Charlotte mag sich nicht trennen

Ich kann sie ja verstehen.
Der Chiffon den ich neu erstanden habe ist einfach zu verlockend.
Somit hat sich dann Charlotte die Dritte zu mir gesellt.

Heute wurde zum ersten Mal Vlies verarbeitet.
Viel einfacher als gedacht.

Charlotte zog sich heute schwarze Leinenwäsche unter den Chiffon.

Allerdings schien sie einen gesüppelt zu haben … sie blieb nicht gerade stehen.
Nächstes Mal vielleicht.

Dafür strahlt sie aber heute mit der Sonne um die Wette.

Antwort von Prym und neue Stoffe

Am Samstag versuchte mein Postzusteller, einen grösseren Umschlag durch meinen Posteinwurf zu drücken.
Er gab schnell auf und lies es halbseitig aussen einstecken.
Ich wunderte mich allerdings ein wenig, da ich derzeit weder einen Rehaantrag, noch eine Bestellung offen habe.
Meistens erhalte ich mit dicken Briefen unangenehme Post (die immer pünklich zum WE kommt damit so bereits die ersten Tage für einen Widerspruch flöten gehen, in diesem Falle war es jeodch eine sehr freudige Überraschung.

Vor einer Woche schrieb ich die Firma Prym an und fragte dort freundlich nach wo ich denn ein entsprechendes Werkzeug für meine Variozange nachbestellen könnte.
In der Hoffnung das man mir ein günstiges Teil direkt ab Werk liefern könne, gab ich vorsorglich meine Adresse mit an.

Nun erhielt ich Antwort von Prym, mit einem netten Begleitschreiben und ein paar zusätzlichen Extras.
Ich bin sehr positiv überrascht und freue mich über solche „Kleinigkeiten“ immer wieder masslos, da ich mich dann als Kunde geschätzt fühle und nicht als jemand der beim Kaffeetrinken stört, wie es bei enorm vielen Firmen und Behörden der Fall ist.

Auch wenn es für das Unternehmen Prym nur eine kleine Werbeausgabe darstellt, so kommt diese doch doppelt und dreifach wieder zurück, da ich natürlich gerne weiterhin Produkte aus diesem Hause kaufe und auch jederzeit sagen kann das ich mit der Firma zufrieden bin.

Am Nachmittag des selben Tages war meine Ex noch so lieb mir von ihren Stoffresten weitere Stücke abzugeben.
Vorallem war Vlies dabei und einige Bänder zur Verzierung, sowie ein paar Reissverschlüsse.
Da steht der Arbeit an der nächsten Tasche nichts mehr im Wege. Ich freue mich schon darauf.

Heute, bei weiterhin sommerlichen Temperaturen fuhr ich mit meinem Krad nach IKEA um meine Gutscheinkarte in Höhe von 10 Euro einzulösen.
Ich ging zunächst mal ins Restaurant, zahlte einen Euro und trank ein paar Kaffee, aber so alleine am Tisch ist das nicht der Hit. Die eine oder andere kleine Flirterei war dabei, aber halt niemand mit dem ich mich unterhalten hätte.

Leider waren die Reststücke heute relativ teuer, nur wenige in der Auswahl und das einzige Stoffpaket welches mich begeistert hätte, war ohne Preis und durfte somit nicht verkauft werden. Sehr schade, waren es doch viele Stoffe und rein gewichtsmässig dürften es um die 3 Kilo gewesen sein. (Beim nächsten Mal klebe ich den Aufkleber selber darauf).

Letztenendes fand ich dennoch zwei kleine Pakete zu je 5 Euro.

Ich ging zu der Selbstbucherkasse, lies mir die Bezahlung mittels der Karte erklären und schwups war ich wieder draussen.
Tja … nichts mit 5 Stunden Ikea wenn ich alleine da bin. Beim nächsten Mal muss wieder jemand mit … das macht definitiv mehr Laune.

Auf dem Rückweg schaute ich nochmal bei Roller vorbei und erstand dort einen wunderschönen Chiffon.

Ich kann ihn mir als Taschen-Aussenstoff vorstellen. Mal schauen was meine Beraterinnen zu Chiffon als Aussenstoff sagen.

Ich habe schon wieder Damenbesuch. „Charlotte“ ist auf Durchreise

An so einem wunderbaren Frühlingstag kann man doch gar nicht anders, als sich an Stoff und NäMa zu setzen.

Jedenfalls nahm ich heute meine Stoffe, suchte mir einen gelben Gardinenstoff und einen leichten Baumwollstoff heraus, stellte das Bügeleisen parat und legte mir die Schneidematte auf den Tisch.
Mein Buch „Taschen nähen leicht gemacht“ wurde aus dem Regal geholt und ein Schnitt gesucht.
Eigentlich wollte ich was neues ausprobieren, aber andererseits hatte ich bei dem Erstversuch mit meiner Charlotte nicht wirklich punkten können. Dort hatte ich den Reissverschluss falsch herum angenäht. Schön dusselig.

Im Buch reizte mich eine grosse Umhängetasche.
Aber Vlies habe ich keines mehr da.
Ich sollte sowieso besser noch einmal üben wie man Reissverschlüsse näht und halbwegs gerade Nähte produziert.
Somit schlug ich die Seite mit dem Täschen „Charlotte“ erneut auf. Wiedereinmal wird mein Schnitt nicht genau. Wahrscheinlich ziehe ich zu sehr am Stoff. Ober- und Unterstoff sind nicht deckungsgleich.
Mich verwundert es ein wenig, da ich meine Vorlage mit Kreide umrande und dann entlang der Linien schneide. Theoretisch kann dabei gar nichts verkehrt gemacht werden … ich schaffe es dennoch.

Diesesmal klappte das abstecken und das bügeln sehr viel besser. Die Übungsstunden an der Maschine machen sich bemerkbar. Die Angst schwindet und die Arbeiten werden logischer.

Wie die Tasche genäht wird habe ich ja beim letzten Versuch schon beschrieben.

Somit kann ich heute kurz und knapp und mit richtig herum eingesetztem Reissverschluss die neue „Charlotte“ präsentieren.

Leider sind mir beim abnähen die Ränder verrutscht so das ich mehrmals auftrennen musste. Daraus resultierten dann unterschiedlichen Höhen in den Seitennähten.
Es gibt schlimmeres …

Mir gefällt die „Neue“ und sie findet sicherlich den Weg zu meinem Töchterchen.

Einen schönen Frühling wünschend,
der Micha

Umtausch der Prym Vario Zange … oder die Geschichte vom alt werden

Heute schaute ich mir meine Vario Zange, die ich mir vor einem Monat im Combi kaufte, genauer an.
Das einsetzen der Lochwerkzeuge war einfach. Zange am Übungs-Stoff ansetzen und die markierte Stelle lochen war auch einfach.
Also Werkzeugwechsel vom Niet- und Lochwerkzeug 3 und 4 mm, auf das Druckknopf-Werkzeug 10mm.

Hmmm … (such) … staun …öhemm …Womit entferne ich die Werkzeuge denn?
Bei meiner Zange fehlt dieses Aushebelwerkzeug (das blaue Plastikteil).

(Die neue Zange mit dem kompletten Werkzeug)

Bon gesucht, Zange eingepackt und ab nach Combi (ich musste eh einkaufen).
Ob ich denn mal den Chef sprechen könnte?, fragte ich den jungen Mann an der Kasse. Worum es sich denn handeln würde, fragte der junge Mann zurück.
Hmmm … ich zeigte ihm die Zange und versuchte ihm zu erklären das dort das Aushebelwerkzeug fehle (und erwartete das er den Chef rief).
Rief er aber nicht, sondern schickte mich in die Kurzwaren um mit einer kompletten Zange zurück zu kommen, an derer ich das fehlende Teil erklären kann.

Okay … (verwundert das er nicht den Chef rief) … lief ich zu den Kurzwaren, nahm eine andere Zange (in einer anderen Verpackung) vom Aufsteller und ging zurück an die Kasse.
„Hier … DAS Teil da meine ich … das fehlt bei der und ohne dem bekomme ich die Werkzeuge nicht mehr ab“, sagte ich zu ihm und sah ihn schon den nervösen Griff zum Telefon machen um den Chef zu rufen.
Machte er aber nicht. Seine Hand zitterte nicht, sein Atem blieb ruhig, die Augen flackerten nicht bei ihm … während ich schon langsam Stresspusteln bekam.
Er schaute sich das Teil in Ruhe an … und sprach zu mir „Da muss ich den Chef rufen“ …. dachte ich … aber er sagte tatsächlich „Okay, dann nehmen sie einfach das neue mit“.

Öhhhh???!!! Wie jetzt???!!!
Hallo!!! Ich wollte mich beschweren, wollte mit dem Chef reden, wollte diskutieren über Einkäufe die schon einen Monat zurück liegen, deren Verpackung man nicht mehr hat und sowieso … und nun soll ich einfach so gehen?
Nur weil ein unter Dreissiger mir sagt das alles in Ordnung ist?
Mist.

Ich wandte mich gerade ab, als der Kassierer von einer Kollegin angesprochen wurde: „Da bin ich wieder Chef. Danke“ und sie setzte sich auf den Kassiererstuhl, während er sich bereits in den Mitarbeiterraum /Informationstheke/Bestellaufnahme/Umtauschecke begab.

Und ich stand da mit offenem Mund und der Erkenntnis das sich mit meinen beinahe 50, nun doch etwas verändert hat.

Ich hatte Besuch vom Götterboten

Dafür das ich noch keinen Meter höherwertige Meterware am Stück kaufte, hat sich das neue Hobby trotzdem als kostspielige Angelegenheit heraus gestellt.
Natürlich ist alles eine Frage des Standpunktes und der Einkünfte. Da letzteres bei mir niedrig ist, kann ich schnell das Wort teuer aussprechen.
Aber macht ja nichts. Ein Besuch in Diskotheken, auf dem Rummel oder sonstiges kostet auch Geld, macht mir aber nicht halb soviel Spass und Freude.

Vor 5 Tagen hatte ich ein paar Kleinigkeiten bestellt und heute wurden sie mir in einem kleinen Karton geliefert.
Ich bin nun stolzer Besitzer von 10 gelben Schneiderkreiden (welche sehr viel kleiner als die von Prym sind, aber sehr gut in der Hand liegen und für den Preis bekäme ich nicht eine von Prym). *freu
Desweiteren habe ich nun vier Mal schwarzes Gurtband a 3 Meter und dazu 8 Klick-Verschlüsse. Beides 20mm breit.

Last but not least wollte ich noch etwas austesten.
Meine Maschine hat einen Näheinfädler. Der greift aber nur auf eine Nadel. Was mache ich also wenn ich die Zwillingsnadel einsetze?
Trotz Lesebrille sind meine Augen echt schlecht und es wäre wohl ziemlich langes fummeln mit Faden und Öhr angesagt.
Somit bestellte ich für kleines Geld einen universal einsetzbaren Nähmaschinennadeleinfädler. Genaugenommen sind es zwei Einfädler. Einmal für Nadelgrösse 60-70-80 und einmal für 90-100-110. Damit man sie auseinander halten kann, haben sie unterschiedliche Farben.
Soweit ich das dem Beipackzettel entnehmen kann, ist es ganz simpel. Ich werde es natürlich noch testen und stelle es dann gesondert vor.

Nun. Das war es erst einmal wieder an Überraschungspaketen. Ich bin zufrieden.
Alles in allem habe ich inklusive Versand knapp 23€ ausgegeben.

(Zum Vergleich habe ich Prym-Kreide dazu gelegt)

Zottelmonster

Heute habe ich kleine Bastelei fertig gestellt.

Material:
1 Styroporei
1 Mopp mit Zotteln
2 Wackelaugen oder Knöpfe
Kleber
Schere
Nahttrenner

Anleitung:
Das Einfassband (also das was aussen herum liegt), sowie die Taschen (meistens ein Stück aus Seide) werden vorsichtig abgetrennt.
Ein Nahttrenner hilft dabei.

Der Mopp wird dann so geteilt das immer zwei, besser noch vier Stücke auf ein halbes Ei aufgebracht werden können.
Versucht man es mit einem Stück, so bildet dieses viele Wellen lässt sich schlecht kleben.
Man kann auf der Unterseite das Styropor mit einem bestsitzenden Stretchstück oder Seide belegen. Welches dann an der Aussenkante befestigt wird.
Das Styroporei wird an der Oberseite mit Kleber eingestrichen und das entsprechende Stück Mopp eingesetzt und mit Sicherheitsnadeln festgesteckt (Nicht zu tief eingestecken, da sich die Nadeln unter Umständen festkleben und man sie sonst nur schlecht heraus bekommt).
Sind alle Teile aufgebracht und festgesteckt sollte man es einen Tag trocknen lassen.
Danach wird dann eine Position für die Augen gesucht und die darunter liegenden Zotteln vor dem kleben entfernt.

Fertig.

Ich empfehle eindringlich das Zottelmonster ausserhalb der Reichweite von Tieren und Kindern zu plazieren.

… und so sieht meines aus …

Tuxie steht

Das wars dann erst einmal. Sie zog ja eh nicht durch, aber heute fiel sie dann komplett ab und verabschiedete auch ihre Vario.
Gottseidank war ich gerade nicht auf Tour, sondern nur 2KM von der
Werkstatt entfernt. Ich schob also Tuxie bis dort und nun bleibt sie da
und wird gemacht.
Kosten? Keine Ahnung … aber eines ist sicher … teuer wird es.

Die kommenden Termine werde ich also mit meinem Bike machen müssen.
Ich bin begeistert.