowelle … schweigen wir drüber).
Also habe ich heute eine kleine 50KM Fahrt rundherum gemacht. Durch die Stadt, über die Landstrasse, durch den Wald (ja ich weiß, sehr „mutig“).
Mein Scheinwerfer steht zwar zu hoch, aber wenigstens leuchtet er links und rechts die Fahrbahn aus und lässt die Hinweisschilder stark erstrahlen.
Wenn ich da an die Funzel von Tuxie denke und das ich Nachts Ausserorts zu 80% im Blindflug unterwegs war, wird mir ganz schlecht.

Jedenfalls kam ich gesund und munter wieder zuhause an, allerdings reagiert mein Bremslicht erst spät wenn ich die Fussbremse benutze. Das ist aber ein Minimalübel, da ich sowieso mit der Vorderbremse agiere und es dort sofort anspringt. Wahrscheinlich muss ich nur den Schalter nachjustieren.

Kurz vor zuhause habe ich mich dann bei Trude für die tolle Fahrt bedankt und sie gelobt.
Das tat soooooo gut, bei allerbestem Wetter unterwegs zu sein.
Wenn ich Zelt und Geld auf dem Konto gehabt hätte, dann wäre ich nun bepackt mit allem auf dem Weg nach Regensburg.

Was den Einsatz der Keycam betrifft, hatte ich die Tage eine kurze Aufnahme gestartet, als ich meinen Personalausweis neu beantragte.
Es ist zwar nun besser entkoppelt, aber die auftretenden Vibrationen sind viel zu stark. Somit ist sie nicht einsetzbar, da ich die Aufnahmen als Helmcam nervig finde und es keine andere vibrationsfreie Stelle an der Maschine gibt.

Die heutige Nachtfahrt hat mir jedenfalls wieder neuen Schwung verliehen und da ich diesen Monat für 120€ Ersatzteile geordert habe, brauche ich auch weiterhin Zuversicht.

Also … weiter gehts. Teuer genug war es ja schon.
Bis die Tage.

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Einmal in die Stadt bitte … aber die Ohrenschützer nicht vergessen

Ach Mensch … da setze ich mich nichtsahnend auf Trude und fahr bis zur Hauptstrasse … bremse … und es zerreisst mir beinahe das Trommelfell.
Die Trommelbremse quietscht extrem laut und packt in „Wellen“.
Es kommt nicht von blockierenden Reifen, sondern von den Bremsbelägen.
Ich gehe davon aus, dass es sich beim nächsten bremsen erledigt hat und fahre damit in die Stadt. Gott, war das peinlich.
Das ist so laut, dass ich mich kaum traue zu bremsen. *schäm

Kurz den Termin im Rathaus abgehakt und ab nach Hause …. *brems QUUUUIIIIIEEEETTTTSCCCHHHHHH

Oh Mann. Die Fussgänger verjagen sich, die Autofahrer schauen voller Panik in den Rückspiegel und ich schaue zu, das ich möglichst wenig bremsen muss.
Das dumme ist nur, das ich zum Mittag nochmal los muss.

Zuhause kurz einen Kopf gemacht, dann auf Trude drauf und mit gezogener Bremse, bei Vollgas im ersten Gang, den Weg lang gequietscht. Nach 500Metern war dann irgendwann Ruhe und sie bremste wieder wie gehabt (nämlich etwas zu gering, aufgrund des zu langen Bremszuges).
Auf dem erneuten Weg in die Stadt, zeigte dann mein Tacho Dauer 0 an. Die Tachowelle (sie ist neu!), dreht sich scheinbar nicht, oder hat sich freigerüttelt, oder der Schneckenantrieb indem sie läuft hat nun den Geist aufgegeben oder oder oder …

Mittlerweile erinnert mich Trude doch sehr an Tuxie.
Im Moment reicht es mir und ich habe keinen Bock mehr auf schrauben und auf Trude.

Da ich sowieso noch Milch einkaufen musste, fuhr ich mit Trude nach Hagen aTW. Das ist mein Nachbarort.
Dort gibt es die Firma Rüschemeyer über die ich schon mal schrieb.
Cheffe gab mir vor kurzem einen Ventilstift.
Jedenfalls dachte ich mir, dass sie, weil sie ja auch Fahrrad/Mopedwerkstatt sind, neue Fassungen für meine Cockpitbeleuchtung haben. Aber … weit gefehlt. Man gab sich richtig Mühe, hat aber weder welche da, noch können welche bestellt werden. In den Chinadingern ist das halt anders geregelt.
Allerdings … wenn ich schonmal da war, fragte ich auch sofort nach einer Möglichkeit der LED Umrüstung. Damit war er dann überfordert, gab das aber auch zu und bat mich nächste Woche nochmal anzurufen, oder vorbei zu schauen, da er sich dann mit einem Kollegen abgesprochen hätte, der die Elektrik bei den Simmen kennt.
Und zum Schluß liess er mich eine LED 21/5 ausprobieren. Ich sagte ihm, das ich keine Garantie übernehmen kann, denn ich habe, soweit ich weiß, Wechselspannung anliegen.
Dennoch sollte ich das mal testen.
Okay. Rücklicht ab. Birnchen raus (das ist innen total verkokelt) und die LED rein.
A ) Viel zu schwaches Rücklicht
und
B ) in rot
Das geht leider gar nicht. Nicht nur wegen dem schwachen Rücklicht (da denke ich mir, ist das Problem die Wechselspannung), sondern vorallem wegen der rote Farbe.
Ich habe eine kombinierte Rücklicht/Bremslicht/Kennzeichenleuchte. Letzteres wird durch ein Klarglas nach unten beleuchtet. Wenn ich da nun eine rote LED reinmache, habe ich schneller die Polizei im Nacken, als ich möchte.
Aber leider fand er keine LED in weiß. Damit könnte ich zwar aushelfen, aber erstmal muß ich hören was der Techniker sagt.

Im Oldenburgerforum ist es halbwegs beschrieben, wie es zu machen ist, aber eigentlich möchte ich mich da nicht weiter aufhalten. Schauen wir mal.
Die Bremse hat übrigens nicht mehr gequietscht. Keine Ahnung warum das heute früh so heftig war. Schliesslich steht die Maschine ja in der Abstellkammergarage und ich fuhr nicht bei Regen. Naja. Ehrlich gesagt bin ich einfach nur froh das sie wieder bremst ohne zu quietschen.

Am späten Nachmittag machte ich mich dann erneut an die Rücklichtkombi.
Der Grund: Mir wird klar, dass ich die Zeit nutzen muß, wo es noch möglich ist draussen zu schrauben, denn diesen Winter werde ich sie nicht reinholen (können).
Da ich sowohl einen Massefehler ausschliessen wollte, als auch einen Puffer zwischen Rahmen und der Rücklichtkappe anbringen wollte, schraubte ich dieses Mal die gesamte Kappe ab, nahm das Innenleben raus und säuberte die Masseschuhe.
Als ich dann, in Ruhe, das Leuchtmittel wechselte fiel mir auf, dass es die ganze Zeit einen Kurzen zieht.

Aber warum funktionierte es dann überhaupt?
Das verstehe ich nicht. Meine Batterie hat eine vorgelagerte Sicherung, die auf Masse liegt.
Die Sicherung bleibt heil und selbst wenn ich bremse, leuchtet das Bremslicht einwandfrei.
Jedenfalls habe ich es mittels Isolierband nun beidseitig „gesichert“.
Ich bin gespannt wie lange die neue „Birne“ nun hält.

Einen Massefehler konnte ich zwar noch aufspüren, aber nicht dauerhaft unterbinden.
Mir fehlt entsprechendes Kabel.
(Stück für Stück für Stück für Stück … … …)

Jedenfalls ging ich mit meinem Multimeter (auf Wechselspannung 200V eingestellt) an die Messung und bekam bei laufenden Motor, eine stetig wachsende Spannung. Bei 13,8V unterbrach ich die Messung. Die Messung mit kaltem nicht laufendem Motor ergab vorher feste 12,1V.
Nun bleibt noch die Frage ob ich vielleicht falsch messe, denn ich nahm einfach eine 12V Leitung und halt Masse.

Aber heute ist wirklich so ein Tag, wo ich dann doch denke „Hättest Du mal doch besser den billigen ATU-Schrott gekauft. Dann hättest Du einfach nur 2 Jahre Ruhe gehabt und dann weg damit.“

Mal schauen wie es morgen ist.
Zuversicht fällt mir aber heute schwer.

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