Mein erstes Sicherheitstraining

Moin.

Etwas was ich mir als Fuffifahrer immer gewünscht habe, konnte ich heute mit der Maus endlich machen. Ein professionelles Sicherheitstraining.

Ausgeschrieben vom Landkreis Osnabrück in Zusammenarbeit mit der Verkehrswacht für 95€.
Der Landkreis sponsort dabei sogar 30€, sodass ich „nur“ 65€ zahlen musste. Das war kein „Armes-Schwein“-Sponsoring, sondern ist für alle TeilnehmerInnen gültig.
Klasse Sache. Vielen Dank.

Tja was soll ich sagen … zunächst einmal war ich heilfroh das meine Männergrippe es zugelassen hat und dann hat auch noch das Wetter mitgespielt hat.
Sonne bis Mittag und bedeckter Himmel zum Nachmittag hin.

Wir haben gut geschwitzt und das nicht nur des Angstschweisses wegen.
Auch wenn ich mit meinen achttausend Kilometer Fahrleistung in den letzten 6 Monaten weit abgeschlagen vor den „Verfolgern“ war, war ich doch derjenige mit der geringsten Fahrerfahrung.
Die Jahre/Jahrzehnte kann ich halt nicht aufholen. Muss ja auch nicht. Alles gut.

Das Programm von morgens um neun bis sechszehnuhrdreissig war für mich sehr anspruchsvoll, sehr lehrreich, sehr lustig und auch sehr anstrengend.
Ich stecke das mit meinen fünfundfünfzig nicht mehr so locker weg. Unabhängig von den Erkältungsresten. Das fiel mir schon auf als ich den Führerschein machte.
Und meine Reaktionsgeschwindigkeit ist nur noch „Gut“. Das „Sehr gut“ habe ich verloren. Vielleicht kommt es aber wieder. Rein intuitiv handel ich aber richtig und sehr zügig.

Zum Mittagessen fuhren wir in ein nahes Restaurant bei dem wir vorher schon unser Essen bestellen konnten.
Ich gönnte mir einen grossen Salat mit Putenstreifen und ein alkfreies Weizen.
Sehr lecker war es und die Bedienung sehr freundlich.

Beim einparken habe ich dann allerdings die Nachbarn geweckt da meine Notfalltasche laufend gegen die Hupe drückte. Peinlich … aber das kann ich halt am besten. pardon

Schräglage war heute ebenso Thema wie Notbremsung, Langsamfahren und Kurventechniken.
Klasse. Einiges kannte ich von der Fahrschule, anderes war neu.
Ich konnte mich mit der Maus in Ruhe rantasten.

Selbst mein fehlendes ABS hat einiges an Erkenntniss gebracht.
Dachte ich bisher bei einem „Schleifgeräusch“ dass das Vordderrad über den Asphalt schiebt, ist es nur das Stollengeräusch.
Somit kann ich nun viel härter Vezögern als ich es mir vorher zugetraut hätte.

Über Gliederketten und Brett in Schräglage zu fahren shock war weitaus entspannter als jeder Teilnehmer vorher angenommen hatte. Verblüffend.
Viele „Probleme“ existieren halt nur im Kopf.

Bei den Teilnehmern war ich allerdings sehr verblüfft.
Obwohl die Anmeldungen in den Fahrschulen für Bikerinnen in die Höhe schnellen, war nicht eine Frau dabei.
Warum das so war, habe ich vergessen zu fragen. Fand es aber doch sehr irritierend.

Unser Ausbilder hat jedenfalls einen super Job gemacht. Ein sehr sympathischer Mensch, dem man anmerkt was er kann wenn er mit seiner Maschine den Parcour vorfuhr. Sehr beachtlich.

Nächstes Jahr möchte ich jedenfalls wieder teilnehmen.
Fahrt sinnig und habt einen schönen Abend/Tag,
euer Micha

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