Das Projekt „Elektrik“ hat begonnen

Mahlzeit *oderso.

Ich hatte mir vor ein paar Wochen eine Voltanzeige zusenden lassen die ich anschliessen wollte um den Akkuzustand (also eingeschränkt auf Volt) der Maus ablesen zu können ohne das ich den Seitendeckel abschrauben muss.
Soweit so gut.
Aber wohin mit dem Teil? Meiner Ansicht nach liegt da schon genug Kabelkram überall herum und wenn ich was abschrauben muss, dann möchte ich nicht erst Stecker ziehen oder gar Kabelbinder durchtrennen müssen.
„Schick“ wäre es natürlich wenn ich ihn direkt in den Seitendeckel integrieren würde, aber wenn der ab muss, müsste ich Stecker ziehen. Also fällt „schick“ aus.

Tja und dann kam was kommen musste. Ich verlor mich in der Planung und kam dann beim Topcase an. Und weil das Topcase so schön gross ist könnte man ja direkt die ganze Elektrik da rein legen.
Mit entsprechenden Schnellkupplungen wäre es möglich die Maschine vollkommen vom Strom zu trennen ohne irgend etwas abzuschrauben und die CDIs würden weder verdrecken noch könnte die Platine brechen (ein leider grosses Problem bei den Transalp, darum baut man sie liegend um).
Soweit die Theorie. Die Praxis würde dann allerdings einen neuen Kabelbaum verlangen, der ja dennoch verlegt werden muss und die Versorgungsleitungen für Handy und Navi müssen so oder so nach vorne durchgelegt werden.
Also verwarf ich den Gedanken wieder.

Aber das Topcase könnte zumindest einen Verteiler bekommen über den ich die Anzeige, die Versorgungsspannungen für externe Geräte und einen Ladestecker für den Akku schalten könnte.
Soweit die Theorie.
In der Praxis fehlen mir KFZ-Litze, Kippschalter, Sicherungen und einfach alles was man so dafür braucht.
Dennoch muss hier mal Nägel mit Köpfe gemacht werden und somit war dann der Einbau der Anzeige für heute angesagt.

In der Garage baute ich dann Topcase, Seitenverkleidungen und die Sitzbank ab, damit ich an meine USB-Verbinder komme und im Warmen schrauben kann.
Um sicherzustellen das der Akku auch weiterhin geladen wird (ich habe den neuen Akku noch nicht nachgemessen), habe ich den Zugang direkt mal genutzt um den Verbinder zum Regler mit Kontaktspray zu behandeln.

Unten mittig liegen die beiden CDIs. Rechts mittig der entsprechende Steckverbinder.
Alles ganz schön dreckig geworden.

Daheim ging es dann mit einem entsprechenden Lochbohrer ans Topcase.
Stelle ausgesucht und los gings.

Die Fummelei danach hat mich dann locker ne Stunde gekostet, da ich den Zugang noch Wasserfest gemacht habe. Dazu habe ich ein Stück eines alten Fahrradschlauches verwendet.
Kostet nichts extra und dichtet perfekt ab.

Lediglich beides durch das Loch zu bekommen und entsprechend umzuklappen damit nichts daneben rein laufen kann, war nicht das einfachste. Da fehlte ein zweites Paar Hände.
Naja, ich habe ja Zeit und wenn es mir zu bunt wird setze ich mich erst einmal hin und trink nen Kaffee.
Irgendwann sass es dann endlich.

Sitzt ohne das etwas wackelt.
Nun konnte also der Testlauf starten. Dazu nahm ich den alten Akku aus dem Regal und schloss die Anzeige mit Krokodilklemmen an.

Joah, gefällt mir. Obwohl mir ne blaue Anzeige ja lieber gewesen wäre, aber bevor ich nun noch eine China kommen lasse werde ich mich wohl an das grün gewöhnen.
Auf die Gesamtfläche vom Koffer ist das sehr unauffällig.

Bevor es an die Versorgungsleitung von der Maus kommt, soll aber noch ein Schalter dazwischen.
Die LED wird mir nicht den Akku leer saugen, aber man muss es ja nicht herausfordern.
Und nachdem man mir sagte das die Gelakkus auf Kälte empfindlich reagieren, möchte ich lieber keinen Verbraucher eingeschaltet haben wenn er nicht benötigt wird.
Das muss aber noch ein bisschen warten bis frisches Geld auf den Bäumen gewachsen ist.

Und weil ich gerade so frisch am basteln war, nahm ich mir auch die erneut heraus gebrochene Seitenverkleidung vor.
Die hatte ich zwar schon mühsam geklebt, wurde mir aber in der Bayernwerkstatt erneut zerbrochen. Naja, Kleinkram.

So sollte es aussehen (linke Seite)

und so sieht die rechte Seite (wieder) aus

Da mir diesesmal keine weiteren Plastikbruchstücke zur Verfügung standen, musste ich aktiv werden und „formte“ mir aus einer 50ml Arzneiflasche einen neuen Aufsatz, den ich mit Unterlegscheiben verstärkte.

In die Schraubendurchführung setzte ich den Hals des Fläschchen und verstärkte auch dessen Ende mit einer Unterlegscheibe.

Nachdem alles mit Zweikomponentenkleber verspachtelt war, bekam es noch eine Lage Panzerband drum herum.
Damit es nun gut anziehen kann und fest sitzt, habe ich es verschraubt.
Nun darf es erst einmal mindestens diese Nacht durchtrocknen.
Die kommenden Male werde ich auf die Schrauben hinweisen (oder nen Aufkleber anbringen).

Nun hoffe ich natürlich darauf das nicht die Schraube auch noch mit festpappt, sonst habe ich ein neues Problem. crazy

Tjo, und damit verabschiede ich mich erst einmal wieder und wünsche eine allgemein gute Nachtruhe (wann auch immer das bei euch sein wird).
der Micha

2 Kommentare

  1. Der Vorteil an Mangelwirtschaft ist der, daß man Schrauben nicht verlernt und Ideen braucht, wie man ohne Geld bzw mit vorhandenem (Wegwerf)Material zum Ziel kommt… Es ist ein schönes Ergebnis geworden, wie man es auch auf dem Balkan oder in Polen und überall sonst auf der Welt finden könnte, wo man nicht einfach in den nächsten Shop geht und Ersatz kauft (zB auch in der Wüste oder auf Kamtschatka).
    Der Vorteil daran, daß Du nicht die gesamte Elektrik inkl. CDIs ins Topcase verfrachtet hast ist jener, daß Du bei Verlust durch Diebstahl oder Sturz das Moppet trotzdem aus eigener Kraft sofort weiterbewegen kannst … ;-)




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    1. Moin @Olpo,

      wer klaut denn ein Topcase? Ernsthaft? shock
      Da habe ich noch gar nicht dran gedacht. Kann mir das nicht einmal vorstellen.
      Das wäre natürlich wirklich böse und da nichts unmöglich ist, streiche ich den Gedanken auch in Zukunft.
      Insofern, guter Hinweis. good




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