Rückfahrt von Bayern mit Handyselbstmord

Servus zsamm.

Nun ist die Zeit also leider herum.
Kerstin war die Nacht arbeiten und ich hatte eine etwas unruhige Nacht. War klar. Bin halt ich.
Das Wetter stand auf Dauerbewölkung mit Regen im Norden. Suboptimal, aber besser wirds im Winter halt nur selten.
Ausserdem war es die vier Wochen hindurch fast durchgehend bewölkt und nass.
Die neuen Heizgriffe müssen nun zeigen was sie können.

Schnell noch ein wenig Blödsinn gemacht damit Kerstin noch ein paar Fotos machen konnte und schon ging es auf die 600KM Strecke, die letztlich 740KM auf die Uhr brachte.

Tja, da hatte ich noch gute Laune, obgleich der Abschied traurig war.
Die Tankstops waren jedenfalls sehr viel entspannter als auf der Hinfahrt, da ich mit dem geschulterten Rucksack problemlos auf und absteigen konnte.
Keine Ahnung wie das werden soll wenn ich mit Zeltausrüstung unterwegs bin.
Ein Koffersystem ist finanziell erst einmal nicht drin.

In Fulda bekam ich dann bestes Sonnenscheinwetter.
So einen blauen Himmel hatte ich den ganzen Trip über sonst nicht.

Und nach Fulda hatte ich dann die Abfahrt in die falsche Richtung genommen und war Richtung Harz unterwegs.
Ganz toller Fisch.

Der Sonnenschein war auch weg, es nieselte und wurde dunkel.
Und als dann so richtig dunkel war, sah ich auf der Autobahn wie das Handyladekabel Richtung Boden vorbeiflog. Mein Navi war dunkel, weil kein Navi sprich Handy mehr im Halter war.
Das hatte Selbstmord begangen und ich bremste in der danebenliegenden Ausfahrt hart ab und bekam die Maschine in einer alten zugewucherten Nothaltebox zum parken.

Fix und alle wie ich war machte ich mich mit meiner kleinen Taschenlampe auf das Handy auf der Fahrbahn zu suchen.
Natürlich blieb ich hinter der Leitplanke und stapfte so knappe 500Meter wieder zurück.
Ein Knirschen und ein kleines Teil welches unter einem LKW Reifen in meine Richtung geschleudert wurde machte mir klar das diesesmal das Handy nicht mehr zu retten ist.

So war es denn auch. Das fliegende Teil war das Display was ich am Rand aufsammeln konnte … weitere Teile des Displays fand ich ein paar Meter weiter … gute 30 Meter weiter hinten sah ich dann den Rest des Handys zwischen Seitenstreifen und Fahrbahn liegend.
Ich hechtete in einem sicheren Moment zur Fahrbahn, griff das Teil und war froh das ich Simkarte und vorallem die Speicherkarte noch retten konnte.

Rechts das Display (in millionen Teile geplatzt und schwarz) und links das eigentliche Handy, welches beinahe noch einsatzbereit wäre. Theoretisch.

Die Weiterfahrt ohne Handynavi war dann nicht nur wegen den Sturmböen und dem Regen sehr anstregend.
Ab dem OsnabrückerLand erwischte mich dann noch Starkregen. Ein Stop hätte aber nichts mehr gebracht und wäre auch fatal gewesen weil es am kommenden Tag dick schneite.

Nach elf Stunden Fahrt war ich wieder zuhause und pellte mich erst einmal aus den klitschnassen Klamotten.
Die Heizgriffe haben bestens ihre Arbeit verrichtet. Trotz triefender Handschuhe hatte ich keine kalten Hände … bei plus drei Grad und 90KM/h im Starkregen auf der Autobahn.

Schade ums Handy … vorallem weil ich absolut pleite bin, aber so ist das halt.

Allzeit eine gute Fahrt und eine gute Zeit für euch wünschend,
der Micha

 

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