Die Auflösung der Challenge – „der Steg“ (Nebelwand) von Stefan Weiss als Freihandstickerei

Moin ihr Lieben,

viel Zeit ging ins Land … und doch war es nur ein Augenzwinkern um das von Stefan Weiss (ZEITBLICK-FOTO) für uns bereitgestellte Bild in eine Freihandstickerei umzusetzen.

Zwei Mal habe ich dieses Bild gestickt … und beide Male war ich nicht zufrieden.
Für ein drittes Mal fehlte mir die Zeit und letzten Endes fehlen mir die unterschiedlichen Stickgarnfarben.
Doch auch wenn die Farben da wären, fällt mir auf das mir die Erfahrung fehlt.

Nun, ich will die Kunst nicht zu sehr schmälern denn letztendlich ist es mir doch gelungen alles in einen vernüftigen „Rahmen“ zu bringen.

Damit ihr nicht zwischen den Artikeln Eins und Zwei hin und her springen müsst, kommt hier also noch einmal die Vorlage die Christiane und ich zur Verfügung gestellt bekamen.

Wie ich ja schon im ersten Artikel schrieb verlor ich beim sticken mit der Zeit das Gesamtbild aus dem Auge.
Somit fiel die erste Umsetzung ein wenig sehr „frei“ aus.
Und nun dürft ihr es also betrachten … meine erste Freihandstickerei nach über zwei Jahren reiner Zeitverschwendung als Supporter für W6-Wertarbeit.

— Zwischenzeile um es wirken zu lassen ;)

Wie schon erwähnt habe ich mich nach diesem Bild erneut an die Maschine gesetzt.
Dabei ist mir ein böser Anfängerfehler unterlaufen.
Ich hatte zu Beginn ein Fadennest aufgebaut welches das Gewebe zusammenzog. Wie ich schon schrieb wird so ein Verzug mit der Grösse des Bildes Reihe für Reihe immer schlimmer und liess mich somit einzelne Reihen nur noch mit dem Einsatz von Muskelkraft beenden, die ich brauchte um das Gewebe auseinanderzuhalten während die Maschine arbeitete.
Spaß hat das keinen gemacht und je mehr sich das Bild bog und sträubte und Falten warf, desto mehr war ich versucht aufzugeben.

Hier mal ein Blick von der Seite, damit ihr euch vorstellen könnt was ich mit „Ausbeulen und Falten werfen“ so meine …

Man muss dazu wissen das die Stickerei aufgrund ihrer Dichte extrem hart und fest ist.
Somit kann man sich glaube ich gut vorstellen das es viel Arbeit ist aus diesem Gewebe eine glatte Oberfläche zu sticken nur in dem man die Falten Stück für Stück auseinander drückt.

Nun denn. Ich hatte es ja schon im zweiten Artikel beschrieben.
Kommen wir nun also endlich smile zur Auflösung.

Hier noch einmal die Vorlage:

und nun dürft ihr schauen was „der Micha“ daraus erstellt hat:

… und morgen folgt der Artikel wie das zweite Bild verarbeitet wurde.

Ich danke hiermit nochmals der Stefan Weiss von Zeitblick-Foto für die freundliche Erlaubnis sein Bild umsetzen zu dürfen, ohne das er vorher eine Arbeit von mir gesehen hat.
Ebenso danke ich sehr Christine Küchel von Dalin-Sali für die Chance mit ihr eine gemeinsame Herausforderung bestreiten zu dürfen und das sie mir somit die Möglichkeit geboten hat wieder intensiv ist diese wunderbare Kunstwelt abzutauchen.
Auch meinen vier Freunden Petra, Elke, Kerstin und Annemarie danke ich sehr für die Vorabbetrachtungen und ihre unverblümte Meinung dazu (um die ich dringend bat), die es ermöglicht haben das ich mich doch noch einmal dran gesetzt habe und es auch zum Ende brachte.

Doch letzten Endes danke ich euch meine lieben MitleserInnen und KommentatorINNen für euer Mitzittern, eure Neugier, eure Zeit die ihr mit mir hier verbringt und die meine Arbeiten nicht nur im dunklen Zimmer vergehen lassen.
Vielen Dank für eure Geduld mit mir.

Mit einer tiefen Verbeugung vor euch verabschiede ich mich für heute und würde mich freuen wenn wir uns morgen wieder lesen.
der Micha

Gestickt wurde Freihand mit Geradstich und mit IsaCord Stickgarn von Amann.

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4 Antworten auf „Die Auflösung der Challenge – „der Steg“ (Nebelwand) von Stefan Weiss als Freihandstickerei“

  1. Respekt, Micha!
    Nach so viel Arbeit, hätte ich mich bestimmt nicht nochmals hingesetzt um das Ganze von vorn zu vollbringen.
    Aber Du solltest Dir für die erste Arbeit auch eine Vollendung einfallen lassen.
    Für mich ist die erste Version, das Nachtbild. Die Sonne ist schon fast komplett am Horizont verschwunden. Deshalb gibt es keine Spiegleung mehr auf dem Wasser.
    Und das bei dem ersten Bild, das Stichbild grober wirkt, macht doch auch nichts. Es muss ja nicht immer alles gleich sein.
    Mach nur weiter so!
    Herzliche Grüße
    Pia René

    1. Liebe Pia René,

      das ist ja eine interessante Betrachtungsweise für das erste Bild. Ich danke Dir und werde mir dafür auch noch eine Unterbringung überlegen.
      (Und ich glaube ich habe da schon eine Idee)

      Vielen Dank für Deine konstruktive Kritik und sehr gute Inspiration.

      Kreative Grüße sendend,
      der Micha

  2. Lieber Micha,
    da verbeuge ich mich glatt mit. Vor Dir!
    Dir sind zwei ganz fantastische Kunstwerke gelungen. Das erste Bild, auch wenn Du es noch so kritisierst, gefällt mir auch sehr gut. Gerade wegen der Farben!
    Und das zweite Bild ist einfach nur der Oberhammer! Ganz wunderbar, traumhaft schön.
    Mach weiter so, so etwas bekommt man nicht alle Tage zu sehen :o).
    Lieben Gruß
    Angie

    1. Vielen lieben Dank Angie,

      ich muss doch immer wieder lächeln wie unterschiedlich doch die Betrachtungsweisen sind.
      Wie ich ja schon im Blog beschrieb erhielt ich auch von meinen Vorabbetrachtern eine solche Betrachtung. Man selbst sieht halt alles mit anderen Augen. smile

      Ich bin schon sehr gespannt was ihr zur Einbindung des Bildes sagt.
      Bestätigt wurde mir durch die Kommentare hier und im Facebook allerdings auch das ich das erste Bild wohl nun auch nicht in der Ecke verstauben lasse.

      Einen schönen Samstag wünschend,
      der Micha

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