… die perfekte Einkaufsbegleitung …

Was für ein Titel.
Hört sich nett an. Ist es auch. Darum erzähle ich euch nun meine Geschichte dazu.
Heute, am Tage vor dem zweiten Advent, kam eine meiner Exfrauen zu Besuch. Mit Plätzchen und Marzipan. (ich habe gute platonische Kontakte zu ein paar meiner Exen).

Wir haben uns für heute verabredet mit der Option zu einem kleinen Besuch auf unserem Weihnachtsmarkt und/oder einem Gang ins Kino.

Zunächst aber musste sie noch einen Gang nach „kik“ machen. Die haben da Gläser im Angebot. Nichts Besonderes aber da das Geschäft am Weihnachtsmarkt grenzt, kann man das auf einem Wege erledigen.

Haben wir dann auch … bewaffnet mit Weihnachtsgläsern, einem Bild auf Keilrahmen und diversen Kleinartikeln ging es dann weiter hoch zur Postenbörse, wo sie sich einen kleinen Trolly kaufte.
Danach kamen wir an der Buchhandlung vorbei. Genaugenommen gingen wir rein und kamen wieder raus mit einem Geschenkbuch und dem dritten Teil von „Shades of Grey“ für Elke.

Den Weihnachtsmarkt in Griffweite, hat der liebe Gott einen „Ernest Family“ davor gesetzt. Etwas Glitzeriges braucht Elke … sagt sie zumindest … also nichts wie rein in den Laden. Glitzeriges war nicht so toll, aber das kleine Schwarze, die ausgefallene Bluse, das Jäckchen und das Negligé sahen ganz nett aus und ich stellte meinen Arm als Kleiderhalter zur Verfügung. Sie suchte aus und ich sagte ihr das sie das nehmen könne, aber von dem anderen Abstand nehmen solle weil sie schon beim anhalten das Gesicht verzog. Es gefiel ihr nicht wirklich, aber sie war in Kauflaune und wollte es trotzdem mitnehmen. Geht ja gar nicht. Ich habe es ihr ausgeredet und sie hing es zurück.

Während sie die vier auserwählten Teile anprobierte konnten andere Kunden wohl nur meine Kommentare dazu vernehmen „Achne … das sieht nicht aus. Da ist die Naht zu dick. Der Stoff schmiegt sich nicht an und schau mal wie unsauber die das vernäht haben … … … Ohhh, das da ist toll …“ undsoweiter. Elke zog sich um und wir beratschlagten ob sie es kaufen soll und wie man das Oberteil enger bekäme (das gab es nur eine Nummer grösser).

Hin und Her blieben von den vier Teilen immerhin zwei übrig. Sie zog sich gerade wieder an, als eine andere Kundin an mir vorbei schritt … mich anlächelte und meinte „Sie sind ja die perfekte Einkaufsbegleitung … ihr Mann würde nie mit ihr shoppen gehen …“ Ein Lächeln zog durch mein Gesicht. Allerdings klärte ich sie nicht darüber auf das es „nur“ meine Ex ist und ich solche Sachen auch nicht immer mache.

Elkes Tag war jedenfalls gerettet. Neue Klamotten, ein neuer Koffer und eine neidische „Konkurrentin“. Was will Frau mehr?
Logisch … eine Handtasche natürlich.
Letztere hat sie heute nicht kaufen können, aber sich bereits im Vorfeld darüber geärgert das der Klettverschluss an ihrer Jetzigen nicht mehr hält. Obwohl ihre Mutter ihr bereits den Hakenteil ersetzt hat, will der Verschluss nicht mehr.
Ein Blick auf den Flauschteil verriet mir das er durch ist.
Somit nahm ich mir die Tasche zuhause vor. Setzte einen neuen Flauschstreifen unterhalb des Alten (Elke wollte den tiefer haben) und nähte ihn mit „Sternchen“ fest. Die darauf folgende Funktionskontrolle begeistere und Elke fuhr mit einem glücklichen Gesicht wieder nach Hause.

Und mein Tag?
Für mich war das ein ganz toller Tag. Ich konnte Sternchen vorführen … konnte eine Tasche mit einfachsten Mitteln reparieren und bekam ein tolles Kompliment.
Ja. es geht mir gut.

Ein fröhliches und friedliches Adventswochenende wünschend,
der Micha