Von Inas Kosmetiktasche zu Angies Strickbeutel

Moin ihr Lieben,

ich weiß gar nicht wie ich das beschreiben soll.
Vor Kurzem stiess ich in Angies Blog auf eine vergrösserte Variante der tollen Kosmetiktasche von Ina.
Da diesen Monat ein paar meiner Exen Geburtstag haben und eine davon strickt, bot sich diese neue Variante an, ein Geschenk zu werden.
Angie war dann auch so nett und hat die vergrösserten Maße in ihrem Blog nachgetragen.

Nun musste nur noch passendes Gewebe her.
Die strickenden Schafe habe ich nirgendwo anders als bei dawanda gefunden.
Die sind mir aber zu teuer.
Andererseits passen Schafe so toll zum stricken.
Ein Besuch in Tedox brachte dann aber doch einen Teilerfolg.

Die Schafe eignen sich für das Vorhaben, das andere Gewebe ist für eine andere Ex, mit der ich meine Vorliebe für PCs und Elektronik verbinde.
Mal schauen was mir dazu noch einfällt ausser einem Peanut.

Jedenfalls war ich die letzten zwei Tage sehr fleissig.
Vorallem mit dem Nahttrenner. Ich glaube das ich all das einmal falsch gemacht habe, was man dabei falsch machen konnte.
Heute früh war die Nacht zwar sehr vorzeitig beendet und ich habe mich danach intensiv um den Nähmaschinen-Support gekümmert, aber das ich dermassen unkonzentriert bin, dass ich nicht einmal dann schnalle dass die Ausrichtung des Musters falsch ist, obwohl ich genau darauf starre, fand ich dann doch sehr erschreckend.
Beim dritten Mal auftrennen des Reißverschlusses war ich dann auch kurz davor dass Ganze in die Ecke zu pfeffern, zumal auch das Gewebe die ständige Trennerei nicht so toll verkraftet.

Aber hilft ja nichts. Wenn man sich so dusselig anstellt wird es Zeit dass man wieder öfter an der Maschine sitzt, damit wieder Routine einziehen kann.

Das ständige ausbügeln der Nähte und der Kellerfalten war heute auch nicht gerade die Arbeit die mir wirklich Spaß machte, aber ich wollte wissen wie das aussieht und ob ich damit ein schönes Geschenk für Elke habe.

Gestern war ich mit Elke übrigens noch in der Stadt bummeln.
Bei Tedox, in der Wollperle, dem L‘ Artist und letztlich bei Ikea.
In der Wollperle habe ich mich „hinterrücks“ auch ein wenig kundig getan was man an Nadeln und Garne verwendet. Ausserdem konnte ich noch ein Heft mit Strickanleitungen von Lana Grossa günstig erwerben.
Elke hat sich eine Sockenwolle und kurze Design-Holz-Sockennadeln von Lana Grossa mitgenommen, nachdem uns die Damen beraten haben.
Ich hoffe das beides ihr Wohlwollen findet, denn ich wollte ihr dann andere Nadeln und weitere Wolle in die Tasche packen.

Da ich ja selber das stricken anfange … ich kann nun den Laufknoten und kämpfe mit den ersten Maschenanschlägen smile … ist die Materie mir nun auch etwas näher.
Eine entsprechende Tasche muss also nochmal genäht werden … im Micha-Stil.

Angies Strickbeutel bekam von mir noch einen kleinen Henkel eingenäht, damit man sie besser transportieren kann.
Richtig durchdacht war das nicht, weil er sich leicht verdreht, aber zum tragen reichts.

Jedenfalls konnte ich erstmal meine beiden Wollknäuel und die Nadeln zum zeigen und testen in die Tasche reinlegen.
Noch ein Sockenpaar dabei, damit man eine Vorstellung von der Grösse hat und Voila … mir gefällts.

Geschlossen macht sie auch noch einen guten Eindruck und es kann nichts raus fallen.

Im Gegensatz zu Angie, habe ich meine Schafe nach aussen gepackt, weil mir das Motiv wichtiger war als der Effekt wenn sich die Kellerfalten öffnen.

Sobald es wieder regnet geht es dann an die Micha-Strick-Tasche. smile

Klappernde Nadeln wünschend,
der Micha

Nachtrag aus Angies Blog (damit ich die Maße nicht vergesse):
Hier also die verwendeten Maße für die einzelnen Schnittteile.
In allen Angaben ist 1cm Nahtzugabe bereits enthalten.

Für die Außentasche:

10 Streifen 7 cm breit und 27 cm hoch vom Hauptstoff
8 Streifen 7 cm breit und 27 cm hoch vom Stoff für die Kellerfalten
2 Streifen 27 cm breit und 7 cm hoch
(es entsteht ein geringer Überstand, den ich NACH dem Nähen abgeschnitten habe)

Für die Innentasche:

2 x 27 cm breit und 32 cm hoch vom Hauptstoff
2 x 27 cm breit und 32 cm hoch Vlieseline

Ein Reißverschluß 25 cm.

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12 Antworten auf „Von Inas Kosmetiktasche zu Angies Strickbeutel“

  1. Hallo Michael, schön wieder etwas von dir zu lesen.
    Manchmal ist es einfach so, das der Nahttrenner mehr, als die Nähnadel benutzt wird…;), bei einem Projekt. Ein anderes Mal klappt es ohne Probleme.
    Viel Spaß weiterhin beim stricken lernen. Ein wunderbares Hobby.
    Liebe Grüße
    Diana

    1. Moin Moin Diana,

      den Nahttrenner muss man einfach lieb haben (sonst wird man sich von der Brücke stürzen) ;)
      Wie Du schon richtig schreibst, funktioniert dann ein anderes Projekt vollkommen problemlos. Was auch gut ist, weil wir sonst vielleicht doch irgendwann alles an den Nagel hängen würden.

      Stricken ist bestimmt wunderbar. Allerdings wird es wieder zu Mehrausgaben und zu mehr Zeitaufwand führen.
      Darum wollte ich das eigentlich nicht anfangen, aber andererseits kann ich das halt überall mit hinnehmen und mich beim klappern der Nadeln vielleicht am See entspannen.
      Normalerweise habe ich immer meinen ebook-Reader bzw. neuerdings das Tablet zum lesen für unterwegs dabei.
      Nun wird es halt irgendwann gegen Knäuel und Nadeln getauscht.
      Warme Schals, Socken und Westen kann ich als Biker eh immer brauchen und den anderen Überschuss bekommen dann wieder meine Exen (die Ärmsten). smile

      Sooo … ich wünsche Dir auch noch ein wunderschönes Wochenende und freue mich schon darauf weiteres zu berichten.

      Alles Liebe,
      der Micha

  2. Hallo Micha,
    mit Geduld und Spucke fängt man eine Mücke!
    Das gilt auch beim Handarbeiten.
    Nur weiter so, es ist halt nicht ein Tag wie der andere.
    Gleichmäßig (fest) anschlagen, stricken, abketten ist reine Übungssache.
    Das wird schon noch.
    Hab ein schönes Wochenende
    Pia René

    1. Huhuuu Pia René,

      wie recht Du hast. Auch wenn ich es mir derzeit noch gar nicht vorstellen kann das es mal flüssig von der Hand geht, weiß ich ganz sicher das es so sein wird, wenn man regelmässig übt und dabei bleibt.

      Heute habe ich die Sonne zum schrauben meines Mopeds genutzt.
      Morgen ist dann vielleicht wieder Zeit für NäMa und Strickzeug.

      Ein schönes Wochenende wünschend,
      der Micha

    2. Hallo Micha,
      das war sicherlich eine kluge Entscheidung.
      Gestern war es zwar frisch bei uns, aber die Sonne hat auch geschienen und die Luft hatte einen Anflug von Frühling.
      Heute hingegen stürmt es recht mächtig – absolut kein Schrauberwetter. Aber genau richtig für NäMa und Strickzeug.
      Ich wünsche Dir einen schönen Sonntag
      Pia René

    3. Moin Pia René,

      ich habe mich gestern stündlich in die Wohnung zurück ziehen müssen, weil mir die Finger trotz Sonnenschein festfroren.
      Für heute war hier auch Regen und Sturm angesagt, was auch genau so in der Nacht begann. Im Moment ist es "nur" stürmisch, aber definitv kein Schrauberwetter.
      Im Moment bin ich an einem Jersey-Loop.
      Schrecklicher Tedox-Jersey, der sich an den Kanten reichlich einrollt.
      Na, wird schon.

      Auch Dir einen schönen Sonntag wünschend,
      der Micha … bei dem gerade die Sonne raus kommt *wunder

    4. Hey Micha,
      Jersey hat immer die Angewohnheit sich zu rollen; je dünner, desto schlimmer.
      Aber klar wird das schon. Du zeigst Dich doch immer wieder als sehr geduldiger Mensch bei solcher Arbeit.
      Herzliche Grüße
      Pia René

  3. Mir ist noch etwas zu dem Henkel eingefallen. Hast Du ihn mit Vlieseline verstärkt? … wenn nicht, dann solltest Du das mal versuchen. Wenn er etwas mehr Festigkeit bekommt, dann könnte er besser halten. So zumindest ist der Plan.
    Lieben Gruß
    Angie

    1. Ich habe den Henkel absichtlich nicht "gefüttert", da der Beutelinhalt auch leicht ist.
      Der Henkel ist über kreuz nach aussen weisend angenäht. Weniger verdrehen wird er sich, wenn ich die Henkelseiten nach oben klappe und fixiere.
      Besser wäre aber ein Rundgriff gewesen. Entweder aus Holz/Leder oder als genähte Schaumstoffrolle.
      Wegen den Henkelseiten schaue ich morgen mal … ansonsten bleibt es aber so wie es ist.

      Liebe Grüße,
      der Micha … der gestern eine halbe Nadel Anschlagsmaschen "geschafft" hat. Natürlich unterschiedlich fest smile

  4. Micha! …. ich kann da nur noch WoW sagen. Die Mühe hat sich gelohnt. Der Projektbeutel ist einfach klasse geworden. Und der zweite wird weniger weh tun ;-), Du weißt ja jetzt wie es geht.
    Lieben Gruß
    Angie

    1. Moin Angie,

      wenn ich mich beim zweiten wieder mehr konzentrieren kann, wird das sicherlich einfacher werden. smile
      Aber auch wenn es mal nicht gut läuft, verdirbt es mir den Spaß nicht an dem Handwerk. Es gehört halt dazu das es nicht jedes Mal einfach laufen kann.

      Kellerfalten habe ich hiermit auch zum ersten Mal gemacht und somit wieder etwas neues dazu lernen können.

      Ein schönes Wochenende wünschend,
      der Micha

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