Kleine Erstfahrt

Bilder gibt es keine. Ich war mit fahren beschäftigt.

Ich habe heute meine Maschine an die Tanke runter geschoben und Luft aufgefüllt.
Sowohl vorne als auch hinten war kaum Luft drin. Hatte ich doch nur ein wenig eingefüllt?
Ich glaube nicht. Denn dann hätte ich mir das schleppen der Räder ja sparen können.
Wahrscheinlicher ist es, das ich beide Schläuche ruiniert habe.
Jedenfalls habe ich heute je 2,5 Bar eingefüllt. Morgen/Übermorgen weiß ich mehr.

Nachdem Luft drin war, habe ich dann die Maschine hinter der Tanke angeworfen.
Mit mächtig viel blauem Dunst verbrannte das Öl. Ich lies sie ein paar Minuten so laufen und wagte mich dann an die erste Testfahrt.

Die ersten 7KM brachte ich, mit einer Fahrt zum örtlichen Toom-Baumarkt und zurück auf die Uhr. Dabei fiel mir auf das die Tachonadel für nichts gut ist. Sie vibriert kräftig zwischen 50 und 60. Ob die KM Anzeige richtig mitläuft weiß ich nicht. Sie dreht sich zwar, aber erst nach einer Probefahrt weiß ich ob der Stand dann auch stimmt.

Die ganze Maschine vibriert fürchterlich und die Kupplung kommt sehr spät.
Sie nimmt das Gas, auf den letzten 15Prozent beim drehen des Gashahns, dann sehr ruckelig an. Sprich: Sie zieht kurz nach vorne, fällt dann wieder ab, dreht eine Weile in dem Tourenbereich, „packt“ dann wieder und geht auch mit den Touren runter, verliert das dann aber wieder. Ich bin mir nicht sicher ob sie wirklich in den vierten Gang schaltet, oder ob er nicht reinkommt und sie dadurch nicht auf Geschwindigkeit kommt.
Ich erwarte von ihr eigentlich eine dauerhafte Geschwindigkeit von 65KM/h laut Navi. Dafür muss ich aber noch weitere Probefahrten hinlegen.

Nachdem ich wieder zuhause war, wollte ich noch eine längere Tour nachlegen um den Schmutz aus dem Motor zu blasen und das System langsam mal ans laufen zu bringen.
Doch zunächst war noch eine Stunde Hausarbeit angesagt.
Danach trat ich dann die Maschine an … was nicht ging. Auch nicht nach dem xten kicken. Da kam so gut wie nichts. Also legte ich den zweiten Gang rein und schob die Karre die Hügel bei mir rauf und lies beim runterrollen den Gang kommen. Das half.

Ich lies sie noch eine Minute so laufen, bevor ich mich dann erneut auf den Weg machte.

Ich fuhr rüber nach Bad Iburg.
Dort ist auch mein „Testberg“, der eine sehr langgezogene Steigung hat und den ich mit 35/40 KM/h nach oben kam. Auf dem Hinweg bei „Berg runter“ geschah es dann, die Fussbremse knackte und mein Fuss bremste ins Leere. Mieses Gefühl. Ging aber alles gut.
Ich hatte mich vergewissert das eine Bekannte von mir in Bad Iburg erreichbar ist, für den Fall das ich mit der Maschine liegen bleibe. Dort trank ich dann erstmal zwei Kaffee und machte mich zwei Stunden später wieder auf den Weg.
Zunächst einmal schaute ich mir die Hinterradbremse an. Sie war ausgehangen.
Wie kann das denn?
Ich hing den Bowdenzug also wieder ein und trat erneut vorne die Bremse … ins Leere. ??? Wahrscheinlich hat sich der Zug vorne ausgehangen (ob da ein Tönnchen fehlt?). Ich schaue es mir zuhause an. Bei meiner Bekannten, mitten auf der Strasse bringt das nichts.
Erneut war ein Antreten kaum möglich. Irgendwie trete ich da meistens ins Nichts. Nur alle paar Versuche bewege ich den Kolben mit. Warum? Das kann doch nicht richtig sein.
Auch das muss ich mir anschauen.
Zunächst einmal schob ich die Karre wieder an und sie lies sich damit starten.
Das kann aber kein Dauerzustand sein. Das ist nämlich noch anstrengender als ankicken.

Also:
Sie hat heute beinahe 30KM „durchgehalten“.
Ich sass endlich wieder auf einem Bike und mir sind die Räder nicht während der Fahrt abgefallen. smile
Der Tacho muss gemacht werden.
Der Reifendruck muss beobachtet werden.
Die Hinterradbremse muss als Erstes in Ordnung gebracht werden.
Danach dann die Kupplung und das Problem mit dem „Kick“.
Hupe, Blinker, Scheinwerfer geht. Bremslicht hoffentlich auch. Muss ich die Tage nochmal nachschauen. (Blick in Spiegel und Bremslicht gegen Garagentor)
Den Scheinwerfer als solches muss ich in der Höhe auch noch einstellen.

Und die Zündkerze muss ich im Auge behalten. Jedenfalls war nach meiner Erstfahrt das Kerzengesicht trocken und sauber. Die ganzen Tage zuvor, wo ich kurz die Maschine laufen lies um das Standgas halbwegs einzustellen, war sie nass und schwarz.
Wenn ich das richtig deute, scheint dann wohl die Zündung einwandfrei zu sein. Vielleicht sogar zu mager.

Im Moment bin ich … weil ich einfach kein kompetenter Schrauber bin, drauf und dran, einen Profi dran zu lassen. Aber ich habe schon beinahe 600€ drin stecken. Wenn ich die nun zur Feineinstellung/Nachjustierung in die Werkstatt bringe wird das sicherlich nicht günstig.
Sollten allerdings beide Reifen die Luft verlieren, werde ich 100% die Schläuche beim Reifenheini neu einsetzen lassen. Das tue ich mir nicht nochmal an, um es dann wohl doch zu vergeigen.
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6 Antworten auf „Kleine Erstfahrt“

  1. Da hätte ich persönlich ehrlich gesagt meine Probleme…..denn wenn mir ein Fahrzeug gefällt,es sich bewährt hat und ich damit etwas erlebt habe,baue ich blödsinniger Weise eine Bindung auf.

    Drücke die Daumen,das die Verbesserung spruchreif wird.

    1. Ich baue auch ein "Verhältnis" zu meinen Maschinen auf.
      Ansonsten hätte ich bei "Tuxie" schon viel früher "Tschüß" gesagt.

      Die Simme ist ein Versuch. Ganz wohl ist mir dabei nicht, denn es ist schon soviel Geld geflossen, das sie ein wirtschaftlicher Totalschaden ist, aber ich rede mich mit "Lehrgeld" raus. Im wahrsten Sinne.
      Nun schaue ich erstmal wie sich das mit dem Bowdenzug für die hintere Bremse verhält. Danach geht es dann an die Kupplungsgeschichte.

      Vorhin habe ich den Auspuff wieder festschrauben müssen. Eine Simson-Krankheit, für die es aber eine Lösung in Form eines anderen Flansches gibt. Wenn ich das so nicht in den Griff bekomme, kaufe ich mir den ominösen Kugelflansch.

      Und was die Verbesserung angeht … Danke Dir. Es wird noch eine Weile dauern, bis ich Näheres berichten kann.

      Soooo … und nun bleibe ich wieder zuversichtlich und drücke euch die Däumchen, das sich sowohl beim Moped als auch beim PKW alles wieder einrenkt.

      Liebe Grüße,
      der Micha

  2. Eben…..einfach probieren und nochmal alles ausloten.

    Ein ATU-Roller ist gut und schön….zwei Jahre vermeintliche Sicherheit.

    Glaube aber kaum,das dort gut ausgebildete Zweiradmechaniker im Bedarfsfall rangehen.

    Das könnte sich im schlechtesten Fall in Richtung "Tuxie" entwickeln und du wärst wieder genauso "nass"…..ausser,man kauft so ein Teil alle zwei Jahre,dann fehlen aber jedes Jahr über 300 Euro in der Reisekasse.

    Es läuft halt oft nicht wie vorgestellt,ist bei mir genauso.

    Musste das Forumstreffen auch canceln,da der PKW regelmässig etwas Wasser aus dem Auffüllbehälter drückt und mir das auf eine längere Strecke nicht geheuer ist.

    Der Roller gibt zur Zeit auch undefinierbare Quietschgeräusche (Antrieb) von sich,zudem hätte ich noch Campingzeugs kaufen müssen.

    Paralell dazu ist genau jetzt die Jahresabrechnung für die Eigentumswohnung meiner Frau gekommen,die sich gewaschen hat (Fassade wurde erneuert).

    Also tröste dich,wenn dieses Jahr nicht alles nach Plan klappt….unsere Zeit kommt auch noch.

    1. Das hast Du schön geschrieben.

      Was ATU angeht, hatte/habe ich tatsächlich vor, dann alle 2 Jahre das Fahrzeug auszutauschen. In der Zeit muss deren Garantie/Gewährleistung greifen. Danach würde der Roller dann wieder verkauft.
      Solche Olafs wie an Tuxie , würde ich nicht mehr auf eigene Kosten dran lassen.

      Harren wir der Dinge die da kommen und hoffen weiterhin auf bessere Zeiten.
      … und wenn sich alles so weiter entwickelt, dann habe ich zumindest ab 2014 eine Verbesserung in den Finanzen. Dazu dann mehr, wenn es spruchreif ist.

      Trotzdem ein schönes Pfingsten wünschend,
      der Micha

  3. Moin Andreas.

    Was ich bisher nachgelesen habe, wurden zwar immer mal wieder Simsonschrauber in dieser Gegend gesucht, aber bis auf einen Kontakt kam da wohl nie was bei heraus.
    Eine der Firmen die sogar als Simson autorosiert galten, gibt es leider nicht mehr (oder gottseidank … man weiß es nicht).

    Es ist ja noch nicht aller Tage Abend und ich habe noch nicht die Flügel gestreckt. Vielleicht bekomme ich "Trude" ja doch noch so richtig ordentlich eingestellt und sicher auf die Strasse.
    Sowas wie heute mit der rausfliegenden Bremse wird sicherlich auch eine einmalige Aktion sein, da ich ja bei jedem Male dazulerne und die Vorderradbremse hatte ich ja schon.
    Vielleicht muss bei der Kupplung auch nur etwas nachgestellt werden und alles ist gut.

    Einerseits möchte ich den Kopf in den Sand stecken und denke darüber nach ob es nicht doch besser gewesen wäre einen dieser ATU Roller (aktuell 667€) zu kaufen, und andererseits sehe ich sie halt nun vor mir und weiß um die ganze Arbeit (und den Lernerfolg) mit ihr.
    Ausserdem ist es eine Simme … mit Schaltung und eigentlich unkaputtbar.
    Theoretisch.

    Andererseits bin ich aber noch zuversichtlich genug, das sie nun von Fahrt zu Fahrt und von Schrauberei zu Schrauberei besser und zuverlässiger wird.

    Aber meine Fahrt in den Süden … es ist schon Mitte Mai. Im kommenden Monat gibt es bestimmt wieder Ausgaben dafür … dann kommt der Tochter Geburtstag … und wann soll ich die Kohle für die Tour sparen?
    Achso. Kohle für den nächsten Umzug muss ich auch noch zur Seite legen.
    Ob es eng wird? Yepp.

    Aber ich versuche weiterhin zuversichtlich zu sein …
    Mit den gedrückten Däumchen wird es wohl auch gelingen. ;)

  4. Oje,ich hatte ja gehofft,das es nun für dich und die Simme losgehen kann und die "to do" Liste abgearbeitet ist.

    Gibts denn keinen versierten Schrauber aus einem Simson-Forum in deiner Nähe,der sich dem Moped mit Rat und Tat annehmen kann?

    Drücke jedenfalls die Daumen,das die Simme bald nach deinen Vorstellungen läuft.

    Gruß
    Andreas

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