Weihnacht 2014

Nun ist es also wieder soweit.
Die vier Kerzen brennen bereits, die Einkaufsläden werden geplündert, das Jahr neigt sich dem Ende entgegen. Für einige war es ein gutes Jahr, für andere ein schlechtes Jahr, für wiederandere ein schreckliches und grausames Jahr weil sie aus ihrer Heimat vertrieben wurden, weil man ihnen und ihren Familien unter dem Deckmantel der Religion oder des Staatsschutzes grosses Leid zugefügt hat.

Es geht mir persönlich sehr gut.
Ich habe nur innere Folterspuren, meine Rente kommt pünktlich und die Zusatzverpflegung von „die Tafel“ bringt mich über die Monate.
Ich kann sehen (wenn ich meine Brille auf habe), kann greifen, laufen und meine Toilettengänge finden nicht in einem Beutel statt. Dafür bin ich sehr dankbar (denn schlimmer geht immer).

Ein gesundes, friedliches und besinnliches Weihnachtsfest wünsche ich allen Menschen dort draussen … und denen die sich unmenschlich erweisen, weil sie solche Greueltaten vollbringen oder Menschen aus meinem Deutschland entfernen wollen weil sie einer anderen Religion angehören, eine andere Hautfarbe haben, oder eine andere Sprache sprechen, wünsche ich innere Einkehr und eine neue Positionierung in ihrem Leben um zu verstehen warum die meisten Zuwanderer hier sind und hier sein müssen, obwohl ihnen ihre Heimat, ihre Freunde und ihre Familie fehlt.

Und obwohl dies christliche Weihnachtsfest zu liebevollen und friedlichen Gedanken beitragen soll, komme ich nicht umhin denen, die mein Land, meine Religion und unsere Grundwerte durch ihre Hassreden und/oder ihr Handeln beschmutzen, ein baldiges Leben unter den Optionen zu wünschen, die sie sich für all die unschuldigen und liebevollen Mitmenschen ausdenken und aus alten dummen verwerflichen Zeiten übernommen haben.

An mich haben viele Menschen gedacht. Viele Weihnachtswünsche habe ich bereits erhalten und erhalte sie immer noch. Ich kann mich wahrlich glücklich schätzen dass ich soviel Menschlichkeit erleben darf.

Ein paar Weihnachtsgeschenke habe ich auch erhalten, die ich heute Abend nach dem Kirchgang öffnen werde. Habt vielen Dank dafür.

Alles Liebe,
der Micha

Um 17 Uhr war Kirchgang. Brechendvoll war sie, bis hin zu den Eingangstüren stand man dicht an dicht.
Das geht für mich gar nicht. Soviele Menschen auf einmal sind für mich psychisch nicht zu verkraften.
Ich blieb draussen … lauschte kurz dem Kinderchor und ging wieder meiner Wege.
Alleine war ich nicht. Nicht gerade wenige Fahrzeuge waren noch auf den dunklen Strassen unterwegs … und der Geist der Weihnacht begleitete mich zurück in mein zuhause.

Nachdem ich dort meine Kerzen angezündet und der Welt Frieden, Gesundheit und Verständnis gewünscht habe, durfte ich auspacken. smile

Meine Ex hat mich vor ein paar Wochen, als mich die Erkältung hinweg raffte, bereits mit der Wärmebettdecke beschenkt. Heute kam dann eine neue Wärmeflasche und Arnika-Massageöl dazu (letzteres wohl nicht ganz uneigennützig ;) ). Dazu dann noch ne Dose Kekse und viele Hasel- und Wallnüsse aus dem eigenen Garten.

W6-Wertarbeit dankte mir die dreijährige Arbeit mit einem Paket Lebensmittel und Süßigkeiten.

Da freue ich mich sehr über die drei Badezusätze aus der Apotheke (ich habe übrigens keine Badewanne) und diesen ganz besonderen Weihnachtsmann einer bekannte Marke.

*KeinWeitererKommentarWert

Das Überraschungspaket von Pia René Schmitt (Unicata) liegt schon eine ganze Weile hier. Die Zeitschrift habe ich schon gelesen, aber den Rest hatte ich mir für diesen Abend aufgehoben (was gar nicht so einfach ist, denn auch ich bin sehr neugierig *kicher).

Der Inhalt hat mich umgehauen … zwei wunderschöne Stoffe und Webband und Stickvlies und die Zeitung und ein ganz lieber Brief samt Visitenkarten fand ich in der schönen Geschenkverpackung.
Oooohhh ich freu mich soooo. Danke Dir, Pia René.

Ich habe also ein wunderschönes Weihnachtsfest und freue mich sehr darüber das es in diesen Zeiten, in denen man soviel dummes W6-Zeug erleben muss, noch soviel Mitgefühl, Liebe und Menschlichkeit gibt.

Danke sagend,
der Micha

Offener Nähtreff für Raum Osnabrück, Georgsmarienhütte und Umgebung

Moin.

Gestern war es zum zweiten Mal so weit, der offene Nähtreff fand statt und es fanden sich auch bereits die ersten Interessierten ein.
Irina, die Iniatorin, war schon ein wenig mutlos da beim ersten Male niemand erschien und selbst ich, der ich keine 10 Minuten entfernt wohne, in letzter Sekunde wegen Erkältung absagte.

Gestern lief dafür alles doppelt so gut. Ich schwang mich auf mein Moped und fand einen entsprechend ausgeleuchteten Parkplatz direkt neben dem Gebäude. Nachdem ich aufgebockt und den Rucksack aus dem TopCase genommen hatte, ging ich frohen Mutes ins Familienzentrum. In der Eingangshalle lief ein Pärchen umher und schaute sich die dortigen Infotafeln an. Aus dem rechten Raum, hinter der Eingangstüre schien Licht, ansonsten war es ruhig.
Aufgrund der Jugendgruppe die vor der Türe stand, erwartete ich eigentlich Geplapper im Haus, aber die Kids waren wohl bereits fertig und planten nun das Wochenende (also Disse).

Das Pärchen schaute mich an, ich schaute das Pärchen an und fragte dann ob sie auch wegen dem Nähtreff hier wären. Yepp, waren sie. Denn ich stand Irina nebst Mann gegenüber.

Nach der Begrüssung baten mich die beiden dann in den rechten Raum, in dem ich Helm, Rucksack und Mopedjacke ablegen konnte.
Für das erste Treffen hatte ich mal vorsorglich meine beiden frisch erworbenen „Taschen nähen“-Bücher eingepackt (aus dem ersten Buch versuche ich mich an der „Charlotte“).

Obgleich man sich zum ersten Male sah war das Eis schnell gebrochen.
„Unser“ Nähtreff-Raum macht es allerdings auch leicht da der Raum sehr sauber, hell und warm ist. Ausserdem verfügt er über eine komplette Küche
Die Raummiete ist sehr günstig und sogar für mich problemlos mitzutragen.

Im Laufe des dreistündigen Abends, bei dem die Zeit nur so dahin flog, erschienen noch drei weitere Interessierte wovon eine frisch von der Wassergym kam um sich kurz vorzustellen, dann aber der notwendigen Entspannung wegen den Heimweg verfrüht antrat und die zweite leider wieder nach Hause musste da ihr Kind erkrankt war. („Nochmals gute Besserung“)
Somit blieben wir dann in einer Viererrunde vereint, welche wir bei Tee und M&Ms (wurden von Irina und Mann mitgebracht) gemütlich miteinander verbringen konnten.
Übrigens. Die dortige Küche beinhaltet auch Wasserkocher und Kaffeemaschine … und ich denke mal das neben dem Herd auch eine Mikrowelle zu finden ist. Es genügt also eigentlich wenn man Teebeutel mitbringt und sich das Wasser dort heiss macht. Eine Thermoskanne bringt man halt auch noch mit. Geschirr gibt es dort.

Um zehn nach Zehn, und einigen Stickstichen von Stefanie (?) später, war es dann soweit und wir traten den Heimweg an.
Vor dem Treffen dachte ich mir noch das drei Stunden doch relativ lange seien, aber wenn die richtigen Leute zusammen sind, verfliegt die Zeit.

Und wer es auch diesemal nicht schaffte (oder sich nicht traute) dabei zu sein, der schafft es hoffentlich beim nächsten Mal. Es ist eine gemütlich, gemischte Truppe in der sich bestimmt  Jede/r wohl fühlen kann.

Bis bald,
euer Micha

(Man möge mir verzeihen wenn ich Andere nicht namentlich erwähnte, aber ich kann mir Namen nur sehr schlecht merken)