Eine Tasche fürs „Sternchen“

Die Namensfindung für meine neue Nähmaschine fiel mir wirklich nicht leicht.
Nach meinem „Paulchen“, wollte nichts so recht passen.
Letztenendes blieb ich bei „Sternchen“ hängen. Für mich ist es ein Glücksstern, oder wie Susanne es formulierte

Das „Sternchen“ für „Sternstunden“

. Gefällt mir auch sehr gut.

Jedenfalls sollte sie ebenfalls ein Nachtgewand erhalten. Die mitgelieferte Plastikhülle ist ja ganz nett, aber nicht das Wahre. Es ist so schmucklos.
Am 24.November ging es los. Ich nahm den Schnitt recht grosszügig auf und wollte mir eine Tasche machen.

Ich nahm alle Teile doppelt ab und nähte als Vliesersatz Bodenwischtücher dazwischen.

Was mich dann beim Deckel geritten hat, weiss ich nicht. Aus irgendeinem Grunde wollte ich einen Eingriff für den Tragegriff an der Maschine frei halten. Was vollkommen überflüssug ist, da es ja eine Tasche mit Boden ist.
Damit nicht genug, setzte ich den Ausschnitt nicht mittig, sondern nach links versetzt. Manchmal bin ich so ein Depp.
Jedenfalls mühte ich mich an der Maschine ab, den Eingriff ordentlich zu vernähen, was durch das Bodentuch nicht so einfach an den Rändern war.

Nachdem ich damit fertig war, nähte ich die Klappe fest. Mit viel Gefummel und langsamen nähen, konnte ich 10 Minuten später ein „Fertig“ vermelden … um direkt darauf ein „Wo ist mein Nahttrenner?“ nachzulegen. Ich hatte sie auf der falschen Seite befestigt. Naja.

Während ich am Folgetag links und rechts zwei kleine Innentaschen aufsetzte, ging ich am 26ten die Stickerei an.

Durchpausen entfällt auf schwarzem Stoff, somit nähte ich zunächst die Ränder entsprechend ab.
Das darauf folgende entfernen des Papiers, war ein ätzendes Gefummel. Ich werde es wohl bei dem Klatschmohn Projekt mit auswaschbarem Vlies versuchen.

Ich stickte zunächst den Schriftzug, dann teilte ich den Stern nochmals auf und stickte dann die beiden Farben ein. Hört sich leicht und schnell an … war es aber nicht.
Das Ergebnis gefällt mir jedenfalls. Ich werde es so auch noch auf die Maschine pinseln.

Die Stickerei ist die Vorderseite der Reissverschlusstasche. Ich nähte sie komplett auf und erhielt dadurch einen weiteren offenen Einschub. Zur Sichtbarkeit steckt dort das Handbuch drin. Der Reissverschluss ist rechts etwas geöffnet.
Ich werde es im Nachhinein nochmal genauer vorstellen. Schwarz auf Schwarz ist halt schlecht zu sehen.

Die Verschlussklappe erhielt noch einen Klettverschluss.
Viel Platz ist in der Tasche, sodas ich neben den beiden inneren Fächern, zwei weitere auf den Längsseiten anbringen will.

(Für das Foto blieb die Tasche leer)

Heute nähte ich dann die beiden Innentaschen ein. Das meiste kann ich von links führen, aber zwei Nähte musste ich von rechts laufen lassen. Ganz schön eng.

Zum Abend hin wurde ich dann „endlich“ fertig und stopfte die Tasche voll.
Zur besseren Sichtbarkeit, habe ich alles raus gucken lassen.

Da passt also reichlich rein. Allerdings geht, so vollgepackt, die Klappe nicht mehr zu. Da muss ich mir was einfallen lassen.

Die gefüllte Tasche am Micha.

Der Trageriemen reicht zwar, rutscht mir aber von meiner schmalen Schulter.
Da das Gesamtgewicht so bepackt 10,6 Kg beträgt, würde ich sie aber sowieso nur kurze Strecken tragen.

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6 Antworten auf „Eine Tasche fürs „Sternchen““

  1. Wahnsinn – schon allein dein Stern. Wüsste gar nicht, wie ich sowas machen sollte. Allein die Einstellungen – für diese Tasche (die ich nie hinbekommen würde) und für die Appli zieh ich meinen Hut

    1. Moin Moin Anke,

      vielen lieben Dank.
      Die Appli ist allerdings keine Appli sondern eine Freihandstickerei (da lege ich Wert drauf). ;)
      Wie immer hat es Nerven (und viel Zeit) gekostet, aber die Ergebnisse machen alles wieder wett und man hat etwas ganz persönliches geschaffen (für sich oder für die Familie).

      Das sticken mit der 6000er ist auch eine tolle Sache (weil es so schnell geht und sauber ist), aber letztlich ist es "nur" eine Maschinenstickerei. Darum arbeite ich lieber, tagelang, mit Rückenschmerzen und angestrengten Augen an meiner Stickerei. Das kann keine Maschine ersetzen.

      Norman (FB) habe ich per PN auch zu einer eigenen Tragetasche "verholfen" … manchmal muss man einfach mal drüber reden bis der Knoten platzt … und dann gehts wieder voran.

      Und Jetzt, wo ich gerade so darüber rede, wird es Zeit das ich meinen Raum freigeräumt bekomme und die Maschinen mal langsam wieder an ihren Platz räume … *schmacht

      Trau Dich ruhig mal an was Neues … ich koche mal ne Kanne Michas-Mut-und-Beruhigungstee smile

  2. Hallo Yvi,

    die 3300er ist wirklich ne klasse Maschine.
    Auswaschbares -, ausreissbares Vlies will ich dann demnächst versuchen. Der Versuch mit dem Papieraufdruck war schon nicht falsch, aber halt zuviel Gefummel.
    Man riet mir auch zu Küchentücher als Ersatz für Vlies, aber weisse Küchentücher auf schwarzem Stoff halte ich für sehr gewagt smile

    Ich hatte übrigens Deine Kaffeeteppiche die Tage sehr bewundert. Da kommt Deine Sticki zur Geltung. Sie kann es halt feiner als ich.

    Liebe Grüsse,
    der Micha

  3. Wahnsinn…. Meinen tiefsten Respekt.
    Ich hab ja auch die 3300….
    Wofür hab ich mir die stickmaschine dann gekauft… Der Stern ist genial.
    Versuch mal ausreissbares vlies. Das funktioniert auch bei meinen Applikationen super.
    Gruß
    Yvi

  4. Wow! Das hast du toll gemacht! Wir haben ja beide die gleiche Maschine- aber irgendwie auch nicht, wenn ich deine Stickereien so sehe, die du mit ihr so machst smile
    Ich finde diese W6 auch sterntastisch…

    Liebe Grüße
    Antje

    1. Moin Antje.

      Vielen Dank für Dein Lob. Ich mache mit ihr halt nur andere Sachen. Dafür werde ich in Sachen Bekleidung wahrscheinlich nicht so toll abschneiden.
      Das wird im kommenden Jahr angegangen.

      "Sterntastisch" …. Genial. smile

      Ganz liebe Grüsse sendend.
      der Micha

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