Erster Versuch – Klatschmohn – Tag 5

Warum macht man eigentlich immer so eine Welle, wenn sich Besuch ankündigt?
Man lebt doch auch sonst nicht wie der letzte Schlumpf. Aber kaum steht Besuch bevor, putzt man sich die Lappen löcherig.

Heute kam eine meiner Exen zu Besuch (mit Vorankündigung).
Ne Runde im Wald wandern, ein Kirchenbesuch (und Kerzlein anstecken), etwas basteln und ein wenig essen war angesagt.

Alles schön ruhig weg.

Obwohl es ein angenehmer Tag war, wurde ich nun zum Abend doch nervös.
Ich hatte den ganzen Tag keine Minute an der NäMa verbracht.
Mitten im Projekt, stelle ich doch fest, dass ich lieber nicht dabei unterbrochen werde. Mit etwas Glück, habe ich morgen wieder einen ganzen Tag dafür.
Dennoch wollte ich heute wenigstens noch ein bisschen daran arbeiten.
Während mein Besuch mit dem Zuschneiden von Passpartouts für ihre Bilderrahmen beschäftigt war, konnte ich ein paar Stiche setzen.

Bevor ich an den Wandbehang gehe, muss ich lernen die blüten klarer voneinander abzusetzen und mir würden mehr Schattierungen besser gefallen.
Im Gegensatz zur Malerei, ist es gar nicht so einfach noch ein paar Farben im Nachhinein, aufzubringen. Also macht es Sinn Farben nebeneinander, statt übereinander zu sticken.
Was natürlich einer gründlichen Planung bedarf.

Ob ich schon soweit bin?

Schöne Ostern wünsche ich euch.
Liebe Grüsse,
der Micha

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2 Antworten auf „Erster Versuch – Klatschmohn – Tag 5“

  1. Auch das kann ich gut nachempfinden, den Wunsch, nicht gestört zu werden. Man ist mental doch voll drin. Hast Du Dir mal vorhestellt, wie es früher den großen Meistern gegangen sein muß? Ich stelle mir das oft vor.

    Mir gefällt Dein Mohn gut.

    In der Malerei ist es wohl so, daß man mit den hellen Farben anfängt und dann in die dunklen übergeht (oder nicht?). Vielleicht funktioniert das auch so bei der Stickerei/Malerei mit Garn?

    Nana

    1. Da biste ja wieder smile

      Sicherlich wurden die damaligen Künstler auch oft genug rausgerissen, aber heutzutage ist man medial sehr viel extremer eingebunden.
      Zumindest Wir, die Wir das Ganze nur als Hobby betreiben und uns nicht ein Atelier flüchten können. Fernab von Smartphone, Fratzenbuch und Co.

      Was den Farbverlauf betrifft, so kann ich das sticken mit Ölfarbe gleichsetzen. Selbige kann ich verschieben, ineinander- und aufeinander legen. Ich kann andere Farben verdecken oder darunterliegende Farben nutzen, um der Oberfarbe eine andere Temperatur zu geben.
      Beim sticken kann ich zwar nicht mehr verschieben. Was bestickt wurde, ist bestickt. Aber ich kann Flächen übersticken. So dicht, dass die darunterliegende Farbe komplett verdeckt ist, oder so offen, dass es mit der anderen Farbe "verläuft".

      Das ist wohl auch genau das, was mich beim sticken so fasziniert. Das malen, das mischen, das entstehen lassen.
      Leider kann ich, im Gegensatz zur Ölmalerei, die Garne nicht mischen um an neue Farben zu kommen. Und da meine Finanzen sehr stark beschränkt sind, muss ich mich in Geduld üben bis sich ausreichend viele Farben eingefunden haben. Eine neue Bestellung wird morgen eintreffen. smile

      Liebe Grüsse,
      der Micha

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