Die Trittbretter – der Rost und Werkzeug aus meiner Hobbyecke – Teil 1

12:30 Uhr

Schlimm sehen sie aus, die Aufnahmen an den Trittbrettern.
Ich habe leider kein Foto am Anfang gemacht. Darum zur Erinnerung, noch ein Bild vom Anfang.

Ich zog die Gummiauflage ab, schraubte die Bleche ab und trug sie in meine Lieblingswerkstatt … dem Wohnzimmer. Draussen ziehen Wolken vorbei. Regen brauche ich bei der Arbeit gar nicht.

Nachdem ich den Boden mit Laken abdeckt hatte, begann ich mit der Arbeit.
Der Rost ist dick drauf, aber die Bleche sind noch okay.
Ich begann mit der Drahtbürste und dachte mir das es damit relativ einfach geht, die lose Farbe und den Rost runter zu schrubben … soweit die Theorie. Praktisch passierte so gut wie gar nichts. Die dicken Farblappen, die sich bereits angelöst hatten, sah man zwar, aber die Bürste griff nicht.

Also ging ich in meine Horror-Abstell-Kammer, die bis oben hin voll mit Kram ist und holte meinen „Dremel“ heraus.
Zunächst versuchte ich dem Ganzen mit Schleifmittel Herr zu werden, dann rüstete ich um auf Schleifstein. Bei Letzterem lies sich dann auch endlich der Rost hart angehen und die losen Farbblätter flogen nur so.

Das Ergebnis einer anderthalbstündigen Schleifaktion.

Das vordere Trittblech ist abgeschliffen.
Für das hintere benötige ich wohl nicht so lange, da es nicht so extrem verrostet ist.

Meine Vermieter klopften dann auch schön brav von oben. Ich habe es genossen.

14:27 Uhr

Mit Backofenreiniger wurde das Trittbrett gereinigt und dann zum lackieren an der Staffelei aufgehangen. Meine Hobbys sind also doch für was gut. smile

Noch sieht das relativ gruselig aus, da man kaum erkennen kann, dass es sich um eine weitere Lackierung handelt. Das Kupfer deckt halt nicht so ab, wie es ein Schwarz getan hätte. Aber schwarz kann ich ja immer noch lackieren.

Wenn ich mir das so anschaue, dann werde ich es wohl lediglich weiter lackieren, denn das Kupfer sieht auf Entfernung aus, als ob es Rost wäre. Das vermindert definitiv die Chance auf Diebstahl. (Wer klaut schon eine vermeintliche Rostlaube?)
Ja, ich weiß das es nun schrecklich aussieht. Abwarten.

17:37 Uhr

Ich habe erneut eine dreiviertel Stunde am zweiten Trittblech geschliffen. Also gedremelt.
Meine Vermieter haben doch tatsächlich den Nerv, auf den Boden zu klopfen.
Ich mache in drei Jahren einmal, zu normaler Tageszeit etwas Lärm und die fühlen sich gestört.
Das sie selber über vier Monate, sieben Tage die Woche, von morgens halb neun bis Abends um elf Uhr rumlärmen, stört sie offensichtlich nicht.
Ich habe es noch wie heute im Ohr „Herr Andres, dass sind ganz normale Trittgeräusche. Dagegen können sie gar nichts machen und nun machen sie die Tür von draussen zu.“

Was freue ich mich darauf, hier wieder raus zu sein.

Nun habe ich jedenfalls erst einmal eine Pause eingelegt. Der Dremel muss sich abkühlen und ich brauche was im Magen.

18:41 Uhr

Die Farbe des ersten Trittbrettes trocknet vor sich hin. Es gefällt mir schon besser.
Man erkennt deutlich den Farbunterschied. Allerdings hat es auch drei Schichten Kupferfarbe gebraucht.

Zur Erinnerung, es ist 3in1 Farbe auf Acrylbasis. Also Rostschutz, Grundierung und Lack in einem.
Ich würde wohl, wenn ich die Maschine selber lacken würde, zunächst einmal die Rahmenteile abstrahlen lassen, dann eine Zinkgrundierung auftragen und danach mit dieser Farbe drüber gehen.
Und wenn ich mir die anderen Rahmenteile so anschaue, wird es wohl nach meinem Umzug dazu kommen, das ich die Maschine komplett zerlege und ihr dann an den Rost gehe.
Hachja … Geld und Platz müsste man haben.
Aber ich will mal nicht meckern. Für das was ich habe, konnte ich mich damit gut einrichten.

Zur Zeit geht es mir, Dank neuer Bekanntschaften und der immer grüner und bunter werdenden Landschaft, recht gut.
Das wird zwar nicht von Dauer sein, aber derzeit geniesse ich diesen „es geht mir gut“-Bonus.

Bis morgen.
Ich wünsche euch, dass es euch ebenfalls gut geht.

der Micha

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2 Antworten auf „Die Trittbretter – der Rost und Werkzeug aus meiner Hobbyecke – Teil 1“

    1. Lieblings Norbert smile

      Ich freue mich sehr Dich hier zu lesen.
      Auf Deiner Webseite schaue ich immer mal wieder vorbei, aber Dir fehlt da die Kommentarfunktion.

      Vielen Dank für die guten Wünsche, aber die Schwalbe ist leider keine. Es ist "nur" ein Simson Roller SR50/1B. Die erste Restauration ist so gut wie abgeschlossen. Im kommenden Jahr muss ich mir allerdings Gedanken um Rost und Lack beim Rahmen machen, sonst ist sie schneller durchgerostet als ich schauen kann.

      Auf der rechten Seite habe ich die Ausgabenliste drin. Somit behalte ich den Überblick, ab wann ich abbrechen sollte und mir doch eine der billigsten Fuffis von ATU & Co, für 2 Jahre zulegen sollte.

      Meine allerbesten Grüße und Wünsche für Dich und Deine Familie.
      der Micha

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