Ein langes Wochende auf Borkum – Teil eins von drei

Moin.

Morgens um drei Uhr riss mich der Smartie-Wecker wieder brutal aus dem gerade erst gefundenen Schlaf.
Nun ist es  viertel vor sieben und ich sitze mit unserer Reisegruppe bereits im zweiten Zug.
Positiv sei erwähnt das der Regioexpress der Westfalenbahn Wlan anbietet was mir die verhasste Fahrt mit der Bahn um einiges erleichtert. Das nicht allzuviel Betrieb ist, nehme ich ebenfalls freudig zur Kenntnis.
Ansonsten bleibt Bahnfahren ätzend. Nichtsdestodingens nickte ich während der Reise nach Emden dreimal weg. Das ist wirklich nicht meine Uhrzeit.

Ab und an gab es ein paar schöne Momente beim Sonnenaufgang

In Emden angekommen bestiegen wir dann kurz darauf den Katamaran der uns in anderthalb Stunden nach Borkum brachte.
Das war meine erste Fahrt auf eine Insel und auf einem Katamaran.
Sehr beeindruckend und aufgrund der Geschwindigkeit sehr windig.

 

Das Wetter war der Wahnsinn.
Erwartet hatte ich typisches Küstenwetter. Sprich kalt und wahrscheinlich regnerisch, aber offensichtlich hatten wir mehr Glück als das Festland.
Alle drei Tage, soviel sei vorweg genommen, hatten wir prächtiges Sonnenwetter bei dem man entspannt am Meer liegen konnte (was ich dennoch nicht tat).

Untergebracht waren wir in einer Jugendherberge … nicht mein Ding. Sowas mache ich nur notgedrungen nochmals.

Ich hatte ein Einzelzimmer gebucht, leider ohne eigenes Bad weil es mir den Aufpreis nicht wert wahr. Ein grosser Fehler.
Das Zimmer bestand aus drei Doppelbetten, zwei Schränke und einem Tisch.
Logischerweise keine Toilette oder Waschbecken.

Bei Buchung dachte ich mir das sich jeweils zwei Zimmer ein Bad teilen würden, aber da hatte ich falsche Vorstellungen.
Die Bäder waren auf der anderen Seite des Flurs und bestanden aus je 8 Waschbecken ohne Sichtschutz und entsprechend viele Duschen auf der gegenüberliegenden Seite, welche einen Vorraum hatten in dem sich durchaus Kleinkinder umziehen und abtrocknen konnten. Für Erwachsene war der Vorraum so eng das ich nicht einmal die zweite Türe zur Dusche öffnen konnte wenn ich im Vorraum stand. Der blanke Horror.
Dazu gab es dann morgens um sechs die Auswahl zwischen nordisch- und polarkaltem Wasser aus dem Duschkopf. Obwohl ich die Wärmeregulierung bis zum Anschlag drehte und es entsprechend lange laufen liess.
Kalt duschen soll ja sooo gesund sein.

Nachdem die Gruppe alles in ihren Zimmern verstaut hatte, traf man sich draussen und wir fuhren mit dem Bus in die Stadt.
Es war tierisch heiss und ich genoss jede Minute des Seins.

Die Gruppe teilte sich währenddessen auf und ich ging mit drei weiteren TeilnehmerInnen lecker Fisch mit freundlichem Service essen.
Meine Euros schmolzen nur so dahin, aber ich wollte den Urlaub in vollen Zügen geniessen und nicht nur den Ort des Seins austauschen.
An diesem Tag genossen die meisten von uns die Sonne und die Luft.
Ausflüge bzw. Besichtungen wurden auf den kommenden Tag verlegt.

Zurück in der Jugendherberge futterten wir dann nochmals warm.
Allerdings war wohl niemand vom Essen angetan. Alles trocken und zerkocht.
Das war auch am zweiten Abend nicht anders.
Als empfehlenswert konnte man nur den Pudding aufführen.
Dafür war die Auswahl und das Frühstück insgesamt wiederum gut, was den Aufenthalt nicht vollends als Katastrophe erscheinen lässt.

Den Abend liess ich dann in „die Pinte“ auf dem Gelände ausklingen.
Wobei ich der erste und der letzte dort war, denn im Zimmer war ja nichts brauchbares um zu entspannen. WLAN kam und ging übrigens.
Mein Handyguthaben schmolz nur so dahin, weil ich ein paar Bilder an meine Freunde über WhatsApp sendete.

Als denn … der nächste und eigentlich auch der einzige Tag auf der Insel konnte kommen.

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