Wetter gibts auch am Alfsee, in Beckum und auf der Rückfahrt

Moin.
(Achtung: Dieser Post enthält viele Medien)

Das war ein langer, schöner, anstrengender, warmer, nasser und auch ein wenig frustrierender Tag.
Am Morgen erhielt ich eine meiner Warenlieferungen, schaute mir das Wetter genauer an und beschloss die graue Maus zu starten und mal zu schauen ob sie heute wieder willig ist zu fahren.
Aus der Garage geschoben, Choke gezogen, gestartet, alles schick.
Aber das hatte ich am Vortag auch und dann meckerte sie plötzlich und ging aus. Also erst einmal ein paar Meter fahren und schauen.
Sie fuhr und fuhr und fuhr. Stadt, Land, Kraftfahrstrasse …. kein Ruckeln, kein Nix. Alles schick.

In Hollage (wo auch das Zentrallager und die Abfüllung von Bünting-Tee ist) fuhr ich dann mal kurz rechts ran für die Knipsis und das Video.

Hollage Schwenk


Ich fuhr dann weiter planlos die Landstrasse entlang und sah dann irgendwann das Schild Richtung Alfsee.
„Ohhh, Alfsee … da war ich auch schon lange nicht mehr. Da fahr ich mal hin zum entspannen.“
Gedacht, getan und eine entspannte Fahrt später habe ich die graue Maus auf dem Parkplatz gesichert.

Das Sicherrungskabel vom Scheibenschloss war einer der besten Käufe.
Damit kann ich die Sperre nicht wirklich vergessen.
Hinter der Düne ist der Alf(stau)see, welcher die Überflutungsgefahr durch den Fluss Hase verhindern soll.

Der Alfsee bietet aber mehr als nur ein Gewässer mit einem Stauwerk.
Es gibt dort eine Kartbahn (auf der bei meiner Ankuft zwei Karts reichlich Lärm verursachten), einen Wasserskibereich, der in einem extra See nebenan eingerichtet wurde, es gibt Camping, Hotel, Jugendherberge, nen Irrgarten und und und.
In der Saison ist immer mächtig was los am See.
Heute aber ist fast alles geschlossen, sodass sowohl die Vögel als auch die Besucher und Dauercamper mehr oder weniger ihre Ruhe haben.

Alfsee Rundblick
Wasserplätschern mit viel Wind

Und genau die genoss ich.
Naja … eigentlich schritt ich sehr langsam am See entlang, weil ich einerseits das Sein genoss und andererseits meine Strümpfe bis zu den Zehen in den Stiefeln runter rutschen.
Notiz an mich: Neue Socken kaufen

Noch mal ein Schwenk
Entspannt dem Wasserplätschern zuhören (wenn der Wind nicht wäre)

Für diesen Weg, den man locker in 15 Minuten schafft, hatte ich mir eine gute Stunde Zeit gelassen und war, nachdem ich dann am geschlossenen (hat nur Samstag/Sonntags geöffnet) Restaurant ankam ziemlich tiefenentspannt.

Mit meiner neuen Mausi-Begleiterin machte ich es mir auf einem der Bänke halbwegs bequem und liess die Ruhe wirken.

Irgendwann wurde mir dann aber doch kalt und ich machte mich wieder auf den Rückweg.

Zweimal den selben Weg begehe ich nur höchst ungern, so entschied ich mich Richtung Campingplatz, Wasserski etc. „abzubiegen“.

Wasserskiimpression aus Richtung Alfsee
Wasserski mit Blick vom Start-Landungssteg

Wie gesagt, leider kein Betrieb mehr. Eigentlich war auch dort gesperrt, aber irgendwer hatte da wohl was zu tun und somit war das Tor offen.
Den Hinweis „Betreten verboten“ muss ich wohl übersehen haben. cool

Gegenüber des Alfsee-Centers bekam ich dann in der dortigen Bäckerei auch endlich mal meinen Kaffee.

Nachdem das Rosinenbrötchen und der Kaffee von uns vertilgt waren, nervten uns auch die Wespen nicht mehr, die leider immer noch sehr aktiv waren und mich einige Male von meinem Sitzplatz vertrieben.
(Und schon weiss ich wieder warum ich Camping eigentlich nicht mag)

Ich schaute mich dann noch ein wenig um was es so angeboten wird …

und wollte dann eigentlich nur mal eben schnell rüber zum Parkplatz.
Tja. Schade eigentlich. Da lag der Wasserski-See dazwischen.
Somit hiess es dann entweder zurück auf dem Weg, oder aber aussen rum und an der Strasse entlang.
Ich entschied mich für den „neuen“ Weg. DooVe Idee.
Das war ein riesen Umweg und meine Knöcheln wurden schon wund gescheuert von den Motorradstiefeln, bzw. von dessen Schutzeinsätzen.
Ich nu wieder. Machste nix.

Somit versuchte ich dann wenigstens die Schönheit an der Wegstrecke einzufangen und den Weg trotzdem zu geniessen.
Immer schön langsam.

Tja, und irgendwann (also Jahre später …) erreichte ich die graue Maus denn auch wieder.
Alles gut.

Während meines „Urlaubs“ hatte mich Chris auf Whatsapp angetippert und wir einigten uns darauf das ich zu ihm nach Beckum fahre.
Die Bilder sind hier nun zu Ende und Videos habe ich auch keine mehr, aber es war ne „aufregende“ Fahrt.
Dadurch bedingt das ich laufend auf Strassensperrungen (wegen Reparaturarbeiten) stiess, führte es mich wieder zurück in die Osnabrücker Stadt … da endlich durch und durch Georgsmarienhütte auf dem Weg Richtung Bad Iburg fiel mir ein das letztere ja derzeit auch gesperrt ist (ebenfalls wegen Reparaturarbeiten an der Strassendecke) … aber es gab ja eine Umleitung … und der folgte ich.

Theoretisch eine gute Idee, praktisch kann man das hier in der Gegend aber vergessen und so kam was kommen musste. Statt einer guten Stunde Fahrt, war ich zweieinhalb Stunden unterwegs.
Führte doch die Umleitung erst einmal nach Bad Rothenfelde, was in etwa so ist als würde jemand der von Köln nach Leverkusen will, ersteinmal aussen herum nach Düsseldorf gelotst um dann irgendwann auf der anderen Seite von Leverkusen wieder zurück zu finden.
Super Sache. Wird hier nicht langweilig.

Nun denn. Irgendwann so kurz vor knapp (Chris musste mit der Mauzi zum Tierarzt) kam ich dann doch noch an und wir hatten noch einen angenehmen Dampferabend.

Nicht so angenehm war dann die Rückfahrt.
Als ich mich gerade auffie machen wollte, stellten wir fest das es wohl ein wenig geschauert hatte.
Unangenehm, aber war ja wieder vorbei.
Theoretisch richtig, praktisch fuhr ich aber dem Regen hinterher und erreichte ihn auch nach kurzer Zeit.
Das bedeutete das ich oft im Blindflug unterwegs war weil mein Visier keine Lotusversiegelung hat (was ich unbedingt ändern muss).
Die Tropfen vom Nieselregen hatten nach ein paar Minuten eine sich nicht verbindende „feste“ Schicht gebildet, so das ich laufend das Visier hoch klappen musste wenn mir im Dunkeln andere Kraftfahrzeuge (die die lustigsten Scheinwerfereinstellungen besitzen) entgegenkamen.
Mehr als 80KMh fuhr ich nicht. Auch nicht bei freier Sicht auf der Landstrasse.
Ein Reh hätte ich niemals gesehen. Nur „gefühlt“.
Gruselig.
Das war wohl eine meiner letzten Nachtfahrten. Das ist mir einfach viel zu gefährlich.

Nach neuerlichen zweieinhalb Stunden für die Rückfahrt mit besagter Umleitung, kam ich denn auch endlich wieder heim.

Tjo, und damit wünsche ich allzeit gute und sichere Fahrt.
der Micha

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