Kleine Geldbörse und ein Kissen zum Geschenk

Zum Geburtstag einer meiner Exen, habe ich mich heute an ein Kissen und eine kleine Geldbörse aus den selben Geweben gemacht.

Wie beim letzten Projekt beschlossen, nähe ich das Gurtband am Reissverschlusbeginn, statt am Ende an. Was ich immer noch nicht hier habe ist Stylefix … ohne ist das sehr knifflig.
Beim letzten Mal ribbelte sich das Grutband im Nachhinein auf, weil ich vergass es zu sichern. Heute habe ich die Enden, vor dem versäubern, mit einem Feuerzeug verschweisst.
Ich hoffe das es nun gut hält.
Wenn nicht, mache ich die zukünftigen Bänder doch wieder aus einem Reststück des Gewebes.

Da das Gewebe zu dünn ist, um es einfach zu nehmen, entschied ich mich dazu jede Seite mit einem einfachen Baumwollgewebe in schwarz zu hinterlegen.
Nun habe ich die Rückseite zweimal 15×15 geschnitten und somit 4 Lagen aufliegen.
Mal schauen ob mein Gedanke rechte Seite nach unten – 2 Lagen Innengewebe – linke Seite nach oben, richtig herum ist wenn ich es wende.

Die Maschine liess ich im Schildkrötengang sticken. Speziell bei dem Übergang am Reissverschluss lies ich sie. mittels Start/Stopp einzeln einstechen. Vorher drehte ich allerdings immer erst am Handrad ob sie gut durchkommt.

So sieht das aus wenn die Stickerei fertig ist.
Es wird dann das gesamte Gebilde aus dem Rahmen gehoben und das Vlies mit dem gestickten Heftrahmen ausgerissen.

Versäubert habe ich dann an der 3300exklusive, mit Overockstich B7 und dem Overlockfuss.
Es ist also doch praktisch wenn man eine Zweitmaschine zuhause hat.

Ich bin zufrieden mit dem Ergebnis.
Und mache mich nun an das passende Kissen.

Ich bin heute voller Tatendrang und habe nun meinen Zettel für einfaches Kissen mit Hotelverschluss rausgesucht.
Inlettgrösse plus 4cm Nahtzugabe für die Länge und 2cm für die Breite.
Für den Hotelverschluss ein Drittel der Seite.
Das macht zusammen (das Inlett ist 35×35):
35cm oben, 35cm unten, 15cm (aufgerundet) für den Verschluss und 4cm für die Nahtzugabe.
Macht eine Bahn mit einer Länge von 89cm mal 37cm in der Breite.

Als erstes werden die Ausskanten der Länge doppelt auf 1cm Breite umgeschlagen.

Danach steppe ich diese mit einem Geradstich ab, den ich jeweils an der Aussenkanten sichere. Dazu verwende ich an der 3300exklusive das Programm A3, welches automatisch verriegelt.

Nun wird die Länge auf links gelegt, so dass ich eine Bahn von 35cm und dann den Verschluss umschlage.

Hiernach steppe ich die Längsseiten, die auf rechts auf rechts liegen, mit dem Geradstich ab und versäubere danach die Kante mit einem Overlockstich (hier nahm ich B4).
Dann das Ganze auf rechts gewendet und ein Füllkissen rein.
Fertig.

Geht wirklich absolut flott von der Hand und ist ein perfektes Anfängerprojekt.

Meine heutige Ausbeute waren dann 4 Kissen und die kleine Geldbörse, welche als ITH (in the Hoop) eine Stickmaschine voraussetzt.

Beim rechten weißen Kissen hatte ich mich mit dem Zuschnitt vertan, sodass der Hotelverschluss nun an der Seite ist, wenn man es mit der Schrift lesbar hinstellt.
Desweiteren flog mir beim nähen des ersten Kissens, die letzte Titan-Nadel von Madeira um die Ohren. Gottseidank bin ich diesen Nadelmüll nun los.
So langsam gehen auch die Stickgarne von Madeira dem Ende entgegen.
Da sie schon beim durchfädeln reissen, bin ich immer ganz grosszügig beim abschneiden. Je früher der Kram weg ist umso besser.
Einfach so in die Tonne, mag ich sie nicht werfen, da für alles was ich mir kaufe, ein Stück im Kühlschrank fehlen muss.

Eine weitere Verbesserung bei den Kissen wären drei Einzelseiten, statt einer langen Seite gewesen. Also Ober- und Unterseite und Verschluss extra, da man dann auf allen Seiten die Schrift (oder ein anderes Motiv) passend setzen kann.
Wie man sieht, kann man bei einem so einfachen Projekt noch einiges im Umgang mit Maschine, Stiche, Gewebe und Schnittmuster lernen.

Ich hatte jedenfalls einen tollen Tag (obgleich ich nicht mehr dazu kam, die „Reini“ zu machen) und wünsche euch einen ebensolchen Tag an euren Maschinen, mit euren Projekten.

Alles Liebe,
der Micha

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