Kleiner Fehler – grosse Wirkung

Gestern hatte ich am Vorderrad eine Unterlegscheibe vergessen.
Also nahm ich mir die Maschine heute wieder vor, löste die Steckachse und begann sie heraus zu schrauben. Soweit die Theorie.

In der Praxis hat sich der Deckel für die Vorderradnabe auf die Steckachse, durch das anschrauben der Achse, fest verschoben.
Und nun stehe ich da und lasse WD40 einwirken, stemme mich gegen die Gabelholme und ziehe und zerre an der Achse. Toller Fisch, denn es bewegt sich kaum einen Millimeter.

Da ist viel Geduld und Kraft gefragt und ich fürchte das ich danach eine neue Steckachse kaufen sollte. Gottseidank ist das kein teurer Posten (~ 10€), aber halt wieder einer mehr.

Ich bin gespannt wann ich das Teil raus habe. *grmblfx

Nachtrag:
Es ist 23:08 Uhr. Meine Ölflasche ist beinahe leer. Meine Hände sind schwarz. Meine Nerven am Boden … aber dieses ~~zensiert~~ Ding ist ab.
Letztenendendes fingen meine Arme, beim ziehen, bereits das zittern an. Dennoch bewegte sich der Deckel kein Stück mehr.Mir blieb nichts anderes übrig, als rohe Gewalt (oder die komplette Gabel ausbauen).

Die Steckachse habe ich mit Links auf Spannung gezogen, Rad und Gabel habe ich mit Knie und Fuss gegengedrückt und mit rechts habe ich dann auf diesen ~~schon wieder zensiert~~Deckel eingedrescht.
Da lag der ganze Frust des Tages drin … und er hat sich nicht mehr gross gewehrt. Nach einer Viertelstunde war das Thema gegessen.

Ergebnis: Ich kann morgen das Rad mit Luft befüllen. Die Maschine steht die nächste Zeit nur auf dem Reifen gelehnt, bis ich sie wieder zusammen bauen kann.
Ich muss eine neue Steckachse, Mutter, Distanzring und Nabendeckel kaufen.
Bei dem Gezerre und Geklopfe habe ich mir das sicherlich alles verbogen und ich will nicht das Risiko eingehen, das mir die Steckachse unterwegs bricht.

(Vorne rechts liegt die Steckachse und dahinter der Nabendeckel)
Im Moment steht die Maschine auf dem Hauptständer und liegt auf dem Vorderreifen auf, weil der Schwerpunkt vorlastig ist.

Und nun versuche ich mal mich zu entspannen.

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2 Antworten auf „Kleiner Fehler – grosse Wirkung“

    1. Nachdem ich im Netz geschaut habe, stellte sich tatsächlich heraus, dass dieser Fehler recht Vielen passiert.
      Da die Nabe ja nun frei ist und ich heute an der Tanke den Reifen befüllen konnte, ist mein Frust nur noch geringfügig.
      Die notwendige Nachbestellung gibt meine Geldbörse nun leider nicht mehr her.
      Die Bestellung muss nun bis kommenden Monat warten. Da ich die Maschine aber nicht auf dem Karton stehen lassen will, werde ich das Vorderrad gleich wieder auf die alte Steckachse setzen. Allerdings lasse ich den Deckel direkt weg.
      Somit steht sie, für die Zeit, wieder auf eigenen Beinen.

      Entrosten und lacken müsste ich ja auch noch. Deshalb denke ich bereits darüber nach, ob ich die Maschine nicht erst im April anmelde und die 50€ zunächst in Material stecke.

      Jedenfalls bin ich froh, dass ich die Achse nicht mit der Flex bearbeiten, oder die komplette Gabel ausbauen muss.
      Alles Weitere wird sich finden.

      Am Chinadingsi wäre ich niemals soweit gekommen.

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