Fertig: Kissen-Eule die Zweite und auch die Dritte

Neneee … ich sitze hier nicht 10 Stunden an der Maschine und sticke Reihe für Reihe runter.
Ich nahm mir heute meinen neu erworbenen Stoff vor, schnitt ihn, bügelte ihn, machte einen Rollsaum, brachte die Umrisse der Eule auf und fing an zu sticken.

Die Konturen hatte ich fertig und gönnte mir erst einmal einen Kaffee. Noch ein wenig im Netz surfen und schon sass ich wieder an der Maschine. Fädelte oranges Garn ein, legte den Stickrahmen auf und bestickte die Füsse der Eule.

Nadel nach oben. Den Arm nach oben. Den Stickrahmen unten heraus und die Fäden per Hand abschneiden (mein „Paulchen“ hat keinen angebauten Fadenabschneider). Vorderseite ab … umgedreht … und …

Toller Fisch. Ich hatte beim auflegen des Stickrahmens nicht darauf geachtet das der Reststoff nicht daruter liegt. Ein Versuch des Auftrennens scheiterte restlos. Übrig blieb nur Müll.
Voll frustierend.

Natürlich musste ich mich umgehend an den dritten Versuch machen.
Und ein paar Stunden später bin ich nun wieder auf dem Wege (wenn auch etwas grösser)

Ich berichte hier weiter und hoffe das nun nichts mehr schief geht. Alleine die Füsse haben die Maschine eine halbe Stunde rödeln lassen.

Bis bald,
der Micha

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Nachtrag (Freitag) 13.07.2012

Nachdem mir laufend der Faden meines alten braunen Garnes riss, kaufte ich heute „frisches“ von Amann. Ausserdem holte ich meine Bastlernadeln ab (die brauche ich für die Erinnerungsschachtel) und weil ich gerade da war nahm ich noch einen Meter schwarzes Baumwollschrägband zum üben mit.

Wenn ich an der NäMa bin, dann lege ich mittlerweile die benutzten Farben inklusive der Unterfäden, unter die Maschine. So muss ich bei den teilweise gleich aussehenden Garnen nicht laufend wieder nach schauen ob es die oder die Farbe war.

Trotz Nadelbruch und ungezählte Fadenrisse, kam ich heute doch recht weit.
Morgen gehts dann wieder frisch ans Werk. Allerdings auch immer schön vorsichtig ob sich da nicht doch wieder ein Stück Stoff drunter gelegt hat.
Was mir ganz oft beim sticken (nicht beim nähen) passiert … ich vergesse den Nähfuss abzusenken. Das liegt wohl daran das ich ohne arbeite.

Und so siehts heute aus.

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Nachtrag 14.07.2012

Sooo … zwei Titan-Sticknadeln und 4 komplette Spulen Unterfaden später ist mir beim sticken dieser Eule nichts schlimmes passiert.

Jetzt muss ich nochmal bibbern wenn ich das Ganze zu einem Kissen mit Hotelverschluss vernähe …
Ich habe die totale Panik davor und würde es am liebsten machen lassen.

Wenn ich gut drauf bin, mache ich es morgen (hoffentlich) fertig.

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Nachtrag 15.07.2012

Das glaubt man ja nicht. Da wache ich heute früh schweissgebadet auf weil ich von dem Kissen geträumt habe. Im Traum hatte ich die Nahtzugaben vergessen und anstatt es dennoch zu vernähen (und ein eigenes Füllkissen zu machen), schnitt ich die Eule aus und nähte sie als Applikation auf das nächste Kissen … was natürlich misslang … und ich war totunglücklich.

Ich hatte ja wegen dem Kissennähen eh schon Bammel das was schief geht … mit dem Traum nun noch mehr.
Dank der arktischen Temperaturen hielt sich mein Schwitzwasser in Grenzen … und es wurde fertig.
(Endlich)

Vielen, vielen Dank für euer Mitbibbern und Aufmuntern und Schoki verteil … es tut doch gut, auch wenn es nur virtuell ist, solche Dinge teilen zu dürfen.

Bevor es ans vernähen ging, habe ich vorsichtshalber abgesteckt, auf rechts gedreht und das Füllkissen vorsichtig eingebracht. Es passte und beim nähen ging alles glatt.

Das ist beim abstecken auf links!

Und hier … Taraaa …. ist es nun … im direkten Vergleich mit seinem Vorgänger.

Liebe Grüsse,
der Micha

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2 Antworten auf „Fertig: Kissen-Eule die Zweite und auch die Dritte“

  1. Das ist ein tolles Eulenkissen, aber auch das mit dem kleinere Exemplar. Sticken kann meine NäMa nicht, aber gequiltet wird ja auch mit Stickgarn, insofern kenne ich viele Deiner hier geschilderten Probleme.

    Danke auch für Deinen Kommentar auf meinem Blog. Ja, ich werde auf der Nadel und Faden dieses Jahr sein und eines meiner Werke wird auch bei dem Wettbewerb mitmachen. Ich freue mich schon sehr, war noch nie dort.

    Nana

  2. Moin Nana.

    Auch meine NäMa kann nicht sticken.
    Gestickt wird Freihand. Dazu wird der Transporteur abgedeckt oder runter gefahren (je nach Maschine), der Nähfuss abgemacht oder gegen einen Stick-Stopffuss gewechselt, dann der Stickrahmen aufgelegt und los geht per Hand.
    Im Gerade- oder ZickZackstich wird der Stickrahmen per Hand hin und hergeschoben bis das Motiv gefüllt ist.

    Freihandsticken nennt man das.
    Hier kann man das schön sehen:
    http://www.youtube.com/watch?v=fbD8q7nJ0Do&feature=related

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