97,3 KM Testfahrt mehr auf der Uhr und das dritte Rücklicht zerschossen

Das Wetter ist mit 24 Grad genau richtig. Der Himmel ist stark bewölkt, mit sonnigen Aufheiterungen. Ich muss aufs Moped.
Die Frage für heute lautete lediglich, ob ich zum Dümmer See, oder zum Hücker Moor fahre.

Kurz an den Bankschalter gefahren und mich zunächst mal für „Birgit´s Biker Kotten“ entschieden. Ich war noch nie Vorort und wollte mir das doch mal anschauen.
Bei dem Wetter waren, aufgrund der Regenwahrscheinlichkeit, kaum Biker unterwegs.
Und als ich bei Biggi ankam, stand ein einsames Motorrad auf dem riesen Parkplatz.
Scheinbar ein Päärchen, denn ich sah hinten auf der Sommerterrasse zwei Kombis leuchten und zumindest der Fahrer beobachtete mich sehr genau, was ich denn da mit meiner 2Takt-Simme auf dem heiligen Boden mache. smile

Direkt bei der Ein-/Ausfahrt steht eine Schubkarre voller Plättchen zum
unterlegen und trennt auch gleichzeitig die Fahrrichtungen ein wenig.

Für die Nicht-Biker: Die Plättchen sind dazu da, um den Haupt-/Seitenständer auf dem Schotterboden zu stabilisieren. An den Extersteinen haben Biker zum Beispiel das selbe Problem und ich hatte dort arge Schwierigkeiten meine Maschine sicher hinzustellen.
Klasse das Biggi mitgedacht hat. Danke. Ich finde es genial.

Dennoch blieb ich nicht auf einen Kaffee, sondern machte mich wieder auf den Weg.
Hücker Moor war angesagt. Es ist zwar etwas schade wegen dem Wetter, denn dort kann man schön mit dem Paddelboot oder Kajak fahren, aber ich bin ja eh alleine unterwegs.

Zunächst aber konnte ich in Wellendorf endlich mal bei dem Förderturm halten, an dem ich schon so oft vorbei fuhr und nie Muße fand, einmal anzuhalten.
Der Förderturm der Steinkohlenzeche Kronprinz wurde 1963 (mein Geburtsjahrgang) geschlossen. Er blieb als Industriedenkmal erhalten.

Auch eine Lore mit dem Gründungsjahr des Fördertums wurde davor plaziert.

Leider fing es bereits zu nieseln an und ich überlegte doch kurz ob ich wieder umdrehe, aber dann fuhr eine vollbepackte AfricaTwin vorbei, mit dänischem(?) Kennzeichen.
Ich beneidete den Biker kurz und schwang dann meinen verwöhnten Po auf Trude und fuhr weiter

Zwischen Melle und Riemsloh gibt es an einer Weggabelung eine kleine Gebetskirche.
Leider war sie verschlossen. Wahrscheinlich haben dort schon zuviele Jugendliche ihren „Mut“ bewiesen. Schade, aber nicht zu ändern.

Trude hatte ich rechts dahinter aufgebockt um ein kleines Panorama Richtung Beutling zu machen. Die „Herr der Ringe“-Wissende, haben nun gerade gezuckt. smile

Den kleinen Beutling-Wald stelle ich aber erst demnächst mal vor (und vielleicht bekomme ich ja einen Tee).

Die kommenden knapp 11KM, musste ich ohne Navi fahren, da ich zuhause vergessen hatte ihn aufzuladen. Dennoch war es nun eine gute Gelegenheit um die 12Volt Steckdose zu testen und zu schauen ob die Beschilderung reicht.
Ich wusste das ich Richtung Spenge musste und fand auf dem Weg dorthin, dann auch die Beschilderungen zum Hücker Moor.

Das nieseln hatte unterwegs aufgehört und als ich mit meiner Knatter-Tucker-Trude eintraf, schauten doch ein paar der Renter gespannt in meine Richtung. smile
Weniger weil sie die Technik so toll finden (das vielleicht auch), sondern vielmehr weil man eigentlich dort ist um die Ruhe und die Flora und Fauna, bei einem Kännchen Kaffee und einem Stück Torte, zu geniessen.

Ich parkte Trude auch recht schnell und liess mir Zeit beim „entkleiden“.

Man hat dort die Wahl zwischen drei oder vier Gaststätten, die allesamt direkt am Moor liegen, über Aussenterrassen verfügen und die Möglichkeit bieten, Ruderboot oder Kanu/Kajak auszuleihen. (Halbe Stunde zwischen 4 bis 5 Euro!)

Ich liess mich im Biergarten nieder, der beinahe komplett besetzt war.
Bei der freundlichen Kellnerin bestellte ich ein alkoholfreies Weizen (3,20€) und liess die Seele, so gut es ging, baumeln.
Es gelang mir nicht ganz, da ich derzeit ziemlich aufgewühlt bin und mir auch der Wetterumschwung zu schaffen macht. Es war zwar schon ein schöner Sommer, aber ich bin noch längst nicht zufrieden gestellt und brauche mehr Sonne.

Nachdem ich mein Weizen ausgetrunken und bezahlt hatte, ging ich hoch an den Anglerplatz, der ab und zu auch mal mit einem Schwanennest belegt ist.
Heute war allerdings weder Angler noch Schwanennest vorhanden, so das ich ein kurzes Rundumvideo drehen konnte.

Statt Sonne erhielt ich dann mehr Regen.
Dennoch war es schön dort zu sein und die Ruhe zu erfahren.

Da ich erst zum Nachmittag losfuhr, blieb mir nicht viel Zeit um dort zu verweilen.
Mein Rücklicht hat schon wieder den Geist aufgegeben. Keine 50KM hat die Glühbirne gehalten. sad
Ich werde das nun mal so lassen und als nächstes eine LED probieren. Und wenn das auch nicht hilft, dann brauche ich externe Hilfe.
Jedenfalls musste ich zusehen das ich bei Tageslicht nach Hause komme.
Ich überlegte noch die Regenkombi anzuziehen, beliess es aber dabei.
So schlimm war es noch nicht und wenn es doch noch schütten sollte, ist das schnell erledigt.

Auf dem Rückweg, machte ich zwischen Melle und Kloster Oesede, zwar noch ein Panoramafoto vom Strassenrand, aber leider habe ich verwackelt.
Die Tourmap könnt ihr euch ~Hier~ anschauen.
Somit belasse ich es bei diesem Schlussbild und wünsche euch noch eine gute Zeit und allzeit gute Fahrt.

Bis bald,
der Micha

0

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Optionally add an image (JPEG only)