Erster Nähtreff der Osnabrücker NäherInnen in Kloster Oesede

Moin ihr Lieben,

es war nach langer Vorbereitung endlich soweit und es konnte ein erster Nähtreff im Gemeindehaus des Kloster Oesede für einen Probelauf reserviert werden.

Das Treffen sollte um 10 Uhr beginnen.
Ich hatte wochenlang keine Ahnung was ich dort mit hinnehmen sollte und entschied mich letztlich dazu nur zwei Leseknochen, etwas Restgewebe (gottseidank) und noch etwas zum Freihandsticken mitzunehmen.
Die Erfahrung aller bisherigen Nähtreffs zeigte, dass viel geredet, etwas gegessen und wenig genäht wurde, also werde ich damit locker hin kommen.

Ich packte also meine Seitentaschen mit meiner frisch gefetteten und wiederhergestellten Maschine (der zerlegten 1235er), meiner Zubehörtransporttasche, 2 Wasserflaschen und dem Nähzeug voll.
Schlappe 15 Kilo hingen da an der Seite und das Fahrverhalten der 3PS Maschine war etwas linkslastig.
Ging aber alles gut.

Ebenso skeptisch war ich bei der Teilnehmerzahl. Trotz monatelanger Vorankündigung erwartete ich von den möglichen 7 Teilnehmerinnen maximal vier. Eher drei.

Nun … manchmal kommt es anders, undso. smile

Von den sieben Teilnehmerinnen (mit mir acht), waren alle zugegen.
Wir bekamen den Konferrenzraum zur Verfügung gestellt und das bedeutete das wir ausreichend Tische und Platz hatten.
Toll.

Die Mädels machten sich ein Buffett … aber leer wurde es nicht.
Maximal um 18 Uhr hätten wir den Raum abgeben müssen, aber wie ich schon schrieb „manchmal kommt es anders“.
Wir haben sage und schreibe volle sieben Stunden an unseren Maschinen gesessen.
Es wurde genäht, gesteckt, zugeschnitten, geflucht, gequasselt und gefuttert.
Ein Quilt wurde bearbeitet, 20 ! Hasen als Kiga-Abschiedsgeschenk vernäht, 8 Kleidungsstücke fürs Kiddie fertig gemacht, eine aufwändige Geldbörse beinahe fertiggestellt (leider fehlte ein Endlosreissverschluss) und und und … ein Wahnsinn.

Und so sah das aus:

~ Bild aufgrund eines Wunsches der Dargestellten entfernt ~
Darum gibt es hier kein Bild, aber vom zweiten Nähtreff.

Und ich selber?
Nun, ich hatte viel zu wenig Material mit (aber damit hatte ich nun wirklich nicht gerechnet).
Ansonsten habe ich es mal wieder geschafft an einem Leseknochen vier, statt drei Seiten zu nähen (womit er dann zu einem Peanut wurde ;) ).
Beim vernähen habe ich immer wieder nacharbeiten müssen, weil ich nicht gesteckt hatte und somit ab und zu ein kleines Loch übrig blieb. Okay, ist nur ein Leseknochen und die Innennaht ist nachher nicht mehr sichtbar, also nochmal drüber.
Sehe ich dabei nicht so eng.

Allerdings hatte ich mir zuhause bereits einen neuen Ausdruck machen müssen, weil mein bisherig eingesetzter doch schon sehr abgenutzt war.
Gesagt, getan … und dabei auch einfach mal das acht Inch Testquadrat nachgemessen.
Ohhhh … tja … wie sage ich es nun am besten?
Meine bisherigen Leseknochen sind toll. Benutze ich selber und alle meine Freunde denen ich sie geschenkt habe, erfreuen sich auch daran … aber … nunja, seht selbst:

Der untere hat die Original-, der obere die bisher verwendete Größe.
Ich hatte ihn seinerzeit hochkant, statt waagerecht ausgedruckt.

Und so sieht das Ergebnis dann aus.
Die blauen sind im Nähtreff entstanden.

Jajaaaa … Micha halt. smile

Da ich danach nichts mehr zu tun hatte, nahm ich mir meinen Handstickrahmen, spannte etwas weisse feste Baumwolle ein und begann Freihand zu sticken.

Das braucht natürlich seine Zeit bis zur Fertigstellung, aber was im Nähtreff zustande kam, werde ich noch fertig stellen und dann erneut darüber berichten.

Allzeit ausreichend Nadel und Garn wünschend,
der Micha

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4 Antworten auf „Erster Nähtreff der Osnabrücker NäherInnen in Kloster Oesede“

  1. Hallo Micha,
    das klingt ja nach einem echt gelungenen Nähtreff!
    Da klopfe ich mal auf Holz und wünsche Dir, das die künftigen ebenso erfolgreich verlaufen.
    Es freut mich sehr, das Du wieder aktiv bist.
    Liebe Grüße
    Pia René

    1. Liebste Pia René,
      ja der Nähtreff war bombastisch.
      Ich wollte eigentlich am Abend noch ins Kino, war aber dann noch dermassen geflasht davon, dass ich mich nicht mehr aus dem Haus bewegt habe.

      Und ich bin auch glücklich das ich nach zweieinhalb Jahren Support für W6, nun endlich wieder an der Maschine sitzen kann, ohne sie alle paar Minuten aufschrauben, testen, Bilder und Videos machen zu "müssen".
      Ich hatte beinahe schon die Lust verloren.
      Die Routine ist auf jedenfall futsch, aber das kommt schon wieder.

      Liebste Grüße,
      der Micha

    2. Bestimmt kommt die Routine wieder, Micha.
      Mit dem Nähen ist es doch wie mit Fahrrad fahren. Einmal gelernt und man kann es nach kurzer Anlaufzeit wieder!
      Wichtig ist, das auch die Freude daran wieder da ist.
      Herzliche Grüße
      Pia René

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