AKF – Lieferung

Da ETHS mir keinen Schraubensatz liefern konnte (und sich auch nicht bemühte mir einen zu besorgen), habe ich meine neue Bestellung bei AKF aufgegeben.

Die Lieferung war zügig. Die Ware gut verpackt.
01 – 0615 Benzinschlauch 1 Meter
02 – 0681 Gummi-Dichtung für runden und eckigen Blinker
03 – 0643 Feder für Luftfilter (Haltespange)
04 – 1242 Profi-Schraubensatz für Auspuffanlage
1 x Schraube – M5 x 16
2 x Schraube – M6 x 8
1 x Schraube – M6 x 16
2 x Schraube – M6 x 18
1 x Schraube – M6 x 45
3 x Scheiben – A6,4
1 x Federring – B6
2 x Muttern – M6
05 – 2683 BVF Vergaser 16N3-2

Mit den Teilen kann ich nun den Vergaser auswechseln (und den alten dann reinigen), den Benzinschlauch erneuern, den Benzinhahn endlich einsetzen und den Auspuff anbringen.
Beim Vergaser hätte ich noch Flansch und -Dichtung mitbestellen sollen, dann wäre der Bereich zwischen Motor und Tank komplett erneuert. Vielleicht beim nächsten Mal.

Die Luftfilterpatrone kann ich nun auch mit der Haltespange befestigen.

Vor die Luftfilterpatrone gehört die Batterie. Die muss ich noch besorgen und auch den dazu passenden Spanngurt.
Vorher werde ich mich allerdings versichern das auch wirklich eine 12V Lichtmaschine verbaut ist. Es steht zwar auch so in den Papieren, aber da diese Karre ziemlich hinüber ist, bin ich da lieber vorsichtig.

Mein Nachbar meinte, das im Nebenort eine kleine Schrauberbutze ist die mir die Reifen billig draufziehen. Ich will da mal demnächst schauen und fragen.
Allerdings muss dafür erst wieder Tuxie halbwegs laufen. Zu Fuss wäre es zu weit. Vielleicht fährt auch der Nachbar mit mir rüber.

Eine schöne Vorweihnachtszeit wünschend,
der Micha

Neuanordnung der Transportbox

Mit der Zeit haben sich bei mir doch einige Füsse angesammelt, die einen sicheren Platz benötigen. Aus diesem Grunde steckte ich meine Nähfüsse fürs „Paulchen“ bereits in eine Transportbox.
Ein ausrangiertes Kleinteilemagazin erschien mir da das geeignete zu sein. Den Schaumstoff kaufte ich mir für zwei Euro im Baumarkt.
Zur Sicherung wurde schwarzes Gummiband durch den Schaumstoff gezogen indem die Füsse ihren Halt finden.

Mit der Neuanschaffung vom „Sternchen“ kamen auch neue Füsse hinzu, während andere wiederum zum „Paulchen“ zurück mussten.
Am Anfang lag noch alles getrennt von einander, aber immer wieder war ich am überlegen ob das eine nun zum Paulchen oder zum Sternchen gehört und welcher Fuss eigentlich was ist.

Heute war es mir dann zu doof und ich sortierte die Box erneut ein und um.

Der Chinadreck fährt noch 20KM/h

Meine „Tuxie“ bringt es nicht mehr.
Ich habe einen kleinen Riss in der Gasschiebermembrane und die Gleitschuhe der Vario haben sich aufgelöst.
Da die Simme nicht fahrbereit ist, muss das Chinading noch ein wenig halten.
Im März soll dann späestens die Simme fertig sein und angemeldet werden.

Bis dahin brauche ich „Tuxie“ allerdings noch und muss sie am atmen halten.
Obgleich ich keinen Cent mehr investieren wollte (und jeder Euro besser in der Simme investiert ist) lies es sich nicht umgehen das ich nochmal investiere.

Für Tuxie habe ich nun einen Satz Gleitschuhe und eine neue Membrane bestellt.
Ich hoffe das es als Notreparatur reicht. Eigentlich müsste ein neuer Vergaser rein, aber der kostet ~60 Euro. Dafür bekomme ich schon fast einen Reifen auf Felge.
Die Gleitschuhe sind billig, aber die Membrane hat mich nun 25 Euro gekostet. Was für eine Verschwendung.

Wenn ich schon dem Beeline-Dreck nochmal Geld spende, musste ich mir was gutes tun und habe für die Simmereparatur erneut investiert.

1 x Profi Schraubensatz für Auspuffanlage SR50/80
1 x Vergaser BVF 16N3-2 für SR50
1 x Benzinschlauch, 1 Meter
1 x Feder für Luftfilter (Haltespange)
1 x Gummi – Dichtring für runden und eckigen Blinker

Für den Blinker vergas ich ein Leuchtmittel, also werde ich das Vorort einzeln einkaufen. Oder ich packe es in die nächste Bestellung im Januar.
Mal schauen ob ich dieses Jahr überhaupt noch zum schrauben komme. Derzeit jagt bei mir eine Erkältung die nächste. Und eine Schraubergarage habe ich ja auch nicht.

Naja, wird schon alles werden.

ETHS – Lieferung

01 – FW-20105 Spiegelset rechts/links

02 – EK-20387 Blinker Orange
03 – FW-20731 Fest- & Drehgriff
04 – FW-20643 Kraftstoffhahn mit Wassersack
05 – MT-20240 Zündkerze ZM 14-260
06 – AP-20025 Auspuff Komplett verchromt Anschluss 28mm
07 – AP-20029 Krümmer
08 – AP-20012 Krümmermutter Set
1 Krümmermutter (Stahl 1.Qualität)
1 Sicherungsblech für Krümmermutter
1 Krümmerdichtung 28×34 (Kupfer)
09 – AP-20465 Auspuffschelle gross
10 – AP-20017 Auspuffschelle klein
11 – AP-20466 Gummizwischenlage für Auspuffschelle gross
12 – FW-20106 & FW-21425 Sternkappe und Gummischeibe
13 – FW-20345 Gummikappe für Zündspule (EK-20087)
14 – FW-20734 & FW-20733 Fussschaltung- & Kickstartergummi

Was ich davon schon anbaue?
Ich denke das ich noch nichts davon verbaue.
Die Räder müssen dran, die Faltenbalge auch. Dafür muss ich die Maschine aufbocken, vielleicht sogar hinlegen.
Keine Ahnung wie ich das mache (machen kann).
Es würde mich aber ärgern wenn ich mir dadurch die Neuteile beschädigen würde.

Bis Ende Februar sind es noch ein paar Tage und ich werde noch einiges nachbestellen.

Liebe Grüsse,
der Micha

Irgendwann musste es ja so kommen

Vorgestern bekam ich einen Anruf das eine meiner Exen ins Krankenhaus nach Lohne kam. Bakterielle Lungenentzündung war angesagt.
Wie das so ist, fehlt einem Dies und Das an Klamotten, Geld und Technikkram.
Von mir bis nach Lohne sind es um die 75KM, also eine „normale“ schöne
Tour, da sie mich am Dümmer-See vorbei führt (welchen ich mit dem Rollerkollegen „Sani“ bereits umrundete).
Eine Rufnummer fürs Zimmer hatte ich erhalten und somit kündigte ich
meinen Besuch für gestern an. Einen Gang zur Bank müsste ich machen und
ganz wichtig ein Handyladegerät aus einem Technikladen kaufen.

Ich fuhr dann gestern gegen 11:00 Uhr los und gedachte zum Kaffee in
Lohne zu sein. Mit den Besorgungen passt es dann in der Zeit um sich ein
Kuchen zu holen und die Rückfahrt gemütlich anzugehen.

Bis kurz vor Diepholz kam ich als der Vortrieb ausfiel und sich
stattdessen ein schabendes Geräusch bemerkbar machte. Mitten auf der
B51.
Der erste Griff ging zum Schlüssel um den Motor abzuschalten, erst
danach bremste ich ab und lies die Maschine auf den Fussgängerweg
einrollen.
Um mich herum die endlose Weite der norddeutschen Tiefebene und ein paar Bauernhöfe.
15 Meter vor mir war der Nächste und es stand ein PKW davor. Die
Stalltüren waren ebenfalls offen und da es ganz leicht nieselte schob
ich die Maschine zunächst einmal zwischen zwei grosse Bäume auf deren
Hof und hoffte darauf das mich nicht gleich zwei grosse Hunde
zerfleischen. Erfreulicherweise kam kein Hund zu mir und ich richtete
mich erst einmal ein.

Jacke aus. Topcase auf. Werkzeugkoffer geschnappt. Varioabdeckung auf … theoretisch.
Praktisch zog ich zunächst mal meine Lederhandschuhe wieder an, denn ohne konnte ich die Vario nicht anfassen.
Schraube hier und da … und der Deckel lies sich abnehmen.

Das Gewusel darin sind keine Schwalbennester sondern die Reste des Keilriemens.



Hier die weiteren Reste in der Abdeckung

und hier der gesamte „Keilriemen“ in handlich luftiger Form.

Tja … Keilriemen … ich habe zwei Stück zuhause … und den Schlagschrauber und den Drehmomentschlüssel.
Das Varioblockiertool habe ich ja auch nicht passend.

Zunächst einmal die aufkommende Panik unterdrücken und überlegen wen man denn eigentlich anrufen kann.
Viele Leute kommen nicht in Frage, da meine Freunde im Bereich
Düsseldorf leben. Die meisten derer die im Osnabrückerbereich Ansässigen
haben eh kein Fahrzeug … einen Hänger oder Transporter besitzt
niemand … viele sind arbeiten und im ADAC bin ich mangels Kohle nicht.

Mal eben den ADAC zu Hilfe rufen kann ich mir finanziell auch nicht leisten.

Was blieb war der Bauernhof und die Hoffnung auf einen Mopedladen in der Nähe.
Ich überwand mich und klingelte an der Türe. Eine ältere Frau machte
auf, ich schilderte mein Problem und das ich hier gestrandet wäre und ob
es einen Motorradhandel in der Nähe gäbe.
Moment sagte sie und rief ihren Sohn.
Selbiger kam, hörte sich alles an und half.
*wow

Er stellte fest das es ein Roller ist und ich sicherlich eher einen
Rollerhandel bräuchte, da ein Keilriemen dort wohl eher die richtigen
Masse hat.
Yepp, dem stimmte ich zu und merkte mir das schonmal für die Zukunft.
Er brauchte noch eine halbe Stunde, fuhr aber dann mit mir zurück an den
Dümmer zu einem Vespahändler. Gute Idee weil es eine alteingesessene
Firma war, aber leider hatten sie keinen Keiler in der gewünschten
Grösse (mal gut das ich die im Kopf habe, denn das Handbuch schweigt
sich ja aus).
Sie hatten zwar nicht das Ersatzteil aber einen Tipp mit einem weiteren
Händler, der allerdings in Diepholz sitzt. Vorher wurde dort noch von
meinem Fahrer angerufen und gefragt ob er einen Keiler da hat. „Ja hat
er“ und schon ging es wieder los auf die B51 … wieder zurück … an
Haus und Tuxie vorbei und ab nach Diepholz.

Keine 30 Minuten später und eine erste Buchung von 17 Euro auf meiner EC Karte weiter, sass ich mit Keiler an Tuxie.
Eine 17er Nuss und ein Kreuz konnte man mir am Haus ebenfalls zur Verfügung stellen. Da mir das Blockiertool fehlte, musste es heute mal mittels Blockierung durch einen Gabelschlüssel gehen.
Theoretisch kein Problem, allerdings leiden die Zahnräder dabei. Hier
ging es aber nur um eine Notreparatur. Es musste halten um wieder nach
Hause zu kommen.

Ich drückte, zerrte und machte, aber die Mutter bekam ich nicht auf. Keine Chance.
Mein Fahrer, der dabei blieb, schlug dann vor mich vom Diepholzer Händler abholen zu lassen.
Abholen?! Eine gute Idee … wenn mein Konto denn mindestens 200 Euro im Plus wäre.
Ich gab meine Bedenken zum Ausdruck, er meinte aber das es nicht so teuer würde und ich mich da sicherlich einigen könnte.
Nunja … die grosse Auswahl an Möglichkeiten hatte ich nicht. Den neuen
Keilriemen bekam ich so nicht aufgesetzt und die Variomatik muss
sicherlich auch noch von Resten des zerfetzten Keilers befreit werden.
(„Das ich sie allerdings nicht hin und herschieben kann, wundert mich
schon etwas … aber wahrscheinlich liegt nur eine Variorolle quer“)

Mein Fahrer rief also den Händler erneut an und sagte mir das dieser eine Stunde später erscheinen würde.
Alles Bestens.
Damit musste er sich dann auch mal verabschieden, bot mir aber vorher
noch etwas zu trinken an, was ich nicht auch noch in Anspruch nehmen
musste, da ich einen Saft dabei hatte.
Meine Bitte auf kleine Entschädigung in Form einer kleinen Tankfüllung lehnte er (gottseidank) ab.
Er war selber Biker und fuhr einen 800er Kawa Chopper. Schick.
Somit war bei dem ganzen Unglück, das Glück mir dennoch hold.

Um kurz nach zwei kam dann auch der Schrauber mit Transporter und wir fuhren nach Diepholz zur Werkstatt.
Er nahm den Druckluftschrauber … öffnete die Variomutter … entnahm
die Variomatik … schaute und staunte und zeigte mir das Gebilde

Die Variohülse hat sich abgedreht und dadurch den Keilriemen zerlegt.
Durch die nicht mehr eingepasste Hülse hatten sich die Gewichte zerlegt.
Der Anlasser (Freilauf) hat ebenfalls Schaden genommen. Ohne Freilauf könnte ich nicht weiter fahren.

Variomatik und Gewichte hat man im Laden, aber der Anlasser ist speziell und nicht vorhanden.
Stehen lassen wollte man mich aber auch nicht, somit dengelte der
Mechaniker den Anlasser wieder funktionstüchtig (ich war mehr als nur
beeindruckt).
Bevor ich gross arbeiten lies, sprach ich mit dem Chef das meine
EC-Karte wohl bei spätestens 50 Euro Ende sagt, ich aber definitv den
Restbetrag anweisen lasse.
Natürlich ist man nicht begeistert, aber als Chef mit Herz weiss man um die Notlage und hofft darauf das alles gut gehen wird.

Er berechnete mir … unter Abzug des Datums, meiner Ehrlichkeit, seines
grossen Herzens, meiner Notlage und der allgemeinen Grosswetterlage 45€
für Abholen, Mechanikerstunde, Variomatik, Gewichte, dengeln und
Rundumblick.
Damit lies er, ganz bewusst, 5 Euro auf meiner EC Karte damit ich wenigstens noch tanken kann. (Ich war den Tränen nahe …)

Und kurz vor dem Heulen war ich dann als die Karte die Zahlung
verweigerte … also 40 statt 45 … keine Chance … also 30 statt 40
… ich lief vor Scham sicherlich hochrot an, aber die Zahlung wurde
akzeptiert.
Er wollte mich schon verabschieden, als ich um die Daten bat damit ich
den Restbetrag zahlen kann. (Er hätte es wohl dabei belassen … ).
Er machte mir die Rechnung fertig und ich werde die Tage überweisen.

Da ich kurz vor dem Krankenhaus war (20 Minuten entfernt), fuhr ich dann
doch noch zu meiner Ex und konnte ihr noch mit Ladegerät und einem Gang
zur Bank weiter helfen.
Tuxie hört sich seltsam an, scheint nun statt im zweiten im ersten Gang
zu laufen und nicht mehr in den zweiten zu schalten. Endgeschwindigkeit
reine 45KM/h. Aber sie läuft!
Der Rückweg wurde dann anders.
Auf dem Weg durch die Dammer Berge (das sind schon kräftige lange
Steigungen) zuckte Tuxie als ob der Riemen rutschen würde. Die
Endgeschwindigkeit blieb zwar, aber ein Anfahren an einer Steigung war
beinahe unmöglich.

Das Gezucke, das nicht anfahren und das Tuxie auch bei der Abfahrt kaum
Geschwindigkeit aufnahm lies mich schon daran glauben das ich sie im
Wald entsorgen muss und sprach streichelnd und flehend auf sie ein. „Bis
nach Hause bitte!“
Und sie brachte mich nach Hause. Meckernd, Zuckend. Ohne Anzug … aber
ich bin angekommen und nun muss ich das erst einmal verdauen.

VIELEN, VIELEN DANK meinem Retter in der Not (Graftlage 30, 49356 Diepholz).
Natürlich auch der Firma KM-Moto aus Diepholz für die Hilfe in der Not.

160KM Ausfahrt – Schloss Steinfurt – Offlumer See

http://goo.gl/maps/z5wV

Nach einem halbwegs frustigen Gespräch mit meiner Krankenkasse,
bezüglich eines Zahnarztwechsel, bin ich mit Tuxie einfach drauflos
gefahren.
Den Kopf frei bekommen. In Bad Iburg (es war Zufall das ich dort hin
fuhr), nahm ich meinen Navi heraus und schaute mal in meine Favoriten.
Dort sind Ziele eingespeichert wo ich schon war und wo ich noch hin
will. „Schloss Steinfurt“ fiel mir als einer der ersten Einträge ins
Auge.
War ich schon einmal da? Keine Ahnung. (ja ich war, wie ich später
herausfand). Lustlos lange zu suchen, wollte ich einfach nur Kilometer
machen, also geht es halt nach Steinfurt.
Tuxie bekommt auf der Hinfahrt jede Menge Landstrassen Kilometer und kann mal zeigen was sie aktuell bringt.
Bereits zuhause hatte ich mit der Gemischschraube erneut eine halbe
Umdrehung Lust abgedreht, da sie sich noch ab und an verschluckt und ich
ja noch am experimentieren bin.

Die Unterschiede zwischen einem kalten Motor, einem warmen Motor und
einem heissen sind enorm. Ich werde meine Tuxie lediglich auf einen
guten Kompromiss einstellen (können), aber das ist bisher im Ergebnis
besser als das wofür ich bezahlt habe.

Bis Greven lief sie auf der geraden Landstrasse 61KM/h laut Navi. Bis
sie den Wert erreicht braucht sie jede Menge Anlauf. Ich drehe am
Gashahn aber der Schub der entstehen sollte, entsteht nicht. Bis 20 okay
… bis 45 ein Drama … bis 50 etwas besser … und bis 60 dann
kontinuierlich langsam ansteigend. In der Ebene wohl gemerkt. Kommt am
Anfang ein Hügel, dann bin ich schon froh wenn sie 30KM/h erreicht. Also
alles nicht das gelbe vom Ei. Ich gebe aber zu das ich die Kerze noch
nicht wieder gereinigt habe. Und die 9 Gramm Gewichte sollte ich mal
gegen 8 Gramm tauschen. Naja, alles der Reihe nach.

In Greven hatte ich dann wieder eine Streife im Nacken, die mich aber
denn doch weiter fahren liessen. Ob es der Georgsmarienhütter-Aufkleber
war oder einfach nur das miese Wetter, welches mich bereits auf der
Landstrasse in den Regenkombi schlüpfen lies.
Natürlich nicht während der Fahrt in einem tollen Stunt, sondern unter
dem Vordach einer PKW-Werkstatt die ich anfuhr. Die Jungs guckten zwar
etwas verwundert, sprachen mich aber nicht an und liessen mich machen.

Logisch das der Platzregen, nachdem ich alles an hatte, auch prompt aufhörte. Hätte mich auch gewundert wenn nicht.
Mit dem Kombi war es dennoch besser. Das Teil strahlt noch etwas mehr
als meine Warnweste und ich will mir nicht durch klitschnasse Mopedjacke
eine Grippe einfangen. Die Schuhe waren schon nass, die Jeans feucht.
Nun bleibt alles trocken … aber sehr drückend und warm. Egal.

Kaum in Steinfurt angekommen, erinnerte ich mich auch wieder an das
Schloss. Ja da war ich schon. Einen ausgedehnten Besuch im angrenzenden
Schlossgarten hatte ich dort unternommen.
Heute lag mir gar nicht der Sinn danach und ich sattelte, nach einer sehr kurzen Trinkpause wieder auf und fuhr los.

Einer der Wegweiser wies nach Münster. Auch nett. Also nach Münster. Mir
war es eigentlich egal. Nur nach Leer wollte ich nun doch nicht folgen.
Kaum auf der Landstrasse, fing es an zu schütten als müsste ich
unbedingt von dem Weg angehalten werden. Ich lies mich drauf ein und
folgte den Wegweisern statt nach Münster, nach Rheine.
Von dort aus dann halt nach Hause.

Auf dem Weg sah ich einen Wegweiser zum „Offlumer See“. Sagt mir nichts.
Nie gehört. Scheint aber etwas Grösseres zu sein, also fahre ich dort
hin.
Gesagt getan und ein paar Minuten später stellte ich Tuxie auf dem angrenzenden Parkplatz des „Seecafe Offlum “ ab.

Neben dem Seecafe befindet sich sogar eine Ladestation für eBikes.

Obgleich mir der Po bereits nach den siebzig Kilometern schmerzte,
freute ich mich darauf auf der Terrasse diesen Bericht ins Buch zu vorab
zu entwerfen.
Das Cafe ist wirklich vom Feinsten. Sehr gepflegt. Angenehme Atmosphäre.
Bequeme Stühle … und natürlich ein toller Blick auf den See.
Den Rundwanderweg habe ich ausgelassen, da mir der See doch grösser
vorkam als er tatsächlich ist und ich nicht wieder so einen Gewaltmarsch
einlegen wollte wie am Steinhuder Meer.
Ich blieb also sitzen, genoss die Ruhe und die tolle Luft bei einem Milchkaffee.
Da es weiterhin regnet ist sogut wie nichts los. Die Segler sind alle drin. Keine Badegäste. So gut wie keine Wanderer.
Ein Grüppchen von sechs älteren Herrschaften kammen während meines
Aufenthaltes denn doch an und freuten sich ebenso auf einen Kaffee/Tee.
Natürlich durfte ein Stück Kuchen nicht fehlen.
Ich verzichtete mit Blick auf meinen Bauch.

Eine Frau mit einem grossen altdeutschen Schäferhund kam des Weges und strahlte mich an als wenn es kein Morgen gäbe.
Mir war nicht ganz klar ob sie ihrem Wuffi (der wohl gerade erwachsen
war) das Laufen an der Leine beibringen wollte, oder ob sie wegen mir
mehrfach vorbei lief.
Ich bin mal so dreist und behaupte das sie wegen mir Hin und Her spalierte und mich dabei weiterhin anstrahlte.
Zu mehr als zu einem „Moin“ war mir aber nicht zumute, obgleich ich
zugeben muss das sie wirklich hübsch war. Aber schon wieder ne Partnerin
an meiner Seite? Achne.
Mit einem letzten freundlichen Lächeln gab sie dann auf und bog um die
Ecke … und ich genoss wieder den ungestörten Ausblick auf den See.

Wie das so ist … alles Gute geht vorbei … und auch mein Milchkaffee leerte sich recht zügig.
Ein letzter Gang in das sehr saubere, wohlriechende und helle WC des
Seecafe. Den Kaffee wieder ins System zurück gebracht und schon sass ich
wieder in voller Montur auf Tuxie.

Der Rückweg ging dann nicht ganz so zügig … mein Sprit neigte sich dem Ende und sie wurde immer störrischer. Seltsam.
Das Anfahren wurde immer langsamer. Die Endgeschwindigkeit erreichte gerade mal die 50KM/h.
Natürlich war der Motor kochendheiss (und auch die Reifen sind warm
genug um den Regen in den Rillen verdampfen zu lassen), aber so ein
Beschleunigungseinbruch machte mich doch nervös.
Ich fuhr nach Navi gen Heimat und dachte schon das ich in Lengerich
(16KM vor Zuhause) liegen bleibe. Tuxie zuckte und muckte und kam nicht
in Quark.
Obwohl meine Tanknadel bereits im roten Bereich ist, kann ich nicht
nachtanken da ich auf der ganzen Rückfahrt bisher keine Tanke am
Wegesrand hatte. Toller Fisch.
Erst im Nachbarort (3KM vor Zuhause) konnte ich Tuxie dann neu bespritten.
3,8 Liter auf 160 KM = 2,37 Liter / 100 KM der Verbrauch ist also wieder
Bestens. Ich hatte nach dem Einbau des Gaszuges durch die Werkstatt
zuletzt bis zu 3,76 L/100 verbraucht. Da merkte man aber auch das der
Vergaser total verstellt war.

Sooo … das wars mal wieder. Es gibt viel zu tun … trinken wir erst einmal einen Tee.

Offener Nähtreff für Raum Osnabrück im Mai

Am letzten Donnerstag war es wieder so weit. Das letzte Treffen liegt bereits einen Monat zurück und ich war in der Zeit so gar nicht kreativ.
Kreativität ist seit längerem ein Thema bei mir. Nicht die übermässig vorhandene, sondern vielmehr die abhanden gekommene.
Das ist auch der Grund warum ich beim Nähtreff so intensiv zuschaue und ganz unbedarft meine Anfängerfragen stelle.
Letztenendes erhoffe ich mir die Rückkehr meiner Kreativität durch eure Projekte.

Das man sich beim Nähtreff „gegenüber“ sitzt und sich real zeigen lassen kann wie man es besser machen kann, ist etwas was man innerhalb eines Forums nur bedingt umsetzen kann

Zurück zum Treffen, welchem ich beinahe ferngeblieben wäre, da ich nicht so wirklich Lust & Laune hatte.
Ich hätte etwas verspasst, denn es wurde eine sehr gemütliche Runde.

Stefanie erschien mit ihrer NäMa und brachte auch eine Freundin mit (Diane? … ich kann mir Namen einfach nicht merken), welche ebenfalls bewaffnet mit ihrer NäMa erschien. Ausserdem hatten sie noch ein Bügeleisen dabei, damit die Tasche ordentlich werden kann, an welche „Diane“ sich übte.
Stefanie hatte ausserdem ihren Rollenschneider und ihre Schneidunterlage dabei, welche nicht nur eine sehr gute Einteilung hatte, sondern zudem auch eine drehbare Schnittfläche hat, so das man den Stoff nicht drehen muss. Ich habe es als sehr praktisches Zubehör bereits auf meine „Will-ich-auch-haben“-Liste smile

Stefanie war dann allerdings auch Jenige die meckerte das ich schon wieder ohne Maschine zum Treff kam. Wo sie Recht hat sie Recht.
Ausserdem … und das ist ein ganz besonderes Thema, scheint man wohl ein Problem damit zu haben, Männern zu glauben das diese nähen (Obwohl niemand auf die Idee käme dem „Änderungsschneider um die Ecke“ oder dem „Herrenausstatter“ das Schneiderhandwerk abzusprechen und/oder ihm gleich Homosexualität zu unterstellen).
Beim Nähtreff und in einem Privatdialog wurde bereits unterschwellig angedeutet das es genauso gut sein kann, das ich nur zum Nähtreff erscheine um mir ein „Weibchen“ zu besorgen, darum mache ich das nun Hier und Jetzt EINMAL klar:
Meine Kreativität ist mir leider abhanden gekommen. Das Schneidern/Nähen ist für mich ein kreativer Prozess der mir die Kreativität wieder zurückbringen kann.
Das ich mich beim Treffen mit netten Menschen unterhalten kann ist ein schöner Nebeneffekt.
Allerdings interessiert es mich nicht im Geringsten ob mein Gegenüber nun eine Mumu oder einen Pipimann hat. Mich interessiert vorangig ein geselliges Beisammensein und wie man mit Nadel und Faden vernüftig umgeht (ohne sich und die Maschine zu schrotten).
Also … bleibt entspannt. Das gilt ebenso für die Anwesenden als auch für deren PartnerInnen.

Da ihre Bekannte („Diane“) bereits verwundert zur Kenntnis nahm das ich angab als Anfänger auch zu nähen, holte ich die Maschine.
Damit es schneller ging, bot mir Irinas Mann an mit mir eben rüber zu fahren (ich wohne nur ein paar Strassen weiter). Nach kurzem Zögern nahm ich das Angebot an und packte auf die Schnelle Maschine, Zubehör, Bücher und eine „Charlotte“ (Tasche) ein, bei der mir die Reissverschlussnaht aufging, da ich die Kante nicht versäubert hatte. Ich sag ja das ich Anfänger bin. (Man kann soooo viel falsch machen … und sich so sehr selbst im Wege stehen wenn man „um-die-Ecke-denkt“.
Als wir zurück kamen hatte unsere Runde Zuwachs bekommen. „Anja?“ Sie war jedenfalls schon einmal dabei und musste beim vorletzten Male wegen ihrem Kind frühzeitig zurück. Sehr schade.
An diesem Treffen blieb gottseidank alles ruhig und sie konnte den Abend hoffentlich geniessen. Viel unterhalten hatte ich mich mit ihr nicht, weil ich am weitesten davon ab sass und „Diana?“ beim bügeln und nähen ihrer Tasche „verfolgte“. Schliesslich konnte ich von den Tipps die sie von Stefanie erhielt reichlich dazu lernen.

Soweit ich das erkennen konnte, hat mein „Paulchen“ (meine Maschine) dann dem harten Urteil der Anwesenden standgehalten.
Stefanie schaute sie sich genauer an und fand wohl auch das es die 140 Euro wert ist. Der Name W6 ist wohl unglücklich gewählt. „Janome“ „Bernina“ geben dem Ganzen einen Klang, während W6 sich mehr nach einer Formel denn nach einer guten NäMa anhört.

Während des Abends vernähte ich dann den Reissverschluss an „Charlotte“.
Das heisst … ich wollte vernähen.
Füsschen hoch … das Tässchen bereit gelegt … auf den Anlasser gedrückt … und … „KLONG“. Autsch. Was war das denn?
Bin ich auf dem Reissverschluss? Hmmm. Nein. Seltsam. Fuss hoch. Tasche raus. Faden abschneiden.
Per Hand einen Stich in der Luft machen. Alles dreht und bewegt sich ordnungsgemäss. *grübel
Neuer Versuch.
Tasche drunter und ausrichten … Fuss runter … Anlasser treten … „KLONG“. (Merde)
Alles angeschaut. Tasche liegt okay. Faden ist da. Nadel ist da. Nichts sieht quer/schräg/defekt aus. Warum gehts nicht?
Fuss hoch. Tasche raus. Faden abgeschnitten. Alles angeschaut.
Die Stichplatte ist okay. Beim drehen am Handrad passiert nichts. Wo also ist das Problem?
Tasche wieder drunter … Fuss wieder runter … mal per Hand versuchen … Nadel geht tiefer … tiefer … trifft auf den Stoff … und geht nicht weiter.
Wie jetzt? Warum sticht sie nicht durch?
Also Fuss hoch, Tasche raus und Nadel begutachtet. Aua … kein Wunder das es nicht weiter geht.

(Die Nadel habe ich fürs Foto an die Stichplatte geklemmt. Die Krümmung ist am Nadelende und wie man sieht fehlt die Spitze.)

Wahrscheinlich habe ich sie mir beim Transport krumm gedrückt. Vielleicht geschah es auch beim Nähen. Doch warum auch immer. Es ist gut das sie mir nicht entzwei brach und das ich nicht so rabiat mit meiner Maschine umgehe das Stichplatte oder „Gestänge?“ etwas abbekommen haben.
Nachdem ich die Nadel gewechselt habe ging alles wie gewohnt und ich vernähte das Stück am RV neu.
Beim einsetzen der Nadel mussten mir die Damen nochmals behilflich sein, da ich nicht wusste ob die flache Seite nun nach hinten oder vorne eingesetzt werden muss. Stefanie reagierte als erste und gab mir den Tipp das die Nadel sowieso nur in eine Richtung hineinpasst.
Ausprobiert und für gut & richtig befunden, hatte ich wieder einmal etwas dazu gelernt.

Das Treffen, geplant von 19 bis 22 Uhr, dehnte sich heute einmal aus.
Gegen 22 Uhr wurde noch niemand nervös genug um nach Hause zu wollen, so gingen erst gegen 23 Uhr die Lichter aus.

Und damit endet auch mein kurzer Bericht smile
Viel Spass bei euren Nähprojekten wünschend,
der Micha