Die letzten Tage

… habe ich weiter versucht Erfahrung als Biker und mit der grauen Maus zu bekommen.
Das Wetter war und ist bestens. Heute war mir sogar zu heiss zum fahren, so dass ich lieber die Wäsche gewaschen habe und den Tag teilweise auf der Terrasse verbracht habe.

Dennoch wurden die letzten Tage knapp 1000KM abgespult.

Am Samstag, nach dem Tag am Dümmer, wusste ich eigentlich nicht so wirklich wo ich hinfahren sollte.
Die reinen Bikerstrecken im Teutoburger Wald wollte ich nicht fahren.
Erstens bin ich kein Knieschleifer und zweitens ist mir das zu gefährlich inmitten der Heizer.
Noch ist Saison (wenn auch abklingend) und mir ist einfach zuviel jugendliche Unzerstörbarkeit auf den Strassen unterwegs.
Einen ruhigen Platz zum üben habe ich leider noch nicht ausfindig gemacht. Jedenfalls keinen wo nicht die Polizei dazwischen funken würde.
Also, ab in den normalen Wahnsinn auf den Strassen und die Nase entscheiden lassen wie es weiter geht.
Somit fuhr ich erst einmal meine Stammstrecke Richtung Beckum … aber das hat es nicht wirklich gebracht. Es ist zwar schön auf der Landstrasse mal vernpftig voran zu kommen, aber dabei lerne ich nichts. Geradeausfahren können die meisten.
Also kurz rechts angehalten und einfach mal den Weg zu Schwesterherz nach Mettmann eingetippt.
Und los ging es. Durchs Münsterland ins bergische Land.
Mit etwas Navichaos, zwei Autobahnabschnitten (die ich fuhr um zu schauen was ich wohl bei der Reise nach Kerstin bevorzugen werde) kam ich letztlich am frühen Nachmittag bei Schwesterherz, meinem Freund und meiner Ziehtochter an.
Grosse Augen haben sie gemacht … und sich überschwenglich gefreut.
Und ich auch.
Somit habe ich den Nachmittag mit ihnen im Garten verbracht und bin erst nach dem Abendbrot (Bestellung im amerikanischen Diners) wieder auf den Sattel gestiegen.
Eigentlich wollten sie das ich dort schlafe, aber ich wollte … wenn ich schon sone Mammuttour mache, auch wissen wie es sich des Nächtens mit dem fahren verhält.
Sonst müsste ich meine Reise nach Bayern nämlich immer frühzeitig am Tage unterbrechen damit ich mein Nachtquartier fertig habe.

Zunächst lies ich den Navi die Route über Land führen …. das ging gar nicht.
Entgegenkommende blenden mich, dauernd habe ich Panik das ein Reh aus dem Wald schiesst und die Kurven fahre ich noch langsamer als sowieso schon.
So komme ich kaum schneller voran als wäre ich mit der Fuffi unterwegs.
Das ist mir zu langsam und vorallem zu gefährlich.
Also angehalten und die Autobahn im Navi freigegeben.
Noch ein bisschen durch den Wald, dann wieder rein in Wuppertal und dann ging es schon auf die Autobahn.
Hundert bis hundertzehn Stundenkilometer hatte ich auf der Hinfahrt drauf.
Das war anstrengend genug und wurde auch auf der Rückfahrt gefahren.
Diverse Beschleunigungen bis 150KM/h beim überholen mal aussen vor.
Allerdings schlackerte bei Geschwindigkeiten über 120KM/h das Vorderrad enorm so das ich diese Geschwindigkeiten nur mit vorgelegtem Oberkörper fuhr um Gewicht aufzubringen.
Das Topcase hatte ich mit Werkzeug beladen und somit einen tief hinten liegenden Schwerpunkt was die graue Maus unruhig werden liess.
Der Tankrucksack war noch nicht drauf.

Gegen halb eins in der Nacht kam ich dann nach einem kurzen Tankstop auf der Autobahnraste wieder gesund zuhause an.

 

Leider gibt es von der ganzen Tour nur dieses eine Foto, obwohl die graue Maus sich die gesamte Wuppertaler Schwebebahn von Anfang bis Ende angeschaut hat.
Was eigentlich vollkommen unnötig war, weil die Autobahn beinahe bis vor Schwesterherzs Eingangstür führt.
Aber so sind die Mädels halt, wenn sie was wollen finden sie schon Wege dahin.

Leider war die Nacht kurz, weil gegen zehn am Morgen Elke auf der Matte stand um meine Zusage für eine gemeinsame Fahrt an die Nordsee einzulösen … aber mit dem Berlingo! cool

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