Nun haben sie mich also doch erwischt

Eigentlich wollte ich nur mein Paket abschicken, aber dann wurde das Fleisch schwach und der Geist vernebelte sich.

Nun haben sie mich also doch noch am Haken, obwohl ich immer sagte dass ich nicht auch noch das stricken anfange.
Ich bin ja der festen Ansicht, dass solche Verkäufe zu einem Euro verboten gehören (zumal die ruhig mit nem Schal oder Socken hätten anfangen können).

Wie man sieht hat man dem ersten Heft zwei Garnknäuel, zwei Stricknadeln und eine Wollnadel beigelegt.
Ob Nadeln und Wolle was taugen, kann ich natürlich noch nicht beurteilen.
Das ist 100%iges Neuland für mich.
Ob ich mich damit nun wirklich an eine Patchworkdecke begebe, halte ich mal für ein Gerücht, weil mich diese Arbeit auch beim nähen nicht wirklich reizt.
Zunächst einmal muss ich aber erstmal lernen wie man mit den Stäbchen isst. smile

Auf der Rückseite der Verpackung wird ein bisschen was aus dem beiligendem Heft vorgestellt und schon mal etwas Werbung für Heft 2 (das kostet dann 2,99€) gemacht.

Im Heft findet sich dann auch direkt mal ein ganz toller Bestellschein mit ganz vielen „Geschenke“.
Schaut man sich das allerdings genauer an, dann bekommt man das Ganze natürlich nicht bei einer Bestellung, sondern in sieben Einzellieferungen, passend zu dem Abo welches man abschliesst.
Und wer nun das Premium-Angebot bestellt, erhält zu den „Geschenke“ dann noch 5 exklusive Stricksets (die so exklusiv sind, dass wohl tausende andere das auch haben). Dafür kostet das Abo dann auch 5,99€ in der BRD pro Ausgabe, statt 4,99€ regulärer Preis im Standard-Angebot.
Und damit niemand nach sieben Ausgaben aufgibt und sich die Geschenke einstreicht, gibt es die „exklusiven Strick-Sets“ nur in den Ausgaben 4, 8, 12, 16, 20 und 23.
Soweit ich das auf die schnelle erlese, erscheint die „Zeitschrift“ 14tägig.
Was allerdings dann irgendwie mit der Aussage kollidiert, dass Abonnementen 4 Ausgaben/Monat erhalten.

Nun. Mir egal. Ich bestelle sicherlich keine weitere davon.
Für mich war/ist es nur ein Kundenfänger der mich allerdings zum stricken bringen wird.
Ordentliche Nadeln und Knäuel werde ich durch eure Hilfe schon finden. Genauso wie entsprechende Anleitungen.

Nichtsdestotrotz finde ich die Anleitung für den Becherwärmer im Heft ganz praktisch.

Wie man sieht gibt es weitere Anleitungen, wie den gezeigten Schal mit Bommeln und das stricken von verschiedenen Quadraten für die eigentlich angedachte Strickdecke. Eine Ipad-Hülle mit Fuchskopf ist ebenfalls als Anleitung darin.

Am Ende des Heftes gibt es dann noch den Lernkurs:
Maschenanschlag
Linke Maschen
Rechte Maschen
Abketten
Zusammennähen
Maschenprobe

Ich habe also erstmal was zu üben und dann schauen wir mal.

Natürlich kommt meine Näherei deswegen nicht zu kurz.
Zurzeit fehlt mir aber noch die Sonne, damit ich aktiv werde.

Klappernde Nadeln wünschend,
der Micha

Neue Füsse für „Paulchen“

Yepp .. ich habe meine NäMa Paulchen genannt, weil ich den dazu passenden seit vielen Jahren in meinem Besitz halte.

Heute kam meine Bestellung von W6 an.
Vier mal schwarzer Faden a 500 Meter, ein Antihaftfuss ( bei dem ich mal gespannt bin wie er sich bei Wachstuch und Kunstleder verhält ), sowie einen Obertransportfuss der eigentlich nur für die 3300er sein soll, aber genauso gut an der 1235/61 zum Einsatz kommen kann.

Beide Füsse sind, wie man sieht, von Janome.

Eine erste Naht habe ich testweise mit dem Obertransportfuss gemacht und bin begeistert. Mal schauen wie sich der Fuss in der weiteren Praxis bewährt.

Beim ersten Anbringen hatte ich den rechten Hebel nicht nach oben gelegt … womit ich mir beinahe meine Maschine geschrottet hätte, aber sie blieb einfach nur brav stehen.
Ich starte allerdings auch ganz vorsichtig wenn ich etwas Neues angebracht habe, oder mit neuem Stich/Stoff arbeite.

Mein erster Loop

In den Wochen seitdem ich meine Maschine habe, wurde viel Übungsstoff verschnitten und/oder falsch vernäht.
Mein Versuch eine ebook-Hülle zu nähen ist nun bei versuch 7 angekommen.
Zeit um endlich mal ein Erfolgserlebnis zu bekommen.

Als eines der ersten Projekte aus den WIPs hatte ich mich schon einmal an einem Loop versucht.
Heute nahm ich dann mal den guten Stoff.
1,40 x 0,41M hatte ich als Mass. Für mich zu kurz (zu eng), aber der Loop soll sowieso an einen Frauenhals.

Ich nahm den ausgewählten Stoff (keine Ahnung was das es ist, aber ist flauschig, ohne Stretch und nicht zu dünn)

Zuerst wurde die Längsseite (rechts auf rechts) zusammen genäht und eine Wendeöffnung (Handbreit) auf der Längsseite freigelassen.

Dann wird durch die kurze Seite gegriffen (nicht durch die Wendeöfffnung) und die andere Seite durchgezogen bis die beiden Enden übereinander liegen. Achtet darauf das die Längsnähte nicht verrutscht sind. Nachdem ich die beiden Enden glatt gefriemelt habe, vernähte ich sie auf dem Freiarm meiner Maschine.

Die Längsnaht vernähte ich dann noch einmal mit einer langen Zickzacknaht …

… deren „Überschuss“ ich dann mit der Zackenschere abschnitt. (ohne Bild)

Nun greift man in die Wendeöffnung und zieht den Schal einmal durch.

Damit ist der Schal wieder auf rechts gezogen und es muss noch die Wendeöffnung vernäht werden.
Leider habe ich da passen müssen, da ich nicht nähen kann. Mein Versuch sah schlimm aus und ich entschied mich ersteinmal die Öffnung per Maschine zu schliessen. Das ist nicht das Gelbe vom Ei und ich verspreche das ich per Hand nähen lerne.
Jedenfalls hat mein Schal nun ein Länge von 66cm (zusammengelegt).

Der Gesamtkreis beträgt also noch 132cm. Da habe ich (als Anfänger) ganz schön viel Nahtzugabe gebraucht. Beim nächsten mal weiss ich es besser.

Mein Erst-End-Anfänger-Loop sieht nun fertig so aus und ist sogar ein wenig wärmend.

Es tut gut endlich mal etwas fertig bekommen zu haben ohne das es in die Tonne muss.

Kälte und Regenschutz auf dem Moped

Mein Fahrzeug hat lediglich zwei Räder und damit bin ich ganzjährig unterwegs, was Dank Winterbereifung auch kein Problem ist.
Ein Problem ist allerdings kalter Wind und Regen. Die Hände leiden im Winter doch arg.
Der Zubehörhandel hat für dieses Problem sogenannte Lenkerstulpen, welche hier gut zu sehen sind

Dummerweise haben selbige von meinem Hersteller einen langen Schnitt auf der Unterseite, damit man um die Kabel herum kommt. Die Idee ist nicht falsch gedacht, aber falsch ausgeführt da dadurch von unten eisig kalte Luft und Nässe in die Stulpe kommt. Wunderbar entlang der Fingerkuppen und des Handballen, so das die meiste Wärme wieder zunichte gemacht wird.

Ich habe mir nun überlegt das ich eine Klappe darüber legen möchte die in Fahrrichtung festvernäht ist und nach hinten per Klettband geschlossen wird.
Einfacher Stoff geht aber nicht da es ja Wasserbeständig sein muss. Reste einer Teichfolie, die ich von den Nachbarn hatte, wurde von mir als „gute Idee“ auserkoren.
Ich schnitt ein Viereck aus und nähte es in Fahrtrichtung fest. Der erste Versuch ging daneben da ich einen Geradestich benutzte und damit lediglich die Folie trennte. Danach nahm ich einen Zickzack, welcher dann auch beides fest zusammenbrachte.
Auf die andere Seite des Schnittes klebte ich die Filzseite des Klettbandes (selbstklebend) fest.

Um nun den exakten Punkt für das Klett-Gegenstück auf der Teichfolie zu finden, legte ich es auf …

zog die Folie ab, drückte die Folie darauf und nahm beides wieder ab.

Zur Sicherheit habe ich dann beide Klettstreifen noch mit einer einfachen Naht versehen. (Auf dem Foto nur an dem Filz-Klett)

Die zweite Stulpe musste von mir nochmals aufgetrennt werden, da ich die Klappe in falscher Richtung festnähte.
Naja, ich bin halt Anfänger.

Das meine Maschine soviel Material unter das Füsschen bekommt war eine Sache die mich freute. Das selbige das Material auch noch nähte fand ich dann doch beeindruckend. Beim nähen musste ich stark ziehen damit das Material überhaupt vorwärts transportiert, so fest war es darunter.
Ein bisschen Bammel hatte ich vor einer brechenden Nadel und deren Splitter … aber eine Ledernadel habe ich nicht (sonst habe ich glaube ich alle Nadeln). Kurz dachte ich darüber nach ob ich eine Jeansnadel nehme, entschied mich dann aber für die ab Werk verbaute Universalnadel, welche dann auch ihre Arbeit verrichtete.

Mein Oberfaden ist mehrfach gerissen da er sich am Klett verfing und bis ich wirklich gerade, gleichmässige Nähte hinbekomme wird es noch etwas dauern, aber Spass macht es ohne Ende.

Als nächstes muss ich endlich mal meine ebook-Reader-Hülle fertig machen …

Lieferung meiner W6 N 1235/61 Nähmaschine

Seit gestern konnte die 1235 nach Lieferengpässen wieder ausgeliefert werden.
Meine Bestellung hatte ich am 29ten Dezember aufgegeben und sass seitdem auf glühenden Kohlen, da es meine erste Nähmaschine ist. Heute Mittag um halb eins war es dann soweit.
Meine W6 wurde geliefert. *freu

Die letzten Tage habe ich damit verbracht mich in einem Nähforum zu informieren. Meine Güte gibt es dazu eine Menge zu lernen. Dennoch bin ich ganz schön heiss drauf und schon gespannt ob ich tatsächlich ein Händchen dafür entwickel.

Auf der Maschine sollen hauptsächlich Taschen genäht werden. Doch wer weiss schon zu Beginn wie sich alles entwickeln wird. Somit bleibe ich offen für Weiteres und lese mich durch alle Rubriken die mit dem nähen zu tun haben.

Man muss sich vor Augen halten das ich nicht einmal mit der Hand nähen kann und somit der Begriff „Anfänger“ schon eine Übertreibung bedeutet. Die Begrifflichkeiten rund ums nähen lerne ich derzeit, auch wenn sie manchesmal sehr befremdlich wirken.

Als Beispiel stolperte ich die Tage über einen Forenbeitrag mit dem Titel: „BH und Laminat“. Da mich das nähen von Wäsche derzeit noch nicht interessiert und das nähen von BHs im Besonderen gar nicht, hätte ich normalerweise den Beitrag nicht geöffnet. Aber BH in Verbindung mit Laminat? Das weckte meinen Wissensdurst.
Denen die im nähen versiert sind, mag es nun verwunderlich erscheinen was mich an dem Beitrag verwunderte.
Es wird wohl klarer wenn man sich vor Augen hält das ich den Beitrag als „BH auf einem Laminat liegend“ oder „BH auf Laminat schneidernd“ oder „BH mit Laminat kombiniert“ interpretierte. Wobei die Begrifflichkeit Laminat sich in meinem Kopf als eben jener Bodenbelag darstellte.
Um dem Ganzen auf dem Grund zu gehen, fragte ich also freundlich an, was denn nun mit Laminat gemeint ist.
„“Laminat“ bedeutet ja nur, dass ein Material aus mehreren miteinander verklebten Schichten besteht. Hier ist es Schaumstoff, der auf beiden Seiten mit Trikot kaschiert ist.“, antwortete mir lea.
Es gibt also noch viel zu lernen und auszuprobieren.

Aber nun geht es erst einmal an meinen Neuerwerb.
Die Freiarm 1235 von W6 verfügt über 23 Nähprogramme, einen Nadeleinfädler, Ansteck-Nähfußhalter, 4-Schritt-Knopflochautomatik, Overlockstich und arbeitet mit einem Zentralspulengreifer (CB).

Geliefert wurde sie gut und sicher verpackt. Allerdings zeigte die Anbringung des Versandaufkleber auf dem Boden, das man nicht besondere Sorgfalt im Versand walten lässt.
Das zusätzlich bestellte Nähgarn und die 10 Spulen fanden in einer Ausparung der Styroporverpackung ihren Platz. Daneben fand sich ein kleines Nadelkissen, eine Fadenschere und ein Massband.

Ausserdem war die deutsche Bedienungsanleitung (inklusive Garantiekarte) und die weisse Staubschutzabdeckung dabei.
Die Abdeckung finde ich Klasse, da sich das Uni-Weiss aufdrängt bemalt zu werden. smile

Nach der Entfernung des Freiarm fand ich das mitgelieferte Zubehör (Schraubendreher, Öl, Nahttrenner, 3 Spulen, 3 Nadeln (Organ – HAX1 14), verschiedene Nähfüsse (deren Bedeutung ich erst noch nachlesen muss).

Als ich den (wie ich finde) grossen Anlasser anschloss und die NäMa einschaltete schoss ein weiterer Schub Glückshormone durch meinen Körper. Der erste Tritt auf den Anlasser … ganz vorsichtig. Nichts geschah. Ohhhh. Etwas tiefer durchgedrückt legte der Motor dann los. Die Nadel schoss dreimal abwärts. Ganz langsam näherte ich mich den weiteren Geschwindigkeiten.

Um damit sauber und gleichmässig zu arbeiten brauche ich noch eine Weile, aber auch für das Gaspedal eines PKWs brauchen Fahrschüler eine Weile. Das wird schon.
Für heute habe ich nun noch genug damit zu tun die Bedienungsanleitung zu lesen und „rumzufummeln“.
Das aufspulen des Unter- und Oberfadenfadens, sowie das einlegen des Fadens.

Nachtrag: Wie ich gerade in der Bedienungsanleitung sehe, werden dort die einzelnen Zubehörteile beschrieben. Somit habe ich einen einseitigen Reissverschlussfuss, einen Blindstichfuss, einen Knopflochfuss, sowie eine Transporteurabdeckung.

Und, was ebenfalls sehr wichtig ist und ein besonderes Sternchen verdient:
Es ist nicht nur beschrieben, sondern mittels schwarzweiss Darstellung auch einzeln abgebildet (ansonsten müsste ich weiterhin rätseln was denn nun der Blindstichfuss ist).

Die 52 seitige Gebrauchsanleitung ist durchweg bebildert und macht auf den ersten (unwissenden) Blick einen hervoragenden Eindruck.

Sooo … nun wirds aber Zeit … ich muss mal eben einen Tisch weiter, da wartet MEINE W6 auf mich. smile

Alles Gute wünscht,
der Micha