Es sommert … und meine Telegabel ist nun dran … zu spät

10:00 Uhr –
Die Waschmaschine hat ihre Wäsche hinter sich, das Bettzeug hängt draussen in der Sonne.

Gerade habe ich mir noch ein paar Bilder der Telegabel ausgedruckt, damit mir halbwegs klar wird, wo was wieso warum sitzt/sitzen sollte.
Laut Anleitung und weil es logisch ist, muss ich das Vorderrad ausbauen.
Vorderrad ausbauen?
Hallo?!
Ich habe die Tage etliche Zeit damit verbringen müssen, die Bremse neu einzustellen. Davor hatte ich, etwas mühselig, das lackierte Schutzblech angebracht.
Der beste Zeitpunkt wäre gewesen (direkt mit Bremsbackenwechsel), es im Winter in der Wohnung zu machen.
Darum steht da oben „zu spät“. smile

Und nun soll ich das Vorderrad ausbauen … was dazu führt das ich die vordere Bremse abbauen muss, ohne gleichzeitig die Bremsbeläge wechseln zu können?
Mache ich das?
Ohh … wie ich es gerade verfluche.

10:30 Uhr –
Ich habe nun noch eine „kürzere“ Anleitung gefunden, wie ich die Gabel regenerieren kann.
Nun gehe ich mal testen.
Natürlich bleibt es dabei, dass das Vorderrad raus muss.

11:45 Uhr –
Nachdem ich zunächst nicht das Standrohr (oben), vom Tauchrohr (unten) getrennt bekam, las ich im Netz erneut nach und fand dort den Hinweis ruhig etwas kräftiger zu ziehen.
Nunja. Es ist zwar Metall, aber ich habe dennoch Bammel es zu schrotten, wenn ich da rohe Kraft walten lasse.

Andererseits ist eine Federung einer Dauerbelastung ausgesetzt und sicherlich wirken da viel stärkere Kräfte als ich aufbringen kann.
Somit zog und zerrte ich an den beiden Enden (zu zweit wäre es einfacher) und mit einem PLOPP rutschte es aus dem Dichtungsgummi.

Nun muss also der Simmerring beim Tauchrohr und der Sprengring am Standrohr heraus.
Das Gummi klebt wie verrückt im Tauchrohr. Mittlerweile habe ich es durch hebeln, ziehen und zerren teilweise zerstört, aber nicht draussen.

Der Sprengring ist nun mein weiteres Problem, denn ich habe keine Sprengringzange.
Was für ein Mist.

Öl war übrigens nur noch tröpfchenweise vorhanden. Nachher kommt dort nicht nur eine verstärkte Feder (3,4 statt 3,2mm) hinein, sondern auch neue Dichtungen und jeweils 40ml Gabelöl (es geht auch Motoren-/Getriebeöl).

12:20 Uhr –
Da mein Nachbar Viktor, gegen 12 Uhr Feierabend machen wollte, schaute ich kurz zur Tür raus und sah meinen anderen Nachbarn, der ebenfalls seit Wochen am schrauben ist.
Allerdings an seinem VW T4. Was aber den Vorteil hat, dass auch er gutes und besonderes Werkzeug hat.
Ich sprach ihn an, aber er verneinte dass er eine Sprengringzange hat.
Okay, sagte ich, muss ich mal auf Viktor warten, ob er sowas hat.
Kaum ausgesprochen ging er mit mir an die allgemeine Werkzeugkiste (Die haben sich da zusammen geschlossen … Russen halt. Die wissen wie man miteinander leben kann/soll.) wühlte ein wenig, hielt die Zange hoch und meinte dann „Die hier?“ Mit einem Grinsen.
Ich bedankte mich sehr und versprach sie nachher wieder rein zu legen.
(Ich bringe meine geliehenen Sachen nämlich immer möglichst schnell zurück!)

Keine 2 Minuten später, war der Sprengring draussen. Alleine ist das ein wenig umständlich, da man die Zange auseinanderziehen muss und gleichzeitig selbige in den Löchern lassen muss, aber wie man sieht klappt es.

Danach ging es dann an die Reste des Simmerringes. Unglaublich wie fest dieses Ding sitzt. Durch hebeln mit einem dicken Schraubendreher bekam ich ihn jedenfalls nicht heraus.
Erst durch das greifen mit der Kombizange und dem äusserst kraftvollen Verdrehen liess sich das Mistding zum rausrutschen bewegen.

14:30 Uhr –
Zeit für eine Mittagspause.
Danach bekam ich allerdings das nächste Problem, da ich nicht mehr wusste ob das Anschlagblech in das Stand- oder in den Tauchrohr musste.

Es muss ins Standrohr. Und danach muss der Sprengring drauf.

Ich mache dann mal weiter …

15:00 Uhr –
Was für ein Gefummel mit dem Sprengring.
Die geliehene Sprengringzange ist für äussere Sprengringe. Sie arbeitet also genau falsch herum. Wenn ich zudrücke, geht sie auf. Der Ring muss aber zusammen gezogen werden, da er ein innerer ist.
Ich behelfe mir damit, den Sprengring zu greifen um dann die Sprengringzange, mit einer Kombizange zusammen zu drücken.
Natürlich rutscht mir das Konstrukt immer wieder auseinander, aber mit entsprechendem Gefummel und versuchter Ruhe, klappte es dann doch.

Nachdem ich den linken Dämpfer wieder zusammen hatte und mühsam einbaute, da ich einerseits die Maschine hochheben muss und andererseits den Dämpfer durchschieben und fixieren muss, war ich ganz schön fertig.

Noch fertiger wurde ich dann, als ich den rechten Dämpfer ausbaute und feststellte, das sich im Standrohr nicht nur eine, sondern zwei Aufnahmen für die Feder befinden.
Das ist mir beim linken nicht aufgefallen, weil die Feder dort nur in der unteren Aufnahme sass.
Nun ist mir auch klar warum mir das fahren so schwammig vorkam.
Aufgrund der Bereifung und der ungewohnten Maschine hatte ich die ganze Zeit gedacht, dass es an mir liegt. Darum auch dieses seltsam schlechte Kurvenfahrverhalten.
Da ich nun den linken Dämpfer sowieso nochmal rausnehme, werde ich auch direkt den vergessenen Faltenbalg anbauen.

Wie man sieht steht die Maschine nun mehr schlecht als recht.
Nach dem Foto, habe ich sie dann auf Steine gelagert.
Nun kann ich an beiden Dämpfern in Ruhe arbeiten und mein Vorderrad muss nicht das Gesamtgewicht abfangen.

Morgen geht es weiter.

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Tag 2 – 12:15 Uhr
Ich habe mich eine weitere Stunde mit Trude beschäftigt und regenerierte
zunächst den rechten und dann nochmals den linken Stossfänger.
Dabei
kämpfte ich erneut mit dem raushebeln des Simmerringes und bekam auch
diesen erst wieder durch Einsatz der Kombizange und viel Gefluche
heraus.

Danach habe ich beide Federbeine teilweise befestigt.
Teilweise nur darum, weil ich in der Kurzanleitung las, das man die Maschine im Nachhinein, bei gelockerten Schrauben, aufschütteln soll, damit sich die Federn richtig setzen und man sich keinen Verzug holt.
Ich bin gespannt.

Aber das muß gerade mal zwei Tassen Kaffee warten, weil mal wieder mein Daumen blutet.
Immer wieder schaffe ich es, mir eine scharfe Kante unterhalb des Nagels oder in diesem Fall seitlich des Nagels reinzuhauen.
Das blutet natürllich wie Sau, was ich aber mit auswaschen und Sprühpflaster hinbekomme.
Ein bisschen Bammel macht mir immer der Gedanke an eine Blutvergiftung, aber da muss man als Schrauber wohl durch.

Zum Mittag hin wurde es noch heisser und noch drückender.
Meine Kopfschmerzen wurden nicht besser, so dass ich mich zur Einnahme meiner Tabletten entschied. Es war die richtige Wahl, denn trotz der Arznei habe ich, nun am Abend, immer noch leichten Druckschmerz.

Draussen habe ich dann die Verschraubung noch locker gelassen und die Federn arg beansprucht, bis sie dann einmal aufschlugen.

Danach schraubte ich alles fest, zog die Faltenbalge über das Tauchrohr und den Staubaufstreifer auf den Faltenbalg,

reparierte noch die 12Volt Dose und drehte die Luftgemischschraube am Vergaser auf fetteren Betrieb.
Dabei habe ich dann festgestellt das die Tachowelle (welche ich noch nicht erneuert hatte), gebrochen ist. Daher kam wohl auch das flattern der Zeiger und nun der Totalausfall der Geschwindigkeitsanzeige.
Also … wieder was zu bestellen. Mittlerweile nehme ich es locker, ärgere mich allerdings darüber das die Abnutzungen unmöglich nach 6Tsd KM auftreten können.
Somit werde ich auch die kommenden Monate nach und nach bestellen und austauschen müssen.

Morgen schaue ich mal wie sich die Maschine fährt.
Für heute reicht es mir.

Chaos am vorderen Bowdenzug

Sooo … nachdem ich vorgestern beim ersten Testen kein funktionierendes Bremslicht hatte, fiel mir gestern Abend ein, das ich eventuell die Kabel vom vorderen Bremslichtschalter vertauscht und damit eine Fehlschaltung verursacht habe.

Nachdem es am frühen Morgen noch stark windg und kühl war, hat sich das Wetter heute wieder einbekommen und ich ging, mit Werkzeug bepackt, zur Garage.

Zunächst einmal zog ich die beiden Kabel vorne ab und baute danach die Batterie ein.
„Hallo Simson Service Oldenburg … es ist nicht besonders intelligent, Schrauben ohne Muttern mitzuliefern.“ sad

In meiner grossen Grabbelkiste fand ich dann etwas halbwegs passendes. Allerdings sind es alte Schrauben und Muttern, welche ich dann bei Gelegenheit austauschen werde.

Ja, ich weiß … der Rost … leider muß das warten.

Nun kam ersteinmal der grosse Funktionstest.

Nachdem nun alles mit der Elektrik okay ist, musste ich mich an die Bremsen machen.
Die Hinterradbremse war schnell korrigiert. Der Bremshebel wurde einen Zahn weiter versetzt und Dank dem Einstellbolzen, lies sich die Bremse gut justieren.

Danach ging es dann an die Vorderradbremse.
Den Bremshebel gelöst und zwei Zähne vor gestellt … ging nicht, weil sie oben noch eingehangen ist. Ich Depp.
Also oben ausgehangen und unten verstellt. Alles wieder zusammen gebaut. Zu stramm.
Also nochmal auf und einen Zahn zurück gestellt.
Unten eigehangen. Oben im Bremsgriff eingehangen und selbigen wieder angeschraubt.

Am Griff gezogen und …

der Bowdenzug rutscht mir aus der Aufnahme. Hallo?
Also alles wieder ab und erneut eingehangen und nochmal den Griff festgeschraubt.
Manchmal steht man ja arg neben sich und da Griff und Züge neu sind muss der Fehler ja bei mir liegen.
Alles dran. Alles gut.
Vorderradbremse durchgezogen und …

wieder draussen. (Blick von unten).
Super sad

Hätte ich die Hebel mit den Aussparungen etwa nach oben einhängen sollen? Kann ich mir nicht vorstellen.
Ich tippe eher auf teuren Materialschrott.

Also habe ich direkt mal nachgeschaut bei welchem Händler ich das gekauft habe. Ostoase … achnee … mit denen hatte ich schon meine Negativerfahrungen. Dort werde ich mich nicht melden und hake es ab.

Diesen Monat habe ich mein Ausgabelevel schon überschritten, also wird es bis kommenden Monat warten müssen.
Es gibt schlimmeres.

Zumindest fährt die Maschine schonmal ein wenig.
Noch kann ich damit nicht auf die Fahrbahn, aber das wird schon.
Ich bin wieder etwas zuversichtlicher … und ihr habt nun auch wieder Bilder und ein Video smile

Liebe Grüsse,
der Micha

Nachtrag:

Ich habe die Problematik im Simson Forum
angerissen und darf in diesem Falle dem Lieferanten und auch nicht dem
Hersteller des Handhebel die Schuld geben. Ich kann lediglich anmerken,
das ich es mittlerweile ätzend finde, dass man bei beinahe allen
Ersatzteilen nicht alle notwendigen Einbaumittel dazugelegt werden und
dieses auch auf kaum einer Shoppingseite als „notwendiges Zubehör“ bei
den Artikeln, angezeigt wird.

Weder bei den Handhebeln, noch bei den Bowdenzüge wurden sogenannte Tönnchen mitgeliefert.

Bevor ich nun extra dafür 5,90€ an Versandkosten hinlege, mache ich kommenden Monat eine erweiterte Bestellung auf.

Habe ich nun endlich alles beieinander?

Wer mich kennt, kann die Frage mit einem klaren „NEIN“ beantworten, alle Anderen versuche ich abzulenken, indem ich auf die Ersatzteillieferung für Trude verweise.

Heute kam eine Lieferung aus Oldenburg .
Leider ist dort eine neue Batterie bei, die ich beim letzten mal falsch bestellte. Das bedeutet eine Ausgabe für den Paketversand von 6,90€, bevor ich die 34,06€ wieder gutgeschrieben bekomme.
Über 30€ zusätzlich, sind am Monatsende nicht wirklich prickelnd, aber in dem Fall trifft mich die komplette Schuld.

01 Batterie 12V 5,5Ah inkl. Säure SOTEX
02 Verbindungsmuffe
03 Gummizwischenlage für kurze Auspuffanlage
04 Bremshebel, vorne
05 Gummischeibe 12,5x18x3 für Bremsnocken
06 SET – Normteile Vergaserflansch

Kaum zu glauben das diese Kleinteillieferung mit ~50€ zu Buche schlägt.
Theoretisch komme ich nun als Nächstes zum entrosten und neulacken, aber … warten wir mal lieber ab.

Tuxie wird wohl zwischen dem 08. – 10.02.2013 abgeholt.

Während des Tages, war ich mehr als ausreichend damit beschäftigt die Bowdenzüge zu befestigen und neu zu verlegen.
Am Vorderrad habe ich nun auch den Bremshebel ausgetauscht. Obgleich ich den Zug genauso anbrachte wie der bisherige verlegt war, hat dieser nun viel Spiel. Das muss ich mir die Tage nochmal genauer anschauen und eventuell neu verlegen.

Das Vorderrad bremst zwar, hat aber nicht den Biss, wie mit dem alten Bowdenzug.
Sicherheitshalber habe ich mir nochmal angeschaut ob ich das richtige bestellt habe. Laut Rechnung ja.
Ausgetauscht habe ich nun den besagten Bremszug vorne, den Gaszug, den Kupplungszug und den Zug vom Kaltstarter. Den hinteren Bremszug werde ich wohl morgen wechseln, da ich hinten sowieso noch die Kettenspanner anbringen muss. Der linke Kettenspanner ist komplett weggerostet. Ersatz liegt schon hier.

Alle Bowdenzüge haben nun weitaus mehr Spiel als vorher. Mal schauen ob das gut geht und ich es alleine, mit digitaler Hilfe im Forum, hin bekomme. Alle Züge in einer Werkstatt einzurichten und die Maschine fein abzustimmen, kostet bestimmt eine Kleinigkeit. Davon abgesehen habe ich ja bisher keine vertrauensvolle Werkstatt gefunden. Naja. Erstmal selber machen.

Bevor ich den Kupplungszug anbringen konnte, musste der Lima-Deckel wieder drauf.
Leider habe ich noch keine Ersatzschrauben. Da er aber nicht komplett dicht sein muss, reicht es wenn ich die alten Schrauben zunächst handfest drehe.

Da ich sowieso gerade in der Höhe war, wechselte ich auch den unteren Auspuffgummi aus.

Dieses rote Gummi unterhalb kostet ernsthaft über drei Euro. Ich hoffe das hält dann auch mindestens 10Tsd Kilometer. smile

Danach begab ich mich dann an den Ansaugstutzen und den Vergaser. Ein schreckliches Gefummel ist es den Vergaser an dem Flansch festzuschrauben. Wo ansonsten bei der Maschine alles sehr gut zugänglich ist, haben sie dabei entweder spezielles Werkzeug gehabt, oder aber nicht die richtige Idee.
Wie auch immer … eine halbe Stunde später, hatte ich ihn fest und einen dichten Stutzen dazwischen.

Als Letztes habe ich noch die Batterie testweise eingesetzt. Sie ist allerdings noch nicht mit Säure aufgefüllt, sondern nur trocken vorgeladen. Befüllen werde ich sie erst draussen.

Der weisse Kasten unterhalb des Gummis, ist der Glühlampenersatzkasten inklusive Reserve-Halogen und ein paar Sicherungen.

Ich hoffe sehr, dass ich es niemals unterwegs brauche.

Damit ist dann der Tag auch beinahe erledigt.
Am Sitzbezug versuchte ich mich heute auch noch ein paar Mal und probierte verschiedene Möglichkeiten durch. Am wahrscheinlichsten wird es sein, das ich Ösen einfüge und den Bezug unterhalb, mittels langer Schnürsenkel binde. Das letzte Wort ist da aber noch nicht gesprochen.

Morgen geht es also mit der Hinterradbremse weiter und dann muss ich mir mal langsam Gedanken um Rostentfernung und Lackierung machen.

Alles zu seiner Zeit.
Ich bin immer noch (… ein bisschen …) zuversichtlich. laugh

Es geht in die letzten Runden

Dank Elke und den Anderen, die mir finanzielle Unterstützung anboten, konnte ich meine Bestellung vorziehen und somit, den Versuch beginnen, dem tropfenden Getriebeöl Einhalt zu gebieten.
Nur damit man mal eine Vorstellung bekommt: Der Gegenwert der Lieferung beläuft sich auf 120 Euro.
Für mich ist das unheimlich viel Geld, welches ich Monat für Monat abspare.
Die Lieferung der OstOase kam gewohnt schnell und gut verpackt an.
Wenn man eine grosse Tüte voll Kleinkram hat, sitzt man ersteinmal davor und fragt sich, was da wohl zu was gehört. Allerdings sind zusammengehörige Bauteile nochmals in kleinen Tüten verpackt, so dass das zuordnen doch relativ schnell geht.
Auf dem Foto habe ich bereits alles soweit ausgepackt, bereit gelegt und numeriert.
Das mache ich nicht nur für euch, sondern auch für mich. Allzuschnell hat man das Eine mit dem Anderen vermischt und blickt nicht mehr durch. Durch das Foto kann ich jederzeit nachschauen was ich da eigentlich in vergessenen Tüten habe.

01 Batterie 12V 5,5Ah inkl. Säure SOTEX
02 Destilliertes Wasser – 2 x 1L
03 Batteriesäure-Trichter
04 Haltebügel für Batterie
05 ADDINOL Getriebeöl 0,6L SAE GL80W
06 Sitzbezug schwarz Strukturiert „SIMSON“
07 Gummipilz klein für Sitzbank – 4 Stück
08 SET Wellendichtringe VITON – 4 Stück
09 SET Bowdenzug – 5 Züge
10 Gummikappe Regenschutzkappe für Bowdenzug  – 4 Stück
11 SET Handhebel Plastik + Kleinteile
12 Gummischeibe für Radlagerabdeckung – 2 Stück
13 Bremshebel hinten
14 Kettenspanner
15 Kickstarter Chrom
16 SET Befestigungsteile für beideTrittbretter (Alu Original)
17 ISK-Set Bremshebel am Bremsschild vorn/hinten
18 SET Steckachse für Gabelholme
19 Federscheibe B12 für Steckachse & Schwinglagerbolzen

Ein paar Teile habe ich wieder einmal vergessen zu bestellen … allerdings nur Austauschteile, die sich auch noch später wechseln lassen.

Bei der neuen Arbeit liegt mir nun der Austausch der Simmerringe und der Bowdenzüge im Magen.
Mal schauen wie ich klar komme.

Ich bin zuversichtlich … smile

Zunächst einmal begann ich die Maschine wieder auf eigene Beine zu stellen.
Sprich: Ich wechselte (vorsichtshalber) die Steckachse des Vorderrades, gegen eine Neue aus.



 Die Aktion war relativ unspektakulär.

Da ich genug Ersatzteile zu verbauen habe, begab ich mich als Nächstes an den Kickstarter.
Der alte ist nicht nur verrostet, sondern klappt auch nicht mehr ein.



 Auch hierbei gab es keinen nennenswerten Probleme.

Bevor ich mich an das Motorgehäuse mache, bin ich feige und versuche ersteinmal den Sitz neu zu beziehen.
Ist ja auch wichtig ;-)
Das bisherige Leder ist mit Halteklammern aus Metall befestigt.

Leider sind sie schon angegammelt, so dass mir beim lösen, direkt mal 4 Stück weg brachen.
Danach maß ich dann den Schaumstoff aus. Man kann zwar auch, für cirka 30€, einen neuen Einsatz kaufen, aber falls ich mal auf festen günstigen Schaumstoff stosse, habe ich die Maße parat.

Nach dem ausmessen, nahm ich mir den neuen Bezug zur Hand und zog ihn von vorne über. Theoretisch passt er. Vorne und hinten ist es knappkantig, aber das ist ja okay … allerdings passt er nicht seitlich.
Wenn ich die eine Seite festmache, komme ich auf der anderen Seite gerade mal bis knapp über die Kante. Zu wenig um sie unten mit den Klammern zu befestigen.
Ganz egal wie sehr ich zerrte (kurz vor „ab“) … es wurde nichts.
Also nahm ich mir das Telefon, rief die Firma an und fragte nach was ich wohl falsch mache.
Man nahm mein Problem zur Kenntnis und teilte mir mit, dass man es Vorort austesten möchte. Danach werde man mich wieder anrufen, um zu besprechen wie es weiter geht.
Das war gegen 13Uhr. Nun ist beinahe 17 Uhr. Naja. Warte ich halt bis morgen.

In der Zeit könnte ich mich ja schon mal testweise an den Motordeckel, beziehungsweise an das vorherige Aushängen von Tachowelle und Kupplungsbowdenzug machen.
Gedacht, gebetet, getan.
Die Tachowelle war simpel. Nur unten die Mutter abdrehen und schon kann sie herausgezogen werden.
Ganz im Gegensatz dazu lief die Sache mit der Kupplung.
Ich zog wie ein Irrer, bekam aber die Hülle nicht weit genug aus dem Widerlager, um den Zug herauszuziehen.
Irgendwie müsste man den Kupplungshebel am Motorgehäuse zurückziehen … alleine und mit links, geht das jedenfalls bei mir nicht.
Da ich die Züge sowieso alle wechseln will (muss), habe ich den Zug am Hebel ausgehangen.
Selbst dort war es noch eine grosse Aktion, da ich sowas noch nie gemacht hatte.
Nachdem er oben weg war, bekam ich ihn unten auch endlich heraus.



 (Links=Tachowelle / Rechts=Kupplungsbowdenzug)

Da die beiden Züge nun draussen sind, begab ich mich an die drei Schrauben (oben/links, rechts und unten/links).
Theoretisch.
Praktisch löste sich bis jetzt, lediglich die untere Schraube. Die beiden anderen sitzen bombenfest.
Da ich keinen Schlagschrauber hier habe, muss mal wieder WD40 ran.
Für heute habe ich genug. Morgen versuche ich es nochmal.
….
Natürlich versuche ich doch, alle paar Minuten, die Schrauben frei zu bekommen … erfolglos)
Ebenso erfolglos verläuft der Versuch den vorderen Bremszug zu lösen.
Ein Handschlagschraubendreher ist definitiv angesagt. Morgen werde ich versuchen einen bei Toom zu kaufen.
Meine Herren … laufend was Neues. Der nächste Monat hat noch nicht mal begonnen und bei mir endet schon die Haushaltskasse. Laufend hier einen zwanziger und da nen zehner … das kann ich kaum noch auffangen. Ich lebe ja schon auf extremst niedrigem Niveau, damit die Karre fertig wird, aber im Moment könnte ich nur heulen, weil ich kein Ende sehe und das monatelange einsparen an die Substanz geht. (sooo … einmal Frust wegschreiben)

22:00 Uhr … der Limadeckel ist ab. Die obere und rechte Schraube haben sich mit dosierter Gewalt zur Aufgabe überreden lassen. Die obere Schraube muss ich allerdings demnächst ersetzen.

Im Deckel stand noch richtig die Suppe drin. Felgenreiniger und eine Vielzahl Lappen halfen bei der Reinigung (dafür sind nun meine Hände und Fingernägel schwarz).

Alles soweit, sogut. Aber wo ist denn nun der zu tauschende Simmerring?
Ich seh nichts. Darum frage ich nun mal wieder im Forum nach.

Meine nächste Bestellung an Dingen die ich brauche wächst auch schon wieder.
Ob ich wenigstens im April mit Trude los komme? Ich weiss es nicht mehr.
Der Wiederaufbau gestaltet sich sehr viel komplizierter und teurer als erwartet.
Die im Januar investierten 120€ in ein notwendiges Möbel, machen sich nun arg bemerkbar.

Morgen ist bestimmt alles wieder gut.